Erfahrungen mit BOD

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Takallay
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Re: Enttäuscht und provoziert von BoD

von Takallay (14.03.2013, 17:33)
Sir Adrian Fish hat geschrieben:
Ich kann nicht nachvollziehen, warum erst mit großem Enthusiasmus eine recht "günstige" Dienstleistung eingekauft wird, und hinterher das Geschrei groß ist, weil man plötzlich mit der vereinbarten und eingekauften Leistung nicht mehr zufrieden ist?


Wir können wiederum nicht nachvollziehen, warum es für dich nicht nachvollziehbar ist.
Wir finden, wir haben das in unserem Beitrag oben ausführlich erklärt, warum wir unzufrieden sind. Wir haben viele Argumente gebracht, wenn du dir schon die Mühe machst zu antworten, dann bitte auch auf unsere anderen Argumente.

Wir finden, wofür sollen wir noch 300 Euro zahlen, wenn man uns vonseiten BoD nur Stolpersteine in den Weg gelegt hat? Für welche Dienstleistung? Als Verlag haben sie vollständig versagt, ein paar Beispiele zur Auffrischung: eBook hat ewig gedauert, Rezensionsexemplar nicht ausgeschickt (oder es waren sogar mehrere - wir wissen es bis heute nicht), Formatierungsfehler beim Begleittext des Buchs (was soll der Kunde denken?), z.T. gravierende Fehler in der Datenerfassung von uns als Autoren. Dazu kommt null Kommunikation vonseiten BoD, Mails bleiben unbeantwortet, werden nicht an die zuständigen Abteilungen weitergeleitet, keiner fühlt sich verantwortlich. Telefonische Vereinbarungen für Rückrufe werden ignoriert. Das alles haben wir erlebt.

Wir sind zu BoD gegangen, weil sie der größte und älteste Anbieter in diesem Sektor sind. Naiv haben wir uns gedacht, dass sie deswegen kompetent und zuvorkommend sind. Wir wurden bitter enttäuscht.

Takallay
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Wo ist die Leistung für 300 Euro?

von Takallay (14.03.2013, 17:51)
Wo ist die Leistung für 300 Euro?

Wir werden diese Frage immer wieder stellen. Denn das ist der zentrale Punkt. Wo ist die Gegenleistung für 5 Jahre Bindung und 300 Euro?

Es ist sinnlos solche Diskussionen mit Hawepe und Sir Adrian Fish zu führen. Bitte nicht böse sein, nur wie sehen da wirklich keine Gesprächsgrundlage. Wir reden aneinander vorbei und monologisieren. Das bringt ja nichts, oder?

Uns kosequent vorzuhalten, dass wir an allem selber Schuld sein, bringt uns wirklich nicht weiter. Es ist auch nicht das Thema über das wir zum Nachdenken anregen wollen.
Uns geht es wie gesagt vor allem darum, dass wir bislang die Leistungen für die wir uns gebunden haben bzw. die 300 Euro nicht erkennen können.

Wo ist die Leistung für 300 Euro?

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Siegfried
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Re: Enttäuscht und provoziert von BoD

von Siegfried (14.03.2013, 18:02)
Takallay hat geschrieben:
Wir finden, wofür sollen wir noch 300 Euro zahlen, wenn man uns vonseiten BoD nur Stolpersteine in den Weg gelegt hat? Für welche Dienstleistung? Als Verlag haben sie vollständig versagt, ein paar Beispiele zur Auffrischung: eBook hat ewig gedauert, Rezensionsexemplar nicht ausgeschickt (oder es waren sogar mehrere - wir wissen es bis heute nicht), Formatierungsfehler beim Begleittext des Buchs (was soll der Kunde denken?), z.T. gravierende Fehler in der Datenerfassung von uns als Autoren. Dazu kommt null Kommunikation vonseiten BoD, Mails bleiben unbeantwortet, werden nicht an die zuständigen Abteilungen weitergeleitet, keiner fühlt sich verantwortlich. Telefonische Vereinbarungen für Rückrufe werden ignoriert. Das alles haben wir erlebt.


Zwei Dinge dazu:

Erstens:
Die Vertragsbindungsdauer von 5 Jahren bzw. die Kosten von 300 Euro bei vorzeitiger Auflösung waren euch vorher bekannt. Man muss nur den Vertrag lesen.
Wofür BoD 300 Euro verlangt, ist völlig uninteressant. Die können auch in den Vertrag reinschreiben, dass ihr bei Vertragsauflösung zehn Hühnereier zu liefern habt. Wichtig ist nur, dass ihr die Bedingungen vorher gekannt habt und trotzdem unterschrieben habt.
Den Ärger um die veränderten Modalitäten wegen der neuen Verträge kann ich zwar nachvollziehen, aber das ist im heutigen Geschäftsleben absolut üblich. Wie viele Handy- oder Internet-Nutzer erleben genau das gleiche, wenn sie bei einem Anbieter unterschreiben, dann 20 Euro im Monat zahlen und Neukunden ein paar Wochen später mit 10 Euro im Monat geködert werden.

Zweitens:
Wenn ihr der festen Auffassung seid, dass die Gegenseite ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist, dann verlangt schriftlich Nacherfüllung bzw. Unterlassung mit Androhung des sofortigen Rücktritts vom Vertrag eben wegen Nichterfüllung der Vertragsbedingungen seitens BoD. Auch das ist im Geschäftsleben völlig normal. Wenn eine Seite nicht so spurt, wie es im Vertrag steht, gibt es eine Nachbesserungspflicht oder der Vertrag wird fristlos gekündigt. Notfalls landet das Ganze beim Anwalt oder vor Gericht. Hier herumjammern, wie böse doch BoD ist, bringt gar nichts. Fakten müssen nicht diskutiert, sondern geschaffen werden.
Wenn ich einen Vertrag unterschreibe und die Gegenseite bringt nicht die versprochenen Leistungen, bekommt sie von mir die Pistole auf die Brust gesetzt und PENG! Dazu muss man nur die notwendigen Paragraphen kennen und Eier in der Hose haben.
Also: Wenn BoD einen Fehler gemacht hat, Korrekturforderung mit Fristsetzung rausjagen. Ansonsten Vertragskündigung aus gegebenem Anlass und notfalls Klageführung.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

Nachtrag:
Takallay hat geschrieben:
Wo ist die Leistung für 300 Euro?


Betrachte es einfach so:
Schadenersatz für BoD wegen entgangener Einnahmen über einen Zeitraum von 5 Jahren (mit gleichzeitiger vorsorglicher Abschreckungswirkung, laufende Verträge zu kündigen)

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Siegfried
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Re: Enttäuscht und provoziert von BoD

von Siegfried (14.03.2013, 18:06)
(gelöscht wegen Doppel-Posting)
Zuletzt geändert von Siegfried am 14.03.2013, 20:39, insgesamt 1-mal geändert.

Takallay
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Antwort auf Siegfried

von Takallay (14.03.2013, 18:27)
Lieber Siegfried.

Keine Sorge wir urgieren schon seit Anfang an, aber das ist halt alles nicht so einfach, wie Du sicher weißt. Deswegen ja diese Schritt jetzt.

Und dass es uns nichts angeht wofür BoD die 300 Euro verlangt, dass mag Deine Meinung sein und das ist ok. Ich möchte es dennoch wissen, wofür ich das zahle. Dass das Geld eine Art Entschädigung sein soll für entgangene Ausgaben, da muss ich mich oder auch Dich wieder fragen: Für welche Leistungen?

Da wir für das Erstellen und Warten ja schon extra bezahlen.

Der wahre Grund ist wahrscheinlich der, dass man sein Klientel zu halten versucht. Und weil das keine gute Praxis ist und Kunden abschreckt, kommt nun BoD langsam davon ab? Ist es nicht so?

Und übrigens weil Du und andere dieses Argument gerne bringen: Es wird nicht etwas dadurch legitim, nur weil es alle tun. Und sich dahinter zu verstecken, dass man nur tut, was "üblich" ist, das ist ein gefährliches und meiner Meinung nach nicht zulässiges Argument.

Doch unsere Frage bleibt: Wofür zahlen wir wirklich die 300 Euro? Ich glaube, BoD hat es eingeführt einfach nur um die Leute zu binden. Solche Praktiken sind leider nicht unüblich und es nicht fair, egal ob man es unterschrieben hat oder nicht. Eine Unterschrift legitimiert solche Praktiken nicht...

Lg, Werner Kallay

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Richard Bercanay
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Re: Antwort auf Siegfried

von Richard Bercanay (14.03.2013, 18:54)
Takallay hat geschrieben:
Und übrigens weil Du und andere dieses Argument gerne bringen: Es wird nicht etwas dadurch legitim, nur weil es alle tun. Und sich dahinter zu verstecken, dass man nur tut, was "üblich" ist, das ist ein gefährliches und meiner Meinung nach nicht zulässiges Argument.

Doch unsere Frage bleibt: Wofür zahlen wir wirklich die 300 Euro? Ich glaube, BoD hat es eingeführt einfach nur um die Leute zu binden. Solche Praktiken sind leider nicht unüblich und es nicht fair, egal ob man es unterschrieben hat oder nicht. Eine Unterschrift legitimiert solche Praktiken nicht...

Lg, Werner Kallay


Sorry, wenn ich mich einmische, aber legitim? Zumindest ist es legal, einen solchen Betrag zu fordern, wenn der Vertrag vorzeitig beendet wird. Die entsprechenden Einlassungen bezüglich Schlechtleistung hat Siegfried ja schon ausgeführt.

Die 300 - also 299 - Euro zahlt Ihr, weil das die vereinbarte Summe im Falle der vorzeitigen Auflösung des Vetrages ist. Unbeschadet davon verbleibt die Möglichkeit, die Siegfried auch bereits erwähnt hat, nämlich wegen Schlechtleistung zunächst die Frist zu setzen und dann den Vertrag zu beenden. In einem solchen Fall kämen auch nicht die 299 Euro Ausstiegskosten zum Zuge.

Wobei ich noch anfügen möchte, daß ich mit BoD keine schlechten Erfahrungen gemacht habe. Manchmal geht etwas schief und nimmt einen unglücklichen Verlauf, der sich dann selbst weiter aufbaut. Kann ich nicht beurteilen. Für den Rest -> siehe Siegfried.

Takallay
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Sagt einmal lest Ihr auch unsere Beiträge?

von Takallay (14.03.2013, 19:31)
Ihr geht ja kaum auf unsere Argumente ein, nur auf eure eigenen.

Was diesen Vertragsrücktritt angeht, ähnliches haben wir ja schon gemacht. Dann kommt immer Leben bei BoD auf und sie vertrösten uns und tun was. Und dann ist wieder nichts. Das ist kein Zustand.

Jede bessere Druckerei hat dasselbe Service ohne all den Bindungen...

Doch nocheinmal für was verlangt BoD 300 Euro, für welche reale Leistung?
Da mir bis jetzt keiner auf meine Argumente antworten konnte, ziehe ich mich aus der Diskussion zurück. Wir monologisieren hier alle ein bisschen zu sehr. Bitte nicht böse sein;-)

Ein letztes Mal: Für welche reale Leistung verlangt BoD das Geld? Ist es nicht so, dass sich einfach ihre Kunden damit halten wollen?

Danke für Euer Mitlesen und -schreiben.
Bis zum nächsten Mal
Werner Kallay

Sir Adrian Fish
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Re: Sagt einmal lest Ihr auch unsere Beiträge?

von Sir Adrian Fish (14.03.2013, 20:15)
Takallay hat geschrieben:
Ihr geht ja kaum auf unsere Argumente ein, nur auf eure eigenen.


Alle Personen, die hier geantwortet haben, sind auf eure Argumente eingegangen, dass Problem ist nur, euch passen die gelieferten Antworen und Lösungsvorschläge nicht.

Takallay hat geschrieben:
Was diesen Vertragsrücktritt angeht, ähnliches haben wir ja schon gemacht. Dann kommt immer Leben bei BoD auf und sie vertrösten uns und tun was. Und dann ist wieder nichts. Das ist kein Zustand.


Dann müßt ihr diesen Zustand ändern und die nächsten rechtlichen Schritte einleiten (z.B. Frist setzen, Anwalt einschalten, etc.)

Takallay hat geschrieben:
Jede bessere Druckerei hat dasselbe Service ohne all den Bindungen...


BoD ist nichts anderes als eine "bessere" Druckerei und den Service mit all seinen Bindungen habt ihr dankend in Anspruchgenommen. Ich wage zu bezweifeln, dass ihr für € 39,00 den gleichen Service bei einer anderen Druckerei bekommt.

Takallay hat geschrieben:
Doch nocheinmal für was verlangt BoD 300 Euro, für welche reale Leistung?
Ein letztes Mal: Für welche reale Leistung verlangt BoD das Geld? Ist es nicht so, dass sich einfach ihre Kunden damit halten wollen?


Siegfried hat geschrieben:
Schadenersatz für BoD wegen entgangener Einnahmen über einen Zeitraum von 5 Jahren (mit gleichzeitiger vorsorglicher Abschreckungswirkung, laufende Verträge zu kündigen)



Ich denke, Siegfried hat es ganz gut auf den Punkt gebracht. Dem ist nichts eigentlich nichts hinzuzufügen.

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Siegfried
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Re: Antwort auf Siegfried

von Siegfried (14.03.2013, 21:00)
Takallay hat geschrieben:
Und dass es uns nichts angeht wofür BoD die 300 Euro verlangt, dass mag Deine Meinung sein und das ist ok. Ich möchte es dennoch wissen, wofür ich das zahle. Dass das Geld eine Art Entschädigung sein soll für entgangene Ausgaben, da muss ich mich oder auch Dich wieder fragen: Für welche Leistungen?


Ganz dezidiert:

BoD schließt mit dir (euch) einen Vertrag über 5 Jahre ab und erhofft sich, in diesen 5 Jahren einen gewissen Gewinn zu erwirtschaften. Nehmen wir an, BoD verdient an deinem/euren Buch einen Betrag von 2 Euro je Stück und rechnet mit 30 Verkäufen pro Jahr (dazu gehören auch die Autoren-Exemplare).

Nun kommt der Autor auf die Idee, den Vertrag nach 3 Monaten zu kündigen. Damit ist der geplante Gewinn von 30 Büchern x 2 Euro x 5 Jahre für BoD geplatzt, und zwar wegen Vertragsbruchs von Autorenseite. Diesen unerwarteten Verlust möchte BoD nun vom vertragsbrüchigen Autor haben.

Ist das legitim?

Es ist legitim. Denn erstens hast du / habt ihr dieser "Strafzahlung für den vorzeitigen Ausstieg aus dem Vertrag" durch deine / eure Unterschrift zugestimmt - du hattest / ihr hattet Kenntnis über diese Klausel vor Leistung der Unterschrift -, und zweitens gibt es im BGB den § 252, der einen Schadenersatz auf entgangene Gewinne zulässt.

§ 252
Entgangener Gewinn


Der zu ersetzende Schaden umfasst auch den entgangenen Gewinn. Als entgangen gilt der Gewinn, welcher nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge oder nach den besonderen Umständen, insbesondere nach den getroffenen Anstalten und Vorkehrungen, mit Wahrscheinlichkeit erwartet werden konnte.


Eine Diskussion um die Frage, ob das Buch überhaupt gewinnträchtig ist, ist müßig, denn es handelt sich um eine nicht überprüfbare Prognose auf die Zukunft, die sich nur durch Annäherungswerte anderer Buchprojekt belegen ließe. Bekanntermaßen gibt es hier im Forum einige Autoren, deren Buchverkäufe im hohen drei- oder gar vierstelligen Bereich liegen. In der deutschen Rechtsprehung ist ein so genannter "Vollbeweis", also der Beweis der tatsächlich entgangenen Gewinne, nicht üblich.

Andererseits kann BoD zusätzlich argumentieren, dass durch die vorzeitige Kündigung des Vertrages Leerläufe in der Produktion mit entsprechenden Kosten entstehen würden. Ob diese Leerläufe durch Arbeiten an anderen Büchern gedeckt werden könnten, ist ebenfalls eine nicht beweisbare Prognose auf die Zukunft, die du / ihr beweisen müsstet.

Bei den 299 Euro für die vorzeitige Vertragsbeendigung geht es also nicht um den Einkauf einer zusätzlichen Leistung, sondern um eine Entschädigung des nicht vertragsbrüchig gewordenen Vertragspartners. Hier BoD.

Der Berechnung der Summe von 299 Euro liegt vermutlich die Annahme zu Grunde, dass die meisten vorzeitigen Vertragskündigungen durch Autoren frühzeitig erfolgen (erstes oder zweites Jahr). Wer wird kostenpflichtig ein halbes Jahr vor Ablauf seinen Vertrag kündigen.

Also nochmal: Es geht nicht um eine Leistung, sondern um einen Schadenersatz, den die 299 Euro darstellen.



Aber mal eine ganz andere Frage: Was ist die Zielsetzung deines Beitrages hier im Forum? Was versuchst du zu erreichen?
Nehmen wir an, du würdest jede Menge Zuspruch zu deinem ersten Beitrag bekommen - ändert das irgendetwas an deiner Situation?

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Schadensersatz?

von Takallay (21.03.2013, 01:38)
Um es vorwegzunehmen, ich schreibe hier nicht um Zuspruch, sondern Antworten zu finden.
Warum? Weil BoD uns ignoriert.

Wir haben BoD geschrieben, das uns einiges versprochen wurde, aber wenig erfüllt wurde. Ich habe den vollen Text auch hier gepostet. Nur BoD hat uns bis heute nicht !!! geantwortet. Stattdessen haben sie nur die Monatsrechnungen für die nächsten 5 Jahre!!! vorgezogen und uns Rechnungen geschickt. Keine Gespräch, keine Kommunikation. Nur die lapidare Aussage, dass sie (Zitat:) „keine Kündigung aus einem wichtigen Grund erkennen.“ .. und wir 299 zahlen müssen.

Wir waren mit dem Service sehr unzufrieden. Und jetzt bekommen wir
noch mehr von dem mangelhaften Service. Doch für BoD ist fehlender
Service als Kündigungsgrund nicht einmal wert ein Wort darüber zu
verlieren!
Da man uns ignoriert, schreiben wir nun in den Foren und anderen
Social Media darüber, damit vielleicht anderen unser Schicksal erspart
bleibt.

Eine andere Diskussion, die dabei entstand, war über die sogenannte "Schadenersatzfoderung" bei vorzeitiger Kündigung. Ich finde nachwievor die Argumentation unglaubwürdig, obwohl ich Dir dankbar bin lieber Siegfried, dass Du Dir die Mühe machst und uns antwortest. Danke!

Es gibt ja keine Leistung, wenn man keine Bücher mehr verkauft. Die getanen Leistungen bezahlt man ja bei Erstellung des Buches, beim Verkauf und monatlich. Viel mehr geht es darum, so vermute ich sehr, die Leute zu halten. Wenn sie sich auf ihr Service verlassen könnten, dass es gut ist, dann brauchen sie solche Klauseln vielleicht gar nicht?

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Sir Adrian Fish: Sollen wir echt klagen?

von Takallay (21.03.2013, 02:09)
Ich hoffe sehr, dass uns das erspart bleibt. Ich weiß auch nicht was so schlimm daran ist darüber zu reden, selbst über die Finanzpolitik von BoD.

Natürlich kann man es sich leicht machen und sagen, dass wir nur Querulanten sind, dauernd unzufrieden, undankbar und stur. Doch das Service war für uns bislang sehr unzufriedenstellend, weil vieles nicht oder nur mangelhaft oder nach sehr viel Intervention erüfllt wurde. Jüngstes Beispiel ist es eben, dass uns BoD gar nicht anwortet auf unsere Beschwerden und Anfragen (siehe weiter unten)
???

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Re:

von SandraR (21.03.2013, 06:02)
Zum Abschluss: Bod druckt, alles andere sind Reklamationen die an die Shops gerichtet werden müssen.
Shops holen sich die Infos über das Buch im Regelfall direkt beim VLB, damit hat BOD als Auslieferer (oder Verlag) absolut nichts zu tun! Andere Shops holen sich die Informationen beim Großhandel, also den Distributoren, auch damit hat BOD nichts zu tun.
Wenn Shops durch automatische Softwareprogramme, die sich die Angaben selber holen, nicht alle Infos aufnehmen, müsstet ihr euch an den entsprechenden Shop wenden und nicht an Bod. Kurz und gut, bevor ihr jammert, solltet ihr euch mal etwas informieren wie der Buchmarkt eigentlich funktioniert.
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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Liebe SandraR.

von Takallay (21.03.2013, 13:13)
Ist es wirklich so, dass BoD nichts damit zu tun hat, ob und wie unser Profil in anderen Shops erscheint?

Immerhin ist BoD ein Verlag und verlangt ja auch Geld bzw. Schadensersatz für seine Leistungen.

Wir hatten große Probleme mit diakritischen Zeichen aber auch mit Anführungszeichen. Ein anderes Problem war und ist es, dass wir zwei Autoren sind. Mein Gott, mussten wir bei BoD urgieren, dass da einmal irgendein Bemühen in Gang gesetzt wurde.

Wenn das so ein Problem ist mit anderen Shops, dann dürfen sie es nicht als Leistung verkaufen. Oder darauf deutlich hinweisen, dass es große Probleme geben kann. Und wenn schon alle Stricke reißen, dann ein Minimum an Bemühung an den Tag legen, das zu korrigieren. Sie sind schließlich ein Verlag, es liegt in der Kompetenz des Verlags, dass das Buch richtig angeführt wird und sie verlangen auch Geld dafür.

Wir verlangen ja nur, dass ein Minimum erfüllt wird. Wir sind es Leid alles unzählige Male urgieren zu müssen, bis was passiert.

Zu sagen, dass ist nicht das Problem von BoD - dann frage ich mich, was ist dann ein Problem vom BoD Verlag? Sie verschicken nicht unsere Rezensionsexemplare, sie tun nur wenn man unzählige Male urgiert, sie antworten mit vorgezogenen Rechnungen auf Kündigungsschreiben...

Was ist dann die Aufgabe von BoD, für das sie ja 300 Euro Schadensersatz fordern dürfen?

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Siegfried
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Re: Liebe SandraR.

von Siegfried (21.03.2013, 14:36)
Takallay hat geschrieben:
Ist es wirklich so, dass BoD nichts damit zu tun hat, ob und wie unser Profil in anderen Shops erscheint?


Ist so.
BoD druckt das Buch und stellt nur jene Informationen zur Verfügung, die der Autor BoD mitteilt. Klappentexte z. B. liegen im Verantwortungsbereich des Autors.

Formatierungsprobleme, wie z. B. im Text auftauchende Sonderzeichen, liegen an einer falschen Konvertierung des Zeichensatzes. Da wäre der jeweilige Shop der Ansprechpartner.

Takallay hat geschrieben:
Immerhin ist BoD ein Verlag und verlangt ja auch Geld bzw. Schadensersatz für seine Leistungen.


BoD ist kein Verlag, auch wenn der Begriff im Impressum so benutzt wird. Leider ist der Begriff "Verlag" nicht eindeutig definiert und damit rechtlich geschützt. BoD ist ein Druckdienstleister mit Anbindung an das Buch-Vertriebsnetz.

Ein Verlag im eigentlichen Sinne ist ein Wirtschaftsunternehmen, das Texte vom Urheber einkauft (der Autor verkauft das Vertriebsrecht, aber niemals das Urheberrecht - das geht laut Gesetz in Deutschland gar nicht), der Verlag geht also ein unternehmerisches Risiko ein, diese Texte werden veröffentlichungsfähig gemacht und dann im eigenen Namen vertrieben. Durch einen Kooperationsvertrag wird der Autor neben dem Ankauf des Manuskriptes am wirtschaftlichen Erfolg des Buchverkaufes
prozentual beteiligt (Tantieme).

Noch radikaler als der Unterschied "BoD" zu "klassischer Verlag" ist der Unterschied von "Druckkostenzuschussverlag" zu "klassischer Verlag", da im letzteren Fall der DKZV die Druckkosten komplett auf den Autor abwälzt, also keinerlei unternehmerisches Risiko trägt.

Takallay hat geschrieben:
Wir verlangen ja nur, dass ein Minimum erfüllt wird. Wir sind es Leid alles unzählige Male urgieren zu müssen, bis was passiert.


Was soll BoD für euch tun?

Wenn ich mir den Vertrag anschaue, dann steht da als verpflichtende Leistung durch BoD:

- Buch drucken und vertreiben (d. h. ausliefern)

- die Buchdaten korrekt speichern und vorrätig halten

- Buch im VLB melden

- Buch an den Autor liefern (Eigenbestellungen)

- Buchdaten für bestimmte Vertriebskanäle zur Verfügung stellen (da steht im Vertrag explizit "BoD wird die BoD-Titel den vertraglich mit BoD verbundenen Vertriebskanälen im In- und Ausland zur Verfügung stellen." Da steht nicht, dass BoD die Buchdaten bei den verschiedenen Shops selbst einträgt. Der Shop holt sich die Daten also ab - vorzugsweise wohl aus dem VLB - und bereitet sie für die eigene Webseite entsprechend auf.

- quartalsweise eine Abrechnung der Autorenmarge durchführen (quartalsweise Auszahlung erst ab 25 Euro)

Ich habe im BoD Autorenvertrag nichts gefunden, was auf irgendeine Unterstützung des Autors durch BoD in Fragen des Vertriebs oder der Werbung hindeutet - ausgenommen eben die o. g. Punkte.

Von daher interessiert es mich jetzt einfach, woher ihr den Anspruch ableitet, BoD müsste irgendetwas für euch tun - außer das Buch drucken, an Besteller ausliefern und die notwendigen Meldungen im VLB bzw. bei der Deutschen Nationalbibliothek vornehmen. In der Bezeichnung "Verlag" sind solche Pflichten nicht enthalten.


Takallay hat geschrieben:
Was ist dann die Aufgabe von BoD, für das sie ja 300 Euro Schadensersatz fordern dürfen?


Euer Buch drucken, verkaufen und damit Geld verdienen - über einen Mindestzeitraum von 5 Jahren (jetzt aktuell für neue Verträge geändert auf 2 Jahre).

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AngelikaL
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Ich bin begeistert

von AngelikaL (23.03.2013, 18:54)
Ich bin begeistert! Auch wenn ich bereits einen verkokelten Hintern habe (sitze auf Kohlen), geht die Veröffentlichung rasend schnell.

Letzte Woche Samstag entschloss ich mich, mein Buch über BoD verlegen zu lassen und buchte die Classic-Variante. Bereits am Mittwochmorgen um 6:00 Uhr wurde ich per E-Mail informiert, dass mein Buch nun lieferbar sei. Seit gestern (Freitag) ist es in den Online-Shops gelistet, allerdings fehlt noch das Cover-Bild. Nur Amazon tanzt aus der Reihe: Das Bild wird angezeigt, aber das Buch ist noch nicht lieferbar (bei amazon.de, amazon.com kann liefern). Buch24.de erlaubt sogar schon den Blick ins Buch mit der Volltextsuche.

Was will man mehr? Und dafür nur 19 Euro bezahlt, das ist der Hammer.


thanks:
LG Angelika

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Über BoD

BoD™ ist die führende deutsche Self-Publishing-Plattform. Seit mehr als 20 Jahren sind wir die Anlaufstelle für das einfache, schnelle und verlagsunabhängige Veröffentlichen von Büchern und E-Books. Bereits mehr als 40.000 Autoren haben sich mit uns den Traum vom eigenen Buch erfüllt.