Pseudonym ähnelt Hollywood Star

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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Isautor
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Re:

von Isautor (27.04.2013, 10:37)
Manchmal lassen Autoren einen Buchstaben weg, um dem Namen noch mehr Exotik zu geben. Oder sie hat sich vertippt.
Ich denke halt, das ist so überstrapaziert mit den tollen englischen Pseudos, dass es eben pseudo ist. Mich nervt das so, dass ich mir deshalb manches Buch nicht kaufe.
Die ganzen Sheilas und Roxanns ... oh Mann. Besonders ärgerlich, wenn jemand sieht, dass der andere seinen Nachnamen auf dem Cover gut in Szene setzen konnte und dann wählt er denselben mit derselben Schrift, ähnliches Cover, du schaust nicht genau hin und schwups - Ebook untergejubelt.

Alles, was man zuviel macht, verliert seinen tollen Effekt. Ich bleibe bei Ilse Kleinert.
Seid gegrüßt,

Isautor

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (27.04.2013, 10:58)
Tja Isa, äh Ilse,
dat ist so wie mit dat Schakkeliene, nur datet jetz Scheila und Zementa sin, die da unter Psey(sic!)donühm schreibm :twisted:
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Petra Wolff
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Re:

von Petra Wolff (27.04.2013, 14:56)
Also, mein Name ist auch ein Pseudonym.
Hab gaaaaaaanz lange überlegt, um darauf zu kommen.
:lol:
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mtg
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Re:

von mtg (27.04.2013, 17:18)
Petra Wolff hat geschrieben:
Also, mein Name ist auch ein Pseudonym.
Hab gaaaaaaanz lange überlegt, um darauf zu kommen.

Du hast die letzten beiden Buchstaben des Nachnamens einfach umgedreht, gell?

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Petra Wolff
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Re:

von Petra Wolff (27.04.2013, 19:12)
So isses! thumbbup :lol: thumbbup
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Isautor
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Re:

von Isautor (28.04.2013, 00:57)
Bitte sprecht mich gelegentlich mit Ilse an. Ich muss mich an mein Pseudonym gewöhnen.
Seid gegrüßt,



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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (28.04.2013, 10:31)
Isautor hat geschrieben:
Und ich möchte an dieser Stelle mal einwerfen, dass ich ein wenig genervt bin von der Pseudonym-Flut. Bei Erotik versteh ichs ja, aber ich weiß teilweise echt nicht mehr, wie die Leute heißen. Auf Facebook heißen die so, im Forum anders, auf dem Buchtitel wieder anders und in der mailadresse haben sie wieder nen anderen Namen.


Naja, also ich verstehe ohnehin nicht, warum man unbedingt Erotik-Bücher schreiben muß. Aber was die Pseudonyme angeht, das verstehe ich da schon.

Wer zum Beispiel ein politisches Buch schreibt, das nicht auf der Linie des Zeitgeists ist, vielleicht gar den Kapitalismus kritisiert oder die Gewerkschaften lobt, der darf sich getrost darauf gefaßt machen, daß er bei einer eventeullen Arbeitssuche auf Probleme stoßen mag. Denn nicht ohne Grund darf man beim Vorstellungsgespräch wahrheitswidrig behaupten, daß man nicht in der Gewerkschaft sei.

Das gilt auch für Romane und Krimis, die möglicherweise die eigene politische Einstellung erkennen lassen. Daß in einer Zeit, in der Personaler vor einer Entscheidung über die Einladung eines Bewerbers auch gerne mal deren Nanen in Google eingeben, viele lieber ein Pseudonym als Schutzwall vor sich aufstellen, kann ich absolut nachvollziehen.

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mtg
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Re:

von mtg (28.04.2013, 10:46)
@ Richard,

wenn ich Dich richtig verstehe, ist also ein Pseudonym - jenseits der Erotik - nichts Anderes als die Versicherung vor der eigenen Meinung?

Da habe ich aber einen völlig anderen Standpunkt: Wie ernsthaft ist die eigene Meinung, wenn man sie nicht als »eigen« kennzeichnen will? Da sehe ich im Ergebnis eine glatte Null. Nicht ernsthaft, nicht wichtig, nicht relevant.

Ich sehe nur wenige mögliche Ausnahmen, z.B. wenn durch das Aufdecken der Wahrheit das eigene Leben gefährdet ist. Aber auch da gibt es genügend Beispiele von Autoren, denen die Wahrheit wichtiger war/ist als die eigene Gesundheit.

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (28.04.2013, 11:44)
Kleiner Einwurf:
Ich schreibe keine Erotik, habe keine Angst vor meiner Meinung und der Anderer und benutze trotzdem ein Pseudonym. Und das ist nicht einmal geheim. Letztendlich besteht es aus meinem ersten Vornamen, der auch gleichzeitig der meines Großvaters war und der alten französischen Form meines Nachnamens.

Und mein Grund, dieses Pseudonym zu benutzen ist ganz einfach: es gefällt mir einfach besser. cool5
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
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mtg
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Re:

von mtg (28.04.2013, 11:54)
@ Nicolas,

ich will das gar nicht in Abrede stellen - und jeder mag das für sich selbst entscheiden. Aber der absolute Anspruch in Richards Argumentation stieß mir doch gewaltig auf.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (28.04.2013, 13:19)
@Nicolas - dein Pseudonym schreit geradezu nach Erotik :wink: außerdem bist du schon so bekannt, dass dir jede Menge Käufer und Leser gewiss wären.
Also: warauf wartest du? blink3

Ansonsten, ich kann schon nachvollziehen, dass es Gründe gibt, unter Pseudonym zu veröffentlichen. Dass es aber exotische Namen sein müssen, wie wir sie von Loreheftchen u.ä, kennen - spricht für sich


Haifischfrau
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Isautor
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Re:

von Isautor (28.04.2013, 13:33)
Nennt mich Ilsautor.
Seid gegrüßt,



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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (28.04.2013, 17:40)
mtg hat geschrieben:
@ Richard,

wenn ich Dich richtig verstehe, ist also ein Pseudonym - jenseits der Erotik - nichts Anderes als die Versicherung vor der eigenen Meinung?

Da habe ich aber einen völlig anderen Standpunkt: Wie ernsthaft ist die eigene Meinung, wenn man sie nicht als »eigen« kennzeichnen will? Da sehe ich im Ergebnis eine glatte Null. Nicht ernsthaft, nicht wichtig, nicht relevant.

Ich sehe nur wenige mögliche Ausnahmen, z.B. wenn durch das Aufdecken der Wahrheit das eigene Leben gefährdet ist. Aber auch da gibt es genügend Beispiele von Autoren, denen die Wahrheit wichtiger war/ist als die eigene Gesundheit.



Man kann zu seiner Meinung stehen und muß trotzdem nicht mögliche Nachteile in Kauf nehmen. Die Alternative dazu lautet, daß die Meinung nicht geäußert wird. Es ist nun mal so, und daran führt kein Weg vorbei: Solche Möglichkeiten, wie ich sie nannte, bestehen insbesondere, wer sich nahe der Linkspartei oder der Gewerkschaften positioniert. Und in einem Arbeitsverhältnis herrscht nun einmal eine Machtungleichheit.

Meinst Du also im Umkehrschluß, daß bei Erotikromanen das Pseudonym gerechtfertigt, zur Vermeidung persönlicher Nachteile aber einfach feige ist? Kennst Du die Geschichte von Herrn Keuner von Bertolt Brecht?? Da sprach sich der Keuner gegen die Gewalt aus. Plötzlich sah er seine Zuhörer zurückweichen. Als er sich umdrehte sah er vor sich - die Gewalt! »Was sagtest Du gerade?«, fragte die Gewalt. »Ich sprach mich für die Gewalt aus«, antwortete Keuner. Später nach seinem Rückgrat gefragt erwiderte Herr Keuner: »Ich habe kein Rückgrat zum Zerschlagen.« (frei zitiert). - Feige?

visualitera
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Re:

von visualitera (29.04.2013, 14:32)
Wozu willst du dich so SEHR ähnlich wie eine berühmte Person nennen? Damit Leute dich finden, wenn sie sich vertippen? Das wär an sich ne clevere Idee, aber wenn nur EIN Buchstabe anders ist, denk ich mal, dass das Ärger geben könnte...vielleicht auch einfach nur, dass manche Verlage oder Onlienshops das so nicht verkaufen wollen, weil sie nicht wollen dass ihre Kunden in die Irre geführt werden.

Ich würde wenn dann vielleicht ne auffälligere Veränderung machen, z.B. Gennifer Enniston...oder Jazemine Anciston...irgendenwie so... da kommt einem der Name bekannt vor, aber man kann auch nicht wirklich sagen, dass es nur ne billige Abschreiberei wäre...ein bisschen wie dieser eine da, der sich Perriz Hilton nennt oder so.

Samatha Jones
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Re:

von Samatha Jones (29.04.2013, 18:05)
Danke für eure Antworten. Der Name, den ich im Sinn hatte, hätte natürlich super in den Erotikbereich gepasst, aber ich habe mir mittlerweile einen anderen ausgedacht ;)

P.S. Es war nicht einmal um mich an dem Erfolg der Person ranzuhängen, oder mehr Bekanntheit zu erlangen. Der Name hätte nur einfach sooo super gepasst. :(
Aber nun weiß ich Bescheid.

LG,

Samatha

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