Was ist Wahrheit?

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (15.04.2013, 19:23)
MichaelHA hat geschrieben:
Wenn DU Deine Kinder zur Waldorfschule schicken würdest, ich schätze, sie würden abgelehnt, wegen des Elternhauses...

Foto Nr. 10!
Junge, Junge!

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (15.04.2013, 19:29)
Fotos hin und Fotos her - die Grundfrage nach der "Wahrheit" wird hier absichtsvoll destruiert.

Beste Grüße

MichaelHA
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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (15.04.2013, 20:43)
Noch ein Photo:
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Isautor
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Re:

von Isautor (15.04.2013, 21:12)
Danke Thomas! thumbbup Das werde ich auch mal screenshotten.
Seid gegrüßt,

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (15.04.2013, 21:14)
Halten wir fest:

MichaelHA hat geschrieben:
Ich distanziere mich bekanntlich von jeglicher Art von Rassismus, wie das jeder anständige Anthroposoph macht. Aber was soll daran so außergewöhnliches sein, dass es hier breit getreten werden muß?


Rudolf Steiner ist nach Ansicht von MichaelHA kein anständiger Anthroposoph ... denn die Ausführungen zu "Negerromanen", "Negertänzen" und Kindern, die in der Gebärmutter durch die Lektüre von "Negerromane zu Mulatten" werden, sind eindeutig rassistisch.

Halten wir weiter fest, dass rassistische Texte nach Ansicht von MichaelHA nicht außergewöhnlich sind und daher keiner Diskussion bedürfen.

Halten wir ferner fest:

MichaelHA hat geschrieben:
Die Wahrheit ist, dass bei den sogenannten "Arbeitervorträgen" nicht ordentlich sauber mit-stenografiert wurde und dass daraus manche Unklarheit entstanden ist. Es ist zweifelhaft, ob diese inkriminierten Zitate mit den "Mulattenkindern" überhaupt von Rudolf Steiner stammen. Doch selbst, wenn er das gesagt haben sollte, eine Irrtumsmöglichkeit gibt es auch für die größten Geister. Weshalb also sollte ich mich von Rudolf Steiner distanzieren?

Es gibt für mich nicht den geringsten Grund dazu.


MichaelHA nimmt nicht ein Iota Abstand von solchen Ausführungen Steiners. Einfach aus dem Grund, weil sie von Steiner dem Unfehlbaren stammen. Es kann nämlich nicht sein, was nicht sein darf. Kritik an Steiner oder einer seiner Schriften darf auch nicht sein. Schon gar nicht.

Damit erfüllt MichaelHA tatsächlich alle Bedingungen, wie sie hier geschildert werden:

Die Reaktion der Anthroposophen auf vorgetragene Kritik entspricht vielfach der, die man von Organisationen wie Scientology gewohnt ist: konzertierte Protestbriefaktionen, Einstweilige Verfügungen, Klagen wegen Beleidigung, Verleumdung, Geschäftsschädigung etc.; darüberhinaus persönliche Beschimpfung, Diffamierung und Verfolgung der jeweiligen Kritiker, denen man, selbst wenn es sich um ehemalige Waldorfschüler oder -lehrer handelt, jedwede Kompetenz zur Beurteilung der anthroposophischen Lehre abspricht.


Dieses Zitat stammt von Colin Goldner, Leiter des Forums Kritische Psychologie, einer Informations- und Beratungsstelle für Therapiegeschädigte.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass Anhänger der Anthroposophie ähnlich beeinflusst werden wie Scientologen oder Zeugen Jehovas. Einmal drin, kommt man nur schwer wieder raus. Und man wird streng auf Linie gebürstet. Denn, was viele nicht wissen, die Anthroposophische Gesellschaft zeigt ähnliche Konzernstrukturen wie Scientology.

fkpsych.de hat geschrieben:
Bei der Anthrosophischen Gesellschaft handelt es sich um die mit Abstand bedeutendste und bestetablierte Esoterikgruppierung des deutschsprachigen Raumes. Sie verfügt über weitverzweigte Wirtschaftsbetriebe (Wala, Weleda, Demeter), über eigene Banken, Finanzgesellschaften, Film- und Fernsehproduktionsstätten, Krankenhäuser, Studienzentren und Hochschulen; daneben über mehrere Buch- und Zeitschriftenverlage. Finanzkräftige Unterstützung erhält sie aus der freien Wirtschaft, aus staatlichen Subventionstöpfen, sowie über Spenden und Schenkungen. Ihre Mitgliederzahl dürfte im deutschsprachigen Raum bei knapp 30.000 Menschen liegen, rund fünfzigmal soviele stehen ihr nahe.


Upps ... sind da jetzt einige überrascht?

Ich werde noch bösartiger. Könnte es sein, dass die Waldorf-Schulen in Wahrheit nichts weiter sind als Kader-Schulen, in denen der Nachwuchs für die Anthroposophische Gesellschaftr herangezogen wird? Geschult, wenn nicht gedrillt, um wichtige Positionen in der Gesellschaft einzunehmen?

Unglaubwürdig?

Zitat vom Bremer Erziehungswissenschaftler Freerk Huisken:

In der Waldorfschule findet, ob nun Mathematik, Physik oder handwerkliche Betätigung dran ist, irgendwie immer Religionsunterricht statt. Den letzteren gibt es natürlich auch noch als selbständiges Fach.


Darwins Evolutionslehre, Marx' Kritik am Kapitalismus oder Freuds Gedanken zur menschlich-psychischen Entwicklung werden hingegen samt und sonders verdammt.

Und was liefert Steiner für die Kinder in den Waldorf-Schulen? Höchstinteressante Dinge:

Eine Maus ist zu oberflächlich inkarniert, um zu leben. Deshalb strebt die Maus an, von der Katze gefressen zu werden. Sagt Steiner:
Wohlgefühle begleiten ihre Lösung von der unzulänglichen Körperlichkeit, an die sie sich gekettet fühlte. (...) Daß die Katze noch einige Zeit mit der halbtoten Maus spielt, verlängert dem Opfer geradezu den Genuß des Sterbens.


"Genuß des Sterbens"? Gehen da bei einigen die Augenbrauen nach oben? Steiner kann es noch merkwürdiger:

Die blonden Haare geben eigentlich Gescheitheit, geradeso, wie sie wenig in das Auge hineinschicken, so bleiben sie im Gehirn mit ihren Nahrungssäften, geben ihrem Gehirn ihre Gescheitheit. Die Braunhaarigen und Braunäugigen und die Schwarzhaarigen und Schwarzäugigen treiben das, was die Blonden ins Gehirn treiben, in die Augen und Haare hinein. Daher werden sie materialistisch, sehen nur auf dasjenige, was man sehen kann, und es muß durch geistige Wissenschaft ausgeglichen werden. Man muß also eine Geisteswissenschaft haben in dem Maße, als die Menschheit mit der Blondheit die Gescheitheit verliert.


Blond = schlau, Schwarzhaarig = blöd. Das mit dem überlegenen Blonden hatten wir dann in Deutschland ein paar Jahre nach Steiners Tod. Lanz von Liebenfels hat zur gleichen Zeit genau den gleichen Schmutz geschrieben und damit die notwendige geistige Munition für einen gewissen Adolf Schicklgruber geliefert.

Nur um den üblichen Kommentar gleich abzublocken: Diese Zitate stammen nachweislich von Steiner.

Was also macht aus Nicht-Anthroposophensicht die Waldorfschule so reizvoll? Dass Kinder vor der Klasse an den Pranger gestellt werden? Dass hypermotorische Kinder mit Pflaster an die Schulbänke geklebt werden? Dass Ohrfeigen nach Ansicht Steiners als probates Mittel der Kindeserziehung gelten? Die Steiner-Pädagogik lässt Gewalt als Erziehungsmittel ausdrücklich zu.

Der Waldorfpädagoge Erich Grabert schreibt in seinem anthroposophischen Standardwerk "Die Strafe in der Selbsterziehung und in der Erziehung des Kindes":

Wenn man also sagen wollte, es [das Schlagen des Kindes; Ergänzung von mir] sei unter allen Umständen falsch, so wäre das abstrakt, wäre lebensfremd.


Hipp Hipp Hurra! In den anthroposophischen Waldorf-Schulen darf geprügelt werden!

Die Fixierung in der Waldorfschule auf einen Lehrer über acht Schuljahre, verbunden mit Hausbesuchen des Lehrers, um Einfluss auf die Eltern zu bekommen, erinnert ebenfalls stark an bekannte Sekten wie Scientology und Zeugen Jehovas.

Von 1936 bis zu Jahrtausendwende war Uehlis Buch "Atlantis und das Rätsel der Eiszeitkunst" das offizielle Geschichtsbuch für Waldorfschulen - ehe das Bundesfamilienministerium feststellte:

In diesem Buch gibt es Aussagen über eine Rassensystematisierung. Es wird von Negern gesprochen, die einfach nicht weiterentwicklungsfähig seien, und es werden andere Rassen dargestellt, die im Grunde Zerfallserscheinungen haben. (...) Insoweit erfüllen die Aussagen dieses Buches aus unserer Sicht zweifelsfrei einen Sachverhalt, der unter den Begriff der Rassendiskriminierung fällt.


Das Buch wurde postwendend verboten - und nach einer Nutzungsdauer von 64 Jahren beeilten sich die Waldorf-Schulen, möglichst großen Abstand zwischen sich und diesem Buch zu bekommen.

Was also macht Waldorfschulen so reizvoll?

Weil sie doch Kader-Schulen sind und für das spätere Leben einflussreiche (und finanziell lukrative) Positionen in der Gesellschaft bieten? Weil die Anthroposophische Gesellschaft nach Macht und Einfluss giert?

Viele, viele Fragen - und hier ist nur ein Anthroposoph, der nichts weiter als Einzeiler und Bilder postet ... cheezygrin
Zuletzt geändert von Siegfried am 15.04.2013, 21:21, insgesamt 1-mal geändert.

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (15.04.2013, 21:24)
Man muss sich das echt mal reintun

Die Stuttgarter Kickers feiern einen Krassen Auswärtssieg und trotzdem haben die Leute hier im forum wohl nichts als Ärger im kopf und streiten???

blink3

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Isautor
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Re:

von Isautor (15.04.2013, 21:32)
Heftig, Siegfried. :roll:

Abgesehen davon, dass ich kein Kind in der Waldorfschule anmelden würde, kann man nur hoffen, dass wir abgelehnt würden. Wir sind nämlich für derlei Gedankengut weder geeignet, noch empfänglich. Das kann man nur als Kompliment betrachten.
Übrigens: Ein Stiefgeschwister von mir wurde an der Waldorfschule angenommen und der Junge kann bis heute keinen Satz fehlerfrei schreiben. Ist aber arrogant und von sich als Übermensch überzeugt. Zufall?
Seid gegrüßt,



Isautor



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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (15.04.2013, 21:35)
Siegfried hat geschrieben:
Denn, was viele nicht wissen, die Anthroposophische Gesellschaft zeigt ähnliche Konzernstrukturen wie Scientology.


Du kannst es einfach nicht lassen, Siegfried.

Gib doch zu, dass Deine wahre Quelle die Skeptiker-Sekte ist (wenn Du schon Colin Gouldner nennst, der mittlerweile noch nicht einmal mehr bei der TAZ gedruckt wird, weil er als vollkommen unglaubwürdig gilt).

http://www.info3.de/ycms_alt/printartikel_41.shtml (Einblicke in organisierte Esoterik-Kritik: Das Skeptiker-Syndrom, Artikel aus INFO 3)

Was zu den übrigen, von Dir angeführten "Tatsachen" zu sagen ist, ist nur, dass sie allesamt widerlegt sind.

Ich habe nur keine Lust eine quasi-Doktor-Arbeit an der Abarbeitung Deiner haltlosen Anwürfe gegen die Anthroposophie "ehrenamtlich" zu leisten. Dafür müsste man mich schon bezahlen.

Der Vergleich der Anthroposophie mit einer Sekte verbietet sich von selbst (vgl. Helmut Langel: Destruktive Kulte und Sekten. Eine kritische Einführung, Vlg. Bonn Aktuell, 1994, S. 22).

Dass dazu noch Scientology beliebig gegriffen wird und mit der Anthroposophie verglichen wird, hat einzig den Zweck die Anthroposophie in den Augen der gewöhnlich schlecht informierten Öffentlichkeit erheblich herabzusetzen.

Beste Grüße

MichaelHA
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.04.2013, 00:03)
MichaelHA hat geschrieben:
Was zu den übrigen, von Dir angeführten "Tatsachen" zu sagen ist, ist nur, dass sie allesamt widerlegt sind.


Es ist also widerlegt, dass Steiner vom "Genuß des Sterbens" geschrieben hat?

Es ist also widerlegt, dass Steiner Gewalt als Mittel der Erziehung von Kindern abgesegnet hat?

Es ist also widerlegt, dass Steiner von blonden Menschen geschrieben hat, die gescheit sind, und von Schwarzhaarigen, die wegen ihrer Haarfarbe nicht gescheit, sondern nur materialistisch werden?

Es ist also widerlegt, dass Uehlis Buch in den Waldorfschulen benutzt und schließlich vom Bundesfamilienministerium aus rassistischen Gründen verboten wurde?

Erstaunlich, was so alles widerlegt wurde ...

So bestätigt die "Sekten Info Nordrhein-Westfalen e.V.", übrigens offiziell vom Land NRW gefördert, die Aussagen zu Uehlis Buch:

Anstoß hatten u.a. folgende bekannt gewordene Zitate erregt:
„Der heutige Neger ist kindlich, ist ein nachahmendes Wesen geblieben. Der heutige aussterbende Indianer ist in seiner äußeren Erscheinung verknöchert, im Denken greisenhaft.“ „Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in ihre atlantische Wiege gelegt worden.“


Und zu Freund Steiner findet sich dies:

Die im Zusammenhang der Erforschung von Urvölkern diskutierte These von mehr oder weniger entwickelten Menschenrassen fügt Blavatsky in eine Geschichte von fünf Wurzel-Rassen, welche verschiedenen Zeitepochen zugeordnet wären. Die derzeitige Epoche ist demnach diejenige der arischen Wurzelrasse. Andere sind z.B. die lemurische und die atlantische Wurzelrasse. Im weiteren kann aus verschiedenen Hautfarben auf niedrigere oder höhere Entwicklungsstufen des Menschen geschlossen werden. Als sich Rudolf Steiner 1912 mit Gründung der „Anthroposophischen Gesellschaft“ abtrennt, bleibt die „Rassenlehre“ in seinen europäisch-christlich akzentuierten Vorstellungen erhalten. Mit der Schöpfung seines Schulkonzeptes, welches in der Erziehung auch eine Inkarnationshilfe sieht, fließen die Rassenvorstellungen in die Lehrinhalte der Waldorf- und Rudolf-Steiner-Schulen ein.


Upps ... ein von der Landesregierung NRW getragener Verein erzählt was von Rassenlehre in der Waldorfschule. Wieso hast du die eigentlich noch nicht mundtot gemacht? Samt Landesregierung NRW. Keine Chuzpe? Du drohst doch sonst immer so schnell mit Anzeige wegen Verleumdung.

Und dieser Artikel der Süddeutschen Zeitung (für dich vermutlich ein Revolverblatt) dürfte dann wohl auch von vorne bis hinten erlogen sein - und ist zumindest heute in allen Punkten widerlegt (ich habe mal ein paar interessante Stellen hervorgehoben):

Süddeutsche Zeitung, 15.07.2000 hat geschrieben:
Berlin. Das Bundesfamilienministerium hat bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften das Verbot des Buchs "Atlantis und das Rätsel der Eiszeitkunst" von Ernst Uehli beantragt. Der Schüler des Waldorf-Begründers Rudolf Steiner referiert darin Ideen des Urvaters der Anthroposophie. In dem Buch wird behauptet, die dunkle Hautfarbe der "Neger" komme von einem Zug von Menschen "unter Leitung des Merkur-Orakels nach Afrika". Die dortige Folge: "Das zu schwache Ich-Gefühl bewirkte, dass sie der Sonnenwirkung zu stark ausgesetzt waren und sich daher zu viel kohlenartige Bestandteile unter der Haut ablagerten." Trost für die weißen Angehörigen der "Jupiter-Rasse": "Der Europäer behält, auch in Afrika geboren, die weiße Farbe, aber nicht nur aus Vererbung, sondern aus seiner Ich-Anlage." Schlechter erging es laut Uehli und Steiner früheren Menschen, deren Ich-Gefühl so übertrieben stark entwickelt war, daß es sie "unter der Leitung des Saturn-Orakels" in den amerikanischen Westen verschlug. Die dortige Entstehung der "roten Rasse" sei so zu erklären: "Die Pigmentierung der Haut ist das physiologische Merkmal dieser Diskrepanz von zu starkem, nach außen drängendem Ich-Gefühl und unterliegendem Organismus." Daher seien die Indianer unter den "kosmischen Einfluß des Saturn" geraten, der "verhärtend auf das Drüsensystem" eingewirkt habe, weshalb die "Saturnrasse ... allmählich an Vergreisung zugrunde" gehe (und nicht etwa an der systematischen Ausrottung durch christliche Siedler und Missionare). Insgesamt kommt der Steiner-Schüler zu dem Ergebnis: "Der Keim zum Genie ist der arischen Rasse bereits in ihre atlantische Wiege gelegt worden."
Staatssekretär Haupt sagte der ARD, Teile des Buches erfüllten "zweifelsfrei einen Sachverhalt, der unter den Begriff der Rassendiskriminierung fällt". Der Geschäftsführer des Bundes der Freien Waldorfschulen" findet die öffentliche Kritik hingegen überzogen, gab aber auf Nachfrage zu, manche (!) Sätze des Buches seien "einfach Unfug". Warum das 1936 erschienene Werk, das 1980 wieder aufgelegt wurde, von dem Bund auf eine Literaturliste gesetzt wurde und dort bis jetzt völlig unbeanstandet verblieb, mochte er nicht erklären. Da es aber "hinsichtlich der Ausführungen zur eiszeitlichen Kunst mittlerweile (!) überholt" sei, werde es nunmehr aus der Bücherliste gestrichen – auf der es sowieso nicht mehr lange hätte bleiben dürfen.
Der Bund für Geistesfreiheit Bayern gab sich damit nicht zufrieden. Er forderte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften auf, auch die anderen Werke von Uehli unter die Lupe zu nehmen, vor allem aber die Schriften seines Lehrmeisters Steiner. "Wenn schon der Bundesgeschäftsführer der Waldorfschulen einräumt, das beanstandete Buch enthalte eine "verkürzte und vereinfachte Darstellung aus dem Werk Steiners", dann ist zu fragen, ob die unverkürzte Originalversion von dessen immer wieder kritisierter Rassenlehre wirklich so viel besser ist. Auch wenn Steiner selbst kein Nazi war, kann ein Teil seines Gedankenguts zur willkommenen Rechtfertigung für rechtsextreme Aggressionen dienen."


Dieser Steiner ist echt ein kleiner Witzbold! Schwarzafrikaner haben kohlenartige Bestandteile in der Haut! Ich brülle vor Lachen! cheezygrin

Da der Artikel vermutlich auch widerlegt ist, hat also Staatssekretär Haupt nie von Rassendiskriminierung gesprochen. Seltsam, seltsam ...

Und das der Geschäftsführer des Bundes der Freien Waldorfschulen Stellen aus diesem Buch als Unfug bezeichnet hat, stimmt dann vermutlich auch nicht.

An einer Stelle gebe ich dir aber unumwunden Recht: Ich kann es nicht lassen! Denn je mehr ich über die Anthroposophie erfahre, desto deutlicher erscheinen Swastika und "Sieg Heil" drohend am Horizont. Ihr Anthroposophen liefert in der Gegenwart die notwendigen Argumente für die Neo-Rechten. Das stärkt meine Gegnerschaft mit jeder Zeile, die ich von der Anthroposophie lese.

Und die Wahrheit? Sie ist das Erste, was bei der Anthroposophie gestorben ist.

Nachtrag:
Zum Thema "Waldorf-Schule" gibt es ein Sendeprotokoll von drei Beiträgen der ARD-Sendung "Report aus Mainz". Besonders interessant ist Teil 3, wo es um den Umgang der Anthroposophen mit Kritikern geht. Einschüchterung, Telefonterror, juristische Attacken. Offenbar ist die Klagewut ein Charaktermerkmal der Anthroposophie ...

Hier das Sendeprotokoll:
http://www.bipomat.de/waldorf/report/report.html#3

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (16.04.2013, 01:12)
Krass, Siegfried,
mich wundert jetzt gar nichts mehr.

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (16.04.2013, 01:23)
Siegfried hat geschrieben:
Und die Wahrheit? Sie ist das Erste, was bei der Anthroposophie gestorben ist.


Na, na, nicht so rasch mit den jungen Ferkeln. Wenn das Glück will, können meine Bücher noch lange leben.

Die Anthroposophie ist ja nun im Gegensatz zu Deinen Mutmaßungen auch noch nicht im Sarg, sondern wird nun - der hundertjährige Geburtstag ist gerade eben gefeiert - immer lebendiger.

Und wenn Du meinst von der Landesregierung NRW (von welcher, der jetzigen - oder der vorherigen ?) bezahlte Vereine würden wahres verbreiten, dann darf das ja Deine Meinung sein. Doch der Spaß hört bekanntlich auf, wenn mit unbewiesenen Brandsätzen gearbeitet wird, wie im Falle der Gebrüder Grandt.

Ihr "Schwarzbuch Anthroposophie" war schneller vom Ladentisch des Buchhandels verbannt, als es dort angekommen war.

Soll heißen, wer gegen die Anthroposophische Gesellschaft, die Waldorfschulen oder sonstige von Rudolf Steiner ins Leben gerufene Tochterbewegungen versucht Arges in die Welt zu setzen (und das versuchst Du pausenlos), der sollte sich warm Anziehen. Vom vorschnellen publizieren kann da nur abgeraten werden. Denn manch - in Deinen Augen - klarer Beweis - wendet sich, nach gerichtlicher Abwägung schnell in sein Gegenteil. Und behaupten darfst Du nur, womit Du andere nicht schädigst.

Ich sehe bei Dir aber weit und breit kein "Schwarzbuch Anthroposophie II" entstehen, sondern Dich Märchen und Gerüchte immer dort abladen, wo noch kein Gericht hingeschaut hat, wie etwa in diesem Forum.

Ist aber der Rubikon erst überschritten, wird selbst BOD nervös. Denn wer will für die Meinungsmache nimmermüder Kritikaster, schon selbst in die Tasche greifen?

Also ich rate Dir, Siegfried, entweder publiziere Deine vermeintlich wasserfesten Stammtischweisheiten zu Anthroposophie, Waldorf und Co. auf eigene Gefahr oder Verschone uns künftig mit diesem Gelaber.

Diesen guten Rat gebe ich Dir - in Frieden und Freundschaft - wie man so sagt.

Beste Grüße

MichaelHA
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Detlef Schumacher
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Re:

von Detlef Schumacher (16.04.2013, 03:22)
Vielleicht jubelt uns Michael noch unter, er sei für den Nobelpreis vorgesehen.

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SandraR
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Re:

von SandraR (16.04.2013, 05:59)
Ach Gott, immer diese Fanatiker....mit ihnen zu diskutieren bringt genau so viel, wie mit seiner Küchenwand zu quatschen :P
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (16.04.2013, 06:20)
http://www.bod.de/autorenpool/fromme-ge ... 15783.html

Unentbehrliche Weisheiten...

Beste Grüße

MichaelHA

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (16.04.2013, 06:42)
Ich ziehe mal mein persönliches Fazit:

1. Steiner scheint sie nicht mehr alle unter der Mütze gehabt zu haben.
2. Er war scheinbar ein eingefleischter Rassist.
3. Er war scheinbar NICHT blond.
4. Sollte er an seine eigene Laberei geglaubt haben, war er wohl zum Aussterben verdammt.
5. Jemand sollte sich hier dringend die Haare färben. cheezygrin
6. Die Ähnlichkeiten mit Scientology sind unverkennbar.
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
http://www.romanzeit.de
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