Mein erster Roman

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Summer
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Mein erster Roman

von Summer (25.09.2013, 13:36)
Hallo, ihr Lieben!
Wie versprochen hier ein kleiner Auszug aus meinem Roman. Ich bitte euch um offene Kritik.Auch wenn sie negativ ausfallen sollte und ihr meinen solltet, es wäre der grösste Schrott den ihr je gelesen habt. Nur so kann ich Fehler ausbügeln und besser werden. Es gibt keine schlechte Kritik, nur Menschen die schlecht mit ihr umgehen können.
Ich fange am Anfang an. Mal schauen, was ihr dazu sagt. Ich mach auch nicht so viel Text rein. Seitenweise lesen am Computer schlaucht, finde ich, immer etwas.

Der Engel

Anja und Sandra waren gerade von einem Einsatz wiedergekommen und gönnten sich nun einen heißen Kaffee. Draußen war es bitterkalt und obwohl es bereits bald Weihnachten war, ließ der Schnee noch immer auf sich warten. Stattdessen hatten der Frost und der eisige Nordwind die Stadt fest im Griff.
Ihren heißen Kaffee schlürfend sah Sandra sich in der Station um und wärmte sich ihre kalten Hände an der heißen Tasse. Man konnte die weihnachtliche Stimmung selbst hier bereits spüren. Überall hingen Mistelzweige und Weihnachtskugeln auf der sonst so nackten und kalten Rettungsstation. Sandra´s Herz schmerzte bei dem Gedanken, dieses Weihnachtsfest allein verbringen zu müssen. Gedankenversunken nippte sie an ihrem heißen Kaffee. Anja saß ihrer Freundin direkt gegenüber und betrachtete sie sorgenvoll. Sie fragte sich, wie sie ihr wohl helfen konnte.
Plötzlich ertönten die Lautsprecher: „Einheit 51.1., Unfall in der Liebknechtstrasse 13. Vorsicht! Im Haus herrscht Einsturzgefahr.“ Sofort griff Sandra zum Funkgerät, denn die Einheit 51.1. bildeten sie und Anja. Sie antwortete: „ Einheit 51.1. verstanden. Wir machen uns auf den Weg.“ Sandra und Anja liefen zum Rettungswagen und fuhren mit Sirene und Blaulicht in einem halsbrecherischen Tempo durch die kalte und graue Landschaft.
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Pamuk
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Re:

von Pamuk (25.09.2013, 16:00)
Hallo Summer,

mein erster Eindruck: weckt Spannung, da die Stimmung gut beschrieben wird und ich mich gut in die Situation hineinversetzen kann.

Ich habe allerdings 3 sprachliche Fehler festgestellt (keine Ahnung, inwiefern dies bei künstlerische Freiheit erlaubt ist):

1. obwohl bald Weihnachten war - Verwendung der Zeit streng genommen falsch, vielleicht eher obwohl Weihnachten bereits vor der Tür stand o.ä.

2. Sandra's Herz => Sandras Herz (im Gegensatz zu Markus' Herz)

3. Gedankenversunken - m. E. existiert nur "In Gedanken versunken"; aber wie gesagt, vielleicht lässt die künstlerische Freiheit hier Spielraum. Ich lektoriere und schreibe i.d.R. eher Fachtexte.

Sorry, falls ich zu pingelig war.
Phönix - Mein neues Leben
Schonungslos aufdeckend, den Verstand öffnend, als Selbsttherapie für jeden einfühlsamen Charakter hervorragend geeignet

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Siegfried
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Re: Mein erster Roman

von Siegfried (25.09.2013, 16:29)
Summer hat geschrieben:
Sandra´s Herz schmerzte bei dem Gedanken, dieses Weihnachtsfest allein verbringen zu müssen. Gedankenversunken nippte sie an ihrem heißen Kaffee. Anja saß ihrer Freundin direkt gegenüber und betrachtete sie sorgenvoll. Sie fragte sich, wie sie ihr wohl helfen konnte.


Rein handwerklich: Hier springt die Erzählerperspektive.

Mein Ratschlag: Entscheide dich, wer bei der personalen Erzählerperspektive deine Hauptfigur ist.

Tipp: Erzähler sollte immer die Figur sein, die am meisten zu verlieren hat bzw. den stärksten Emotionen unterworfen ist.

Begründung: Der Leser identifiziert sich bei der Lektüre mit der Figur der Erzählperspektive (Empathie).
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Bärentante
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Re: Mein erster Roman

von Bärentante (25.09.2013, 17:54)
Summer hat geschrieben:
Anja und Sandra waren gerade von einem Einsatz wiedergekommen und gönnten sich nun einen heißen Kaffee. Draußen war es bitterkalt und obwohl es bereits bald Weihnachten war, ließ der Schnee noch immer auf sich warten. Stattdessen hatten der Frost und der eisige Nordwind die Stadt fest im Griff.
Ihren heißen Kaffee schlürfend sah Sandra sich in der Station um und wärmte sich ihre kalten Hände an der heißen Tasse. Man konnte die weihnachtliche Stimmung selbst hier bereits spüren. Überall hingen Mistelzweige und Weihnachtskugeln auf der sonst so nackten und kalten Rettungsstation. Sandra´s Herz schmerzte bei dem Gedanken, dieses Weihnachtsfest allein verbringen zu müssen. Gedankenversunken nippte sie an ihrem heißen Kaffee.


Für mein Empfinden gibt es zu viele Wiederholungen in dem kurzen Text.
Und von den vielen Füllwörtern sind einige absolut überflüssig.
Liebe Grüße
Christel

Summer
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Re:

von Summer (26.09.2013, 14:39)
Hm, das mit dem Perspektivenwechsel hab ich noch nicht so drin, stimmt.
Gut, das muss also immer von der Figur die am meisten zu verlieren hat kommen. Gut, das hab ich soweit begriffen. thumbbup
Sind echt viele Wiederholungen. Jetzt wo mir das gesagt wird, seh ich es auch. Manchmal hat man echt Brett vorm Kopf. Also noch mal überarbeiten und abändern. book:
Füllwörter? :shock::
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Bärentante
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Re: Mein erster Roman

von Bärentante (28.09.2013, 13:41)
Summer hat geschrieben:
Anja und Sandra waren gerade von einem Einsatz wiedergekommen und gönnten sich nun einen heißen Kaffee. Draußen war es bitterkalt und obwohl es bereits bald Weihnachten war, ließ der Schnee noch immer auf sich warten. Stattdessen hatten der Frost und der eisige Nordwind die Stadt fest im Griff.
Ihren heißen Kaffee schlürfend sah Sandra sich in der Station um und wärmte sich ihre kalten Hände an der heißen Tasse. Man konnte die weihnachtliche Stimmung selbst hier bereits spüren.


Das meine ich mit Füllwörtern.

Plötzlich ertönten die Lautsprecher: „Einheit 51.1., Unfall in der Liebknechtstrasse 13. Vorsicht! Im Haus herrscht Einsturzgefahr.“ Sofort griff Sandra zum Funkgerät, denn die Einheit 51.1. bildeten sie und Anja. Sie antwortete: „ Einheit 51.1. verstanden. Wir machen uns auf den Weg.“


Ob Lautsprecher ertönen können, weiß ich nicht. Es klingt aber nicht gut. Plötzlich quakte es aus den Lautsprechern ...
Der fett markierte Satzteil kann weg.
Liebe Grüße
Christel

Detlef Schumacher
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Re:

von Detlef Schumacher (28.09.2013, 14:04)
"Plötzlich quakte es aus den Lautsprechern ..."
Wenn ein Frosch am Mikrophon war, dann ja.
Besser ist: Plötzlich ertönte aus den Lautsprechern ... -

Summer
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Re:

von Summer (29.09.2013, 22:42)
Ah ja. Stímmt, wenn die markierten Wörter weg fallen fließt es besser, liest sich flüssiger. Na mal probieren. Das Ergebniss dauert aber ein bisschen, meine Kids sind krank und alle daheim, da komme ich nur abends zum schreiben, wenn überhaupt.
Die Feder eines Autors kann Welten erschaffen.

Heike_F
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Re:

von Heike_F (02.10.2013, 14:50)
Mir fällt noch auf, dass du sehr viele Sätze mit und verknüpft hast:

Anja und Sandra waren gerade von einem Einsatz wiedergekommen und gönnten sich nun einen heißen Kaffee. Draußen war es bitterkalt und obwohl es bereits bald Weihnachten war, ließ der Schnee noch immer auf sich warten. Stattdessen hatten der Frost und der eisige Nordwind die Stadt fest im Griff.
Ihren heißen Kaffee schlürfend sah Sandra sich in der Station um und wärmte sich ihre kalten Hände an der heißen Tasse.
Kampf dem Deppenleerzeichen!

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