CreateSpace vs. BoD oder: Wo liegt die Schmerzgrenze?

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ZeroEnna
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Re:

von ZeroEnna (08.05.2013, 20:34)
Harry Potter Band 5 hat bei Veröffentlichung gebunden 29,80€ gekostet, das weiß ich noch, weil ich das damals geschenkt bekommen habe und den Preis als erstes angeschaut habe....

Ich vertraue auf Isautors Erfahrungen und gehe lieber auf den günstigen Preis.

Grüße

Zero

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (08.05.2013, 20:44)
Ich würde mich nicht von Amazon abhängig machen wollen. Der hat schon genug Marktmacht. Außerdem soll es auch Leute geben, die Bücher nicht über das Internet einkaufen. Selbst bei epubli, wo ich ein Jahr lang »Der Minister und die Katze« veröffentlicht hatte, gingen alle verkauften Bücher außerhalb von Amazon raus, und das, obwohl in Deutschland das Buch im Internet nur über Amazon Marketplace vertrieben wurden (ist bei epubli so).

Und auch bei »Spuren im Schnee« verkaufe ich mehr Bücher außerhalb von Amazon als über Amazon, zum Glück, denn aus dem genannten Grund mag ich Amazon sowieso nicht.

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Isautor
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Re:

von Isautor (08.05.2013, 23:46)
Man ist nicht von Amazon abhängig, denn man kann das Buch sofort und ohne Kosten einstellen und sofort und ohne Kosten wieder kündigen. Wenn es nicht klappt, hat man gar nichts verloren.
Außerdem kann man kostenlose verbesserte Neuauflagen hochladen so oft man will. Die sind meist am nächsten Tag schon online.
Die Qualität der Bücher ist gut, die werden schnell geliefert und man kann besonders günstige Auflagen bestellen, den Preis jederzeit ändern und täglich jeden Verkauf mit Datum einsehen.

Mich überzeugt das, aber das muss ja nicht jedem gefallen.
Seid gegrüßt,

Isautor

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (09.05.2013, 09:51)
@ Isautor

Mit abhängig meinte ich, daß man seine Bücher dann nur über Amazon verkaufen kann oder persönliche Absprachen mit den Buchgeschäften treffen muß. Dies ist alles bei BoD nicht notwendig. Und, wie gesagt, finde ich Amazon auch deshalb nicht so toll, weil sie den stationären Handel gefährden und Teil haben an der Ausbeutung der Angestellten der Paketdienste. Da war letztens ein sehr interessanter Bericht im Fernsehen, der allerdings nicht nur Amazon betrifft: Viele Onlinehändler bauen ihr Geschäftsmodell darauf, daß kostenlos zugestellt wird. Das setzt die Postdienste unter Druck und gespart wird wieder einmal bei den Angestellten.

Und ja, auch ich bestelle im Internet bei buecher.de. Das mag inkonsequent sein, aber ich halte buecher.de, buch.de, jpc.de und so weiter nicht für so problematisch wie Amazon.

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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (09.05.2013, 10:09)
Sir Adrian Fish hat geschrieben:
Atlan_Gonozal hat geschrieben:
(...) im Prinzip gebe ich Dir Recht, aber die englische Variante für 14,95 ist auch gebunden, die Taschenbuchvariante gibt es für 9,95.


Hallo Karsten.

Ich muss da mal neugierig nachhaken. Wo hast du den die englische Taschenbuchvariante für € 9,95 gesehen?


Ähm, Asche auf mein Haupt, hier habe ich mich verguckt. Die Suche nach "Inferno" bei Amazon brachte unter den Dan Brown Büchern ein Taschenbuch mit dem Name "Das Inferno"... Sorry, mein Fehler.

Gruß, Karsten.
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Isautor
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Re:

von Isautor (09.05.2013, 10:52)
Ist allerdings inkonsequent, Richard. Ich sagte es schon mal. So lange wir noch Klamotten einkaufen, die in Indien von Minderjährigen in 16-Stunden-Tagen ohne einmal zu sitzen hergestellt werden, so lange wir tanken gehen, so lange wir Jeans tragen, deren blaue Farbe ungeklärt in die Flüsse geleitet wird, so lange wir Fleisch kaufen, das von Tieren in engen, stickigen Ställen stammt, so lange wir Milch kaufen von Kühen, denen die Kälbchen sofort nach der Geburt entrissen werden und die dann in winzigen Gehegen gehalten werden, bis sie zum Schlachter gehen, so lange habe ich nicht so viel Mitleid mit Paketzustellern. Es gibt viele Angestellte, die unter Druck gesetzt werden. Du willst im Restaurant essen und viele Kellner arbeiten da unter unfairen Bedingungen. Viele Selbstständige leiden unter übelster Behördenwillkür und kämpfen täglich gegen die Schließung des Betriebes. Wenn man WIRKLICH hinschaut, darf man ganz vieles nicht mehr machen.
Amazon und Zalando sind halt prominente Beispiele. Als es hieß, Amazon ist böse zu Leiharbeitern, stürzten sich alle drauf! Juhuu! Ein Feindbild! Als dann rauskam, dass nicht Amazon die Arbeiter beschäftigt, sondern eine andere Firma, die von Amazon sofort gekündigt bekam, als sie von den Umständen erfuhren, da ging es trotzdem weiter gegen Amazon. Als dann rauskam, dass der Sender den Beitrag kräftig frisiert hat, emails gefälscht hat, Interviews umgeschnitten und Mitarbeiter erfunden hat, dass die Arbeiter in Wirklichkeit in einer schönen Ferienanlage wohnen und der Abfütterungskeller ein Erfindung war, da schwiegen alle. Komisch. Da gab es keine Riesendebatte, dass Amazon zu unrecht so dargestellt wurde. Und dass ein öffentlich-rechtlicher Sender solche Lügen verbreitet. Egal. Macht wahrscheinlich nicht so einen Spaß. Und dass kurz danach, nachdem Amazon so verhöhnt wurde, die Konkurrenz ihren eigenen Reader für Ebooks präsentiert, das ist wahrscheinlich auch purer Zufall.
Seid gegrüßt,



Isautor



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Atlan_Gonozal
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Re:

von Atlan_Gonozal (09.05.2013, 12:27)
Isautor hat geschrieben:
... Und dass kurz danach, nachdem Amazon so verhöhnt wurde, die Konkurrenz ihren eigenen Reader für Ebooks präsentiert, das ist wahrscheinlich auch purer Zufall.


Ich glaube, hier bist Du etwas über das Ziel hinausgeschossen... Es gab auch vor der Debatte um Amazon schon viele andere Reader und es kommt immer wieder ein neues Gerät heraus. Da gibt es bestimmt keinen Zusammenhang.

Die meisten Reader sind übrigens billiger Müll, mal so nebenbei. Klappriges Plaste, schlechte Displays sind da an der Tagesordnung. Und wenn die Smartphones noch größer werden, braucht sowieso keiner mehr so ein Ding :-) Grade mal Sony hat noch ein halbwegs ordentliches Gerät am Markt, aber selbst dort finde ich meinen PRS-505 aus dem Jahre 2009 noch besser. (ist natürlich nur meine eigene Meinung)

Gruß, Karsten.
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buchselstabe
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Re:

von buchselstabe (09.05.2013, 12:44)
Mahlzeit,
ob sie da etwas hineingeheimst oder die zeitliche Abfolge überinterpretiert hat, wer weiß.
Aber ich weiß, was sie meinte.

Klar kamen vorher Reader heraus. Aber zum ersten Mal gab es so etwas wie eine "durchdachte" Infrastruktur, die der Amazon-Infrastruktur Paroli bieten sollte.

D.h. online kaufen, sofort in der Cloud verfügbar und nach Wunsch auf den Reader herunterladbar, oder von dort löschbar, ohne die Bücher wirklich zu löschen, da noch in der Cloud.

Egal, wie gut das nun umgesetzt wurde, wie gut die Reader (eigentlich der, es ist der tolino shine) ist, vorher gabs nur Reader ohne Infrastuktur.

Ich habe übrigens sowohl Kindle als auch tolino shine.
Und das Argument Smartphone / Tablet können nur die anführen, die noch nie am sonnigen Nachmittag auf der Hollywoodschaukel ein eBook gelesen haben.

Und ich habe beide Systeme, da ich, wenn ich auch über Amazon Verkäufer bin, doch beides, Mobi und Epub, unterstützen und fördern möchte.
Konkurrenz belebt das Geschäft.

Wie ich das nun handhabe, wenn meine eBooks mal als Sammelband in Papier erscheinen, weiß ich noch nicht.
Sci-Fi: Serie Amazon
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Isautor
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Re:

von Isautor (09.05.2013, 15:21)
Atlan_Gonozal hat geschrieben:
Ich glaube, hier bist Du etwas über das Ziel hinausgeschossen... Es gab auch vor der Debatte um Amazon schon viele andere Reader und es kommt immer wieder ein neues Gerät heraus. Da gibt es bestimmt keinen Zusammenhang.


:lol: Nee ... ganz bestimmt nicht. Das hat weder mit was mit Bertelsmann, noch mit Weltbild oder dem angekündigten Rückschlag gegen Amazon zu tun.

Wie immer im Leben: alles REINER Zufall! Aber passt doch sehr schön für die. Und es funktioniert ja auch. Über das böse Fernsehen redet keiner, aber dass Amazon böse ist, das ist bei der Bevölkerung hängen geblieben.
Seid gegrüßt,



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