Welche Werbung

Lektorat, Coverdesign, Marketing: Stellt eure Dienstleistungen für Autoren vor.


firolla
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Welche Werbung

von firolla (17.01.2013, 09:55)
Ich schreibe Gedichte und möchte jetzt einige von meinen Gedichten in einem Band veröffentlichen. Wenn man sich mit einem Verlag in Verbindung setzt, soll man dann für sein Buch bezahlen, oder verdient man laut Buchvertrag sogar Geld? Welche Art von Werbung soll ich nutzen? Klassische Werbung? Oder soll ich zu eine Angentur gehen, die Klassische Werbung sowie 3D/Film,
Social Media, Messe/Event usw nutzt? Danke

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Janika
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Re:

von Janika (17.01.2013, 10:12)
Sowohl der Titel als auch der Inhalt des Threads sind sehr allgemein formuliert, ich glaube nicht, dass du hier großartig Reaktionen erhalten wirst - zumal das meiste schon zigmal da war und hier mit der Suchfunktion ganz leicht zu finden ist!

Zur Werbung: Der umfangreichste Thread hier zu dem Thema ist „Wer nicht wirbt, der stirbt”

Auch zu Verlagen sollte bekannt sein, dass DKZV (=Druckkostenzuschussverlage) in 99,9% der Fälle Abzocker sind, die oftmals leere Versprechungen und kaum/keinerlei Service bieten. Für eine Veröffentlichung sollte man im Allgemeinen nichts zahlen (für seriöse Agenturen übrigens ebenso). Einzige Ausnahme sind da BoD, epubli, Shaker Media und Co. Das sind aber auch keine Verlage, sondern Druckdienstleister.

So viel erst einmal dazu - wie gesagt, die Suchfunktion spuckt da allein in diesem Forum schon viel aus!

Gruß
Janika
Alles zu meinen Büchern gibt es auf meiner Homepage. Viel Spaß beim Stöbern!
http://janikahoffmann.jimdo.com/

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mtg
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Re:

von mtg (17.01.2013, 10:15)
Hi firolla,

letztlich ist es eine Frage des Geldes bzw. wieviel Geld Du in den Sand setzen willst.

»Verlage«, die Geld nehmen, sind reine Dienstleister, die oft aber weder Dienst noch Leistung bringen. Optimal wäre ein sog. klassischer Verlag, der Deine Gedichte kostenlos ins Programm nimmt und Dir Geld zahlt. Aber ... den wirst Du nicht (so leicht) finden.

Lyrik ist ein schweres Feld, es finden sich nur wenige Interessenten. Es gibt hier im Forum etliche Mitglieder, die diese leidvolle Erfahrung machen mussten.

Wenn Du unbedingt der Meinung bist, Deine Gedichte zwischen Buchdeckeln gepresst zu sehen, ist ein on-demand-Anbieter wie BoD eine gute Alternative. Hier kannst Du im günstigsten Falle (BoD Fun) Bücher zum Autorenpreis kaufen (zzgl. Datenhaltungskosten von € 2 / Monat) ... oder Du bekommst für € 39 (zzgl. Datenhaltungskosten für mind. 5 Jahre) einen Buchhandelsanschluss - letztlich aber nur bei Online-Buchhändlern wie Amazon. Aber der stationäre Buchhandel kann Dein Buch wenigstens bestellen - vorrätig halten wird er es nicht.

Du musst aber alles - ALLES selbst machen: Buchsatz, Covergestaltung, Marketing, Presse etc. - oder für alles Geld bezahlen. Klassische Werbeagenturen sind teuer und übernehmen trotzdem keine Erfolgsgarantie: man schließt mit ihnen einen Dienstvertrag (»wir tun alles, damit...«) und keinen Werkvertrag («wir arbeiten so lange, bis das Ziel erreicht ist«) ab.

Überlege Dir zunächt, welche Zielgruppe Du ansprechen willst ... sondiere den Markt ... prüfe die Verkaufsfähigkeit eines Lyrikbandes ... und entscheide Dich im Zweifelsfall für die Lösung mit den geringsten Kosten.

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (17.01.2013, 11:10)
Hallo firolla!

Lyrik bei Verlagen unterzubringen ist extrem schwierig.
Selbst renommierte Autoren haben es schwer. Ich weiß von bekannten Schriftstellern, die neben Prosa auch Lyrik schreiben und deren Verleger Gedichtbände bis zu 500 oder 1000 Exemplaren Auflage inzwischen nur noch honorarlos publizieren. Obwohl die Autoren "große Namen" haben.
Deutschland ist ein schlechtes Pflaster für Lyrik!

Ein möglicher Weg, Dir in interessierten Kreisen einen Namen zu machen, wären vielleicht bibliophile Editionen. Es gibt tolle kleine Verlage mit wunderschönen Editionen, die sich hauptsächlich der Lyrik widmen.
In der Regel mit Illustrationen ausgestattet, sind diese limitierten, oft handgedruckten und handgebundenen Bändchen bibliophile Kostbarkeiten, die in Sammlerkreisen sehr beliebt sind.
Einfach mal sondieren ...

Viel Erfolg und Glück!

Gerd / Seshmosis

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (17.01.2013, 11:41)
Ergänzung:

"Der Weg des Lyrikers" zu Bekanntheit, Verlag und Anerkennung (alles im Idealfall) beginnt traditionell mit Veröffentlichungen in entsprechenden Literaturzeitschriften. Dort angenommen und gedruckt zu werden ist der erste Schritt.
In dieser Szene bekommt man dann auch mit, welche kleinen Verlage sich mit Lyrik beschäftigen und wem man die eigenen Werke eventuell anbieten könnte.

Natürlich sieht jede und jeder gern die eigenen Werke in einem Buch versammelt. Dafür ist es sinnvoll, das on-demand-Verfahren, wie es z.B. BoD anbietet zu verwenden. Gerade bei den doch sehr überschauberen Verkaufszahlen im Lyrikbereich macht es wenig Sinn, fünfhundert Bücher unterm Bett zu lagern.

Über die Umsetzung kannst Du Dir Gedanken machen, wenn Du Deiner Meinung nach genug gutes (!) Material hast, das Du veröffentlichen möchtest.
Tipps dazu gibt es hier im Forum reichlich.
Oder einfach wieder nachfragen ...

Gruß Gerd / Seshmosis

yggdrasil
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Re:

von yggdrasil (17.01.2013, 12:44)
Seshmosis hat geschrieben:
Hallo firolla!

Ein möglicher Weg, Dir in interessierten Kreisen einen Namen zu machen, wären vielleicht bibliophile Editionen. Es gibt tolle kleine Verlage mit wunderschönen Editionen, die sich hauptsächlich der Lyrik widmen.
In der Regel mit Illustrationen ausgestattet, sind diese limitierten, oft handgedruckten und handgebundenen Bändchen bibliophile Kostbarkeiten, die in Sammlerkreisen sehr beliebt sind.
Einfach mal sondieren ...

Viel Erfolg und Glück!

Gerd / Seshmosis


Hallo, kannst Du solche Verlage nennen?

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (17.01.2013, 14:04)
yggdrasil hat geschrieben:
Hallo, kannst Du solche Verlage nennen?


Ich gehe mal davon aus, dass du bestimmte deutschsprachige Lyriker (halbwegs zeitgenössische) gut findest:

George, Rilke, Ringelnatz, Brecht, Bachmann, Aichinger, Enzensberger, Rühmkorf, Kunert, Kunze, Gernhardt, Kirsch, Egger

Wer auch immer dir gefällt, hat einen Verlag im Rücken. Wo hat ein Rühmkorf veröffentlicht, wo ein Enzensberger? Da hätten wir schon ein paar Verlagsnamen.

Der Suchbegriff "Lyrikanthologie" liefert bei Amazon 90 Ergebnisse.

Und bei Uschtrin ( http://www.uschtrin.de/lyrikverlage.html ) findet man eine umfangreiche Liste zu Lyrik-Verlagen.

yggdrasil
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Re:

von yggdrasil (17.01.2013, 14:14)
Danke für den Hinweis.
Es ging mir um die von sesh genannnten Spezialverlage, die besondere bibliophile Editionen anbieten (Leinen, sickes Papier, gebnähter Rücken, Lesebändchen ...). Und - wenn ich sesh richtig verstanden habe - als Kleinverlag, mit eben auch kleinen Auflagen.

holz
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Re:

von holz (17.01.2013, 15:02)
yggdrasil hat geschrieben:
Danke für den Hinweis.
Es ging mir um die von sesh genannnten Spezialverlage, die besondere bibliophile Editionen anbieten (Leinen, sickes Papier, gebnähter Rücken, Lesebändchen ...). Und - wenn ich sesh richtig verstanden habe - als Kleinverlag, mit eben auch kleinen Auflagen.


z.B.
http://www.corvinus-presse.de/
http://www.edition-klaus-raasch.de/
http://www.katzengraben-presse.de/
http://www.parnassia.org/
http://www.carpe-plumbum.de/
http://www.nora-handpresse.de/

Treffpunkt der der Kleinverlage und Handpressen ist hier http://www.minipresse.de/
dort unter Ausstellerservice > Ausstellerverzeichnis

Katalog von 2009 mit Kurzinfos zu den Verlagen/Handpressen
http://www.minipresse.de/material/MMPM- ... 09_web.pdf
Zuletzt geändert von holz am 17.01.2013, 16:10, insgesamt 1-mal geändert.

yggdrasil
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Re:

von yggdrasil (17.01.2013, 16:02)
Danke!

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