neuer THREAD: schlichte Liebesgedichte - ohne Kitsch

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ANOUK_F.
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neuer THREAD: schlichte Liebesgedichte - ohne Kitsch

von ANOUK_F. (13.08.2014, 09:53)
Hallo,
damit wir hier nicht immer für jedes neue Gedicht ein neues Thema aufmachen ( und somit alle anderen nach unten rutschen, was ggf. bei dem einen oder anderen für Verdruss sorgt) möchte ich hier einen Thread starten. Garantiert nicht-kitschige Liebesgedichte. Seshmosis hat bereits in einem Posting neulich eindrucksvoll bewiesen, dass es durchaus möglich ist: ohne Schmalz, ohne Herz-Schmerz und ohne rosa Wölkchen...

Ich hoffe, dass der/die eine oder andere sein/ihr Gedicht hier postet.
Ich dachte an Liebesgedichte aller Art (Hauptsache ohne Kitsch: das kann etwas zur erfüllten Liebe sein, aber auch zu Liebeskummer, enttäuschter/verratener Liebe,... lasst Euch was einfallen)
Ich mache dann mal den Anfang mit


LEERE RÄUME

Mit dem Rücken zur Wand,
ich breite die Arme aus.
Du bist eine Mauer –
um die führt kein Weg herum.

Blei an den Füßen,
ich schreie nach dir.
Mal wieder in deinen
Worten ertrunken.

Ich zieh mit dem Westwind
übers Land,
verfange mich in
deinen Zweigen.
Voller Früchte stehst du,
schenkst reichlich davon.
Anderen.

Staubig, erschöpft,
mein Herz im Gepäck,
mache ich Station bei dir.
›Ausgebucht‹, sagst du.
Ich seh nur leere Räume.


Anouk Ferez, 8/2014

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (13.08.2014, 09:57)
Schrödingers Katze

Heute bist Du
nicht hier
und ich frage mich
gibt es Dich
dennoch?

Es könnte doch sein,
dass ich Dich nur
erträumt
erdacht
erfunden

ICH
in meiner Einsamkeit
hier draußen

DU
in Deiner black box
dort drinnen

wo es Dich gibt
oder nicht

Gerd Scherm

(Ich weiß allerdings nicht, ob es in die Kategorie "schlicht" passt ...)

Paukner

@ "schlichte Liebesgedichte"

von Paukner (13.08.2014, 10:20)
Sehnsucht

Ich vermisse,
dein schönes Lachen
deine zärtlichen Küsse,
ohne dich aufwachen,

ist nicht das selbe,
fast sehe ich dich
in jedem Traum, bitte bleibe
in meiner Erinnerung, ganz herzlich

warm, so wie du bist.
Diese gemeinsame Wonne
damals zu erleben vergisst
man nicht, so wie die Sonne.


hugo-wolff
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Registriert: 20.11.2012, 15:30

Re:

von hugo-wolff (13.08.2014, 13:27)
Fernes Land


In einem fernen Land
Dem Herzen gleich die Horizonte
An das mich nur Erinnerungen band
Und das allein Vergangenheit bewohnte

In jenem unbekannten Land
Das ich selbst in den
Träumen nicht mehr fand
Schläft Gott der mich mit dir belohnte


(c) hugo wolff

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ANOUK_F.
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Re:

von ANOUK_F. (13.08.2014, 20:50)
Wer will mich stoppen?

Wer will mich bremsen?
Ich renne bis das Blut
in meinen Adern
Blasen schlägt,
bis ich heiß und lichterfüllt
zusammenbreche
– deinen Namen in den Wind geschrien.

Wer will mich stoppen,
dich zu erspüren,
wo immer du bist,
dich im Wasser zu schmecken,
dem regennassen Boden
deinen Duft zuzuschreiben?

Wer will mich fesseln,
dass ich nicht
nächtens
in meinen Träumen
zu dir gleite?

Wer will mich mit Blindheit schlagen?
Dein Bild wurzelt tief
in meinem Geist.
Dort trägt es Früchte,
die sind
scharlachrot.

Du nennst das Wahnsinn,
willst ihn stoppen,
meinen Rausch
– doch es ist
meine Welt allein
in der ich dich
liebe.


Anouk Ferez

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