Preissenkung und die Möglichkeiten

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ralf schmelow
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Re:

von ralf schmelow (13.09.2014, 07:41)
Torsten Buchheit hat geschrieben:
...Da steht ja dann auf jedem Buch der falsche Preis drauf. :shock:: Was da wohl der Handel dazu sagt?...


Gut, wenn der Ursprungspreis auf dem Umschlag steht, dann muss man da natürlich was ändern. Und dazu wäre ich als Autor oder Herausgeber selbstverständlich auch bereit, Arbeit zu investieren. Selbst bei vier Büchern, gar keine Frage.

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (13.09.2014, 08:10)
ralf schmelow hat geschrieben:
Torsten Buchheit hat geschrieben:
...Da steht ja dann auf jedem Buch der falsche Preis drauf. :shock:: Was da wohl der Handel dazu sagt?...


Gut, wenn der Ursprungspreis auf dem Umschlag steht, dann muss man da natürlich was ändern. Und dazu wäre ich als Autor oder Herausgeber selbstverständlich auch bereit, Arbeit zu investieren. Selbst bei vier Büchern, gar keine Frage.


Mein Einwand ist ein Argument gegen eine automatische Preisumstellung aller BoD-Verträge. Es ist klar, daß dann alle Autoren ein neues Cover machen müßten. Und zwar alle gleichzeitig. :shock::

Außerdem ist eine automatische Preisumstellung gar nicht denkbar. Der Preis wurde vom Autor festgelegt. Er orientiert sich dazu an den Marktpreisen für vergleichbare Bücher, vermutlich nimmt er dann den nächstmöglichen Schwellenpreis ("9,95"). Der Buchverkauf eines Buches generiert einen Gewinn A für den Autor und einen Gewinn B für BoD. Gewinn A und Gewinn B stehen in einem gewissen Verhältnis zueinander. Würde BoD (theoretisch) jetzt alle Preise um einen Prozentsatz X senken, soll dann der Gewinn für den Autor gleich bleiben? Soll das Verhältnis A:B erhalten bleiben? Konkret: Bisher gab es Autoren, die bei einem Verkaufspreis von 19,95 gerade mal 5 ct Gewinn einfahren. BoD verdient sehr viel mehr am Buch. Soll bei einer automatischen Preisanpassung der Gewinn von 5 ct erhalten bleiben? Oder soll er auf 1 € aufgestockt werden? Oder auf wieviel? Soll der Preis ungerade werden oder ein Schwellenpreis angepeilt werden?

Ihr seht: Eine automatische Preissenkung bestehender Altverträge ist völlig undurchführbar.
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ZeroEnna
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Re:

von ZeroEnna (23.10.2014, 10:49)
Es sieht doch so aus:

Vor zwei Jahren mussten wir einen VK von 19,90€ für 356 Seiten ansetzen.
Nun kann BoD aufgrund neuer Prozesse oder ähnliches die Preise drastisch senken.
Aber wieso sollten sie das? Wenn man statt 9,90€ sowas in der Größenordnung als Gewinn einstreichen kann, wieso sollte man das dann nicht tun?
Auf mehrfache Nachfrage sagte man mir, dass man nichts derartiges geplant hat.
Tja, wir dürfen Gespannt sein, ob wir irgendwann auch zu gleichen Konditionen die Verträge umschreiben dürfen oder nicht.
Ich glaube da nicht dran, und werde deshalb meine Verträge bis zum bitteren Ende auslaufen lassen müssen, es sei denn, die BOD Führung lenkt ein.

Mein Argument:
Ja, Ihre Initialkosten sind höher, aber dadurch, dass wir Autoren bessere Preise anbieten können, brauchen wir maximal 10 Bücher, um IHRE Ausgaben zu decken ;)

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (23.10.2014, 14:55)
ZeroEnna hat geschrieben:
Vor zwei Jahren mussten wir einen VK von 19,90€ für 356 Seiten ansetzen.
Nun kann BoD aufgrund neuer Prozesse oder ähnliches die Preise drastisch senken.
Aber wieso sollten sie das? Wenn man statt 9,90€ sowas in der Größenordnung als Gewinn einstreichen kann, wieso sollte man das dann nicht tun?


Man muss sich vom Gedankengang lösen, dass eine Preissenkung zu proportional ansteigenden Verkaufszahlen führt. Eine Preissenkung von 10% führt nicht zu einem adäquaten Anstieg der Verkaufszahlen. Preissenkungen müssen überproportionale Anstiege bei den Verkaufszahlen nach sich ziehen, da ansonsten die erreichten Umsatzzahlen nicht dem alten Stand entsprechen. Noch komplexer stellt sich die Situation beim erzielten Gewinn dar, da in der Kalkulation der Gewinn auf Basis der Kosten ermittelt wird. Sinken die Kosten und damit der Verkaufspreis, muss eine Anpassung der Gewinnmarge vorgenommen werden, um auf gleiche Zahlen im alten und neuen System zu kommen.

Genaueres dazu kann jeder Taschenrechner erzählen.
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ZeroEnna
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Re:

von ZeroEnna (23.10.2014, 18:51)
Naja, wenn man wegen des hohen Preises 0,00€ umsetzt, ist ein verkauftes Buch schon eine 100%ige Steigerung ;)

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mtg
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Re:

von mtg (23.10.2014, 18:54)
ZeroEnna hat geschrieben:
Naja, wenn man wegen des hohen Preises 0,00€ umsetzt, ist ein verkauftes Buch schon eine 100%ige Steigerung ;)

Der Schritt von 0 auf 1 ist prozentual nicht darstellbar, also auch nicht als Steigerungsrate. 100% von 0 sind und bleiben 0 :-)

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (23.10.2014, 22:45)
ZeroEnna hat geschrieben:
Naja, wenn man wegen des hohen Preises 0,00€ umsetzt, ist ein verkauftes Buch schon eine 100%ige Steigerung ;)


Hmm...

30% aller Deutschen können kein Bruchrechnen. Das ist jeder Fünfte! cheezygrin cheezygrin cheezygrin

Nein, ernsthaft. Nehmen wir an, ein Buch kostet 20,- und wird zu diesem Preis 100 mal verkauft. Nun wird der Preis um 20% auf 16 Euro gesenkt. Der Normalsterbliche vermutet, dass nun die Verkaufszahlen um 20% nach oben gehen. Die Folge ist aber ein schlechterer Umsatz.

20 Euro x 100 Stück = 2.000 Euro Umsatz

16 Euro x 120 Stück = 1.920 Euro Umsatz

Böse Falle! Das ist die Crux mit der Prozentrechnung.
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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (24.10.2014, 09:38)
Siegfried hat geschrieben:
Nein, ernsthaft. Nehmen wir an, ein Buch kostet 20,- und wird zu diesem Preis 100 mal verkauft. Nun wird der Preis um 20% auf 16 Euro gesenkt. Der Normalsterbliche vermutet, dass nun die Verkaufszahlen um 20% nach oben gehen. Die Folge ist aber ein schlechterer Umsatz.

20 Euro x 100 Stück = 2.000 Euro Umsatz

16 Euro x 120 Stück = 1.920 Euro Umsatz

Böse Falle! Das ist die Crux mit der Prozentrechnung.

Zur ZeroEnnas Ehrenrettung sollte man jedoch erwähnen, dass ein höherer Buchumsatz zu einem besseren Ranking führt. Wer die Schaufenster der Onlinehändler erreicht, verkauft in der Regel besser. So ist es auf jeden Fall bei KDP.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (24.10.2014, 10:03)
ralf schmelow hat geschrieben:
Ich mache hier jetzt noch einmal einen zweiten Trööt auf, mit der Bitte an alle, ihn nicht mit persönlichen Streitbeiträgen zu zerfleddern, denn dafür ist das Thema zu wichtig.


Aus der Gerüchteküche:

Autoren, deren 5-Jahres-Buchvertrag demnächst ausläuft, können bei BoD nachfragen, ob der Vertrag in Zukunft ohne die Datenhaltungsgebühren weiterlaufen kann. Anscheinend "kann man da was machen". Außerdem kann man sich (und das ist auch für Autoren interessant, deren Buchverträge nur 1 oder 2 Jahre und ohne Datenhaltungsgebühren laufen) über die Funktion "Neuauflage" informieren, welche Ladenpreise bei einer Neuauflage nach Ablauf der ersten Buchvertragslaufzeit möglich wären. Bei dicken Büchern scheinen niedrigere Preise möglich zu sein, die jedoch nicht so niedrig sind wie die bei einer Neuerscheinung. Bei dünneren sind die Ladenpreise anscheinend sogar höher als bisher. Das Neuauflage-Buchprojekt kann man anschließend wieder löschen.

Hier im Forum wurde auch schon die Idee diskutiert, nach Ablauf des Vertrags das Buch als "Neuerscheinung" zu veröffentlichen und Amazon zu bitten, die bisherigen Rezensionen auf das "neue" Buch zu übertragen. Ob das bei Amazon immer problemlos klappt, kann ich nicht beurteilen. Mir wäre das zu riskant.

Letztendlich muss jeder Autor selbst einschätzen, ob sich sein Buch lediglich wegen der hohen Ladenpreise schlecht verkauft, bevor er Geld in eine neue Auflage (oder sogar in eine Vertragskündigung) investiert.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

picmogo
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Re:

von picmogo (24.10.2014, 10:35)
Ich habe nachgefragt für ein Buch, das im Januar 2015 ausläuft (alter Vertrag mit 5 Jahresbindung und Datenhaltungskosten). Außer einem Textbaustein, informieren Sie sich über die Funktion Neuauflage, kam aber leider nichts Brauchbares von BoD.

Resultat der Nachforschung via Neuauflage: Buch würde teurer als vorher! Ist für mich irgendwie nicht einzusehen. Also habe ich den Vertrag gekündigt und lege ein neues Projekt an.

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