Abzocke beim Wagner Verlag?

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MarenK.
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Re:

von MarenK. (23.12.2013, 09:25)
Gerhard Riedl hat geschrieben:

Autorenseite bei Amazon,


Hallo Leidensgenosse!
Wie geht das mit einer Autorenseite bei Amazon?
Viele Grüße
Maren

Hier kommt Maddy!, BoD ISBN 978-3-7322-4870-4

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Gerhard Riedl
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Autorenseite bei Amazon

von Gerhard Riedl (23.12.2013, 09:42)
Hallo Maren,

Voraussetzung ist natürlich, dass eines Deiner Bücher bei Amazon gelistet ist. Über folgenden Link kommst Du zu Authors Central, dann einfach den Anweisungen folgen.

https://authorcentral.amazon.de

Ein Beispiel findest Du hier:
http://www.amazon.de/Gerhard-Riedl/e/B0 ... dp_epwbk_0

Viele Grüße
Gerhard Riedl

MarenK.
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Re:

von MarenK. (23.12.2013, 09:51)
Vielen Dank!
Kostet das was?
Viele Grüße

Maren



Hier kommt Maddy!, BoD ISBN 978-3-7322-4870-4

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Gerhard Riedl
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von Gerhard Riedl (23.12.2013, 10:03)
Nein, kostet nichts (außer vielleicht Nerven am Computer...) :wink:

Bellavista
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Wagner Verlag - die unendliche Geschichte

von Bellavista (30.12.2013, 10:49)
Hallo, so ganz kurz vor dem Neuen Jahr habe ich mich entschlossen, den Herrn Wagner zu verklagen! smart2
Er hat nun zwar mein Buch rausgebracht, aber er macht nichts von der zugesagten Werbung. Ich habe also eine Anwältin eingeschaltet und falls der Eine oder Andere hier sich anschliessen möchte.....

Wenn nicht, wünsche ich Euch trotzdem allen ein frohes Neues Jahr und viel Erfolg mit Euren Büchern
LG
Bellavista

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Gerhard Riedl
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Re:

von Gerhard Riedl (30.12.2013, 11:07)
Gratulation und viel Erfolg!
Ich hoffe ja, der Herr ist vernünftig genug, mir bis Ende März mein Resthonorar auszuzahlen.
Ansonsten - Gelnhausen ist sicherlich eine malerische Stadt mit einem netten Amtsgericht, und wenn ich dann noch die Spesen für einen Besuch erstattet kriege...

Bellavista
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Re:

von Bellavista (30.12.2013, 11:10)
cheezygrin cheezygrin Meine Anwältin droht mit strafrechtlichen Maßnahmen, wenn er nicht schnell nachweist, welche Werbung er eigentlich gemacht hat...so weit ich das sehen kann, tut er gar nichts. Er bringt ein Buch raus und dann hört und sieht man nichts mehr von diesem Herrn. Keine bezahlten Flyer habe ich erhalten, wo er die 5000 bezahlten Weihnachtsposter aufgehängt haben will...nobody knows.
Ich habe ihm wirklich zahlreiche, goldene Brücken gebaut, er glaubt, er könne übers Wasser laufen....

LG
BV

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Joy Hardner
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Re:

von Joy Hardner (30.12.2013, 15:37)
Ich hatte den Wagnerverlag auch kontaktiert und man war von meinem Buch begeistert. Jedenfalls tat man so. Dank euch hab ich die Finger davon gelassen. thumbbup Jetzt schrieb mich der herr Wagner erneut an. Er wolle dieses tolle Buch unbedingt verlegen. Seine Lobeshymnen bastelt er aus meinem eigenen Exposé zusammen. Hm... blink3
Wie auch immer, da ich jetzt bei euch gelandet bin, werde ich schon einen Weg finden.
Lieben Gruß
Joy

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mtg
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Re: Wagner Verlag - die unendliche Geschichte

von mtg (30.12.2013, 17:03)
Bellavista hat geschrieben:
Ich habe also eine Anwältin eingeschaltet und falls der Eine oder Andere hier sich anschliessen möchte.....

Auch wenn es manche nicht für möglich halten: In Deutschland gibt es keine Möglichkeit, eine Sammelklage einzureichen.

Übrigens freue ich mich zu lesen, dass endlich mal jemand juristische Schritte unternommen hat - bislang lag die Idee ja stets im Königreich des Konjunktivs. Vielleicht hören bzw. lesen wir ja auch davon, wie es ausgegangen ist - wenn es überhaupt ausgeht ... Klagen müssen ja erst einmal zugelassen werden ...

MarenK.
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Re: Autorenseite bei Amazon

von MarenK. (03.01.2014, 13:51)
Gerhard Riedl hat geschrieben:
Hallo Maren,

Voraussetzung ist natürlich, dass eines Deiner Bücher bei Amazon gelistet ist. Über folgenden Link kommst Du zu Authors Central, dann einfach den Anweisungen folgen.

https://authorcentral.amazon.de

Ein Beispiel findest Du hier:
http://www.amazon.de/Gerhard-Riedl/e/B0 ... dp_epwbk_0

Viele Grüße
Gerhard Riedl


Ich habe mich gerade registriert. Wie komme ich beim nächsten Besuch wieder rein? Eben meldete ich mich nochmal im Kundenkonto an, aber da finde ich nichts. Dauert das länger, bis ich das richtig ausfüllen kann?
Viele Grüße

Maren



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Klopfer
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Re:

von Klopfer (03.01.2014, 14:31)
Wenn du wieder auf authorcentral.amazon.de gehst und dich oben rechts bei "Kennen wir Sie? Anmelden" wieder einloggst, solltest du eine Menüleiste mit "Startseite", "Bücher", "Profil", "Verkaufshistorie", "Kundenrezensionen" und "Hilfe" kriegen.

MarenK.
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Re:

von MarenK. (03.01.2014, 15:55)
Ach, so! Vielen Dank! Jetzt geht es. Warum einfach, wenn es auch schwierig geht?
Viele Grüße

Maren



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dan.dani
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Re:

von dan.dani (26.03.2014, 20:22)
Ich lebe seit sechs Jahren auf Kreta und habe von hier aus nach Verlagen gesucht. Nicht meine Eitelkeit hat mich dazu gebracht, beim Wagner Verlag zu unterschreiben und eine Stange Geld hinzulegen, sondern die schlichte Tatsache, dass es zeitsparender und einfacher für mich war, nur eine Datei mit dem Gesamtwerk zu versenden. Ich war damals hochschwanger und außerdem finanziell nicht gerade betucht. Ich habe insgesamt überhaupt nur sechs Verlage angeschrieben und nur solche, die kein ausgedrucktes, per Post versandtes Exposee inkl. Leseprobe verlangt haben.
Es klang schlüssig für mich, dass ein kleiner Verlag mehr Interesse an neuen Autoren haben würde, wenn auch nur in der heimlichen Hoffnung, einen Bestseller an Land zu ziehen. Außerdem war ich so naiv zu glauben, ein kleinerer Verlag könne mir mehr Aufmerksamkeit und Zeit widmen.
Die Kosten fand ich zunächst gerechtfertigt, hieß es doch, man würde alles zurückzuzahlen, wenn 400 Stück verkauft würden. Allerdings wuchs die ursprüngliche Seitenanzahl, nach der sich die Kosten richteten, im Laufe der neuen Formatierung und es wurde immer teurer. Damals hätte ich aussteigen sollen, aber meine Anzahlung wäre dahin gewesen. Ich habe immer noch gedacht, ich würde ja dann eh alles zurückbekommen.
30% vom Verkauf schienen mir sehr gut. Natürlich wusste ich nicht, dass der Buchhandel da auch noch abkassiert.
Außerdem frage ich mich natürlich mittlerweile auch, wie ich die angegebene Stückzahl überprüfen soll.
Die Abrechnung, die ich alle paar Monate bekomme, ist klarerweise frustrierend. Statt, sagen wir mal, 300 Euro sind es dann tatsächlich nur 50 Euro, die man als Autor bekommt, weil natürlich keiner direkt beim Verlag bestellt und damit von 30% keine Rede sein kann.
Herr Wagner mag mit seinen Verträgen auf der rechtlich sicheren Seite sein, ist aber, meiner Ansicht nach, dennoch ein Abzocker.
Er konnte sich dann auch nicht mehr an die erlassenen 280 Euro erinnern und ich Computergenie habe meine Mails nie länger als ein paar Wochen aufgehoben, hatte mich einmal mehr auf die vielgepriesene Integrität des Verlags verlassen. Für mich viel Geld, für den Verlag bestimmt nur ein Hasenfurz. Von Entgegenkommen keine Spur, freundlich waren die Angestellten auch nicht. Nie konnte man Jemanden am Telefon erreichen, auf meine Beschwerdemails wurde schnippisch und unverschämt geantwortet. Von wegen der Kunde ist König. Geld regiert die Welt. Ich war schockiert, aber da war es schon zu spät, abzuspringen. Ja, ich war wirklich blöd.
Was mich aber am meisten geärgert hat, war die schlampige Arbeit. Die Lektorin hat ein halbes Jahr gebraucht, gerade solange, dass ich keine rechtlichen Schritte einleiten konnte und danach waren immer noch Fehler drin, die leider nicht nur mit aufgefallen sind. Ein, zwei Fehler im Gesamtwerk dürfen schon mal vorkommen, aber alles was drüber geht, ist laienhafte Arbeit.
Auch sonst hat sich alles elend lange hingezogen. Was ich mich geärgert habe. Am liebsten hätte ich alles hingeschmissen.
Der Grafiker hat recht gut gearbeitet, auch wenn ich dazu sagen muss, dass das Cover von meiner Seite fast fertig übernommen werden konnte. Das wunderbare Titelfoto, sowie das authentische Poträtfoto, die mein Bruder gemacht hat, sind so schön, da war nicht mehr viel dran zu tun. Doch die Farbauswahl ist gut gelungen. Auch die Werbezuständige ist sehr bemüht. Ich war, wenn es stimmt, mit ‚Taras Träume‘ auf der Frankfurter Buchmesse ich und der Verlag hat, das muss ich zu seiner Verteidigung sagen, eine professionelle, zweiwöchige regionale Werbekampagne in Auftrag gegeben.
Danach passierte dann nichts mehr und da ich nicht bereit bin, dem Verlag, auch nur einen weiteren Cent in den Rachen zu werfen, mache ich selbst Werbung, wo es geht. Das ist in Anbetracht der Bekanntheit meines Vaters natürlich einfacher, als es für Jemand anderen sein mag. Dennoch glaube ich an meine Werke und mein schriftstellerisches Können.
Aus Fehlern wird man klug. Ich jedenfalls werde diesmal ganz bedacht vorgehen.
Mein zweiter Roman ist bald fertig und diesmal werde ich mir die Mühe machen, das Exposee zu schreiben und diverse, größere Verlage anzuschreiben.
Mein Erstlingswerk habe ich übrigens bei edition nove verlegen lassen. Keine Kosten, dafür vierzig Bücher zu günstigem Preis kaufen. Das Ganze läuft on demand, geringer Prozentsatz, keine Werbung. Aber man weiß woran man ist. Bei diesem ersten ‚Büchlein‘ ging ich gar nicht groß auf Verlagssuche. Es ist aber auch ein sehr persönliches Buch und ich habe es ursprünglich für mich selbst geschrieben.
Was ich damit sagen will: Sollte man also von mehreren Verlagen eine Abfuhr erteilt bekommen und dennoch der Ansicht sein, das eigene Werk ist druckreif, kann das auf diesem Wege tun. Die Vierzig Bücher waren schnell verkauft und ich bekomme auch jetzt einmal im Jahr ein bisserl Extrageld überwiesen.

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mtg
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Re:

von mtg (26.03.2014, 22:51)
dan.dani hat geschrieben:
Mein Erstlingswerk habe ich übrigens bei edition nove verlegen lassen. Keine Kosten, dafür vierzig Bücher zu günstigem Preis kaufen. Das Ganze läuft on demand, geringer Prozentsatz, keine Werbung. Aber man weiß woran man ist. Bei diesem ersten ‚Büchlein‘ ging ich gar nicht groß auf Verlagssuche. Es ist aber auch ein sehr persönliches Buch und ich habe es ursprünglich für mich selbst geschrieben.
Was ich damit sagen will: Sollte man also von mehreren Verlagen eine Abfuhr erteilt bekommen und dennoch der Ansicht sein, das eigene Werk ist druckreif, kann das auf diesem Wege tun. Die Vierzig Bücher waren schnell verkauft und ich bekomme auch jetzt einmal im Jahr ein bisserl Extrageld überwiesen.

BoD: 1 x € 19,00 (inkl. Buchhandlesanschluss)
oder: € 0,00 (bei Veröffentlichung »Fun«)
Pflichtabnahme: 0
Margenausschüttung: 4 x pro Jahr.

Wo ist jetzt der Vorteil von Edition nove gegenüber Bod? Ich erkenne nur einen Nachteil. Unter »keine Kosten« verstehe ich nämlich auch keine versteckten Kosten. Und 40 Bücher Abnahmeverpflichtung sind versteckte Kosten.

Asphaltmann
Beiträge: 14
Registriert: 29.05.2014, 22:40

Der Traum vom eigenen Buch

von Asphaltmann (30.05.2014, 10:25)
Der Traum vom eigenen Buch

Autoren werden von unseriösen Verlagen zur Kasse gebeten

Von Tom Velten

Seit einiger Zeit schreibe ich ein Buch über mein Leben, vom Aufwachsen in Halberstadt über die Haftzeit in der DDR wegen versuchten Grenzübertritts in die BRD, die Zeit der Obdachlosigkeit nach der Wende bis zu meinen Erlebnissen als Asphalt-Verkäufer in Celle. Es werden wohl so 250 Seiten werden. Gleichzeitig suche ich einen Verlag, der es veröffentlicht. Rund 50 Verlage habe ich bereits per Brief mit einem Exposé und einer Leseprobe angeschrieben - viele werben auf ihren Webseiten mit Formulierungen wie „Autoren gesucht“. Dabei mache ich meine eigenen Erfahrungen, wobei mir oft ordentlich die Ohren schlackern.

Einmal bekam ich Post mit einem vorgefertigten Vertrag zugeschickt. Nach einem lobenden Schreiben, auf blendend schönem Papier über mein eingereichtes Manuskript entdeckte ich folgenden Absatz: „Es ist heute üblich, dass das Buchprojekt – wenn es in Druck, Werbung und Vertrieb glänzen soll – vom Autor bzw. Autorin finanziell abgesichert wird mit dem Vorteil, dass der Ladenpreis dennoch niedrig gehalten werden kann und das Buch sich nicht innerhalb von nur drei Monaten für den Verlag rechnen muss.” Es folgte der Hinweis, dass der Erfolg des Debüts über die schriftstellerische Zukunft seines Verfassers entscheide und das großzügige Autorenhonorar für den eigenen finanziellen Einsatz binnen kürzester Zeit entschädige.

Ob es überhaupt ein Honorar für den Autoren gibt, hängt von der Zahl der verkauften Bücher ab - erstmal werden sie vom Verlag ordentlich zur Kasse gebeten. Dabei versuchen sie die Eitelkeit der Autoren auszunutzen. Kurze Zeit nach der Einreichung meiner Unterlagen bekam ich z.B. folgende Antwort von einer leitenden Lektorin: “Unter meinem Vorsitz hat die Lektorenkonferenz eine klare Entscheidung getroffen. Die Lektoren haben die Veröffentlichung Ihres Manuskriptes befürwortet.” So schnell konnte niemand meine Seiten gelesen haben, doch darum ging es auch nicht. Viel wichtiger war der beigelegte Vertrag mit fünf unterschiedlichen Optionen zur Auswahl. 7312 Euro hätte mich die Veröffentlichung bei einem Autorenhonorar von zehn Prozent ab dem 1000. verkauften Exemplar gekostet. Ich hätte mich auch für einen eigenen Honoraranteil von 30 Prozent ab dem ersten verkauften Buch entscheiden können - aber nur, wenn ich zunächst einmal 18 484 Euro hinblättere. Einen frankierten Rückumschlag fügte der Verlag gleich bei, mit der Bitte, den Vertrag zu unterschreiben und schnell zurück zu schicken. Natürlich unterschrieb ich nicht.

Ein anderer Verlag beschrieb in einem 43 Seiten umfassenden Vertrag vier Modelle der Vermarktung meines Buches, u.a. mit eigener Facebookseite, eigenem Kinospot, Werbeanzeigen auf google, der Präsentation auf den Buchmessen in Leipzig, Frankfurt, Wien, London und New York - wenn ich dafür 14 460 Euro zahle. Auch davon lies ich die Finger. Ich informierte mich mittels Literatur aus dem Handel und der Informationsquellen im Internet über solche zweifelhaften Angebote. Mit lobenden Video- und Briefbotschaften von angeblich zufriedenen Autorinnen und Autoren suchen Zuschussverleger Erstautoren, die bereit sind, viel Geld für die Veröffentlichung ihres Buches hinzublättern.

Wer sich darauf einlässt, dem kann es passieren, dass er von unseriösen Verlagen später noch einmal zur Kasse gebeten wird. Ich habe Schreiben von Verlagen an ihre Autoren gelesen, in denen es z.B. heißt: “Um weiteren Platz in unserem Lager zu schaffen bitten wir Sie, die unverkauften Restbestände aufzukaufen. Wir kommen Ihnen gerne entgegen und geben für den Aufkauf Ihrerseits einen Rabatt von 40 Prozent.“ Der ahnungslose Autor bezahlt hierbei noch einmal mehrere tausend Euro für sein eigenes Buch.

Zudem versuchen einige Verleger mit ihrem klingenden Namen zu locken. Da gibt es die Weimarer Schillerpresse, den Fouqué Literaturverlag oder den August von Goethe Literaturverlag. Ich lasse mich von solchen unseriösen Angeboten genauso wenig unterkriegen wie von den zahlreichen Absagen, die oft so oder ähnlich formuliert sind: “Wir sehen leider keine Möglichkeit, Ihre Arbeit im Rahmen unseres Programms zu veröffentlichen. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir unsere Entscheidung nicht näher begründen können; bei der Vielzahl von Angeboten, die wir täglich erhalten, ist dies aus Zeitgründen nicht möglich.”

Genau wie das Lesen und Texten macht es mir viel Spaß, meine Unterlagen Woche für Woche zur Post zu bringen. Ich versuche es immer und immer wieder, bis eines Tages das Telefon klingelt und die ersehnte Nachricht eines Verlages meine Ohren spitzen lässt.

Wer mehr erfahren möchte rund ums Schreiben und Veröffentlichen, kann seriöse Bücher im Autorenhaus Berlin bestellen (www.autorenhaus.de). Sehr zu empfehlen aus diesem Verlag ist das „Autorenhandbuch“ (19,95 Euro) von Sylvia Englert. Auch ein Branchenbuch mit der Auflistung seriöser Verleger ist im Autorenhaus Berlin zu erfragen.

Der Wagner Verlag ist ein gerissener Zuschussverlag. Im normalen Buchladen werden die Bücher nicht ins Regal gestellt. Solchen Verlagen fehlt der Vertrieb. Meist auch sind es Selbstdarsteller und richten sich böse gegen den fleißgen Autoren. Wagner- Novum- und auch der Mauer-Verlag gehören mit zu den schwarzen Schafen der Buchbranche.

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