Dickes Problem mit der Umsatzsteuer

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Edda
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Re:

von Edda (08.01.2013, 13:48)
Ja, da? ist richtig, aber wenn man Verkäufe tätigt und EinKommen hat, müssen diese versteuert werden. Ich gehe seit 38 Jahren damit um. Bei Kleingewerbe sind die die Einnahmen bis zu 1400 E. steuerfrei. Alles was darüber hinaus verdient wird muß dann wieder versteuert werden. Leider :( :(

Sasu
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Re:

von Sasu (08.01.2013, 14:18)
Hallo Edda,
meines Wissens nach gibt es eine Grenze (17.500 € ?), bis zu der du dir aussuchen kannst, ob du freiwillig umsatzsteuerpflichtig sein möchtest.
(Kommt auf die Person, ihr Einkommen und die Dinge an, die sie absetzen möchte etc.)
Erst wenn du die Grenze überschritten hast, bist du auch verpflichtet, Umsatzsteuer abzuführen.
Als Schriftsteller musst du ja nicht zwingend ein Gewerbe angemeldet haben, somit fällt deine genannte Grenze von 1400,- € weg.
Dies ist keine Rechtsauskunft, nur die Wiedergabe meiner persönlichen Rechtsauslegung!

Gruß
Silke
Gruß Silke

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (08.01.2013, 19:13)
Vorsicht! Umsätze bzw. realisierte Gewinne sind nicht gleichzusetzen mit der Umsatzsteuer.

Sasu
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Re:

von Sasu (09.01.2013, 12:31)
Sir Adrian hat Recht.
Sorry, wenn ich mich zu allgemein ausgedrückt habe.
Jeder muss natürlich auch seine eigene Steuersituation dabei berücksichtigen und die kenne ich von Edda nicht.
Gruß Silke

holz
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Re: Dickes Problem mit der Umsatzsteuer

von holz (09.01.2013, 13:18)
MBTNeuss hat geschrieben:
...
da ich seit 2009 mit meinen Nebeneinkünften über der Kleinunternehmergrenze liege, dies allerdings erst einmal nicht weiter beachtete, forderte das Finanzamt 2011 eine Umsatzsteuererklärung für die Jahre 2009 + 2010 nach. Nun ist es für 2011 das Gleiche.

Wenn du 2008 noch unter und ab 2009 über 17.500, aber unter 50.000 Euro lagst, würde doch erst ab 1.1. 2010 Umsatzsteuerpflicht greifen. Also keine Nachzahlung 2009. Oder? Was sagte der Steuerberater?

MBTNeuss
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Re:

von MBTNeuss (21.01.2013, 13:24)
Habe mich mal schlau gemacht.

Sobald ich Umsatzsteuerpflichtig werde, muss mir BOD auch die Umsatzsteuer zahlen. So ist es auch in den Verträgen geregelt.

Das Finanzamt hat meine Pflicht zur Umsatzsteuer schon richtig angesetzt.

Allerdings habe ich BOD seit Anfang Januar nun schon drei (!) mal schriftlich kontaktiert. Es wird seit drei Wochen schlicht nicht reagiert. Keine Nachricht, keine Stellungnahme, nichts.

Auf ein anderes Anliegen (Widerspruch zu einer Rechnung) habe ich am nächsten Tag eine Antwort erhalten. Ist schon seltsam.

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (21.01.2013, 19:48)
MBTNeuss hat geschrieben:
(...) Allerdings habe ich BOD seit Anfang Januar nun schon drei (!) mal schriftlich kontaktiert. Es wird seit drei Wochen schlicht nicht reagiert. Keine Nachricht, keine Stellungnahme, nichts.


Geht mir momentan nicht anders. Hatte auch bzgl. dieses Themas bei BoD angefragt - habe aber bis dato aber weder eine Eingangsbestätigung, noch eine sonstige Rückmeldung erhalten. Ein schlechter Stil.

MBTNeuss
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Re:

von MBTNeuss (22.01.2013, 09:44)
Nun ja, da die Vertragsgrundlage einedeutig ist, werde ich bei weiterer Ignoranz wohl einen Rechtsanwalt einschalten müssen.

Ich warte noch bis Ende des Monats.
Ein weiteres Schreiben schicke ich nicht, ich denke drei sind genug.

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Oukej
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Ständig Komplikationen gesucht

von Oukej (22.01.2013, 11:33)
Ständig werden hier Komplikationen gesucht, wo gar keine sind.
Wer keine Antwort auf E-mail von BoD in 3 Wochen bekommt,
der hat die Antwort gleich im Telefon 040 – 5343 – 3511.

Der Umsatz mit verkauftem Buch wird jedem Autor bei BoD mit 7% versteuert
und jeder Autor bekommt auf sein Konto nur den netto Gewinn überwiesen
und muss sich nie mehr um die Steuer kümmern
und muss den netto Gewinn dem Finanzamt nicht melden.

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mtg
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Re: Ständig Komplikationen gesucht

von mtg (22.01.2013, 11:42)
Oukej hat geschrieben:
und jeder Autor bekommt auf sein Konto nur den netto Gewinn überwiesen
und muss sich nie mehr um die Steuer kümmern
und muss den netto Gewinn dem Finanzamt nicht melden.

That's what you think ...

Wenn Deine Kenntnisse des Aktienmarktes so groß sind wie Deine Kenntnisse der Steuerpflicht und der Steuerarten, solltest Du Dein Buch sofort vom Markt nehmen. :-)

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Siegfried
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Re: Ständig Komplikationen gesucht

von Siegfried (22.01.2013, 12:27)
Oukej hat geschrieben:

Der Umsatz mit verkauftem Buch wird jedem Autor bei BoD mit 7% versteuert
und jeder Autor bekommt auf sein Konto nur den netto Gewinn überwiesen
und muss sich nie mehr um die Steuer kümmern
und muss den netto Gewinn dem Finanzamt nicht melden.


Aha.

Da sehen meine Abrechnungen von BoD über Buchverkäufe aber ganz anders aus. Bei mir steht da was von "Gesamtnetto" und "Umsatzsteuer" ... und das Finanzamt interessiert sehr für die ausgewiesene Umsatzsteuer. Die muss ich nämlich überweisen.

Und mein Steuerberater benötigt ziemlich dringend diese Abrechnungen, um die Gewinne mit dem Finanzamt abrechnen zu können.

Irgendwie scheinen wir da in zwei völlig unterschiedlichen Welten zu leben.

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guenther h. klein
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Umsatzsteuer

von guenther h. klein (22.01.2013, 12:43)
Umsatzsteuer bezahlt nur der, dessen jährliches Einkommen über 17.500 Euro liegt.

Grüße
guenther
Zuletzt geändert von guenther h. klein am 22.01.2013, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.
Es irrt der Mensch, so lang er strebt. Goethe

www.g-h-klein.de

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mtg
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Re:

von mtg (22.01.2013, 12:50)
Guenther,

im Eröffnungsposting steht ja, dass der TE USt-pflichtig ist.

Nur behauptet Oukej, kein Autor müsse sich um Umsatzsteuer oder Einkommensteuer kümmern ... und das ist schlicht Quatsch.

Selbstverständlich sind Einnahmen aus Buchverkäufen zu versteuern.

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Jens-Erik
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Re: Umsatzsteuer

von Jens-Erik (22.01.2013, 13:22)
guenther h. klein hat geschrieben:
Umsatzsteuer bezahlt nur der, dessen jährlich zu versteuerendes Einkommen über 17.500 Euro liegt.


Auch Kleinunternehmer (unter 17.500 EUR Jahresumsatz) können sich freiwillig für die Umsatzsteuer entscheiden, um so den Vorsteuerabzug geltend machen zu können.

Viele Grüße
Jens

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Thomas Becks
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Re: Umsatzsteuer

von Thomas Becks (22.01.2013, 13:27)
guenther h. klein hat geschrieben:
Umsatzsteuer bezahlt nur der, dessen jährliches Einkommen über 17.500 Euro liegt.

Doch derjenige, der die Umsatzsteuer mit auf seinen Rechnungen aufschlägt, muss die Umsatzsteuer trotzdem abführen, selbst wenn er mit seinem Verdienst unter 17500 Euro liegt. Wenn jemand 17500 € im Jahr einnimmt, heißt das ja nicht, dass er keine Umsatzsteuer aufschlagen darf. Wer einen Pkw für seine Umsätze braucht, oder sonstige Kosten für seine Verdienste aufbringen muss, sollte sich für die Umsatzsteuer entscheiden. Wer nichts abführt, kann auch nichts zurückholen. So schwer ist es nicht, eine Umsatzsteuererklärung auszufüllen.

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