Text lektorieren lassen ?

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guenther klein
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Lektorat

von guenther klein (15.11.2010, 23:33)
Hi Kasimir,

was für ein Name, Kasimir! Seit Ewigkeiten habe ich den Namen nicht mehr gehört. Du wohnst in Berlin. Jeder Germanistikstudent schreibt irgendwand seine Bachelor-Arbeit. Es gibt diverse Verlage, in den sie ihre Arbeit drucken lassen. Junge und dynamische Leute sind darunter. Hast du daran gedacht?

Vermeide Freunde und Bekannte. Die reden dir vorne schön, aber dann...

guenther

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Worttaten
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Re: Text lektorieren lassen ?

von Worttaten (17.11.2010, 13:09)
kasimir hat geschrieben:
Mit welchen Kosten muss man so rechnen?
Ich habe derzeit 300 Seiten A4 mit 9 pt. Schrift. Ich schätze, das es am Ende so 450 Seiten werden.
Wen kann ich ansprechen, bzw. wer hat Erfahrung damit?


Hallo Kasimir,

der Link zum VfLL wurde ja schon genannt.
Wenn ich mir so einen Textblock vor Augen halte (DIN A4, 1,5 Zeilenabstand, Schrift Times), sehe ich gut 4500 Zeichen je Seite vor mir. Das runtergerechnet auf Normseiten ergibt dann irgendwas um 750 Seiten. Angaben ohne Pistole, da ich nicht weiß, wie dein Manuskript formatiert ist.
Wenn wir mal die Honorarempfehlungen unseres Verbands vergessen und bei dem bleiben, was durchschnittlich genommen wird (zwischen 3 und 4,50 Euro etwa je Seite/Lektorat), kämst du damit auf einen Kostenfaktor von weit über 2000 Euro (bei den angenommenen 300 Seiten mit 9pt.)

kasimir hat geschrieben:
Hi,
Zwei Verlage sind darunter, die keinen Vorschuss erwarten, dafür ist aber die Ausschüttung an jedem Buch geringer.
Vielen Dank und lieben Gruss
Kasimir


Dann ist doch alles in Ordnung. Aber check die Vertragsangebote gut, nicht dass sich irgendwo ein Haken verbirgt. Vor ein paar Jahren schlug mal eine Literaturagentur Wellen, die Autoren "kostenlos" an einen Verlag vermittelte, der die Bücher "kostenlos" publizierte. Man vergaß lediglich vorab zu erwähnen, dass das unbedingt nötige Lektorat vom Autor zu bezahlen wäre. Die Rechnungsbeträge hierfür lagen bei den Autoren, die sich anfangs so herrlich gefreut haben, ziemlich flächendeckend bei um 12.000 Euro, wenn ich mich richtig erinnere.

Judith hat geschrieben:
... Bezahlen musst/sollst/darfst du nichts.
Grüßle
Judith


Das würde ich so nicht vollkommen unterstreichen. Müssen muss niemand was, aber viele wollen oder möchten. Man sollte hier schon unterscheiden, wofür man bezahlt - ob für eine Verlagsleistung oder eine Dienstleistung.
Wir (freien) Lektoren gehören zum Dienstleistungsgewerbe und müssen uns demzufolge auch vom Kunden honorieren lassen, denn sonst tut's keiner. Ich finde es nur traurig, dass wir deshalb oft mit den Handaufhalt-Verlagen über einen Kamm geschert werden.
Ich weiß, das ist oft ein Teufelskreis. Einerseits wollen Verlag gerne Manuskripte, die so gut wie druckreif sind, weil ein Lektorat auch immer Personalkosten verursacht, andererseits sind viele noch unerfahrene Autoren mit der eigenen Überarbeitung überfordert, um solche druckreifen Skripte abzuliefern und möchten deshalb gerne an die Hand genommen werden.
Der einzige Rat, den ich hier immer wieder geben kann, ist: schreiben, schreiben, schreiben ... und sich eben weiterzuentwickeln und Erfahrung zu sammeln, dann klappt’s auch mit dem Verlag eines Tages und man kann sein Geld für andere Dinge ausgeben ;)

ingolf hat geschrieben:
Die Dame sage mir aber an Verlage sollte ich das Skript nichtlektoriert senden. Das mögen viele Verlage nicht und kann auch schaden.
Weiter sagte sie mir das ich mir die Kosten sparen kann da ein guter Verlag auch Lektoren hat.


Das höre ich zum ersten Mal (was nichts bedeuten muss). Gerade vor ein paar Tagen habe ich mit einer Kollegin gesprochen, die für ein größeres Verlagshaus arbeitet, und die sagte, sie wäre für jedes Manuskript dankbar, das schon von einem erfahrenen Auge begutachtet worden ist. Wobei dem Verlag ziemlich schnuppe ist, ob der Autor jemanden dafür bezahlt hat oder das Manuskript im Alleingang vorbereitet hat.

Dass ein guter Verlag auch Lektoren hat, steht außer Frage, darum geht's jedoch oft gar nicht. Die Verlagslektoren arbeiten meist ganz anderes als die Freien und überwiegend mit Manuskripten, die handwerklich schon optimiert sind.
Wenn es aber genau daran hapert und noch eine Menge zu tun wäre, bis das Manuskript druckreif ist, wird der Autor erst gar keinen Vertrag bekommen - und damit keine Lektor, der ihm das "für lau" richtet.
So beißt sich die Katze in den Schwanz.
Zuletzt geändert von Worttaten am 17.11.2010, 15:01, insgesamt 2-mal geändert.
Oft ist das Denken schwer, indes, das Schreiben geht auch ohne es.
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hawepe
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Re: Text lektorieren lassen ?

von hawepe (17.11.2010, 14:08)
Hallo Worttaten,

Worttaten hat geschrieben:
Wenn wir mal die Honorarempfehlungen unseres Verbands vergessen und bei dem bleiben, was durchschnittlich genommen wird (zwischen 3 und 4,50 Euro etwa je Seite/Lektorat), kämst du damit auf einen Kostenfaktor von weit über 2000 Euro (bei den angenommenen 3 Seiten mit 9pt.)


Eben. Und deshalb ist ein klassisches Lektorat für book on demand veröffentlichende Autoren unrealistisch.

In der Praxis durchgesetzt hat sich hier das sogenannte "kleine Lektorat", in dem nur die gröbsten sprachlichen Schnitzer beseitigt und ansonsten generell auf Schwächen im Manuskript hingewiesen wird. Ein faktisches Neuschreiben des Manuskriptes ist dabei ausgeschlossen.

Ich weiß, das ist oft ein Teufelskreis. Einerseits wollen Verlag gerne Manuskripte, die so gut wie druckreif sind, weil ein Lektorat auch immer Personalkosten verursacht, andererseits sind viele noch unerfahrene Autoren mit der eigenen Überarbeitung überfordert, um solche druckreifen Skripte abzuliefern und möchten deshalb gerne an die Hand genommen werden.


Das Problem ist nach meinen Beobachtungen, dass viele Autoren meinen, gleich mit einem Roman starten zu müssen, anstatt sich erst einmal an kleineren Formen zu üben. Üben meine ich dabei wirklich als "üben".

Ich arbeite ja auch als Lektor und bin immer wieder überrascht, wie sich Menschen an einen Roman machen können, deren Schreibstil mich spontan an Schulaufsätze erinnert.

Die Verlagslektoren arbeiten meist ganz anderes als die Freien und überwiegend mit Manuskripten, die handwerklich schon optimiert sind.


Klar, sie bekommen ja auch nur die sprichwörtliche Spitze des Eisberges zur Bearbeitung auf den Schreibtisch. Das andere wird ja schon vorher aussortiert. Bei den freien Lektoren ist es eher umgekehrt.

Wenn es aber genau daran hapert und noch eine Menge zu tun wäre, bis das Manuskript druckreif ist, wird der Autor erst gar keinen Vertrag bekommen - und damit keine Lektor, der ihm das "für lau" richtet.
So beißt sich die Katze in den Schwanz.


Das ist das Problem. Wenn ein Manuskript von 700 Normseiten alleine über 6000 Rechtschreib-, Zeichensetzungs- und Grammatikfehler enthält, wie ich es bereits hatte, ist da eigentlich kein für BoD-Autoren bezahlbares Lektorat mehr möglich.

Beste Grüße

Heinz

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Worttaten
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Re: Text lektorieren lassen ?

von Worttaten (17.11.2010, 14:59)
hawepe hat geschrieben:
Hallo Worttaten,

Worttaten hat geschrieben:
Wenn wir mal die Honorarempfehlungen unseres Verbands vergessen und bei dem bleiben, was durchschnittlich genommen wird (zwischen 3 und 4,50 Euro etwa je Seite/Lektorat), kämst du damit auf einen Kostenfaktor von weit über 2000 Euro (bei den angenommenen 3 Seiten mit 9pt.)


Eben. Und deshalb ist ein klassisches Lektorat für book on demand veröffentlichende Autoren unrealistisch.

In der Praxis durchgesetzt hat sich hier das sogenannte "kleine Lektorat", in dem nur die gröbsten sprachlichen Schnitzer beseitigt und ansonsten generell auf Schwächen im Manuskript hingewiesen wird. Ein faktisches Neuschreiben des Manuskriptes ist dabei ausgeschlossen.


Lieber Heinz,

das kleine Lektorat setzt sich auch bei mir zunehmend durch. In der Praxis erledige ich dabei entweder „nur“ ein vollständiges Korrektorat (preislich deutlich günstiger) und es gibt anschließend eine umfangreiche schriftliche Beurteilung zum Manuskript mit einer Stärken-Schwächen-Analyse und Verbesserungsvorschlägen - oder auch nur Letzteres.

Der Vorteil hierbei ist schlicht: Der Autor muss sich mit dem Skript noch einmal auseinandersetzen, hat aber nun eine Art Leitfaden in der Hand, mit dem er arbeiten kann. Das motiviert und inspiriert viele einfach besser als ein „fertiges“ Skript.
Neulich drückt eine Kundin es so aus: „Das ist genau die Antwort, die ich mir von einem Verlag anstelle eines Standard-Absagebriefs wünschen würde. Jetzt weiß ich wenigstens, woran es hapert und was ich dagegen tun kann.“

Ein anderes Problem, das mir auch schon untergekommen ist: Manche Autoren fühlen sich regelrecht entmündigt oder gar gedemütigt, wenn sie außen vor stehen und nur "machen lassen".
Nicht weil sie fürchten, ihr Lektor würde alles verschlimmbessern oder sie erkennen ihren Text später nicht mehr, sondern eher deshalb, weil sie sich ohnmächtig vorkommen.

Ich finde es ganz wichtig, wenn sich der Autor für seinen Text sensibilisieren lässt, denn nur so schafft er es, ihn zunehmend objektiver zu betrachten und sich dabei auch weiterzuentwickeln. Stichwort: Learning by doing.

Ein Komplettlektorat dagegen kann diesen Job oft nicht machen, denn die retournierten Fahnen erlauben selten einen übersichtlichen Blick auf die Detailarbeit. Wenn ich bspw. im Lektorat übermäßige Demonstrativartikel entferne/ersetze, merkt der Autor es oft gar nicht. Schreibe ich ihm aber in der Bewertung: „Benutze dieses, jenes und welches nicht allzu oft, weil der Text dadurch steif oder künstlich wirkt“, kommt das ganz anders bei ihm an und er kann damit arbeiten (oder es lassen).

Manchmal denke ich, dass eine solches Light-Lektorat die bessere Alternative ist – für beide Seiten ;)
Oft ist das Denken schwer, indes, das Schreiben geht auch ohne es.

(Wilhelm Busch)

JuniorThomas86
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Re:

von JuniorThomas86 (21.11.2010, 00:07)
Hallo Kasimir,

ich weiss nicht, ob das jetzt zu spät kommt, aber ich habe vor kurzem meine Arbeit bei http://www.lektorat-bachelorarbeit.de lektoriert und formatiert bekommen. Der Preis war sehr angenehm :-) Habe vor zwei Tagen auch Werbetexte für das Unternehmen meines Vaters dort lektorieren lassen. Auch sehr günstig und sehr gut gewesen. Vielleicht kannst Du ja wegen des Preises was gutes mit der Agentur ausmachen. Waren sehr nett und unkompliziert. Viel Erfolg mit Deinem Vorhaben! Grüße, Tom

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Alexandermerow
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Re:

von Alexandermerow (21.11.2010, 01:03)
Das ist der Verband der freien Lektorinnen und Lektoren. So weit ich weiß, kannst du dort auch konkrete Angebote von einzelnen Lektoren finden, natürlich inklusive der zu erwartenden Kosten.


Danke für den Hinweis!

Silverle
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Re:

von Silverle (22.11.2010, 19:40)
JuniorThomas86 hat geschrieben:
Hallo Kasimir,

ich weiss nicht, ob das jetzt zu spät kommt, aber ich habe vor kurzem meine Arbeit bei http://www.lektorat-bachelorarbeit.de lektoriert und formatiert bekommen. Der Preis war sehr angenehm :-) Habe vor zwei Tagen auch Werbetexte für das Unternehmen meines Vaters dort lektorieren lassen. Auch sehr günstig und sehr gut gewesen. Vielleicht kannst Du ja wegen des Preises was gutes mit der Agentur ausmachen. Waren sehr nett und unkompliziert. Viel Erfolg mit Deinem Vorhaben! Grüße, Tom


@ Tom: Das Angebot klingt interessant. Weisst du, ob auch Bücher lektoriert werden? Ich habe mir die Seite mal angeschaut, jedoch beim groben Überblicken habe ich nichts derartiges gelesen..?

Gruß Silverle

TV2007
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Re:

von TV2007 (23.11.2010, 11:23)
Hallo Worttaten und Heinz,

ich habe eure letzten Beiträge zu diesem Thema mit Interesse gelesen. Und ich hätte Ähnliches geantwortet, weshalb mir eigentlich nur noch bleibt, euch zuzustimmen. Was Ingolf erzählt hat – eine Lektorin, die ihm rät, das Buch nicht vorab lektorieren zu lassen, wenn es doch ohnehin an einen Verlag gehen soll ... Da kann ich nur verwundert den Kopf schütteln. Für einen unbekannten Autor ist die Chance, von einem „richtigen“ Verlag angenommen zu werden, gleich null. Und noch viel geringer, wenn es zahllose Fehler in Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion gibt ...
Das wollte ich nur kurz sagen.

Danny P.
Biographin und Romanautorin
www.suesser-wahnsinn.de.vu

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ingolf
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Re:

von ingolf (23.11.2010, 13:06)
TV2007 hat geschrieben:
Hallo Worttaten und Heinz,

ich habe eure letzten Beiträge zu diesem Thema mit Interesse gelesen. Und ich hätte Ähnliches geantwortet, weshalb mir eigentlich nur noch bleibt, euch zuzustimmen. Was Ingolf erzählt hat – eine Lektorin, die ihm rät, das Buch nicht vorab lektorieren zu lassen, wenn es doch ohnehin an einen Verlag gehen soll ... Da kann ich nur verwundert den Kopf schütteln. Für einen unbekannten Autor ist die Chance, von einem „richtigen“ Verlag angenommen zu werden, gleich null. Und noch viel geringer, wenn es zahllose Fehler in Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion gibt ...
Das wollte ich nur kurz sagen.

Danny P.


Ja genau mit diesem Gedanken machte ich mich auf den Weg zur besagten Lektorin.
Das es gut wäre wenn es vorlektoriert wäre.
Heute weiß ich das mein Gedanke richtig war und habe eine neue anständige lektorin an der Hand und bin sehr froh.

Das arbeiten am Projekt machen wieder Spass und es ist neuer Wind in den Segeln.
Nur wer in der Mitte seines Herzens ist, ißt auch in der Mitte des Lebens

www.pax-et-bonum.net

JuniorThomas86
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Lektorat bzw. Korrektur für Manuskripte / Bücher

von JuniorThomas86 (23.11.2010, 21:41)
Hallo nochmal,

ja ich weiss dass http://www.lektorat-bachelorarbeit.de nicht nur Lektorat und Korrektur für Abschlussarbeiten anbieten, sondern auch für jede andere Art von Text, auch Manuskripte und Bücher. Übrigens auch Formatierung bzw. Layout, aber frag da einfach mal nach. Grüße, Tom

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hawepe
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Re: Text lektorieren lassen ?

von hawepe (24.11.2010, 08:19)
Hallo Worttaten,

Worttaten hat geschrieben:
Ein Komplettlektorat dagegen kann diesen Job oft nicht machen, denn die retournierten Fahnen erlauben selten einen übersichtlichen Blick auf die Detailarbeit. Wenn ich bspw. im Lektorat übermäßige Demonstrativartikel entferne/ersetze, merkt der Autor es oft gar nicht.


Arbeitest du nicht mit der Änderungsverfolgung? In der Regel sind die Autoren zwar mit meinen Vorschlägen einverstanden, aber fast immer gibt es Stellen, an denen sie meine Vorschläge nicht übernehmen möchten oder selbst nach Alternativen suchen.

Schreibe ich ihm aber in der Bewertung: „Benutze dieses, jenes und welches nicht allzu oft, weil der Text dadurch steif oder künstlich wirkt“, kommt das ganz anders bei ihm an und er kann damit arbeiten (oder es lassen).


Tritt das Problem nur in einzelnen Passagen auf, schlage ich häufig im Manuskript Umformulierungen vor, zieht es sich durch das gesamte Manuskript, verweise ich gesondert darauf. Mehrheitlich belassen es die Autoren dann aber dabei und überarbeiten das Manuskript nicht.

Betont werden muss aber, dass es auch Autoren gibt, die um jede Formulierung ringen. Mit ihnen zusammenzuarbeiten, ist dann wirklich eine Wohltat.

Beste Grüße

Heinz

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Worttaten
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Re: Text lektorieren lassen ?

von Worttaten (28.11.2010, 10:39)
hawepe hat geschrieben:
Hallo Worttaten,

Worttaten hat geschrieben:
Ein Komplettlektorat dagegen kann diesen Job oft nicht machen, denn die retournierten Fahnen erlauben selten einen übersichtlichen Blick auf die Detailarbeit. Wenn ich bspw. im Lektorat übermäßige Demonstrativartikel entferne/ersetze, merkt der Autor es oft gar nicht.


Arbeitest du nicht mit der Änderungsverfolgung? In der Regel sind die Autoren zwar mit meinen Vorschlägen einverstanden, aber fast immer gibt es Stellen, an denen sie meine Vorschläge nicht übernehmen möchten oder selbst nach Alternativen suchen.

Beste Grüße

Heinz


Hallo Heinz,

doch, natürlich. Allerdings sind manche Fahnen sehr "rot", was nicht immer nur am Text selbst liegen muss.
Die Änderungsnachverfolgung macht ja alles sichtbar, vom entfernten doppelten Leerzeichen über Absatzkorrekturen bis Formatierungsänderungen. Da wird es manchmal sehr lebhaft auf dem "Blatt".

Schönen Sonntag wünsche ich.
Sabine
Oft ist das Denken schwer, indes, das Schreiben geht auch ohne es.

(Wilhelm Busch)

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hawepe
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Re: Text lektorieren lassen ?

von hawepe (28.11.2010, 12:56)
Hallo Sabine,

Worttaten hat geschrieben:
Allerdings sind manche Fahnen sehr "rot", was nicht immer nur am Text selbst liegen muss.
Die Änderungsnachverfolgung macht ja alles sichtbar, vom entfernten doppelten Leerzeichen über Absatzkorrekturen bis Formatierungsänderungen. Da wird es manchmal sehr lebhaft auf dem "Blatt".


Allerdings :-(

Ich lasse deshalb in der Regel auch nicht alles anzeigen. Wenn Autoren nicht den Unterschied zwischen dass und das oder sie und Sie kennen, frage ich in der Regel vorher, ob ich das ohne Kennzeichnung ändern soll.

Wenn ich nicht nur lektorieren, sondern auch setzen soll, ignoriere ich z.B. doppelte Leerzeichen, weil ich mit LaTeX arbeite und man für LaTeX soviele Leerzeichen einfügen kann, wie man mag. Im Satz steht immer nur ein Leerzeichen.

Analog verfahre ich, wenn Autoren im Manuskript zwischen Gänsefüßchen und Guillemets hin und her wechseln.

Auf diese Weise sieht es dann nicht mehr ganz so rot aus.

Beste Grüße

Heinz

Fachlektor
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Re:

von Fachlektor (21.07.2014, 13:58)
Ich arbeite hier als freier Lektor und kann euch die Plattform nur empfehlen, durch meine eigene Bewerbung dort weiss ich, dass alle Lektoren dort geprüft werden und einen Nachweis über ihre Erfahrungen und ihre akademische Laufbahn vorlegen müssen. Für mich als Lektor ist es auch sehr angenehm, dass es dort eine Supervisor-Ebene gibt. Das bedeutet, dass der Text vor der Lieferung an den Kunden noch einmal kontrolliert wird, damit in der Abschlusslieferung auch keine Flüchtigkeitsfehler mehr enthalten sind!

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Re:

von Bärentante (21.07.2014, 15:24)
In den vergangenen vier Jahren hat Kasimir sicher schon einen Lektor gefunden. :wink:

(Ich dachte immer, es heißt: ich weiß)
Liebe Grüße
Christel

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