Neues Thema sitzt vor der Nase

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MarenK.
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Neues Thema sitzt vor der Nase

von MarenK. (15.11.2013, 10:22)
... und ich bin zu blöd, daraus was zu machen. Ich ärgere mich da so über mich selbst...

Es gibt mehrere Variationen, die in meinem Kopf herumschwirren - aber nichts Konkretes. Und dann die Recherche ... die wäre in diesem Fall ziemlich schwierig.

Oh, manno! Da gibt es direkt vor der Nase etwas, wo ich immer sage, daß das ein Stoff für ein Krimi wäre - und dann kriege ich es nicht gebacken...

Kennt ihr das auch? Was macht ihr dagegen? Ich glaube, ich bin in diesem Fall etwas zu blöd.
Viele Grüße
Maren

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (15.11.2013, 12:18)
Am besten erst mal mit dem Schreiben beginnen. Umschreiben kannst Du am Ende ja immer noch, wenn Dir etwas nicht gefällt. Vor allem: Nicht alles auf einmal wollen. :-) Wenn Du die Sache langsam angehst, wird es schon werden. Du hast ja keinen Termindruck, oder?

Zurzeit habe ich einen Krimi meiner Serie, an der ich schon seit Jahren schreibe, im Kopf praktisch fertig und müßte ihn nur noch schreiben, aber im Moment ist es eng mit der Zeit und irgendwie habe ich auch eine kleine Blockade. Auch mein Science-Fiction, der eigentlich gut anlief, hängt zur Zeit irgendwie. Aber perspektivisch in zwei, drei Jahren sollten die beiden Bücher fertig sein. ;-)

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Manu
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Re:

von Manu (15.11.2013, 12:50)
Richard hat recht. Einfach ins "Unreine" schreiben, selbst auf die Gefahr hin, dass völliger Blödsinn raus kommt. Das ist auch das Prinzip bei vielen Schreibwerkstätten: eine Aufgabenstellung und ein Zeitrahmen.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (15.11.2013, 15:10)
Hallo Maren,

das kenne ich nur zu gut. Meine Romane waren alle äußert Recherche intensiv. Genauso ist es mit dem derzeitigen Werk. Mir fällt es sehr schwer, erst Mal ins Unreine zu schreiben. Was mir hilft: so oft und lange wie möglich gedanklich in die Geschichte gehen, den Film vor den Augen ablaufen lassen. Mir wird dabei z.B. bewusst, was mir an Informationen noch fehlt. Dann gehe ich in die Recherche und finde die richtigen Puzzleteile.
Ob dieses Vorgehen auch anderen nutzt, weiß ich nicht. Wenn du magst, kannst du es ja mal probieren.

Gruß
Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

ToHa
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Re:

von ToHa (15.11.2013, 16:15)
Hallo Maren,

mir geht es genau so, ich habe eine Idee und komme kaum weiter.
Seit Wochen habe ich eine Idee im Kopf, den Verlauf des Romans schon auf dem Papier, habe mich mit der Protagonistin auseinander gesetzt und trotzdem will es nicht so klappen.

Ich habe mich dazu entschlossen, eine Kurzgeschichte zu schreiben, der Anfang war geschrieben und ich habe bemerkt, dass ich aus dieser eigentlichen Kurzgeschichte mehr machen kann. Nun bleibt die eigentliche Idee erst einmal liegen und aus der Kurzgeschichte, die jetzt keine mehr ist, wird der neue Roman.

Beinahe täglich habe ich Ideen für neue Romane, schreibe mir sie auch teilweise auf, was dazu führt, dass ich einen dicken Ordner mit Ideen habe.

Wichtig ist aber, dass man einfach anfängt und schreibt, nach den ersten sechs Seiten habe ich festgestellt, dass es mir nicht so richtig gefällt und kurzer Hand die beiden letzten Seiten einfach wieder gelöscht.

Früher habe ich auch immer gedacht, dass eine Geschichte von Anfang an laufen muss, muss sie aber nicht. Ich stelle fest, dass es meist besser läuft, wenn ich am Anfang einfach darauf los schreibe. Schließlich lässt sich immer etwas verändern.

Man darf sich selbst nicht zu sehr unter Druck setzen. Und es hat nichts mit blöd sein zu tun!

Gruß

Tobias

MarenK.
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Re:

von MarenK. (16.11.2013, 09:24)
Einfach los schreiben ist gut. Nur habe ich zu dem Thema mehrere Versionen im Kopf und ich kann mich nicht für eine entscheiden. Ein Luxusproblem, das ich da habe. Jedenfalls, was das betrifft.

Ich warte auf eine Eingebung. Irgendwie kann ich nur damit schreiben. Mit einmal geht es "pling" und alles ist da, daß ich schreiben kann bzw. muß. Es hat aber noch nicht "pling" gemacht.

Nein, ich setze mich nicht unter Druck. Ich könnte nie per Termin schreiben. Von daher habe ich es gut.

Schön zu wissen, daß es anderen auch so geht! Danke!
Viele Grüße

Maren



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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (19.11.2013, 19:06)
Mein neuestes Buch »Sozialdemokratie im Abbruch« ist übrigens auch so ein Buch, das einen langen Vorlauf hat. Zu diesem Buch habe ich schon mehrere Anläufe gemacht. Der erste Arbeitstitel des Buches lautete »Der verpaßte Aufbruch«. Der erste Anlauf zu diesem Buch über den Kurswechsel innerhalb der SPD hatte ich noch während der Regierungszeit Schröders unternommen.

Danach habe ich immer wieder mal einen neuen Anlauf genommen. Schließlich wurde mir klar, daß ich in der Geschichte der SPD nicht zu weit zurückgehen durfte, wenn das Buch überhaupt mal gelingen sollte. So gab ich die Idee auf, das Buch im Jahr 1982 einsetzen zu lassen und entschloß mich, es in den 1990er Jahren beginnen zu lassen. Auch dann noch bauchte ich einige Anläufe bis das Buch jetzt entstand.

Mache Projekte brauchen eben ein wenig, und es ist ratsam, sich nicht unter Druck zu setzen, weil dies einen noch mehr blockiert. Als immer schön ruhig und gelassen angehen lassen, vielleicht auch mehrere Versuche machen - und irgendwann klappt es dann.

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Wortsalat
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Re:

von Wortsalat (10.12.2013, 10:18)
Irgendein kluger Mensch hat einmal gesagt, dass man sich erst an den Schreibtisch setzen soll, wenn man den ersten Satz schon im Kopf hat. Und dem stimme ich voll und ganz zu :)

Was mir immer hilft: Ich habe ein klassisches Notizbuch. Darin findet sich vom Arzttermin über Anmerkungen zu Recherchen, bis hin zu Ideen und Skizzen alles. Vielleicht hilft das ja? Ich habe es immer dabei und wenn mir gerade mal wieder etwas einfällt oder ich glaube eine gute Idee für einen Artikel, einen neuen Aspekt für eine Handlung etc. habe, schreibe ich es auf. So ist immer alles beisammen, kein Gedanke geht verloren.
Und irgendwann packt es einen dann und man fängt an aus den Ideen etwas zu gestalten.


Dass ein Buch mehrere Anläufe braucht und es mehr als nur eine Version gibt, ist ein ganz normaler Bestandteil des Arbeitsprozesses. Ich glaube niemand setzt sich hin und schreibt auf einen Schlag ein fertiges und gutes Buch. Da steckt viel, viel Arbeit drin.
Schreib dir deine Ideen auf und lass sie ruhen. Wenn die Zeit reif ist, wird etwas daraus.
Schreiben ist ein Prozess. Und mit Druck wird es in der Regel eher schwierig (außer man sitzt in einer Redaktion und muss liefern). :)
Zuletzt geändert von Wortsalat am 10.12.2013, 12:53, insgesamt 1-mal geändert.
"Der Stift ist das schwerste Werkzeug der Welt" (Robert Wilson)

www.text-lektorat-koeln.com

Detlef Schumacher
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Re:

von Detlef Schumacher (10.12.2013, 12:45)
Was sagt Siegfried dazu? Dessen kluger Rat müsste doch auch hilfreich sein.

MarenK.
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Re:

von MarenK. (23.12.2013, 09:33)
Danke erstmal!

Ja, Ideen schreibe ich mir immer auf. An Ideen mangelt es auch nicht so, sondern eher an der Ausführung. Ich hätte Ideen für so manches. Kann es aber nicht so ausführen wie ich möchte (z.B. sind die Recherchen zu aufwendig oder ich weiß nicht, wo und wie ich zu diesem Thema recherchieren muß).

Na ja, ich habe ja Gott sei Dank keinen Termindruck.
Viele Grüße

Maren



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