Verkauft sich einfach nicht

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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TipEx
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Re:

von TipEx (02.09.2013, 13:33)
Ich dachte, dein Buch hätte sich so gut verkauft.

Ja, aber eher wie durch Zauberhand und nicht weil ich plötzlich irgendwelche gezielte Promotion bemerkt hätte.

Das Problem dabei ist allerdings, daß ich mir darüber früher nie so einen Kopp gemacht habe und deshalb auch nicht so explizit nachgeforscht habe. Es lief ja. Für die ersten beiden Bücher bestand meine einzige "Arbeit" im Verfassen und Veröffentlichen von ein paar wenigen Pressemitteilungen bei kostenlosen presseprtalen, wie z.B. pressemitteilung.ws.

Vom dritten Buch an habe ich dann einen Monat lang zusätzlich via Adwords-Werbung angeschoben. Allerdings liefen alle Bücher ab dem dritten nur kurz wirklich gut. Die ersten beiden liefen aber immer besser obwohl ich dafür gar nichts getan habe.

Allerdings stelle ich tatsächlich einen einzigen meßbaren Unterschied fest: Pressemitteilungen waren früher wesentlich bessere Promotiontools als heute. Früher griffen tausende auf eine einzige Mitteilung zu während es heute nur noch ein paar dutzend sind.

Das wiederum liegt wohl zum einen daran, daß die sogenannten "SEO" die Presseportale für ihre Backlink-Manie ausnutzen und zum anderen daran, daß dieser Trend von ein oder zwei findigen Geschäftemachern ausgenutzt wird, die gegen horrende Bezahlung solche Pressemitteilungen in Massen und im Minutentakt versenden.

Ich gehe schwer davon aus, daß diese Faktoren es nötig machen, das Versenden von Pressemitteilungen selber deutlich zu forcieren um einen gewissen Effekt zu erzielen. Ich werde dzu gleich mal einen eigenen Thread eröffnen. Hier passt es nicht wirklich rein.

Dennoch kann ich kaum glauben, daß es wirklich daran liegen soll, daß sich heute fast nichts mehr tut.

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mtg
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Re:

von mtg (02.09.2013, 13:41)
Kostenlose »Pressemitteilungen« über Online-Portale bringen in der Tat nicht mehr viel, weil sie mittlerweile inflationär auftauchen. Wenn überhaupt, dann kostenpflichtig über newsaktuell.de ... und auch da ist es schwierig, Meldungen aus dem Bereich »Kultur«, zu dem Bücher ja meistens gehören, ordentlich unterzubringen. Zudem die Kosten ja auch wieder eingespielt werden müssen.

Meine Erfahrung ist, dass sich Bücher kurz nach der Veröffentlichung via Mundpropaganda bzw. Newswert gut verkaufen, der Verkauf dann aber nachlässt, wenn nicht ordentlich nachgearbeitet wird. Ich behaupte mal, dass im Prinzip jedes Buch eine kleine Zielgruppe hat, auf die es zu 100% passt ... und wenn dort die Abverkäufe erfolgt sind, müssen die Zielgruppen, die 95%, 90%, 85% usw. passen, bedient - aber auch mit proportionalem Mehraufwand bearbeitet - werden.

Angel_M_Weiss
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Re:

von Angel_M_Weiss (02.09.2013, 13:58)
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mtg
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Re:

von mtg (02.09.2013, 14:11)
Angel_M_Weiss hat geschrieben:
mtg hat geschrieben:
Kostenlose »Pressemitteilungen« über Online-Portale bringen in der Tat nicht mehr viel ...


Hallo Matthias,

würdest du sagen, dass man sich diese Mühe im Grunde sparen könnte?

Ganz ehrlich: Ja. Es tut zwar nicht weh, sie zu nutzen und sie schaden auch nicht unbedingt ... aber ich würde mir nicht zuviel davon versprechen. Aber das ist mein persönliche, eigene, subjektive Meinung. Allerdings auch die des Werbegurus :-)

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hawepe
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Re:

von hawepe (02.09.2013, 14:28)
Hallo,

Angel_M_Weiss hat geschrieben:
würdest du sagen, dass man sich diese Mühe im Grunde sparen könnte?


Auch wenn ich nicht Matthias bin, will ich meine Meinung zu diesem Thema schreiben: Ich würde mir die Arbeit schenken. Der Tag hat nur 24 Stunden, die sinnvoller gefühllt werden können. Eine gute Presseerklärung für ein PR-Portal zu schreiben, macht immer Arbeit. Die Zeit lässt sich für andere Werbemaßnahmen effektiver nutzen.

Welches dieses Maßnahmen sein können, hängt natürlich immer vom konkreten Buch ab. Aber selbst das Nachdenken und Recherchen über besser geeignete Werbemaßnahmen wäre bereits eine sinnvollere Nutzung der Zeit.

Beste Grüße

Heinz

Angel_M_Weiss
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Re:

von Angel_M_Weiss (02.09.2013, 15:00)
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TipEx
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Re:

von TipEx (02.09.2013, 15:00)
Mich würde mal die Meinung eines BoD Autors zu dem Thema interessieren, der mehr, als zweieinhalb Bücher im Monat verkauft.

Ganz ehrlich - was nutzen all diese Tipps und Ratschläge wenn sie einem selber nichts bringen?

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hawepe
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Re:

von hawepe (02.09.2013, 15:11)
Hallo,

Angel_M_Weiss hat geschrieben:
Würde es denn, wenn überhaupt, mehr Sinn machen, Magazine bzw. Zeitschriften anzuschreiben?


Auf alle Fälle. Aber nicht allgemein an eine Redaktion, sondern möglichst mit persönlichem Anschreiben an den Ressortleiter oder den meistens mit dem Thema befassten Redakteur.

Ich habe das für meinen Autoren-Ratgeber mit zahlreichen Bibliotheken und Schreibzirkeln gemacht und es hat einige Verkäufe gegeben. Eine direkte Ansprache signalisiert dem Empfänger schließlich, dass man sich genauer über ihn und sein Umfeld/seine Arbeit informiert hat.

Beste Grüße

Heinz

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mtg
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Re:

von mtg (02.09.2013, 15:13)
Angel_M_Weiss hat geschrieben:
mtg hat geschrieben:
Allerdings auch die des Werbegurus :-)


Darf ich fragen, wer das ist?

Das ist ein (Un-)Ehrentitel, der mir in einem anderen Thread angehängt wurde. Ich nehme an, er bezieht sich darauf, dass ich seit 30 Jahren Marketing und Werbung mache. cheezygrin

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mtg
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Re:

von mtg (02.09.2013, 15:19)
Angel_M_Weiss hat geschrieben:
Würde es denn, wenn überhaupt, mehr Sinn machen, Magazine bzw. Zeitschriften anzuschreiben?

Ja. Aber ...

Du musst Dir vorher überlegen, wer eigentlich die Zielgruppe Deines Buches ist. Es gibt Zielpersonen die zu 100% passen, welche, die zu 95%, zu 90% usw. passen. Je kleiner die Prozentzahl, umso mehr musst Du an Zeit und Marketing (aber bloß kein Spam!) investieren. Bleib dran - aber versuche immer, einen neuen Dreh zu finden. Beleuchte Dein Buch aus verschiedenen Blickwinkeln. Betrachte es wie ein unbefangener Leser und nicht wie der Autor.

Wenn Du Deine Zielgruppe definieren kannst, such' Dir die entsprechenden Foren im Internet oder die entsprechenden Zeitschriften im Printbereich. Kaufe sie auch mal, um festzustellen (Impressum/Artikelkennung), welche/r Redakteur/in sich mit vergleichbaren Themen befasst. Schreibe ihn/sie persönlich an und stelle Dein Buch in kurzen Worten vor. Biete an, ein Rezensionsexemplar zu schicken (niemals unaufgefordert!!!). Versuche, aktuelle Bezüge herzustellen. Aber biedere Dich nicht an.

Es muss klar werden, dass Du voll hinter Deinem Buch stehst. Aber es darf nicht so sein, das es überheblich klingt. Versuche immer herauszufinden, welchen Gewinn ein Leser aus dem Lesen Deines Buches ziehen kann - schließlich hast Du es für ihn/sie geschrieben.

Angel_M_Weiss
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Re:

von Angel_M_Weiss (02.09.2013, 15:32)
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mtg
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Re:

von mtg (02.09.2013, 15:36)
Angel_M_Weiss hat geschrieben:
Okay, gut zu wissen. Wenn ich Rat brauche, weiß ich ja jetzt, an wen ich mich wenden sollte ...

Habe die Ehre, Mister Guru :lol:

Immer wieder gern :-)

Angel_M_Weiss
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Re:

von Angel_M_Weiss (02.09.2013, 15:44)
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Zuletzt geändert von Angel_M_Weiss am 02.07.2016, 17:08, insgesamt 1-mal geändert.

Angel_M_Weiss
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Re:

von Angel_M_Weiss (02.09.2013, 15:47)
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Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (02.09.2013, 20:07)
TipEx hat geschrieben:
Mich würde mal die Meinung eines BoD Autors zu dem Thema interessieren, der mehr, als zweieinhalb Bücher im Monat verkauft.

Ganz ehrlich - was nutzen all diese Tipps und Ratschläge wenn sie einem selber nichts bringen?


Also, ich habe derzeit 5 Bücher über BoD veröffentlicht, die sich sehr unterschiedlich verkaufen, allerdings auch sehr unterschiedliche Bereiche abdecken (2 x Humor, 1 x Weisheiten, 1 x Kinderbuch (Co-Produktion) und ganz aktuell, 1 x Erotik, dies allerdings unter einem Pseudonym).

Bis auf einen kurze Buchvorstellung 2er Bücher in zwei Foren und einer kurzen Info per Mail an engste Freunde und Bekannte, die das alles ganz toll finden, aber selber keines der Bücher kaufen würden, habe ich von etwaigen Werbemaßnamen oder Buchlesungen abstand genommen.

Für das aktuell erschienene Kinderbuch werde ich jetzt erstmalig eine Rundmail an verschieden Kitas des Landes verschicken, in der Hoffnung, dass ich nicht mit einstweilgien Verfügungen und Unterlassungserklärungen bombardiert werde.

Von den 2 Büchern aus dem Bereich Humor verkauft sich das erste Buch in "großen" Stückzahlen, das zweite Buch, eine Fortsetzung, verkauft sich hingegen recht zäh. Das Buch mit Weisheiten hat sich zum absoluten Ladenhüter entwickelt und habe dieses jetzt nach Ablauf der Vertragslaufzeit vom Markt genommen. Hier sind mir aber auch die Gründe für den schlechten Verlauf bekannt (zu teuer, bei zu großer und kostengünstiger Konkurrenz). Das Buch aus dem Bereich "Erotik" verkauft sich ebenfalls sehr gut. Hier handelt es sich allerdings um ein "Nischenprodukt" dessen Titel sehr gut und eingängig gewählt wurde und bei der Suche sofort in den oberen Rängen angezeigt wird.

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