Amazon! Mehr Schaden als Nutzen? Oder bin ich zu Forsch?

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Isautor
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Re:

von Isautor (27.12.2012, 21:56)
Das habe ich getan und Amazon meint, diese Vorwürfe entsprechen den Richtlinien. Der darf das behaupten. Ich sagte das mit den 200 fehlenden Seiten, aber sie meinten, auch das geht okay mit den Richtlinien. Die haben sie übrigens geändert und ab jetzt darf man auch ungestraft spoilern. So passiert bei einer Kollegin. 1 Sterne Rezi, und die Rezensentin verrät den ganzen Plot inklusive der Auflösung. Amazon sagte, das darf sie.
Meine Kollegin sagte daraufhin, wie sie es fänden, wenn sie jetzt mal den neuen Fitzek rezensiert und alles verrät.

Antwort von Amazon steht noch aus.
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Lennet

Re:

von Lennet (28.12.2012, 01:13)
Isautor hat geschrieben:
Das habe ich getan und Amazon meint, diese Vorwürfe entsprechen den Richtlinien. Der darf das behaupten. Ich sagte das mit den 200 fehlenden Seiten, aber sie meinten, auch das geht okay mit den Richtlinien. Die haben sie übrigens geändert und ab jetzt darf man auch ungestraft spoilern. So passiert bei einer Kollegin. 1 Sterne Rezi, und die Rezensentin verrät den ganzen Plot inklusive der Auflösung. Amazon sagte, das darf sie.
Meine Kollegin sagte daraufhin, wie sie es fänden, wenn sie jetzt mal den neuen Fitzek rezensiert und alles verrät.

Antwort von Amazon steht noch aus.

Also in der Menge deiner Rezis insgesamt geht diese eine ziemlich unter. Zudem wurde sie von allen als "nicht hilfreich" bewertet. Mach dir also keinen Kopf deswegen. Außerdem: Leser haben das Recht Werke von Autoren auch mal scheiße zu finden. Auch ohne sachliche Begründung. Das kommt bei den größten Bestsellerautoren vor.

Die Rezi freundlich, sachlich, knapp (sonst wird es zum Bumerang) kommentieren kannst du ja. Oder auch nicht. Manchmal sollte man vielleicht einfach drüber stehen und schauen, was man das nächste Mal besser machen kann.

Vielleicht eignen sich Kurzgeschichten auch nicht so gut zum Verkauf - viele denken (behaupte ich mal) bei E-Books, dass es sich um ein "komplettes" Buch mit mindestens 100 Seiten handelt - ich wusste auch nicht, dass man Kurzgeschichten kaufen kann. Kurzgeschichten würde ich vielleicht eher als Gratis-Promo verteilen. Später kann man die KG immer noch zum Roman ausbauen (hat der "enttäuschte Kunde" ja angeregt) oder sie in eine Anthologie packen.

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Isautor
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Re:

von Isautor (28.12.2012, 01:39)
Die Kurzgeschichte befindet sich in einer Anthologie und Kurzgeschichten werden bei Amazon ständig verkauft. Deshalb steht ja in der Produktseite auch zweimal drin, dass es 28 Seiten sind.
Da die Geschichte zum Vorlesen am Lagerfeuer für Kinder ist (zum Gruseln) und für die Betreuer zum Lachen, da sie satirisch den Betreuerjob auf die Schippe nimmt, ist es nicht angezeigt, die Geschichte hunderte Seiten lang zu machen. Das gibt diese Story auch nicht her.
Es war eine Auftragsarbeit für zwei Englischlehrer und die haben die mitgenommen, um sie ihren Schülern vorzulesen. Ich lese die Geschichte selbst seit zwei Jahren in Ferienlagern vor und ich denke, wenn jeder sie versteht und nur einer auf Amazon das nicht tut, dann sehe ich keinen Grund, dort etwas zu ändern.
Ich kann dir auch genau sagen, welche Stelle der Kunde nicht versteht. Guckst du mal hier, dann weißt du, was ich meine:

Das hier ist kurz vorm Finale, wo ein Junge von dem Monster gefressen wird:

Thomas fühlte, wie sein Köper wieder auf Überleben schaltete. Er kannte das Gefühl aus der ersten Nacht im Zelt, nur war es diesmal dreimal so stark. Thomas lag starr auf dem Boden, absolut reglos, kaum atmend, während Marlon weiter gackernd lachte. Und dann hörte das Gackern abrupt auf. Thomas vernahm einen kurzen, schmatzenden Laut. Und dann knackte etwas.
Ein Schleifen und Rascheln. Etwas Organisches riss. Als das Fressen losging, blieb Thomas in seiner Überlebensstarre liegen.

Jemand hob ihn hoch und Thomas ließ es geschehen. Stimmen von Erwachsenen. Jemand sprach in ein Funkgerät. Thomas Instinkte registrierten einen erhöhten Sicherheitsgrad und entließen ihn langsam aus seiner Gelähmtheit. Jemand legte ihn auf eine Trage. Dann beugte sich ein Mann über ihn, der wie ein Sanitäter aussah. Er sprach ihn an, aber Thomas hörte nur bedeutungslose Worte. Ihm wurde schwindelig.

Dies ist die Stelle, an der die Geschichte endet. Thomas hat jetzt ein seelisches Trauma von dem Erlebnis. Der Kunde dachte, hier geht's jetzt noch weiter. Über diesem Abschnitt stand SOMMER und die ersten Worte lauteten: "Thomas war ein Durchschnittsschüler, der an einem Durchschnittsferienzeltlager teilnahm". Im Epilog steht HERBST, also ist es dann einige Monate später. Um die Dramatik zu unterstreichen, habe ich dann ins Präsens gewechselt und den ersten Satz wieder aufgegriffen:

Herbst

Thomas ist ein durchschnittlicher Junge, der leider ein wenig krank ist. Das heißt posttraumatische Amnesie und bedeutet, dass man etwas Schlimmes vergessen will, was man erlebt hat. Thomas weiß, dass er etwas Schlimmes erlebt hat und manchmal, vor allem nachts, will das Schlimme zurückkommen. Es will sagen hallo…da bin ich wieder, fast wie ein guter alter Freund. Man würde ihn sofort erkennen, auch wenn man ihn seit Jahren nicht gesehen hat.
Thomas will den alten Freund aber nicht sehen. Er will niemanden sehen. Meistens. [...]


Geht noch weiter. Aber diesen kleinen Kunstgriff mit dem Präsens, das hat er nicht gerafft und machte dann ne Show draus, schrieb Amazon an und eröffnete de Diskussion im Forum.
Ich habe das an reichlich Kindern getestet und die verstehen das ganz genau. Das erwarte ich dann auch von einem Erwachsenen. Andere schlechte Kritiken nehme ich mir zum Anlass, Dinge zu überdenken. Diese hier aber nicht.
Seid gegrüßt,



Isautor



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Cutman Liberty
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@Siegfried

von Cutman Liberty (28.12.2012, 02:32)
@ Siegfried: Isch mach Kurs bei dir Junge!
Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem ande'n zu!

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Galsworthy
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Falscher Kurs

von Galsworthy (28.12.2012, 02:59)
mach das lieber nicht, denn das "seid" hinten mit "d" geschrieben wird, hat der Herr Professor nicht bemerkt. cheezygrin

"SEID nett zueinander" heißt es SEIT langem cheezygrin


thumbbup
I love to entertain You

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Büchernarr
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Re:

von Büchernarr (28.12.2012, 07:42)
Nur gut, dass du aufpasst. :twisted:
Ohne dich könnte doch tatsächlich ein Fehler unerkannt durchrutschen. :twisted:

Jenselina
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Re:

von Jenselina (28.12.2012, 10:50)
@Isautor: Nimm es einfach locker.

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Siegfried
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Re: @Siegfried

von Siegfried (28.12.2012, 11:32)
Cutman Liberty hat geschrieben:
@ Siegfried: Isch mach Kurs bei dir Junge!


Du bist herzlich willkommen!

Vorausgesetzt,

a) du bist arbeitslos, möchtest wieder in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden und benötigts dazu die notwendige Qualifikation

b) du bist durch Krankheit, Unfall o. ä. als berufsunfähig eingestuft und musst auf einen neuen Job (vorzugsweise Bürotätigkeit) umschulen

c) du stammst aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland, verfügst über eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung und musst eine Berufsausbildung durchlaufen, weil die Berufsausbildung in deinem Heimatland hier nicht anerkannt wird (oder du hast bisher noch gar keine)

oder

d) du hast gerade deine Schullaufbahn beendet, aber keinen Ausbildungsplatz gefunden (weil du als "nicht ausbildungsfähig" eingestuft wurdest) und deshalb eine berufsvorbereitenede Maßnahme über mehrere Monate durchläufst

Fällst du unter keinen der genannten Punkte, müsstest du dich anderweitig umsehen. Frag doch mal Galsworthy, ob er Kurse gibt "Deutsche Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung für Autoren". Qualifiziert ist er ja.

Was den Fehler "einzigste" angeht, so weise ich nicht darauf hin, damit du allein etwas davon hast (dann hättest du eine PN bekommen), sondern dass sich auch andere, die in der deutschen Sprache unsicher sind, ein paar Gedanken dazu machen können. Wie wir sehen, hat es bei Galsworthy - nach langer Zeit und viel Üben - ja gefruchtet. Er erkennt jetzt den Unterschied zwischen "seit" (mit "t", weil es etwas mit der Zeit zu tun hat: "t" ist in der Physik das Formelzeichen für Zeit, also relativ einfach zu merken) und dem Verb "seid", das von "sein abgeleitet wird.

Und er weist jetzt auf entsprechende Fehler in fremden Texten hin. Sehr schön, Galsworthy, weiter so! thumbbup

Eselsbrücke: seit = Zeit

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Cutman Liberty
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@Siegfried

von Cutman Liberty (28.12.2012, 12:38)
Ich nehme Möglichkeit B! book:
Was du nicht willst, was man dir tu, das füg auch keinem ande'n zu!

Lennet

Re:

von Lennet (28.12.2012, 13:56)
Jenselina hat geschrieben:
@Isautor: Nimm es einfach locker.

Genau. Man kann es nicht jedem Recht machen und sollte das auch nicht versuchen. :wink:

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Isautor
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Re:

von Isautor (15.01.2013, 00:31)
Ich gebe mal den Zwischenstand durch:

Eine Dame hat die schlecht rezensierte Geschichte von mir aus Neugier gekauft und eine Gegenrezi verfasst. Das finde ich toll. Das Warten hat sich gelohnt. Amazon wurde mal wieder nicht aktiv.

Der nächste Klops war allerdings, dass jemand zu einer Kurzgeschichtensammlung eine schlechte Rezi verfasst hat und sie dann für mein Buch eingestellt hat. Das erkennt man daran, dass die aufgezählten Mängel (nerviges Denglisch) im Buch nicht vorkommen, der aufgeführte Dialog nicht vorkommt und auch die beanstandeten Aktionen mit einem Smartphone nicht existieren. Es gibt weder ein Smartphone, noch ein Ipod, noch einen MP3 Player im Buch. Amazon zeigte bisher kein Verständnis und ich habe zweimal geschrieben, die Rezi ist falsch platziert. Mal sehen, ob die wenigstens dann mal reagieren.
Seid gegrüßt,



Isautor



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hawepe
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Re:

von hawepe (15.01.2013, 08:02)
Hallo Isautor,

Isautor hat geschrieben:
Mal sehen, ob die wenigstens dann mal reagieren.


Inzwischen glaube ich, dass es fast schon besser ist, wenn sie nicht reagieren, weil die Reaktionen wohl nur noch ausgewürfelt werden :-(

Beste Grüße

Heinz

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Isautor
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Re:

von Isautor (15.01.2013, 13:32)
Die Rezension wurde gelöscht und ich warte jetzt noch ab, ob Amazon sagt, dass sie das waren, aber ich denke, der Rezensent hat den Irrtum bemerkt.
Seid gegrüßt,



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Oukej
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Re:

von Oukej (20.02.2014, 13:11)

Amazon.com freut sich über alle negative Rezensionen und sammelt sie und wenn diese negative Rezensionen den Verkauf stoppen, sollte man das Buch von Amazon entfernen können, dann wird das Buch wieder besser verkauft, aber ohne Amazon. Die Käufer von anderen Online-Shops werden sich nicht mehr bei Amazon informieren können. Doch Amazon will die verlogenen negativen Rezensionen nicht entfernen und das Buch löscht er von der Webseite auch nicht. Und das ist kriminell, wenn Amazon die Verkäufe verhindert, wegen den verlogenen negativen Rezensionen. Wenn das Buch nicht gelöscht wird und die Rezensionen auch nicht, muss auch der Autor kriminell sein und auf jede negative Rezension mindestens zwei positive Rezensionen von Freunden besorgen.
Zuletzt geändert von Oukej am 20.02.2014, 14:46, insgesamt 4-mal geändert.

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hawepe
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Re:

von hawepe (20.02.2014, 13:53)
Hallo Oukej,

Oukej hat geschrieben:
:shock::
Wo kann man beantragen, dass das Buch von allen 13 internationalen Amazon Seiten gelöscht wird? Bei Amazon, bei Libri oder bei BoD ???
Bitte ein Link oder E-Mail Adresse, wo man die Löschung bei Amazon beantragen kann.


Ich schätze, dass dies gar nicht geht, weil damit der Handel mit diesen Büchern unmöglich gemacht würde. Schließlich darf jeder, der über ein entsprechendes Buch verfügt, es auch verkaufen. Aber dazu muss es gelistet sein.

Beste Grüße

Heinz

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