Sonnenaufgang

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Paukner

Sonnenaufgang

von Paukner (05.08.2014, 06:50)
Sonnenaufgang

Die Gabe fein erhellend Sein,
ein neuerlicher Schein der dein
Gemüht erhellt und freudig meint
es sollte sein, ein Anfang der vereint.

Mein selig wohl der Tatendrang,
ist es der mich beschwingt
in fester Stunde morgendlich beginnt.
Der Anbeginn der Zeit verging,

somit führt der Weg hinaus,
in eine Landschaft wie gemalt,
im Morgenschein der sommerlichen Gestalt
dessen man sich fühlt wie zuhaus.

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ANOUK_F.
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Re:

von ANOUK_F. (05.08.2014, 16:38)
Hallo Alexander, die Thematik Ihres Gedichtes finde ich schön, da ja quasi jeder Tagesbeginn eine Art Wiedergeburt ist und ich auch die damit verbundene Gefühlslage gut nachvollziehen kann. Mir erschließt sich allerdings Ihr Reimschema nicht ganz. Es scheint wirklich von Strophe zu Strophe zu wechseln bzw stellenweise gar nicht vorhanden zu sein.

Ferner erfasse ich mitunter den Sinn einzelner Zeilen nicht ganz. (Die Gabe fein erhellend Sein (Wessen Gabe?!)
"Mein selig wohl der Tatendrang" (sollte es nicht „Wohl“ heißen, also ein Substantiv sein, quasi: mein Wohl ist der Tatendrang ?)
"im Morgenschein der sommerlichen Gestalt" (Wessen Gestalt?)
"dessen man sich fühlt wie zuhaus." (Worauf bezieht sich das „dessen“? Auf den Morgenschein? Dann stimmt aber das nachfolgende grammatikalisch gar nicht! )

Ihr Gedicht, jeweils in Klammern die Silbenanzahl (links)sowie das Reimschema (rechts)
(8)Die Gabe fein erhellend Sein, (A)
(8)ein neuerlicher Schein der dein (A)
(8)Gemüht erhellt und freudig meint (B)
!10)es sollte sein, ein Anfang der vereint. (B)

(8)Mein selig wohl der Tatendrang, (A)
(6)ist es der mich beschwingt (B)
(10)in fester Stunde morgendlich beginnt. (C)
(8)Der Anbeginn der Zeit verging, (D)

(7)somit führt der Weg hinaus, (A)
(8)in eine Landschaft wie gemalt, (B)
(11)im Morgenschein der sommerlichen Gestalt ( B mit Auge zugekniffen: „gemalt“ hat langes „a“, „Gestalt“ hat kurzes „a“)
(8)dessen man sich fühlt wie zuhaus. (A)

Die Silbenanzahl variiert von 6-11 Silben! Das ist SEHR unregelmäßig! Sie haben es sicher mal laut gelesen, und gemerkt, dass es sich daher stellenweise echt schlecht lesen lässt. Oftmals sind es nur kleine Veränderungen, die den Rhythmus so viel besser machen!
Wenn sie etwas ganz bestimmtes ausdrücken möchten, könnten sie doch ggf. mal komplett ohne Reim arbeiten und „nur“ auf Rhythmus/Silbenanzahl usw achten. Dann gerät man auch nicht in Gefahr, einige Worte nur des Reimes wegen zu wählen.

Ich bin in puncto Lyrik ein Neuling. Bei mir stimmen auch nicht immer Silbenanzahl, Metrik usw. Vieles mache ich nach Gefühl. Nur, da sich hier bisher keiner der wirklichen Meister zu Wort gemeldet hat, dachte ich, ich mache Sie einfach mal auf das aufmerksam, was mir spontan beim Lesen aufgefallen ist.
Wie gesagt, das Thema Ihres Gedichtes finde ich sehr schön. Sicher kann man mit einiger Überarbeitung noch eine ganze Menge draus machen!

lg,
Anouk

Paukner

Re:

von Paukner (06.08.2014, 09:27)
Hallo Anouk_F,

vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, das du das Thema des Gedichtes gut findest.

Das Gedicht "Sonnenaufgang" ist ein neueres Gedicht von mir. Ich bemühe mich in Zukunft ein Reim Schema einzuhalten, jedoch gelingt dies nicht immer. Auch die Silbenzahl ist wichtig um das Gedicht besser lesen zu können, dessen bin ich mir bewusst. Jedenfalls vielen Dank für deinen aufmerksamen Kommentar zu diesem Gedicht.

Was einzelne Zeilen betrifft und dessen Bedeutung so möchte ich gerne das der Leser selbst ein wenig nachdenkt darüber. Im Fall des Abschnittes "Die Gabe fein erhellend Sein" so leitet es die Gabe ein die das Sein als solches erhellt und dies verdeutlicht mit dem fein. Ich finde es ästhetischer dies zu schreiben und in der richtigen Betonung wirkt es so meine ich recht gut.

Meine Gedichte sollen den Leser auf eine Reise in eine Gefühlswelt nehmen in welcher er nachdenkt und auch manchmal die Schönheit des Wortes erkennt.

Ich schreibe gerne und versuche immer besser zu werden. Manchmal braucht man Zeit um seinen Stil zu verbessern und ihn für jeden schöner lesbar zu machen.

Schöne Grüße

Bardioc
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Registriert: 18.03.2014, 15:54

Re:

von Bardioc (06.08.2014, 11:25)
ANOUK_F. hat geschrieben:
Hallo Alexander, die Thematik Ihres Gedichtes finde ich schön, da ja quasi jeder Tagesbeginn eine Art Wiedergeburt ist und ich auch die damit verbundene Gefühlslage gut nachvollziehen kann. Mir erschließt sich allerdings Ihr Reimschema nicht ganz. Es scheint wirklich von Strophe zu Strophe zu wechseln bzw stellenweise gar nicht vorhanden zu sein.

Ferner erfasse ich mitunter den Sinn einzelner Zeilen nicht ganz. (Die Gabe fein erhellend Sein (Wessen Gabe?!)
"Mein selig wohl der Tatendrang" (sollte es nicht „Wohl“ heißen, also ein Substantiv sein, quasi: mein Wohl ist der Tatendrang ?)
"im Morgenschein der sommerlichen Gestalt" (Wessen Gestalt?)
"dessen man sich fühlt wie zuhaus." (Worauf bezieht sich das „dessen“? Auf den Morgenschein? Dann stimmt aber das nachfolgende grammatikalisch gar nicht! )

Ihr Gedicht, jeweils in Klammern die Silbenanzahl (links)sowie das Reimschema (rechts)
(8)Die Gabe fein erhellend Sein, (A)
(8)ein neuerlicher Schein der dein (A)
(8)Gemüht erhellt und freudig meint (B)
!10)es sollte sein, ein Anfang der vereint. (B)

(8)Mein selig wohl der Tatendrang, (A)
(6)ist es der mich beschwingt (B)
(10)in fester Stunde morgendlich beginnt. (C)
(8)Der Anbeginn der Zeit verging, (D)

(7)somit führt der Weg hinaus, (A)
(8)in eine Landschaft wie gemalt, (B)
(11)im Morgenschein der sommerlichen Gestalt ( B mit Auge zugekniffen: „gemalt“ hat langes „a“, „Gestalt“ hat kurzes „a“)
(8)dessen man sich fühlt wie zuhaus. (A)

Die Silbenanzahl variiert von 6-11 Silben! Das ist SEHR unregelmäßig! Sie haben es sicher mal laut gelesen, und gemerkt, dass es sich daher stellenweise echt schlecht lesen lässt. Oftmals sind es nur kleine Veränderungen, die den Rhythmus so viel besser machen!
Wenn sie etwas ganz bestimmtes ausdrücken möchten, könnten sie doch ggf. mal komplett ohne Reim arbeiten und „nur“ auf Rhythmus/Silbenanzahl usw achten. Dann gerät man auch nicht in Gefahr, einige Worte nur des Reimes wegen zu wählen.

Ich bin in puncto Lyrik ein Neuling. Bei mir stimmen auch nicht immer Silbenanzahl, Metrik usw. Vieles mache ich nach Gefühl. Nur, da sich hier bisher keiner der wirklichen Meister zu Wort gemeldet hat, dachte ich, ich mache Sie einfach mal auf das aufmerksam, was mir spontan beim Lesen aufgefallen ist.
Wie gesagt, das Thema Ihres Gedichtes finde ich sehr schön. Sicher kann man mit einiger Überarbeitung noch eine ganze Menge draus machen!

lg,
Anouk


Auch bei mir stimmen Silbenzahl, Metrik und Reimschema nicht immer. Das ist dann aber dann meistens ein Zeichen, daß das Gedicht noch nicht fertig ist. Einmal benutze ich eine abweichende Silbenzahl, um einen Perspektivwechsel anzuzeigen. Gute Idee, die Silbenzahl vorne und das Reimschema hinten zu markieren.

Bardioc
Beiträge: 310
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Re:

von Bardioc (06.08.2014, 11:47)
Paukner hat geschrieben:
Das Gedicht "Sonnenaufgang" ist ein neueres Gedicht von mir. Ich bemühe mich in Zukunft ein Reim Schema einzuhalten, jedoch gelingt dies nicht immer. Auch die Silbenzahl ist wichtig um das Gedicht besser lesen zu können, dessen bin ich mir bewusst. Jedenfalls vielen Dank für deinen aufmerksamen Kommentar zu diesem Gedicht.

Ja, das mit der Silbenzahl gelingt nicht immer. Man kann aber Füllwörter hinzufügen oder die Verse anders gestalten. Ich habe Dir geraten, Sontexte zu schreiben, da da die Selbenzahl auch teilweise extrem variiert und es auf den Reim auch nicht so ankommt. Stell Dir vor, Du schreibst z. B. einen Songtext für einen Rock-Song. Gut, dann ist der Text meist in Englisch.

Paukner hat geschrieben:
Was einzelne Zeilen betrifft und dessen Bedeutung so möchte ich gerne das der Leser selbst ein wenig nachdenkt darüber. Im Fall des Abschnittes "Die Gabe fein erhellend Sein" so leitet es die Gabe ein die das Sein als solches erhellt und dies verdeutlicht mit dem fein. Ich finde es ästhetischer dies zu schreiben und in der richtigen Betonung wirkt es so meine ich recht gut.

Ohne irgend einen Hinweis ist dieser Text nur kryptisch, auch wenn er in der richtigen Betonung vielleicht recht gut wirken könnte. Man kann natürlich immer sagen, daß man den Leser zum Nachdenken anregen will, aber das mag dieser vielleicht gar nicht, sondern er will einfach gute Gedichte lesen, die sich reimen und wo er versteht, worum es geht. Damit solltest Du anfangen. Leider hatten wir in der Schule ein linkslastiges Lesebuch, das ziemlich ungewöhnliche und teilweise verstörende Lyrik brachte, z. B. Else Lasker-Schüler mit ihrer Traumwäscherei.

Meine Gedichte sollen den Leser auf eine Reise in eine Gefühlswelt nehmen in welcher er nachdenkt und auch manchmal die Schönheit des Wortes erkennt.

Es fällt mir schwer, hinter Deinen -- mir doch recht zusammenhangslos erscheinenden -- Zeilen eine Gefühlswelt zu entdecken. Du versuchst, den Gedichtsstil längst vergangener Epochen zu imitieren, ohne daß der Leser eine wirkliche Aussage im Text erkennen kann. Was ist die ''Schönheit des Wortes''?

Paukner

Re:

von Paukner (06.08.2014, 12:08)
Hallo Bardioc,

mit "Schönheit des Wortes" meine ich eigentlich, das sich ein Wort gut anhört wenn man es liest. Es sollte eine gewisse Ästhetik ausdrücken. So kann man es in gewisser weise umschreiben.

Mir gefällt die klassische Lyrik sehr und ich orientiere mich, ein wenig an ihr. Ich finde diese Form der Lyrik einfach gut. Und so habe ich mich ein wenig inspirieren lassen.

Ich schreibe gerne Gedichte und versuche immer besser zu werden. Danke für die Anregungen.

Schöne Grüße

Bardioc
Beiträge: 310
Registriert: 18.03.2014, 15:54

Re:

von Bardioc (06.08.2014, 14:44)
Paukner hat geschrieben:
Hallo Bardioc,

mit "Schönheit des Wortes" meine ich eigentlich, das sich ein Wort gut anhört wenn man es liest. Es sollte eine gewisse Ästhetik ausdrücken. So kann man es in gewisser weise umschreiben.

Mir gefällt die klassische Lyrik sehr und ich orientiere mich, ein wenig an ihr. Ich finde diese Form der Lyrik einfach gut. Und so habe ich mich ein wenig inspirieren lassen.

Ich schreibe gerne Gedichte und versuche immer besser zu werden. Danke für die Anregungen.

Schöne Grüße


Ja, natürlich. Siehe dazu auch http://en.wikipedia.org/wiki/Cellar_door, insbesondere was Tolkien dazu sagt. Letztlich kann man sich über Ästethik oder Schönheit streiten. Wichtig ist hierbei auch die Bedeutung, denn was nutzt das schönste Wort, wenn es eine Beleidigung oder etwas Negatives oder Angsteinflößendes ausdrückt. Da kann man, zumindest als Muttersprachler, die Bedeutung nicht wirklich abstreifen.

Gegen Deine Orientierung an ''klassischer'' Lyrik ist auch nichts zu sagen. Es wirkt nur etwas deplaziert in unserer Zeit, insbesondere wenn sie nicht wirklich gut ist, was man Dir ja auch schon gesagt hat. Es fehlt ein nachvollziebarer Sinn, ein roter Faden und handwerkliches Können. Außerdem sind die Leute heute nüchterner geworden, schwülstige Liebeslyrik zieht nicht mehr. Und Ästhetik gibt es nicht nur in einer ''sonnigen'', sondern auch in einer ''dunklen'' Form, z. B. die Lyrik von Songs von Black Sabbath, Iron Maiden, Subway to Sally etc. Im Anbetracht der vielen Probleme und der Gewalt und vieler gescheiterter Beziehungen in unserer Zeit ist das ehrlicher als verlogene Liebeslyrik.

Paukner

Re:

von Paukner (06.08.2014, 15:41)
Hallo Bardioc,

nun ich muss dazu sagen, das mir das dichten gefällt und ich möchte auch weiterhin schreiben. Ich finde man sollte jeden Text mit Respekt analysieren damit meine ich Respekt, dem Werk gegenüber und Respekt dem Autor und seiner Anschauung von Literatur gegenüber.

Meiner Ansicht nach sind meine Texte gut, ich selbst lese sie gerne und deshalb wollte ich sie auch veröffentlichen.

Der Geschmack entscheidet und die, die meine Texte mögen werden sich auch für meine Taschenbücher interessieren. Das hoffe ich zumindest.

Kritik ist schon okay, aber ich steh echt mit ganzem Herzen hinter meinen Büchern.

Bardioc
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Registriert: 18.03.2014, 15:54

Re:

von Bardioc (06.08.2014, 16:43)
Paukner hat geschrieben:
Hallo Bardioc,

nun ich muss dazu sagen, das mir das dichten gefällt und ich möchte auch weiterhin schreiben. Ich finde man sollte jeden Text mit Respekt analysieren damit meine ich Respekt, dem Werk gegenüber und Respekt dem Autor und seiner Anschauung von Literatur gegenüber.


Wir drehen uns im Kreis. Wenn wir hier überhaupt reagieren, zeigen wir Respekt.

Meiner Ansicht nach sind meine Texte gut, ich selbst lese sie gerne und deshalb wollte ich sie auch veröffentlichen.


Es kommt nicht auf Deine Ansicht an, sondern auf die der Leser.


Der Geschmack entscheidet und die, die meine Texte mögen werden sich auch für meine Taschenbücher interessieren. Das hoffe ich zumindest.


Geh mal auf eine beliebige Online-Bücherplattform und schau mal, wieviele Bücher da noch nicht ein einziges mal verkauft wurden.

Kritik ist schon okay, aber ich steh echt mit ganzem Herzen hinter meinen Büchern.


Das muß aber nicht bedeuten, daß man nicht auch offen für Kritik sein kann. Wenn Dir Deine Bücher am Herzen liegen, solltest Du ein Interesse daran haben, daß sie möglichst gut sind. Wenn Du Deine Gedichte liest, solltest Du doch früher oder später merken, daß da noch viele Probleme sind.

Paukner

Re:

von Paukner (07.08.2014, 07:29)
Hallo Bardioc,

es stimmt die Ansicht des Lesers ist entscheidend, da gebe ich dir recht. Es ist auch wichtig hinter seinem Werk zu stehen. Wenn ich das nicht tun würde, hätte ich gar nichts veröffentlicht.

Klar bin ich interessiert, das sich meine Schreibweise verbessert, deshalb freue ich mich immer über konstruktive Beiträge.

Für dein Interesse an meinen Gedichten möchte ich mich bedanken.

thumbbup

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