Went down

Präsentiert euren Gedichtband oder eure Liedersammlung.


Schreibflash

Re:

von Schreibflash (30.09.2014, 12:22)
...
Zuletzt geändert von Schreibflash am 03.10.2014, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.

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Siegfried
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Re: An Schreibflash, falls du noch unter uns weilst

von Siegfried (30.09.2014, 14:00)
Schreibflash hat geschrieben:
Warum muss man anfangen, den anderen wegzubeißen?


Wo ist die Stelle in diesem Diskussionsfaden, wo du hier "weggebissen" wirst?

Schreibflash hat geschrieben:
Merkwürdig auch, zu meiner Kurzgeschichte: „Auf Babette hatte sie es abgesehen“, hat keiner ein Feedback abgegeben, aber heruntergeladen! Was soll ich davon halten?


Weiter oben schreibst du

Schreibflash hat geschrieben:
Warum kann man es nicht gut sein lassen, wenn man sich nicht angesprochen fühlt, was jemand schreibt?


Nun beklagst du dich, dass auf deinen Beitrag "Auf Babette hatte sie es abgesehen" niemand ein Feedback gepostet hat.

Beide Aussagen nebeneinander wirken auf mich jetzt sehr indifferent. Anders ausgedrückt: Wie sollen wir uns deinen Texten gegenüber verhalten, wenn dir auf der einen Seite Kommentare unwillkommen sind, auf der anderen Seite du darüber enttäuscht bist, wenn niemand reagiert? Das ist - zumindest für mich; ich kann hier nicht für andere sprechen - extrem schwierig zu verstehen.

Schreibflash hat geschrieben:
Dennoch glaube ich, solche Foren sind nichts für mich, dafür bin ich nicht abgebrüht genug!


Dazu kann ich nur einen Zweizeiler aus einem Schreibkurs vor vielen Jahren stellen:

Niemals einen Text zur Diskussion stellen, an dem noch das eigene Herzblut klebt! Das geht für beide Seiten - Autor wie Leser - schief.
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Monika K.
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Re: An Schreibflash, falls du noch unter uns weilst

von Monika K. (30.09.2014, 14:52)
Siegfried hat geschrieben:
Schreibflash hat geschrieben:
Warum muss man anfangen, den anderen wegzubeißen?


Wo ist die Stelle in diesem Diskussionsfaden, wo du hier "weggebissen" wirst?


Hier:

Seshmosis hat geschrieben:
Der Text ist so unverständlich wie privat, dass er in einem Tagebuch seinen Platz finden sollte oder in einer Psychogruppe, aber nicht in einem Schreib- oder Poesieforum.


Deshalb finde ich das Löschen des Gedichts auch nicht verwerflich, denn hier scheint es ja nicht willkommen zu sein. Besonders das Stichwort "Psychogruppe" hätte Seshmosis sich gerne schenken können, denn das zeugt nicht von Kompetenz, sondern von Vorurteilen und schlechten Umgangsformen. Von einer Veröffentlichung kann man gerne abraten. Kein Problem. Auch die anderen Kritikpunkte kann man alle nachvollziehen. Aber das Forum ist für jeden offen. BoD verlangt keinen "Kompetenznachweis" vor einer Anmeldung - auch wenn sich ein paar den zu wünschen scheinen. Den "Profis" stehen ganz andere Foren offen, in denen sie unter sich sein und fachsimpeln können. Da muss man nicht mit Gewalt das BoD-Forum, das wie BoD selbst auch Hobbyautoren offen steht, mit Gewalt in einen elitären Klub verwandeln wollen.

So jetzt habe ich mich mal wieder in Rage geredet, obwohl ich weiß, dass ich auch diesmal nichts ändern werde. Reine Zeitverschwendung! Ich steige aus und nehme den Kübel Häme, der für mich wohl gerade vorbereitet wird, kommentarlos hin.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

Schreibflash

Re:

von Schreibflash (30.09.2014, 15:04)
...
Zuletzt geändert von Schreibflash am 03.10.2014, 15:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (30.09.2014, 15:09)
Zur Klarstellung:
Mein Zitat wurde aus dem Zusammenhang gerissen.

@ Schreibflash:
Aber das findet alles nur in Deinem Kopf statt!
Das ist nur Dein persönlicher Film, zu dem kein anderer einen Zugang hat.
Der Leser hat keine Chance, in die Situation einzusteigen.
Nur durch Deinen erklärenden Nachsatz kam das Thema "Trennung - Verlust" erst ins Spiel.
Es ist nirgendwo erkennbar, dass es um eine "Verliererin" geht.
Der Text ist so unverständlich wie privat, dass er in einem Tagebuch seinen Platz finden sollte oder in einer Psychogruppe, aber nicht in einem Schreib- oder Poesieforum.
Durch Dein Verschweigen wird er im Wortsinn "Nichts sagend".


Ich finde es schlicht absurd, einen Text über eine Trennung zu schreiben und kein Leser hat die Chance zu merken, dass es um eine Trennung geht.
Mein anderes Posting bezüglich dieser Unkenntlichkeit des Sinns:
Dem Gedicht ist keinerlei Verlust anzumerken.
Ich dachte, es ginge um die euphorische Beschreibung der Beziehung von einem Du zum anderen Du.

Kein Wort vom Ende der Beziehung.
Wo ist der Schmerz?
Wo ist der Verlust?
Wo im Text steht die Nicht-Akzeptanz?
Wo sind die Gefühle der Verlassenen?

So wie der Text dasteht, könnte man meinen, da hat jemand sein passendes Gegenüber gefunden.

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (30.09.2014, 15:50)
Ich fand das Gedicht in Ordnung für das, was es sein will, das musste man nicht löschen und es hätte auch keine "Betriebsanleitung" gebraucht.

Mal zum generellen Umgang: ich glaub, es ist gar nicht so einfach, sich in so einem Forum richtig zu verhalten. Mir kommt es manchmal so vor, als würden beide, also Neuling und Alteingesessene die Situation in gewisser Weise missbrauchen.

Es gibt halt viele Neue, die stellen ihren Text rein, möchten sich ein paar Zuckerle abholen und dann verschwinden, die denken ja ihrerseits niciht im Ansatz dran, sich im Forum einzubringen.

Und natürlich nutzt andererseits das Stammpersonal schon mal die Situation, um polemisch auf die XXXXX zu hauen und sich zu profilieren - ich meine alles Menschen wollen sich ständig irgendwie profilieren, mal feingeistiger, mal gröber.

Ich weiß nicht, wie das richtig geht - nur "Nettes" sagen zu dürfen, kann es ja auch nicht sein. Aber immer nur draufhauen natürlich auch nicht.

Ich selber hab im Faden von Buehne44 mal einiges rausgehauen, ich hätte das aber nicht gemacht, wenn für meine Begriffe in den Beiträgen zuvor nicht derart über Gebühr gelobhudelt wurde, bis ich dachte: hallo? da muss jetzt aber auch mal Gegenrede her, da war schon was ziemlich fragwürdig und sollte mit dem ganz Breiten Pinsel übertüncht werden - so aber halt auch ned!

Sorry, bin in Eile, vielleicht der ein oder andere Rechtschreibfehler drin.

Schreibflash

Re:

von Schreibflash (30.09.2014, 16:00)
...
Zuletzt geändert von Schreibflash am 03.10.2014, 15:24, insgesamt 1-mal geändert.

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (30.09.2014, 16:10)
@schreibflash

Was du mit Findling meinst, weiß ich nicht.

Aber auch ohne Anleitung konnte ich mir vorstellen, dass es da um Verlust geht:

Du bist mein Elixier
und bleibst auf Ewig ein Teil von mir.


... weil dieses "auf Ewig" ist für mich mit Tod/Verlust assoziiert.

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Siegfried
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Re: An Schreibflash, falls du noch unter uns weilst

von Siegfried (30.09.2014, 17:57)
Monika K. hat geschrieben:
Deshalb finde ich das Löschen des Gedichts auch nicht verwerflich, denn hier scheint es ja nicht willkommen zu sein. Besonders das Stichwort "Psychogruppe" hätte Seshmosis sich gerne schenken können, denn das zeugt nicht von Kompetenz, sondern von Vorurteilen und schlechten Umgangsformen.


Verstehe. Weil ein (in Ziffern: 1) Forum-Mitglied eine dezidierte Meinung zum Text hat (nicht zur Autorin), die der Autorin - und offensichtlich dir - nicht gefällt, ist die Löschung akzeptabel. Okay. Jedem/jeder eine eigene Meinung.



Schreibflash hat geschrieben:
Siegfried hat geschrieben:
Niemals einen Text zur Diskussion stellen, an dem noch das eigene Herzblut klebt! Das geht für beide Seiten - Autor wie Leser - schief.


Wie darf ich diesen Zweizeiler verstehen? Gibt es Autoren, dessen Herzblut an keinem ihrer Werke klebt, ob nun zur Diskussion gestellt, oder nicht? Ich könnte mir vorstellen, dass jeder der schreibt sein Bestes geben will und sehr an seinen Büchern, Gedichtbänden etc. hängt. Aber gut, ich lass' das dann mal so dahingestellt.


Du musst das nicht dahingestellt lassen, ich kann es dir erklären:

Wer intensiv an einem Text arbeitet, steckt emotional sehr tief in seinem Werk. Den Text mit dieser Gefühlsbasis in die Öffentlichkeit zur Diskussion zu stellen, ist brandgefährlich - sowohl für Verfasser/in als auch für die Diskussionsteilnehmer. Da gehen bei einem winzigen falschen Ton sofort alle Gäule durch.

Mein Zweizeiler soll schlicht bedeuten, dass man eine Diskussion über einen eigenen Text erst dann starten sollte, wenn man einen ausreichenden Abstand zu seinem Werk erreicht hat. Also nicht: Schreiben und sofort diskutieren lassen, sondern den Text ein paar Wochen oder ein paar Monate in der Schublade liegen lassen. Sich mit etwas Anderem befassen. Einen anderen Text in Angriff nehmen. Dann irgendwann den früheren Text aus der Schublade oder den Tiefen der Festplatte hervorkramen und ihn anderen zur Beurteilung vorlegen. Weil das Herzblut, das an diesem Text hängt, deutlich abgebröselt ist (und es vermutlich am neuen Text hängt).
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mtg
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Re:

von mtg (01.10.2014, 01:11)
Worüber macht Ihr Euch eigentlich Gedanken?

Monika K. redet sich in Rage
Siegfried versucht Erklärungen
Sehmosis muss seine eigenen Beiträge erklären

... und alles das, weil jemand einen Text eingestellt und plötzlich nicht mehr für einstellungswürdig befunden hat?

Hallo? Wenn Dinge sind, sind sie so. Niemand wird einen anderen User ändern. Und auch die Frage, warum man sich mit Texten befasst, ist völliger Blödsinn.

Wer sich befassen will, tut das.
Wer nicht, tut's nicht.

Aber zu bewerten oder zu hinterfragen,warum jemand etwas tut, ist völliger Blödsinn ...

Das ist eine sehr persönliche Meinung. Und wer sich getroffen fühlt, hat es nicht anders verdient.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (01.10.2014, 09:25)
... und wer nicht weiß, was der Begriff "Psychogruppe" tatsächlich bedeutet, der verwendet ihn oder hält seine Verwendung für eine "dezidierte Meinung". Alles ganz normal - in diesem Forum - kein Grund sich also aufzuregen. angle:

Endbericht der Enquete-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen":
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/109/1310950.pdf

(Satire:)
Setzen wir die Theorie also mal im Geiste in die Praxis um, denn Ratschläge von "kompetenten Mitgliedern dieses Forums" sollte man sich schließlich zu Herzen nehmen und umsetzen. Als sensibler Autor hat man also die Wahl zwischen Tagebuch und Psychogruppe, wenn man sein Gedicht veröffentlichen möchte. (BoD wäre zwar für viele ebenfalls eine Option, aber die wurde hier nicht erwähnt.) Der Eintrag ins Tagebuch ist zwar zu Anfang recht spannend, aber das Feedback ist nur etwas für Autoren, die es gewöhnt sind, um sich selbst zu kreisen und nur die eigene Meinung interessant zu finden. Für geselligere Autorentypen, die sich für fremde Meinungen interessieren, bleibt also nur noch die zweite Möglichkeit: Psychogruppe. Doch wie findet man die? Die ersten Suchtreffer bei Google sind nicht sehr hilfreich, denn sie enthalten nur Warnungen und Tipps für den Ausstieg aus einer Psychogruppe. Einschlägige Kontaktdaten oder Tipps für den Einstieg in eine Psychogruppe sucht man leider vergeblich. Mist! Immer diese einseitige Meinungsmache der Suchmaschinen! Zum Glück fällt einem der komische Kauz im gewöhnungsbedürftigen Outfit ein, der im Stadtpark unverständliche Reden über den anscheinend bevorstehenden Weltuntergang schwingt und Heftchen verteilt. Schnell ist er gefunden. Um die Sache zu beschleunigen, hört man nicht lange zu, denn schließlich geht es ja nur um die Vorstellung eines Gedichts und nicht um die eigene Zukunft, sondern schnappt sich eines der Heftchen. Mist! Wieder keine Kontaktdaten. Gar nicht so einfach so eine Gedichtvorstellung in der Psychogruppe! Das hatten die kompetenten Ratgeber im BoD-Autorenpool nicht erwähnt! Zurück an den Computer und nachfragen? Oder dem Zausel vor Ort doch noch etwas länger zuhören? Vielleicht taucht in seinem Gefasel ja eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse auf? Hm ... Hört sich nicht so an. Aber zum Glück wird er auf seinen interessierten Zuhörer aufmerksam und quatscht ihn direkt voll. Von Gedichtvorstellungen ist aber, soweit man das beurteilen kann, eher nicht die Rede. Was tun? Halt! Haben sich da eben nicht zwei Sätze gereimt? Der Rhythmus war ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber der Reim war klar zu erkennen. Juhuuu! Hier ist man richtig! Man fragt also, während er Luft holt, mal zaghaft nach: "Kann man bei euch auch Gedichte vorstellen?"
"Aber klar, Mann!", antwortet der Typ. "Bei uns kannst du alles! Wir leben in totaler Freiheit des Geistes und Körpers und folgen dem großen Schwurbelpups, unserem geistigen Anführer."
"Kann ich diesem geistigen Anführer auch in Gedichtform folgen?"
"Klar, Mann!"
Man wird zum Tee eingeladen. Würgt das eigenartige Gebräu tapfer hinunter und fühlt sich danach etwas merkwürdig. Nachdem man einem Mann in langem Gewand eine Generalvollmacht erteilt hat, geht es auch schon los: Man darf sein Gedicht vortragen. Und das Glitzern in den Augen der Zuhörer, die abwechselnd an derselben Wasserpfeife ziehen, gibt einem das Gefühl: Hier ist man richtig! Hoch lebe der BoD-Autorenpool, wo man in Form von dezidierten Meinungen auf Veröffentlichungsmöglichkeiten hingewiesen wird, die sonst keiner auch nur mit einem Sterbenswort erwähnt. Alles supi! thumbbup
(Satiremodus aus)

--------------------------------------------------------------------

@Schreibflash
Meine Meinung zu deinem Gedicht:
Bei uns Satirikern gibt es die Regel: Wer seine Witze erklärt, hat verloren. Das gilt in meinen Augen auch für Gedichte. Ich ließ das hier vorgestellte Werk einfach mal ohne Erklärung auf mich wirken und fand es ansprechend. Die Worte berührten mich, was nicht bei jedem Gedicht der Fall ist. Es lässt einen großen Interpretationsspielraum zu und drückt nicht deutlich das aus, was es laut Erklärung ausdrücken soll. Der bereits geäußerte Einwand ist richtig. Man muss sich als Verfasser also fragen: Ist es mir wichtig, dass genau diese Botschaft rüberkommt? Dann sollte man das Gedicht entsprechend erweitern. Eine andere Lösung wäre, eine Überschrift zu wählen, die einen Rahmen für die Interpretation absteckt. Das ist aber nur eine Behelfslösung. Wenn man das Gedicht zum Beispiel "Verlust eines Seelenverwandten" nennen würde, wäre ohne Erklärung alles klar, aber es würde meiner Meinung nach die Wirkung der Worte zerstören. Vielleicht gibt es einen wegweisenden Titel, der zum Gedicht passt, aber mir fällt kein Beispiel ein. Deshalb würde ich einfach darauf verzichten, genau diese Botschaft rüberbringen zu wollen, und das Gedicht so für sich allein auf die Leser wirken lassen. Bei modernen Gemälden ist es ebenfalls nicht ungewöhnlich, dass jeder Betrachter etwas anderes darin sieht. Den aktuellen Titel "went down" finde ich etwas unpassend. Ich gehöre ohnehin zu den Befürwortern von deutschen Titeln für deutsche Werke. Es gibt sinnvolle Ausnahmen, aber "went down" lässt ebenfalls einen zu großen Interpretationsspielraum zu, da der Ausdruck sehr viele Bedeutungen hat. Als Fan von britischen Anwaltsserien dachte ich im ersten Augenblick sogar an "verurteilt werden", was aber an meinen eigenen Vorlieben liegt. Ich würde das Gedicht so lassen, wie es ist, denn es ist ein gutes Gedicht, und einen anderen Titel suchen. Spontan fällt mir "Zurückgelassen" ein. Das ist aber nur meine persönliche Meinung als schlichte Leserin. Ich bin keine Expertin für Lyrik, da ich mich als Autorin lediglich mit Scherzgedichten beschäftige, für die andere Regeln gelten.

Viele Grüße,
Monika
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Büchernarr
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Re:

von Büchernarr (01.10.2014, 09:55)
thumbbup Die Satire könnte auch die Wirklichkeit sein, gut gemacht. thumbbup

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (01.10.2014, 10:00)
Büchernarr hat geschrieben:
thumbbup Die Satire könnte auch die Wirklichkeit sein, gut gemacht. thumbbup


Danke!
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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (01.10.2014, 10:24)
Noch kurz ne Ergänzung zu meinem vorletzen Kommentar.
Eigentlich ist dieses Forum schon ganz okay, wenn man mal überlegt, dass es hier eine echte Meinungsvielfalt gibt.

Stellt ein neues Mitglied hier Texte ein, gibt es üblicherweise die ganze Bandbreite an Reaktionen: undifferenziertes Lob, sachlich begründetes Lob, sachlich begründete Kritik, bissige Polemik - und im Anschluss die Diskussion über die Art der Kritik.

Es gibt Foren, die viel mehr in die Extreme gehen, also in Richtung generelle Lobhudelei oder rasiermesserscharfe Polemik, zu Letzterem fällt mir synekdoche.de ein - da bekam ein Arno Abendschön, der im BoD-Forum sehr anerkannt ist, beispielsweise ganz gewaltig auf die Mütze und zog erbost von dannen.

Wenn ein Forum in der Gesamtheit in eines der Extreme abdriftet, ist das problematisch.

Meinungsvielfalt hingegen ist ein hohes Gut, insofern ist das BoD-Forum vielleicht gar nicht so daneben, auch wenn das natürlich für viel mehr Reibereien unter den usern sorgt.
Zuletzt geändert von Klonschaf am 01.10.2014, 10:51, insgesamt 11-mal geändert.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (01.10.2014, 10:29)
mtg hat geschrieben:
Worüber macht Ihr Euch eigentlich Gedanken?

Monika K. redet sich in Rage
Siegfried versucht Erklärungen
Sehmosis muss seine eigenen Beiträge erklären

... und alles das, weil jemand einen Text eingestellt und plötzlich nicht mehr für einstellungswürdig befunden hat?


Erklärungen? cheezygrin

Na ja ... vielleicht ... vielleicht aber auch nicht. Ich habe vor vielen Jahren - in meiner Anfängerzeit - auch diesen "Fehler" (bewusst in Anführungszeichen gesetzt) gemacht:

Mit großem Eifer einen Text geschrieben und ihn umgehend zur Diskussion gestellt. Mit dem Ergebnis, dass meine Erwartungen ("toller Text!") sich nicht mit dem Diskussionsergebnis ("ziemlicher Schrott") deckten.

Verständlicherweise kochten dabei die Gefühle hoch. Erst durch den "Trick" mit dem zeitlichen Abstand zwischen Fertigstellung eines Textes und der Diskussion darüber wurde es erträglicher (angenehm ist es noch immer nicht).

Diese Erfahrung wollte ich nur weitergeben. Ob sie angenommen wird oder nicht - das liegt bei jedem selbst. Ob es eine Erklärung ist? Keine Ahnung. Wenn das so gesehen wird, okay. Wenn es nicht so gesehen wird, auch okay.

Zur Diskussion "genereller Umgang mit Texten":
Ein Text, der mir nicht gefällt, muss sich das Attribut gefallen lassen "gefällt mir nicht".
Ein Text, den ich für Müll halte, kann auch schon mal die Bewertung "Mülltonne, aber ganz unten" bekommen.
Ein Text, der meiner Meinung nach nie in die Öffentlichkeit gestellt werden durfte, kann daher mit dem Satz "der Text gehört in ein Tagebuch, aber nicht in die Öffentlichkeit" versehen werden.
Texte, die den Anschein erwecken, sie seien zu therapeutischen Zwecken entstanden und die trotzdem veröffentlicht wurden, müssen sich genau diesen Vorwurf gefallen lassen: "Der Text gehört nicht in ein Buch, sondern in xxx".

Nicht mehr erlaubt?

Das alles sind persönliche Eindrücke des Lesers, um dessen Meinung hier in diesem Forum gebuhlt wird ("habe was geschrieben ... was meint ihr dazu?"). Wir sollten uns entscheiden, ob dieses Forum eine Psychotherapie für Autoren ist ("wir sind ausschließlich lieb zueinander, nehmen Kaffee und Pflaumenkuchen und loben uns gegenseitig in den Himmel") oder ob hier harte Textarbeit erlaubt ist ("deine Hauptfigur handelt völlig bekloppt, dein Schreibstil ist total langweilig und du solltest endlich mal die Kommasetzung lernen").

Ich lerne aus dieser Diskussion vor allem eines: Schreib keine kritischen Kommentare zu Texten! Halt die Finger still. Niemand will wirklich an seinen Texten arbeiten und herumfeilen. Denn äußerst du dich kritisch zu Texten, ist es definitiv falsch.

Von daher: Das Gedicht ist schön, beeindruckend, veröffentlichungswürdig.

Sind damit alle glücklich?

@Klonschaf zum letzten Beitrag
thumbbup
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