Was ist Wahrheit?

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (16.04.2013, 06:54)
SandraR hat geschrieben:
Ach Gott, immer diese Fanatiker....mit ihnen zu diskutieren bringt genau so viel, wie mit seiner Küchenwand zu quatschen :P

Das ist keine Diskussion, es ist nur ein Therapieversuch. Ich glaube jedoch, dass bei diesem Patienten ein paar Nackenschläge Wunder bewirken könnten.
Ein bisschen raus gehen und die frische Luft genießen könnte ihm ebenfalls helfen, den Kopf freizubekommen.

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (16.04.2013, 07:15)
Den Rest buche ich mal unter die üblichen Witzeleien ab,
aber

Nicolas Faye hat geschrieben:
Die Ähnlichkeiten mit Scientology sind unverkennbar.


a) Das kann nur ein völlig unbedarfter Schreibtischhengst behaupten. Scientology ist nachweislich verfassungswidrig. Die Anthroposophie war dies nie und wird dies auch in Zukunft nicht sein. Ferner ist die Anthroposophische Gesellschaft kein kommerzielles Unternehmen, wie Scientologie. Sie besitzt den Status der Gemeinnützigkeit für Wissenschaft und Forschung. Die Christengemeinschaft ist Körperschaft des öffentlichen Rechts, wie kath. Kirche und evangel. Kirche auch. Sie könnte also auch Kirchensteuern einnehmen, was sie aber nicht tut.
Alle Waldorfschulen sind gemeinnützige Vereine.
Viele anthroposophische Unternehmen, etwa WALA (Dr. Hauschka), aber auch 'dm' unterstehen einer gemeinnützigen Stiftung als oberstes Leitungsorgan.

b) Es sitzten mehrere Anthroposophen in der Parlamenten, mal angefangen bei: Arfst Wagner, MdB für BÜNDNIS 90/Die Grünen (Arfst Wagner ist Waldorflehrer und Redakteur und Mitherausgeber der Flensburger Hefte). Es geht weiter bei Gerald Häfner, MdE für Bündnis 90/Die Grünen (G. Häfner ist ehemaliges Vorstandsmitglied der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland).
Daneben gibt es noch zahlreiche Sympathisanten der anthroposophischen Bewegung. Unser Ex-Innenminister Otto Schily (SPD) zählt dazu, ebenso wie Konrad Schily (FDP), der in der vergangenen Legislaturperiode MdB war.
Alles Verfassungsfeinde?

Hast Du sie eigentlich noch alle unter der Mütze? :lol:

Beste Grüße

MichaelHA

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (16.04.2013, 08:27)
MichaelHA hat geschrieben:

Hast Du sie eigentlich noch alle unter der Mütze? :lol:


MichaelHA


Lieber Herr HA,

hier nützt auch der Smiley nichts, um die Beleidigung (in einer langen Reihe anderer Beleidigungen ihrerseits in diesem Thread) herunter zu spielen. Ich stehe zu meiner Bemerkung über Herrn Steiner - soll er mich doch verklagen, wenn er es will. Ich habe diese Bemerkung auf eine Person gerichtet - und das waren nicht Sie. Halten SIE sicha lso zurück.

Jegliche weitere Diskussion mit Ihnen ist hiermit beendet.
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
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SandraR
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Re:

von SandraR (16.04.2013, 08:42)
MichaelHA hat geschrieben:
Daneben gibt es noch zahlreiche Sympathisanten der anthroposophischen Bewegung. Unser Ex-Innenminister Otto Schily (SPD) zählt dazu


MichaelHA

Das erklärt einiges, und ich habe mich immer gewundert, wie man vom Kommunisten zum Faschisten wird! Dem seine ganzen Ideen während seiner Amtszeit waren faschistoid!

Und keine Sorge, ich halte Fanatiker jeder Couleur für untherapierbar... cheezygrin
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.04.2013, 10:56)
MichaelHA hat geschrieben:
Hast Du sie eigentlich noch alle unter der Mütze? :lol:

Beste Grüße

MichaelHA


Das frage ich mich bei Anthroposophen inzwischen auch.

Lies das hier:

http://www.ruhrbarone.de/hitler-steiner ... und-heute/

oder das hier:

http://www.ruhrbarone.de/3-jahre-rudolf ... anzusehen/

Besonders bemerkenswert ist dabei dies (ich zitiere aus der zweiten Quelle):

Vor drei Jahren, am 6. September 2007, entschied die „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM), dass Bücher Rudolf Steiners rassistischen Inhalt haben.


Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder startet MichaelHA einen Kreuzzug gegen die BPjM wegen Verleumdung und überzieht diese Bundesbehörde mit Klagen ohne Ende

oder

MichaelHA muss jetzt zähneknirschend und mit der Faust in der Tasche eingestehen, dass seine Aussage, Steiners Schriften seien nicht rassistisch, schlicht falsch ist.

Ich setze meine Chips auf die erste Variante ... cheezygrin

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mtg
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Re:

von mtg (16.04.2013, 11:02)
Siegfried hat geschrieben:
Ich setze meine Chips auf die erste Variante ... cheezygrin

Ich tippe auf Variante 3: Die kommentarlose Abbildung eines weiteren Buchcovers. Dann müsste das (dreckige) Dutzend doch voll sein, oder? :-)

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (16.04.2013, 11:50)

Mon, 01 Oct 2007

Bundesprüfstelle bestätigt: Bekannte Steiner-Gegner brachten das Indizierungsverfahren in Gang

BERLIN (NNA). Das Bundesfamilienministerium hat den Vorwurf zurückgewiesen, das Ministerium habe sich im Verfahren um die Indizierung von zwei Büchern von Rudolf Steiner bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien von öffentlich bekannten Gegnern von Anthroposophie und Waldorfpädagogik für deren Zwecke benutzen lassen.

Die Bundesprüfstelle hatte vor kurzem entschieden, dass zwei Bücher von Steiner nur noch mit Kommentar erscheinen dürfen, da sie Stellen mit rassistischen Elementen enthalten. (NNA berichtete)

Entsprechend dem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren habe es lediglich eine „Plausibilitätsprüfung“ gegeben, als die Anträge hinsichtlich der Indizierung eingegangen seien. Dabei sei auch nicht ausschlaggebend, wer diese Anträge stelle, erklärte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber NNA. Für das Verfahren sei es „gleichgültig, aus welcher Ecke die Anträge kommen“. Mit der Weiterleitung der Anträge einzelner Bürger an die Bundesprüfstelle sei „keinerlei inhaltliche Wertung von Seiten des Ministeriums“ verbunden gewesen.

Das Ministerium stellte auch klar, dass es keine Gutachten des Bundesfamilienministeriums zur Frage gegeben habe, ob denen bei der Bundesprüfstelle eingereichten Schriften von Rudolf Steiner der Vorwurf der Rassendiskriminierung gemacht werden kann. Entsprechende Presseberichte wurden damit zurückgewiesen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen in Berlin hatte in einer Veröffentlichung darauf hingewiesen, dass es keinesfalls „besorgte Bürger“ gewesen seien, die das Verfahren bei der Bundesprüfstelle in Gang gebracht hätten, sondern in der Öffentlichkeit bekannte Gegner von Anthroposophie und Waldorfpädagogik. Sie hätten dem Ministerium auch die Gutachten für die Bundsprüfstelle geliefert.

Die Bundesprüfstelle hat jetzt auf Anfrage von NNA bestätigt, dass es die von der Landesarbeitsgemeinschaft genannten Personen, Andreas Lichte und Jana Husmann-Kastein gewesen seien, die den Antrag auf Indizierung beim Bundesfamilienministerium gestellt hätten. Dem Antrag seien zwei Gutachten beigefügt gewesen, eines von Husmann-Kastein und eines von Andreas Lichte. Ob die Verfasser die Gutachten dem Ministerium eingereicht hätten oder ob dies von anderer Seite erfolgt sei, sei der Bundesprüfstelle nicht bekannt. Entscheidend sei, dass die Prüfstelle nur auf Antrag von Behörden tätig werden könne.

Im Gespräch mit NNA ergänzte die stellvertretende Leiterin der Prüfstelle, Petra Meier, die Bundesprüfstelle befasse sich nie mit den Hintergründen der gestellten Anträge. Im Verfahren habe außerdem ein Gutachten vorgelegen, das der betroffene Verlag eingereicht hatte.

Die beiden Antragsteller Andreas Lichte und Jana Husmann-Kastein sind in der Öffentlichkeit bereits mehrfach als dezidierte Waldorf- und Steiner-Gegner aufgetreten z.B. bei einer Tagung der Humboldt-Universität im Juli 2006. Dabei geht es ihnen stets darum, nachzuweisen, dass in der Anthroposophie von Rudolf Steiner eine Rassentheorie enthalten sei und diese durch die Hintertür auch Eingang in die Waldorfpädagogik finde.

Im Februar desselben Jahres war von den beiden Steiner-Gegnern versucht worden, eine ähnliche Tagung im Rahmen der Evangelischen Kirche in Berlin zustande zu bringen in Zusammenarbeit mit den Sektenbeauftragten der Evangelischen Kirche, Gandow. Redner der Waldorfschulbewegung waren dazu nicht eingeladen worden.

Die Evangelische Kirche in Berlin hatte sich von diesem Vorhaben distanziert. Die Berliner Pröpstin Friederike von Kirchbach hatte eine „differenzierte Auseinandersetzung“ mit der Anthroposophie gefordert.

Bereits kurz nach der Entscheidung der Jury der Bundesprüfstelle, dass die beiden Werke von Rudolf Steiner „Geisteswissenschaftliche Menschenkunde“ und „Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der germanisch-nordischen Mythologie“ nur noch kommentiert erscheinen dürfen, waren die Argumente aus den Gutachten von Husmann-Kastein und Lichte von überregionalen Medien in Deutschland veröffentlicht worden.

End/nna/ung

Bericht-Nr.: 071001-02DE Datum: 1. Oktober 2007

http://www.nna-news.org/news/de/index.cgi/2007/10/01


Interessant dabei ist, dass die "Gutachten", die zum Indizierungsverfahren führten, von den beiden Antragstellern selbst stammtem.

Jana Husmann-Kastein hatte ursprünglich vor eine Doktorarbeit über das Indizierungsverfahren an der Humboldt-Universität Berlin zu schreiben.
Dies gelang ihr aber nicht, da auch aus der Wissenschaft kritische Stimmen zum Verfahren zu hören waren.

BONN. (hpd) Anfang September 2007 waren zwei Bücher von Rudolf Steiner knapp der Indizierung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien entgangen – weil der Verlag zusicherte, alsbald kommentierte Neuauflagen herauszubringen und bis dahin das Buch nur mit einer Beilage auszuliefern.


Die Meldung wurde wie folgt kommentiert: "Niemals hat der Steiner Verlag zugesichert, Einzelausgaben der Rudolf Steiner Gesamtausgabe "nur mit einer Beilage auszuliefern".
Sie verwechseln da etwas: Das letzte Buch des Randomhouse-"Anthroposophiekritkers" Michael Grandt *durfte* per Gerichtsbeschluß "nur mit einer Beilage" ausgeliefert werden!"


Wäre das Indizierungsverfahren so gelaufen, wie sich die beiden Antragsteller dies vorstellten, so wären die Bücher indiziert, also vom Markt genommen worden. Dies geschah aber nicht. Einzige Auflage der Bundesprüfstelle war, künftige Neuausgaben mit einem Kommentar zu versehen.

Beste Grüße

MichaelHA

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.04.2013, 12:13)
MichaelHA hat geschrieben:

[...]

Die Bundesprüfstelle hatte vor kurzem entschieden, dass zwei Bücher von Steiner nur noch mit Kommentar erscheinen dürfen, da sie Stellen mit rassistischen Elementen enthalten. (NNA berichtete)

[...]


MichaelHA


Du bestätigst mit der von dir geposteten Quelle also, dass Rudolf Steiner Bücher mit rassistischem Inhalt geschrieben hast?

Das ist doch schon mal ein Schritt in die erste Richtung!

Die beiden Antragsteller Andreas Lichte und Jana Husmann-Kastein sind in der Öffentlichkeit bereits mehrfach als dezidierte Waldorf- und Steiner-Gegner aufgetreten z.B. bei einer Tagung der Humboldt-Universität im Juli 2006. Dabei geht es ihnen stets darum, nachzuweisen, dass in der Anthroposophie von Rudolf Steiner eine Rassentheorie enthalten sei und diese durch die Hintertür auch Eingang in die Waldorfpädagogik finde.


Die Frage stellt sich, ob die Bücher als Werke mit rassistischem Inhalt eingestuft wurden oder nicht. Wer die Bücher meldet, ist dabei doch völlig unerheblich.

Und was die Aussage angeht "... mehrfach als dezidierte Waldorf- und Steiner-Gegner aufgetreten" - tja, ein gewisser Simon Wiesenthal war mehrfach als dezidierter Nazi-Gegner aufgetreten, dann sagt das erst einmal gar nichts. Wichtig ist, was der Gesetzgeber von dieser "dezidierten Gegnerschaft" und den Ergebnissen dieser Gegnerschaft hält. Bei Wiesenthal führte das zu einer Vielzahl von Gerichtsprozessen gegen aufgespürte Nazis, bei Lichte und Husmann-Kastein zu einer entsprechenden Einstufung der Bücher Steiners. Der Gesetzgeber hat den "dezidierten Gegnern" schlicht Recht gegeben. Da beißt die Maus keinen Faden ab!

Hat sich eigentlich der Verlag an die Regelung der BPjM gehalten oder wartet die Welt bis heute auf eine kommentierte Ausgabe? ImLink zum Lichte-Artikel steht ja etwas dazu.



MichaelHA hat geschrieben:
Interessant dabei ist, dass die "Gutachten", die zum Indizierungsverfahren führten, von den beiden Antragstellern selbst stammtem.


Interessant ist, dass die BPjM diesen Gutachten gefolgt ist. Schreib doch selbst ein Gutachten und reich es bei der BPjM ein, dass Steiners Werke wieder so veröffentlicht werden dürfen wie vorher - wenn du der Auffassung bist, die BPjM lässt sich durch Gutachten so einfach beeinflussen.

Aber ich finde gut, dass du mit deinem Zitat zugibst, die Texte von Steiner enthalten rassistische Äußerungen. Das ist doch schon mal ein Quantensprung!

Nachtrag:

AIB 91/2.2011 hat geschrieben:
Im Herbst 2007 erklärte die Bundeszentrale für jugendgefährdende Schriften, zwei Steiner-Bücher enthielten Passagen, die heute als rassistisch eingestuft würden; das war die erste quasi offizielle Feststellung des Rassismus in Grundlagenwerken der Anthroposophie. Kurz darauf berichtete das Magazin Stern, dass Andreas Molau, ein früherer Waldorflehrer und damals Spitzenkandidat der NPD für die Landtagswahlen in Niedersachsen, zusammen mit Lorenzo Ravagli, einem langjährigen Waldorf-Funktionär, zusammen ein Buch publizieren wollte. Ravagli hat etliche Pamphlete produziert, in denen er Vorwürfe des Rassismus und Antisemitismus gegen die Anthroposophie zurückweist. Das Buch erschien nicht, aber Ravagli ist bis heute Redakteur der Zeitschrift Erziehungskunst, die der Waldorfschulverband herausgibt.

Leugnen und verdrängen – das ist die Strategie vieler Anthroposophen im Umgang mit braunen Anteilen ihrer Lehre. Daran wird sich in diesem Steiner-Jubeljahr wenig ändern.


Zum vollständigen Nachlesen:
https://www.antifainfoblatt.de/artikel/ ... geburtstag
Zuletzt geändert von Siegfried am 16.04.2013, 12:20, insgesamt 1-mal geändert.

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Isautor
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Re:

von Isautor (16.04.2013, 12:19)
Ist für mich ein Unterschied, ob ein Buch solche Inhalte enthält oder ob jemand es schafft, das Buch vom Markt zu nehmen. Klar bringen Steiner-Gegner das in Gang. Wer sonst?
Tierschützer brachten Petition gegen Pelzfarmen in Gang! Ha! Da haben wirs! Ja, wer denn sonst? Die Pelzverkäufer selbst vielleicht?

Für mich war das alles sehr aufschlussreich, vor allem Siegfrieds Ausführungen. In dieser Ausführlichkeit war mir das gar nicht bewusst. Und Michael bestätigt jede Behauptung und jedes Vorurteil gegen Anthroposophen geradezu lehrbuchmäßig. Er ist genau so, wie ich mir einen Anthroposophen vorstelle.
Seid gegrüßt,

Isautor

Eines Tages ich Profi sein.
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mtg
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Re:

von mtg (16.04.2013, 12:26)
Isautor hat geschrieben:
Und Michael bestätigt jede Behauptung und jedes Vorurteil gegen Anthroposophen geradezu lehrbuchmäßig. Er ist genau so, wie ich mir einen Anthroposophen vorstelle.

So langsam denke ich, wir sollten Michael Hilfe zur Selbsthilfe anbieten, um ihn vor sich selbst zu schützen. Er gibt im Internet Dinge über sich preis, die ihm zu 100% um die Ohren fliegen werden. Ich bin der festen Überzeugung, dass er das Internet und seine Auswirkungen überhaupt nicht begriffen hat ...

@ Siegfried: Ein »Quantensprung« ist physikalisch gesehen aber nur ein sehr kleiner Schritt ...

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (16.04.2013, 12:30)
Isautor hat geschrieben:
Für mich war das alles sehr aufschlussreich, vor allem Siegfrieds Ausführungen. In dieser Ausführlichkeit war mir das gar nicht bewusst.


Mir ehrlich gesagt auch nicht. Ich hatte die Anthroposophen mehr so in einer Ecke wie die Freimaurer, vielleicht mit einem deutlich höheren Touch an Religion und Esoterik (für diesen, damaligen Gedankengang müsste ich jetzt eigentlich vor den Freimaurern in den Kotau!).

Durch die intensivere Beschäftigung mit den Anthroposophen komme ich immer stärker zur Erkenntnis, dass es sich hier gar nicht um "Menschen mit Weisheit" handelt. Vielmehr driftet das ab in ziemlich verschwurbelte Rassentheoriegebilde.

Und bei solchen Begriffen wie "Überlegenheit einer Rasse gegenüber der anderen Rasse" werde ich allergisch. Da gibt es von mir Contra, bis es weh tut!

@mtg
mtg hat geschrieben:
@ Siegfried: Ein »Quantensprung« ist physikalisch gesehen aber nur ein sehr kleiner Schritt ...


Ja ... eben! cheezygrin

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (16.04.2013, 12:36)
Das Ganze ist ungefähr so abgelaufen, als wenn ein Autoinhaber namens Felix Ungetreu mit Kasko-Schutz einen Schaden an seinem PKW meldet und dann das fällige Sachverständigengutachten an die Versicherung selbst erstellt mit handschriftlicher Unterschrift: Felix Ungetreu.

Welche Versicherung läßt sich auf solch ein Verfahren ein, frage ich mich.

Unser Rechtsstaat hat damals aber nichts anderes getan, als eben diese Selbstbegutachtung positiv zu sanktionieren.
Dateianhänge
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Re:

von Siegfried (16.04.2013, 12:56)
Wie Anthroposophen täuschen, tarnen, tricksen ...

MichaelHA hat geschrieben:
Daneben gibt es noch zahlreiche Sympathisanten der anthroposophischen Bewegung. Unser Ex-Innenminister Otto Schily (SPD) zählt dazu, ebenso wie Konrad Schily (FDP), der in der vergangenen Legislaturperiode MdB war.
Alles Verfassungsfeinde?


Interview mit Daniel Schily, Sohn von genannten Konrad Schily und Neffe von Otto Schily:

NWA

Ihr Vater (Konrad Schily) und Sie verstehen sich also nicht (mehr) als Anthroposophen? Wie kam es zu diesem Bruch und worin äußert sich der?

Daniel Schily

Also ich habe mich noch nie als Anthroposoph verstanden, deswegen musste ich auch keinen Bruch vornehmen. Mein Vater war, so habe ich es verstanden, die vielen Angriffe von Anthroposophen leid, die ihn zwingen wollten, die Privat-Uni in Witten-Herdecke zu einer ausschließlichen Anthroposophen-Uni zu machen. Das hat bei den gläubigen Anthroposophen zunächst große Aggressionen ausgelöst. Dann ist man aber mächtig stolz auf die Erfolge der Schily-Brüder gewesen und versucht bis heute die "verlorenen Söhne" zu vereinnahmen. Diesen Mechanismus kann man bei vielen sektiererischen Menschen feststellen. Sie bilden einerseits einen Closed-Shop, weil sie sich fürchten von der Gesellschaft herzlich ausgelacht zu werden. Andererseits hoffen sie natürlich inständig, dass ihre Glaubensüberzeugungen gesellschaftlich obsiegen.


Lese ich das richtig? Konrad Schily hat mit den Anthroposophen gebrochen, weil die aus der Privat-Uni Witten-Herdecke ihre eigene Bildungsanstalt machen wollten?

Und Konrad Schily ist dafür massiv von Anthroposophen attackiert worden? Was Daniel Schily als "Mechanismus von vielen sektiererischen Menschen" bezeichnet?

Ein wahrlich schockierender Satz im Interview mit Daniel Schily ist aber dieser:

Daniel Schily hat geschrieben:
Ich glaube nicht, dass man die große Masse der Anthroposophen zu überzeugten Demokraten machen kann.


Nur zum Hintergrund: Die Familie Schily spielt(e) bei den Anthroposophen von Beginn an eine gewichtige Rolle. Daniel Schily muss also wissen, wovon er spricht.

Das komplette Interview gibt es hier:
Interview Daniel Schily

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (16.04.2013, 13:06)
Daniel Schily zeigt eben typisch spätpubertäre Züge, wenn man das Interview als ganzes liest (ich kenne es).

Interessant ist aber, wie Otto Schily von Frau Ditfurth kritisiert wird (hier Auszüge aus einer Buchrezension von Rupert Neudeck, der übrigens kein Anthroposoph ist(!):

Rupert Neudeck: "Geradezu in der Stierkampfarena fühlt man sich, wenn die Buchautorin Jutta Ditfurth den Kampf einläutet gegen Otto Schily. Nun kann dieser Mann mit seiner weltabgewandten Toskana-Vornehmheit einen Gegner schon reizen. Auch alte Kampfgefährten, ich will das doch noch mal sagen. Immer wieder wird Schily nachgesagt, er stehe der Anthroposophie nahe. Das diskreditiert ihn dann noch doppelt. Auf die Anthroposophen hat sie schon in einem früheren Buch eingedroschen. Und es ist schon schlimm genug, dass es sie offenbar immer noch gibt. »Wo immer Anthroposophen und Anthroposophinnen im Bundestag oder dessen Umfeld kritisiert werden, ist Otto Schily zu ihrer Verteidigung zur Stelle.« Den besonderen antirassistischen Dünkel des Otto Schily wird man nur verstehen, »wenn sein anthroposophischer Hintergrund und das zutiefst elitäre und rassistische Menschenbild der Anthroposophie begriffen wird. Ditfurth fährt fort: »Schilys Eltern waren Anthroposophen«. Das klingt - toute proportion gerade so: Sie waren Kommunisten oder waren Juden. Was findet die Autorin an dem Schily und seiner Nähe zur Anthroposophie so ekelerregend und gefährlich? Sie kann es nicht beschreiben und belegen. Es bleibt der fade Geschmack von einer Kindheits-Verletztheit. Einem Erlebnis, das sie zu einer fast fixen Idee gebracht haben muss." Aus: http://www.info3.de/c5/index.php/projek ... irrt-sich/



Beste Grüße

MichaelHA

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Re:

von Seshmosis (16.04.2013, 15:36)
MichaelHA hat geschrieben:
Das Ganze ist ungefähr so abgelaufen, als wenn ein Autoinhaber namens Felix Ungetreu mit Kasko-Schutz einen Schaden an seinem PKW meldet und dann das fällige Sachverständigengutachten an die Versicherung selbst erstellt mit handschriftlicher Unterschrift: Felix Ungetreu.

So ein Blödsinn!
Ein solcher Vergleich hinkt nicht mal, der liegt tot am Boden.
Es geht darum, ein Unrecht aufzuzeigen, daher stimmt der Vergleich mit den Tierschützern und mit Simon Wiesenthal.

@ Siegfried:
Steiner sah in den aufklärerischen, undogmatischen Freimaurern immer eine Konkurrenz. Siehe auch Wikipedia:
wikipedia hat geschrieben:
Im Kampf gegen den Kriegsschuldvorwurf an Deutschland finanzierte Steiner eine verschwörungstheoretische Schrift, in der Freimaurern, Juden und Theosophen die Schuld am Ersten Weltkrieg angelastet wurde. Diese Schrift des Okkultisten Karl Heise, die mit einer Einleitung Steiners versehen war, wurde später von den Nationalsozialisten rezipiert.


Der Antisemitismus von Rudolf Steiner wäre auch noch ein ergiebiges Thema ...

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