Wer nicht wirbt, der stirbt!

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Klopfer
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Re:

von Klopfer (22.01.2014, 10:02)
Mein größtes Problem war, dass ich ohne meinen persönlichen Account auch die FB-Fanseiten von meiner Website und meinen Büchern nicht mehr verwalten konnte. Wenn es nur mein persönlicher Account gewesen wäre, hätte ich auch gesagt: "Scheiß drauf."

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Richard Bercanay
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Re:

von Richard Bercanay (22.01.2014, 10:17)
Sich mit einem Pseudonym bei Facebook anzumelden ist allerdings keine Straftat und dürfte auch keine zivilrechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen außer daß der Vertrag gekündigt wird, also der Account gelöscht werden kann.

Natürlich hat Facebook ein Interesse daran, daß die Leute sich dort mit ihren Realnamen anmelden, weil es um die personalisierte Werbung geht und Facebook gegenüber seinen Werbekunden und Aktionären mit der Zahl der angemeldeten Benutzer renomieren möchte. Deshalb dürfte vermutlich bei neuen Freundschaftsschließungen auch die Frage auftauchen, ob man den Betreffenden auch im wirklichen Leben kennt.

Grundsätzlich glaube ich allerdings, daß die Benutzung von Facebook mit Pseudonym weitgehend kein Problem darstellen dürfte bis auf das hier diskutierte. Bei der Geschichte mit dem dem Ausweis wäre ich allerdings gegenüber Facebook zurückhalten und würde im Zweifel lieber auf meinen Account dort verzichten, als denen die Daten von meinem Ausweis in den Rachen zu werfen. Man weiß ja, daß sich Facebook nicht dem deutschen Datenschutzstandard verpflichtet sieht.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (22.01.2014, 13:50)
Klopfer hat geschrieben:
Mein größtes Problem war, dass ich ohne meinen persönlichen Account auch die FB-Fanseiten von meiner Website und meinen Büchern nicht mehr verwalten konnte. Wenn es nur mein persönlicher Account gewesen wäre, hätte ich auch gesagt: "Scheiß drauf."


Das ist natürlich übel! Für Neueinsteiger wäre es vielleicht ratsam, zwei private Accounts anzulegen: Einen "braven" mit echtem Namen, über den man lediglich die Fanseiten der Bücher pflegt, und einen unter Pseudonym, mit dem man sich munter ins Getümmel stürzt. Natürlich muss man das über zwei verschiedene E-Mail-Adressen machen.

Ich war bei der Anmeldung auch nicht ganz ehrlich. Facebook kennt zwar meinen richtigen Namen und weiß, dass ich verheiratet bin, glaubt aber, dass ich am 1.1. geboren sei. Vielleicht hat sich der eine oder andere meiner dortigen Bekannten schon gewundert, dass ich nie Geburtstag habe. angle: Aber bei Untoten ist das eben so. cool1
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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Büchernarr
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Re:

von Büchernarr (22.01.2014, 13:54)
Monika K. hat geschrieben:
Facebook kennt zwar meinen richtigen Namen und weiß, dass ich verheiratet bin, glaubt aber, dass ich am 1.1. geboren sei. Vielleicht hat sich der eine oder andere meiner dortigen Bekannten schon gewundert, dass ich nie Geburtstag habe. angle: Aber bei Untoten ist das eben so.


Hat man am 1.1. keinen Geburtstag? :twisted:

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (22.01.2014, 15:20)
Büchernarr hat geschrieben:
Monika K. hat geschrieben:
Facebook kennt zwar meinen richtigen Namen und weiß, dass ich verheiratet bin, glaubt aber, dass ich am 1.1. geboren sei. Vielleicht hat sich der eine oder andere meiner dortigen Bekannten schon gewundert, dass ich nie Geburtstag habe. angle: Aber bei Untoten ist das eben so.


Hat man am 1.1. keinen Geburtstag? :twisted:


Doch! Natürlich! Tut mir leid, dass ich nicht erwähnte, dass man auf Facebook seinen Geburtstag vor seinen Bekannten verbergen kann. Und das habe ich natürlich getan, damit ich nicht am falschen Tag mit Glückwünschen überhäuft werde. Aber ich kenne jemanden, der tatsächlich am 1.1. Geburtstag hat, und der ist nur noch genervt, weil er sehr oft um das korrekte Datum gebeten wird. Und Leute wie ich sind schuld daran! :cry:
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Büchernarr
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Re:

von Büchernarr (22.01.2014, 15:43)
Achso, jetzt verstehe ich das auch. thumbbup

MarenK.
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Re:

von MarenK. (23.01.2014, 09:37)
Hmmm ... Na, das muß ich mir dann nochmal genau überlegen. Danke für die Antworten!

Kennt ihr das? http://www.literaturcafe.de/als-verlag- ... n-sichern/
Viele Grüße
Maren

Hier kommt Maddy!, BoD ISBN 978-3-7322-4870-4

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ShKn
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Re:

von ShKn (03.02.2015, 20:25)
Hier gibts ja echt so einige interessante Werbeideen ^^

Ich für meinen Teil bin wahrscheinlich einfach nicht Geschäftsmann genug, um die meisten davon durchzuziehen, zum einen weil ich von grundauf eher zurückhaltend bin - mir also die nötige 'Aufdringlichkeit' oder evtl sogar das Selbstbewusstsein dazu fehlt -, und zum anderen weil ich Vorbehalte gegenüber allzu großen Ausgaben habe. Klar: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt (und wer nicht wirbt, derstirbt XP ), aber mir scheint die Rechnung bei vielen Aktionen einfach nicht aufzugehen.
ZB das Drucken von Flyern. Bei Weitem nicht jeder mitgenommene Flyer wird auf Interesse stoßen und selbst wenn, macht das bloße Interesse noch keinen Käufer aus. Ich zweifle iwie daran, dass man unterm Strich die Kosten pro Flyer ausgleicht, geschweige denn einen Gewinn einstreicht. Aber dann wiederum .... Es muss wohl so sein, sonst würden es die Leute doch nicht tun, oder? XD

Was ich bisher unternommen habe:
~ Eine Webseite erstellt (mit Hilfe eines guten Freundes)
~ Eine komplette Trilogie auf Kommission bei nem örtlichen Buchladen hinterlassen (das kann man ja auch nicht ins Unendliche betreiben, weil man pro Kommission schon nen ganzen Haufen verkaufen muss, um wieder auf Null zu kommen)
~ Flyer im Buchladen hinterlassen (und das nach meiner Anti-Flyer-Rede :B Aber für diese Flyer hab ich nix bezahlt, es war eine anderweitige Abmachung)
~ und ganz neu (dank dieses Threads) habe ich eine Facebookseite zu meinem Buch erstellt! Yay!
....
bloß weiß ich nun leider nicht, was zum Henker ich damit anfangen soll XD Man muss dazu sagen dass ich absolut nicht der Facebooker bin. Hinzu kommt noch dass unter meinen FB-Freunden eigentlich keiner meiner Zielgruppe entspricht (Fantasy/Abenteuer/Jugendbuch .... ja, es ist traurig, keiner meiner Freunde interesiert sich für Fanatsy XD ) Und zu allem Überfluss tritt hier eben jene Eigenschaft in Kraft, welche ich zuvor erwähnt hatte: ich komme einfach nicht umhin, Vorbehalte zu hegen, wenn ich jemanden auf FB um einen 'Like' anbettle(erst recht nicht, wenn ich genau weiß, dass er mit dem Genre ohnehin nix anfangen kann).

Mit der Webseite gehts mir ähnlich .... Klar, könnte ich die hier und da malposten, aber ich kann nicht in zig Foren zugleich aktiv sein (ich schaffs ja nicht einmal bei einem einzigen, schlichtweg aus Zeitmangel XD ). Das würde also im Endeffekt wieder auf etwas hinauslaufen, was ich eigentlich selbst nicht wirklich wirklich mag - eine Art 'Hit-and-Run-Strategie' .... oder in diesem Fall wohl eher 'Post-and-Run' XP


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Mo
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Re:

von Mo (03.02.2015, 20:48)
Das Ziel ist ja auch entscheidend! Wenn Du zufrieden bist und nicht bekannter werden will, passt doch alles.
Krimi: OCEANBAY - Höllentrip Türkei
Roman: Verlieb dich mal wieder ... oder: Sex ist auch eine Lösung!
Die Hilfmir-Bücher
MICHA - Ist Diabetes eigentlich ansteckend?
Lucy und die abenteuerliche Zeitreise
www.monika-baitsch.de

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (04.02.2015, 11:00)
Das ist wahr.
(Ansonsten sind vielleicht wirklich die entsprechenden Gruppen zum Austausch sinnvoll (ohne um Likes anbetteln) und/ oder mal eine Lesung zu organisieren ...)

Gruß, B.

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ShKn
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Re:

von ShKn (04.02.2015, 16:21)
hmmmm ....Es ist nicht so, dass ich nicht bekannter werden will. Ich glaube, das will irgendwojeder Autor gerne XP Viel eher stehen die Chancen, bekannt genug zu werden, dass sich die meisten Werbeaktion auch lohnen würden, ziemlich schlecht. Nicht dass ich irgendwelche Fakten dazu hätte, es ist eher soein Gefühl, eine persönliche Einschätzung. Werbung hat imo einfach ein klein wenig was von Lotto-Spielen ^^

Was FB betrifft .... so weit ich das bisher mitbekommen habe, kann ich auf der Seite nicht wirklich viel mehr tun, als Leute aus meiner Liste auszuwählen und diese eben um einen 'Like' zu bitten. Klar, ich kann auch selbst Beiträge posten, aber das bringt ja nix, wenn keiner die Seite kennt geschweige denn ihr folgt XP Natürlich gibt es auch Optionen, richtige Werbung auf FB zu machen, Posts und Websites hervorzuheben etc.... aber das ist dann schon wieder mit imo recht krassen Kosten verbunden ö,o
Wie gesagt, ich kenn mich echt nicht mit Werbung aus, aber ich glaube die meisten Aktionen sind mir zu riskant.


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Siegfried
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Re:

von Siegfried (04.02.2015, 18:31)
ShKn hat geschrieben:
Werbung hat imo einfach ein klein wenig was von Lotto-Spielen ^^


Warum das?

Werbung setzt zwei Dinge voraus:

a) Der Verkäufer - in diesem Falle also du - ist von seinem Produkt wirklich überzeugt und bringt das auch entsprechend rüber.

b) Der Verkäufer - in diesem Falle also du - weiß, wer die Klientel für sein Produkt ist, wo er diese Klientel findet, wie er sie ansprechen kann, mit welchen Mitteln er sie bindet.

Die allerwenigsten Bücher werden "entdeckt" oder durch Mundpropaganda zum Verkaufsrenner. Ein Buch muss angepriesen werden, auf ein Buch muss aufmerksam gemacht werden. Am besten absolut zielgerichtet (siehe Punkt b).

Wie kann man auf ein neues Buch aufmerksam machen?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die bekannteste Variante ist der Skandal. "Feuchtgebiete" hat sich nicht 1,3 Millionen mal verkauft, weil das Buch vor literarischer Größe nur so strotzt, sondern weil der Inhalt einen mittelprächtigen Skandal in den Medien ausgelöst hat. Bring die Leute dazu, über dein Buch zu reden, dann wird es auch gekauft.

Eine andere Variante: Es gibt vom Autor / von der Autorin XYZ ein neues Buch. Es verkauft sich gut, eben weil es von XYZ kommt. Viele Erfolgsautoren leben von ihrem Ruf. Das kann man daran erkennen, wenn der Autorenname auf der Buchtitelseite größer ist als der Buchtitel selbst. John Grisham verkauft sein neues Buch nicht, weil er ein heißes Eisen anfasst, sondern weil es sein neues Buch ist - und die Leser genau wissen, was sie zu erwarten haben: "Der neue Grisham ist da - muss ich haben!" Einen bekannten Namen bekommt man entweder, weil man einen Kracher auf den Markt geworfen hat (der Name Charlotte Roche ist heute durch "Feuchtgebiete" allgemein bekannt, "Schoßgebete" erfüllt die Erwartungen und wurde ebenfalls zum Millionenseller).

Alternativ baut man sich einen Namen innerhalb der "Szene" auf, indem man z. B. an genrespezifischen Wettbewerben teilnimmt und es dort immer wieder zu Veröffentlichungen und Auszeichnungen bringt. Wer es beim SCFD (Science Fiction Club Deutschland) regelmäßig zu Veröffentlichungen bringt, hat sich einen Namen erarbeitet. Ähnliches gilt für den "DPP (Deutscher Phantastik-Preis)" der Phantastik-News im Fantasy-Bereich, der alljährlich auf der Buchmesse-Con in Dreieich verliehen wird. Einen Ruf muss man sich entsprechend erarbeiten.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den (möglichen) Lesern weitergehenden Stoff zu liefern, um die Diskussion über das Buch (oder die Bücher) in Gang zu halten. Bei einem Buch, das eine komplexe, aber vollständig ausgedachte Welt beschreibt, gibt es mit Sicherheit eine Masse an Informationen, die der Autor seinen Lesern zur Verfügung stellen kann. Ein Fantasy-Roman ist nicht nur eine Landkarten mit Schlachtfeldern, Städten und Gebirgszügen. Es gibt eine Vor-Geschichte und eine Nach-Geschichte, es gibt eine Historie des ganzen Kontinents, es gibt Entwicklungen bei den Religionen der Völker, die im Buch auftauchen (Schöpfungsmythologie, Gedanken über das "Woher" und "Wohin", die Götterhierarchien und und und), es könnte auch kleine Geschichten über die verschiedenen Charaktere des Romans geben (Kindheit, Jugendzeit, was wurde aus den Charakteren nach dem Wort "Ende" im Roman?). Kurz: Gib den Leuten ordentlich was zum Suchen und Stöbern und das Buch bleibt in der Szene in der Diskussion und lockt so neue Leser an. Ausreichend Material müsste vorhanden sein.

Und das alles ist nichts weiter als ein Lottospiel? Nun ja, okay, wenn man es so sehen will.
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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ShKn
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Re:

von ShKn (04.02.2015, 20:01)
Um eventuelle Missverständnisse auszumärzen ....

Werbung hat imo einfach ein klein wenig was von Lotto-Spielen ^^
=/=
Und das alles ist nichts weiter als ein Lottospiel?


Selbstverständlich ist Werbung nicht bloß Glückssache und selbstverständlich ist Werbung nicht gleich Werbung.
Mit den von dir genannten methoden fährt man größtenteils auf relativ sicheren Gleisen, aber einiges sind nunmal Sonderfälle bzw eben nicht für jedermann geeignet.

Der 'Skandal' ist selbsterklärend. Sowas ist in der Tat die simpelste Methode, sogar wenn ein Buch tatsächlich nichts an inhalt oder Schreibstil zu bieten hat (der gure Stefón Rudel ist ja allseits bekannt ^^ ). Aber nicht aus allem kann man Skandale erschaffen und auch nicht alle Skandalversuche sind wirklich skandalös genug, um solch eine Aufmerksamkeit zu erregen, wie zB Feuchtgebiete. Das kann der gute Otto-Normal-Autor knicken ^^

Ähnliches gilt für bereits bekannte Autoren. das ist ja eine ganz andere Art der Werbung, schlißelich haben sie ihre Fanbase bereits und können aktiv mit dieser arbeiten, um sie zu erhalten und zu vergrößern. Da sind dann natürlich auch ganz ndere Werbestrategien gefragt, die nicht mehr allzu viel mit Glück zu tun haben.

Das erarbeiten eines Rufes durch Wettbewerbe ist da schon näher an den Methoden der Autorenallgemeinheit dran. Aber auch hier wird sich ein Neuling schwer tun, sich von der Konkurrenz abzuheben. Klar, es geht ums Können, aber trotzdem ist selbst hier imo noch die nötige Prise Glück dabei, die dann zwischen Nouancen entscheidet - trifft das Buch/der Stil den Geschmack der Anwesenden? Hätte in diesem Fall evtl doch eine andere Leseprobe/Textstelle besser gepasst? - oftmals Dinge die man dann erst im nachhinein klarar sieht. das nützlichste bei Wettbewerben ist wahrscheinlich die Erfahrung, die man dazugewinnt, um für neue Wettbewerbe gewappnet zu sein. Im Endeffekt stechen aber doch nur die Sieger wirklich hervor, während der Großteil der teilnehmer wohl kaum an Bekanntheit gewinnt, oder irre ich mich da?
(ist nicht so als würde ich mich wirklich auskennen, schließlich fehlt mir hier die praktische Erfahrung, das sind also alles eher Mutmaßungen meinerseits)

Und zu guter letzt wäre da die Sache mit dem zusätzlichen Stoff. Das ist abermals eher eine Methode, um eine bereits existierende Fandgemeinde bei der Stange zu halten und sie evtl zu erweitern. Auch eine feine Sache, sogar eine meiner persönlichen Lieblingsmethoden .... zumindest wenn ich schon Fans hätte XD

Das was ich in erster Linie als Lottospiel-ähnlich bezeichnen würde, ist der ganze Einstiegskram, vor allem herkömmliche Methoden, wie Kommissionen in Buchläden, Flyer oder gar teure Anzeigen. man weiß im Endeffekt einfach nie ob man überhaupt seine Investitionen wieder reinbekommt. Natürlich ist es auch als Anfänger wichtig, die Punkte a) und b) zu erfüllen, aber ohne ein gewisses Maß an Glück wird man einfach nicht auskommen, meiner Einschätzung nach =/

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (04.02.2015, 23:30)
ShKn hat geschrieben:
Das was ich in erster Linie als Lottospiel-ähnlich bezeichnen würde, ist der ganze Einstiegskram, vor allem herkömmliche Methoden, wie Kommissionen in Buchläden, Flyer oder gar teure Anzeigen. man weiß im Endeffekt einfach nie ob man überhaupt seine Investitionen wieder reinbekommt.


Kommissionen sind kein Faktor der Werbung. Das ist für mich schlicht Verkaufspreis-Kalkulation. Ich hatte mal ein Buch am Markt, dessen Preis von Beginn an auf Kommission kalkuliert war. Ohne jede Werbung. Es ging ausschließlich darum, das Buch in jenen Verkaufsstellen (Präsenzhandel) unterzubringen, wo die mögliche Leserschaft unterwegs war. Die Kommission wirkte nicht auf den Leser, sondern auf den Wiederverkäufer. Die Regel war ganz einfach: 25% Kommission mit Rückgaberecht auf sechs Monate, 35% Kommission ohne Rückgaberecht. Die Läden haben interessanterweise die zweite Möglichkeit gewählt und sind damit selbst ins Risiko gegangen.

Flyer halte ich persönlich für absolut überflüssigen Kram. Weil es einfachste Streuwerbung ist. Auf 10.000 Flyer kommen vielleicht zwei oder drei Verkäufe. Die Kosten-Nutzen-Rechnung geht hier einfach nicht auf.

Teure Anzeigen? Wozu? Hat wie die Streuwerbung so gut wie keinen Effekt. Gibt es hier im Forum jemanden, der durch Zeitungsanzeigen o. ä. seine Verkaufszahlen deutlich nach oben geschraubt hat? Ich weiß es nicht - und ich glaube es auch nicht.

Was ich von erfolgreichen Autoren und Autorinnen, die über Verlage veröffentlicht haben, gelernt habe:

- Du musst deine Leser kennen (Stichwort: Zielgruppenanalyse)!
-- Wie alt sind deine Leser?
-- Sind deine Leser mehrheitlich männlich oder weiblich?
-- Welche gesellschaftliche Position nehmen deine Leser ein?
-- Welche persönlichen Vorlieben hat deine Leserschaft?
-- Was wollen diese Leute tatsächlich lesen? Was lesen sie sonst noch?

- Du musst wissen, wie du deine Leser erreichen kannst!
-- Auf welchem Weg kannst du deine Leser direkt ansprechen?
-- Läuft deine Leserschaft jedem Trend hinterher oder verhalten sie sich konservativ?
-- Sind deine Leser aktiv-kommunikativ, passiv-konsumierend oder zurückgezogen-emotional?
-- Erreichst du deine Leser über moderne Medien, durch Netzwerke oder klassische Werbeformen?

- Du (oder dein Buch) muss ein bestimmtes Image haben!
-- Welches Image hast du als Autor?
-- Wo kannst du dir ein passendes Image aufbauen?
-- Ist dein Name innerhalb eine meinungsbildenden Szene bekannt? Wenn nicht, wie kannst du das ändern?

- Du musst den Markt kennen!
-- Welche Themen sind in Büchern derzeit angesagt?
-- Welche Themen sind überholt und ausgelutscht?
-- Welche Themen zeichnen sich für die nächsten drei bis fünf Jahre als Trend ab?
-- Gibt es andere Werke, die den Markt mit genau deinem Thema bereits abgegrast haben?

Kennt man die Antworten auf all diese Fragen, weiß man auch, wie und wo man für das eigene Buch werben kann.

Soweit das, was mir erfolgreich verlegte Autorinnen und Autoren erzählt haben.

Die wirklich entscheidende Frage, um deine Verkaufszahlen zu steigern, lautet aber:

Für wen schreibst du wirklich? Für dich oder für deine Leser? Schreibst du für dich, ist das völlig in Ordnung. Dann solltest du dich aber vom Gedanken, größere Stückzahlen zu verkaufen, schnell verabschieden. Schreibst du für deine Leser, dann musst du notgedrungen deine Leser und deren Wünsche genau kennen. Es ist ein höchst seltener Glücksfall, wenn deine Vorstellungen zum eigenen Buch und die deiner Leserschaft deckungsgleich sind.

Natürlich kann man auch einfach nichts tun und nur warten, hoffen und beten, dass man "entdeckt" wird. Das ist auch eine Alternative. :wink:
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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (05.02.2015, 11:44)
Siegfried hat geschrieben:
[quote="ShKn"


Was ich von erfolgreichen Autoren und Autorinnen, die über Verlage veröffentlicht haben, gelernt habe:

- Du musst deine Leser kennen (Stichwort: Zielgruppenanalyse)!
-- Wie alt sind deine Leser?
-- Sind deine Leser mehrheitlich männlich oder weiblich?
-- Welche gesellschaftliche Position nehmen deine Leser ein?
-- Welche persönlichen Vorlieben hat deine Leserschaft?
-- Was wollen diese Leute tatsächlich lesen? Was lesen sie sonst noch?

- Du musst wissen, wie du deine Leser erreichen kannst!
-- Auf welchem Weg kannst du deine Leser direkt ansprechen?
-- Läuft deine Leserschaft jedem Trend hinterher oder verhalten sie sich konservativ?
-- Sind deine Leser aktiv-kommunikativ, passiv-konsumierend oder zurückgezogen-emotional?
-- Erreichst du deine Leser über moderne Medien, durch Netzwerke oder klassische Werbeformen?

- Du (oder dein Buch) muss ein bestimmtes Image haben!
-- Welches Image hast du als Autor?
-- Wo kannst du dir ein passendes Image aufbauen?
-- Ist dein Name innerhalb eine meinungsbildenden Szene bekannt? Wenn nicht, wie kannst du das ändern?

- Du musst den Markt kennen!
-- Welche Themen sind in Büchern derzeit angesagt?
-- Welche Themen sind überholt und ausgelutscht?
-- Welche Themen zeichnen sich für die nächsten drei bis fünf Jahre als Trend ab?
-- Gibt es andere Werke, die den Markt mit genau deinem Thema bereits abgegrast haben?

Kennt man die Antworten auf all diese Fragen, weiß man auch, wie und wo man für das eigene Buch werben kann.

Soweit das, was mir erfolgreich verlegte Autorinnen und Autoren erzählt haben.

Die wirklich entscheidende Frage, um deine Verkaufszahlen zu steigern, lautet aber:

Für wen schreibst du wirklich? Für dich oder für deine Leser? Schreibst du für dich, ist das völlig in Ordnung. Dann solltest du dich aber vom Gedanken, größere Stückzahlen zu verkaufen, schnell verabschieden. Schreibst du für deine Leser, dann musst du notgedrungen deine Leser und deren Wünsche genau kennen. Es ist ein höchst seltener Glücksfall, wenn deine Vorstellungen zum eigenen Buch und die deiner Leserschaft deckungsgleich sind.

Natürlich kann man auch einfach nichts tun und nur warten, hoffen und beten, dass man "entdeckt" wird. Das ist auch eine Alternative. :wink:


Ja, genauso sollte es laufen. Mein Sachbuch, das ich Ende 2007 über bod veröffentlicht habe, verkauft sich immer noch (obwohl die Zielgruppe relativ begrenzt ist), ohne dass ich einen Finger für Werbung krumm mache.

Haifischfrau
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