Was ist Wahrheit?

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (13.04.2013, 14:26)
Isautor hat geschrieben:
Aber deine Doppelmoral ist wirklich interessant; wenn sie in Büchern nicht schon so abgegessen wäre, würde ich sie verwenden.


Wenn gerade Du mich als Musterbeispiel für Doppelmoral preist, dann zeigst Du nur eins: Du hast von der Welt nichts verstanden.

Johannes 14:30 "ICH WERDE NICHT MEHR VIEL MIT EUCH REDEN, DENN ES KOMMT DER FÜRST DIESER WELT. ER HAT KEINE MACHT ÜBER MICH".

Diesen Fürsten der Welt, auch genannt Satan oder Ahriman, hast Du wohl nie wirklich begriffen, denn Du huldigst ihm ständig, obwohl Du meinst, du wärst auf der sicheren Seite.

Beherzige besser Goethe: "„Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte.“ Johann Wolfgang von Goethe (Werk: Faust I, Auerbachs Keller)".

Beste Grüße

MichaelHA

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (13.04.2013, 14:37)
MichaelHA hat geschrieben:
Zum anderen wundere ich mich doch sehr, wie Du unfähig zu sein scheinst, zu erkennen, dass der Unfrieden erst durch Andere in diesen Thread getragen wurde.


Wer eine Frage stellt, läuft damit Gefahr, eine Antwort zu erhalten. Und das kann durchaus eine Antwort sein, die einem nicht gefällt. Wenn du daraus "Unfrieden" ableitest, solltest du keine Fragen stellen. Oder keine Positionen in die Öffentlichkeit tragen, die zu Widerspruch führen können. Vermutlich besteht für dich Frieden nur dort, wo alle deinen Ansichten folgen. Was mit missliebigen Personen in einer solchen Gesellschaft geschieht, das will ich mir gar nicht vorstellen.

Das ist übrigens meine Sicht auf die Welt: Das Recht auf Widerspruch und Zweifel, und daraus abgeleitet das Recht auf eine eigene Meinung. Das gestehe ich jedem zu, erwarte es aber auch.

In einer Religion wie der deinen gibt es dieses Recht aber ganz offensichtlich nicht. Darf es nicht geben. Weil damit die Grundfesten erschüttert werden. Deshalb beginnen religiös Überzeugte auch immer, andere als "Ungläubige" zu diffamieren. Dahinter steckt - so vermute ich - ein ziemlicher Minderwertigkeitskomplex. Wenn "Ungläubige" im Diesseits glücklich, zufrieden und erfolgreich sind, dann kann das aus religiöser Sicht nur mit Strafe im Jenseits gekontert werden (bei gleichzeitiger Belohnungsaussicht für die "Gläubigen"). Ist dir schon einmal aufgefallen, dass alle großen Religionen mit dem Grundprinzip von Angst und Strafe argumentieren? Dass es immer irgendwann zur "Abrechnung" kommt? Einige Religionen drohen mit der Hölle, andere mit der Wiedergeburt als Regenwurm. Wie bekloppt ist so ein Gedankengang? Denn - das vergessen die meisten religiösen Menschen leider - es gibt ein Leben vor dem Tod, und das sollte man schätzen und genießen und so gut wie nur irgend möglich leben. Und nicht in Angst und Furcht, wie es viele heilige Schriften propagieren.

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (13.04.2013, 14:51)
Siegfried hat geschrieben:
Einige Religionen drohen mit der Hölle, andere mit der Wiedergeburt als Regenwurm. Wie bekloppt ist so ein Gedankengang? Denn - das vergessen die meisten religiösen Menschen leider - es gibt ein Leben vor dem Tod, und das sollte man schätzen und genießen und so gut wie nur irgend möglich leben. Und nicht in Angst und Furcht, wie es viele heilige Schriften propagieren.


Zunächst einmal, Deinen letzten Worten kann ich durchaus zustimmen.
Es gibt m.E. weder eine ewige Hölle, noch eine Reinkarnation unterhalb der Menschheitsstufe.

Aber, wenn Du meinst, ich hätte in diesem Thread Unfrieden gestreut, so möchte ich Dich darauf verweisen, dass ich hier einen simplen Prosatext zur Diskussion gestellt habe, worauf ein Sturm der Entrüstung losbrach und einige Leute zudem meinten, mich durch den Kakao ziehen zu müssen.

Bitte habe Verständnis dafür, wenn ich mich dann meiner Haut wehren muß und das dann auch tue.

Beste Grüße

MichaelHA

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (13.04.2013, 14:51)
Nun ja, die Stuttgarter Kickers haben erst geraden einen Elfmeter gegen Wacker burghausen zugesprochen bekommen und ihn verwandelt, dies sollte uns einen und alle Zwietracht vergessen lassen für einige andächtige Momente

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mtg
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Re:

von mtg (13.04.2013, 14:58)
Kommen wir doch einfach mal zur Wahrheit zurück:

MichaelHA mangelt es an allen sozialen Kompetenzen inkl. Humor. Seine Selbstverwirklichung kann er nur dadurch erreichen, dass er sich über Andere stellt. Da kann man nur mit Matthäus 23,12 oder Lukas 14,11 - ersatzweise Sprüche 29, 23 - antworten. Nur mit dem »sich selbst erniedrigen« hat er's halt nicht so ...

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (13.04.2013, 15:02)
MichaelHA hat geschrieben:

Wir würden leben, wie weiland die Hottentotten - vor ihrer Entdeckung durch die Europäer.

Was ist denn das für ein rassistischer, kolonialistischer Müll?
Die typische, eurozentristische Missionarseinstellung, dass der weiße Mann den Wilden die Zivilisation bringt.
Pfui, schämen Sie sich, Herr Heinen-Anders!

http://de.wikipedia.org/wiki/Hottentotten

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mtg
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Re:

von mtg (13.04.2013, 15:08)
MichaelHA hat geschrieben:
Bitte habe Verständnis dafür, wenn ich mich dann meiner Haut wehren muß und das dann auch tue.


Nanu? Eben hieß das noch so:

MichaelHA hat geschrieben:
Wie heißt es doch so schön: Entweder "Auge um Auge, Zahn um Zahn" (alttestamentarische Devise) oder "Wer Dir auf die linke Backe hat, dem halte auch die rechte hin" (neutestamentarische Devise).

Ich persönlich praktiziere gemeinhin letzteres.


So'n bisschen unentschlossen scheinst Du mir auch zu sein ... cheezygrin

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (13.04.2013, 15:13)
Noch zu Anfang des letzten Jahrhunderts fand man eine realistische und nicht vermeintlich "humanistisch" beschönigende Beschreibung der Hottentotten in jedem Konversationslexikon:

"Wo nicht der Islam und an einigen Punkten das Christentum Eingang gefunden haben, herrscht fast überall roher Fetischdienst. Einigen Völkern scheint jede religiöse Vorstellung, jede Ahnung von einer Fortdauer des Daseins zu fehlen, so den Buschmännern; dagegen schlachten die Kaffern den Geistern ihrer Vorfahren (Amahlozi) Opfer. Verbunden mit dem Glauben an eine Fortdauer nach dem Tode, finden wir darin eine Erklärung vieler Züge der Grausamkeit, des Hinschlachtens von Sklaven, selbst der Frauen, des Mitgebens von Speise und Trank etc. Gegenstände des religiösen Glaubens sind böse und gute Geister, die unter der Gestalt von Tieren und Götzenbildern aller Art verehrt werden, und denen man Opfer, selbst Menschenopfer bringt."

(Quelle: http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Afrika )
Zuletzt geändert von MichaelHA am 13.04.2013, 15:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (13.04.2013, 15:21)
Herr Heinen-Anders!

Ihre Arroganz schlägt dem Fass den Boden aus!
Ihr Weltbild scheint wirklich aus dem 19. Jahrhundert zu stammen.
Voodoo ist z.B. eine vom Rat der Weltreligionen und in selbigen vertretene, anerkannte Religion.
Nur weil jemand nicht als Fetisch ein römisches Tötungswerkzeug anbetet, ist er noch lange nicht kulturlos.

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (13.04.2013, 15:26)
@Seshmosis: Es geht mir um die Menschenopfer.

Sogenannte "Menschenfresser" gab es in vielen primitiven Kulturen Afrikas - und noch heute werden immer wieder wilde Stämme ohne jeglichen vorherigen Kontakt zur westlichen Zivilisation entdeckt, so etwa im Amazonasgebiet, für die das Verspeisen und zum Opfer darbringen von Menschen etwas selbstverständliches ist.

Beste Grüße

MichaelHA

holz
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Re:

von holz (13.04.2013, 15:33)
MichaelHA hat geschrieben:
Goethe sagte schon 1774, also, als er erst 25 war:
Wer Wissenschaft und Kunst besitzt, Hat auch Religion; Wer jene beiden nicht besitzt, Der habe Religion.


Ist aber vom alten Goethe.
Aus "Zahme Xenien", die zuerst in der Zeitschrift "Über Kunst und Altertum" zwischen 1820 und 1824, dann in der Ausgabe letzter Hand 1827 erschienen sind.

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (13.04.2013, 16:06)
@holz: Danke für die Richtigstellung! book: thumbbup


Beste Grüße

MichaelHA

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (13.04.2013, 16:43)
MichaelHA hat geschrieben:
Noch zu Anfang des letzten Jahrhunderts fand man eine realistische und nicht vermeintlich "humanistisch" beschönigende Beschreibung der Hottentotten in jedem Konversationslexikon:

"[...] Einigen Völkern scheint jede religiöse Vorstellung, jede Ahnung von einer Fortdauer des Daseins zu fehlen, so den Buschmännern; [...] Verbunden mit dem Glauben an eine Fortdauer nach dem Tode, finden wir darin eine Erklärung vieler [i]Züge der Grausamkeit, ..."

(Quelle: http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Afrika )


Wat dann nu? Fortdauer oder doch keine Fortdauer? Tot oder tot? Ende oder Ende?
Wer sein Weltbild auf solche antiquierten, erwiesener Maßen unwissenschaftlichen "Quellen" aufbaut, sollte nicht einmal am Stammtisch den Mund aufmachen.

Und wieder die Arroganz des Herrn HA, den Afrikanern Menschenopfer (hatten die Europäer auch alles) vorzuwerfen und sich selbst und seine "Rasse" respektive Religion als Heilsbringer zu stilisieren.

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (13.04.2013, 17:21)
Danke Seshmosis, der sich ständig das Neue Testament zitierende Herr Anders scheint von anderen Glaubensrichtungen wenig bis gar keine Ahnung zu haben - außer vielleicht die Zitate, die ihn in seiner Meinung bestärken.

Lieber Herr Anders, hat das Christentum nicht auch verkappte Menschenopfer dargebracht, oder wie soll man sich all die "Ketzer", "Hexen", "Zauberer" etc auf dem Scheiterhaufen vorstellen? Die wurden auch zur "höheren Ehre Gottes" von den Vertretern desselbigen ins Jenseits befördert.
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (13.04.2013, 17:32)
MichaelHA hat geschrieben:
Aber, wenn Du meinst, ich hätte in diesem Thread Unfrieden gestreut, so möchte ich Dich darauf verweisen, dass ich hier einen simplen Prosatext zur Diskussion gestellt habe, worauf ein Sturm der Entrüstung losbrach und einige Leute zudem meinten, mich durch den Kakao ziehen zu müssen.


Niemand außer dir hat behauptet, in diesem Thread hätte jemand Unfrieden gestreut.

Wenn du nun sagst, ich würde behaupten, du hättest Unfrieden gestreut, dann ist das eine völlige Verzerrung der Realität. Du hast anderen vorgeworfen, sie hätten Unfrieden in den Thread getragen.

Den Ausführungen von Seshmosis kann ich mich nur im Vollquote anschließen. Was du da über die "Hottentotten" verbreitest - selbst diese Bezeichnung entstammt dem bösartigsten Kolonialismus! Die damit bezeichneten Menschen gehören den Khoi Khoi an; das Wort "Hottentotten" wurde von Beginn an als zutiefst diskriminierend benutzt -, das ist unerträglich.

Und solche Begriffe wie "wilde Stämme" finde ich auch alles andere als zeitgemäß. "Wild"? Was heißt das? Müssen die gezähmt werden wie Tiere? Also in Käfige stecken oder mit Halsband und Leine auf Gehorsam gedrillt werden? Steht "wild" für kulturlos? Oder was soll so eine Abwertung?

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