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Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.



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Siegfried
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Re:

von Siegfried (04.11.2014, 13:14)
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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (04.11.2014, 13:34)
Neurotiker? Was bildet sich dieser unwissende Snob eigentlich ein? Er meinte wohl inkompetente Narzissten??

Sorry, aber ich bekomme gerade mein Zorn von so nem Dummgelaber...

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mtg
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Re:

von mtg (04.11.2014, 13:39)
Klonschaf,

calm down. Ich finde einen der Kommentare absolut passend: »Die Hunde bellen ... und die Karawane zieht weiter.« So what.

Jeder von uns hat die Chance, diesem Hansel das Gegenteil zu beweisen. Aber keiner von uns sollte das nötig haben ...

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (04.11.2014, 13:43)
mtg hat geschrieben:
Klonschaf,

calm down. Ich finde einen der Kommentare absolut passend: »Die Hunde bellen ... und die Karawane zieht weiter.« So what.

Jeder von uns hat die Chance, diesem Hansel das Gegenteil zu beweisen. Aber keiner von uns sollte das nötig haben ...


Ich finds einfach nur nervig, wenn Krankheitsdiagnosen als Schimpfwort missbraucht werden. So im Allgemeinen, grundsätzlich.

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mtg
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Re:

von mtg (04.11.2014, 13:48)
Klonschaf hat geschrieben:
Ich finds einfach nur nervig, wenn Krankheitsdiagnosen als Schimpfwort missbraucht werden. So im Allgemeinen, grundsätzlich.


Unter dem Aspekt habe ich das gar nicht gesehen ... aber ich gebe Dir natürlich absolut recht.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (04.11.2014, 14:04)
An Siegfrieds Link sieht man, dass sich die Lage nur verschoben hat. Statt die Gunst der Verleger zu erlangen, muss der Autor um das Okay des Lesers buhlen. Bei der Buchbeschreibung zählt nicht mehr: In der Kürze liegt die Würze, man sollte für seine Buchbeschreibung die ganzen 4000 Zeichen nutzen, die von Amazon angeboten werden. Der Leser möchte selbst für 99 Cent nicht die Katze im Sack kaufen. Die Zahl der Selfpublisher ist ja enorm.

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (04.11.2014, 15:04)
Ich finde die Provokation einfach mal spannend.- .. und zum Thema Wut noch ein schöner (provokanter) Link: http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 00530.html

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (04.11.2014, 16:49)
Na ja, was soll man sagen. Hab den Artikel über Wylie zuerst gar nicht nicht gelesen, fand die Überschrift „Selfpublisher sind inkompetente Neurotiker“ zu hohl, um den Mann ernst zu nehmen. Das ist für mich nicht mal eine Provokation, weil zu plump - grobes Verallgemeinern ist zu wenig, auch Provokationen sollten idealerweise geistreich sein. Stattdessen eine Zurschaustellung von Ignoranz und Unwissenheit - oder: der Mann ist im Gegenteil sehr wohl gebildet, missbraucht aber die Ahnungslosigkeit seiner Leser/Zuhörer. Beides disqualifiziert ihn.

Selfpublishing hat mit einer Neurose gar nichts zu tun; da geht es wohl in manchen, vermutlich zu vielen Fällen um Narzissmus, wenn man schon unbedingt was pathologisieren will.

Ansonsten ist das nur die altbekannte Kritik am Selfpublishing in neuer Verpackung, die Formel lautet: Wer's nicht zu einem echten Verlag schafft, veröffentlicht halt selbst - ein Depp bleibt er aber trotzdem, sonst hätte er's ja zu einem richtigen Verlag geschafft.

Wirklich neu ist das alles nicht; Skandalpotential gleich null. Mich jucken die Aussagen von Wylie bezüglich Selfpublishing überhaupt nicht. Wütend macht dabei nur, dass er eine Krankheitsdiagnose als Schimpfwort verwendet ... uncool, sehr daneben.

Aber was weiß ich ... vielleicht kennt Wylie ja total viele Neurotiker, und zufälligerweise sind die alle Deppen und müssen dauernd völlig unbedeutende literarische Werke schreiben und ihre Texte Herrn Wylie zum Testlesen aufs Auge drücken, bevor sie (natürlich!) im Selbstverlag veröffentlicht werden ... in dem Fall würde das seine diskriminierende Begriffsverwirrung Neurotiker=Depp zwar nicht entschuldigen, aber wenigstens irgendwie erklären.

Ja, könnte sein.

:-)

Bardioc
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Re:

von Bardioc (04.11.2014, 18:37)
Ich stimme Dir im Prinzip zu, Klonschaf. Letztlich sagst Du es aber selber:

Klonschaf hat geschrieben:
... die Überschrift „Selfpublisher sind inkompetente Neurotiker“ zu hohl, um den Mann ernst zu nehmen. Das ist für mich nicht mal eine Provokation, weil zu plump - grobes Verallgemeinern ist zu wenig, auch Provokationen sollten idealerweise geistreich sein. Stattdessen eine Zurschaustellung von Ignoranz und Unwissenheit - oder: der Mann ist im Gegenteil sehr wohl gebildet, missbraucht aber die Ahnungslosigkeit seiner Leser/Zuhörer. Beides disqualifiziert ihn.


Ihn trotzdem ernst nehmen und sogar noch nach einer Erklärung dafür zu suchen ist Zeitverschwendung.

Andererseits wäre es natürlich interessant zu erfahren, warum die Leute ihre Texte über Selfpublishing veröffentlichen. Vielleicht die Idee für einen eigenen Thread?

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (04.11.2014, 19:32)
Klonschaf hat geschrieben:
Wirklich neu ist das alles nicht; Skandalpotential gleich null. Mich jucken die Aussagen von Wylie bezüglich Selfpublishing überhaupt nicht. Wütend macht dabei nur, dass er eine Krankheitsdiagnose als Schimpfwort verwendet ... uncool, sehr daneben.


Sehe ich auch so. Vielleicht merkte er selbst, dass er alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen will, und peppte es deshalb mit einer "Diagnose" aus der Küchenpsychologie auf.

Liebe Grüße,
Monika
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(Übersetzung: Besser ein weiser Narr, als ein närrischer Weiser.)

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (06.11.2014, 10:48)
Ich denke, ein bisschen Provokation kann nicht schaden ... Vielleicht denken einige selbst ernannte Genies dann mal wieder über Qualität und Realität nach ... :wink: :D

Und: Noch immer "fallen" jedes Jahr tausende Autoren auf dubiose Druckkostenzuschussverlage herein. ... „vanity publisher“?

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (06.11.2014, 17:33)
skipteuse hat geschrieben:
Ich denke, ein bisschen Provokation kann nicht schaden ... Vielleicht denken einige selbst ernannte Genies dann mal wieder über Qualität und Realität nach ... :wink: :D

Und: Noch immer "fallen" jedes Jahr tausende Autoren auf dubiose Druckkostenzuschussverlage herein. ... „vanity publisher“?


Klar, bei zu vielen gehts um Eitelkeit. Da hat Wylie recht mit seinen Aussagen, und dass er mal eben alle selfpublisher in einen Sack steckt: geschenkt.

Aber was bitte hat denn irgendein Neurotiker, der sich in einer Psychiatrie oder Tagesklinik mit seinem Leiden herumschlägt, mit diesen "vanity publishers" zu tun?

Soll Wylie halt beispielsweise sagen: "Selfpublisher sind eitle Deppen und tragikomische Möchtegern-Autoren" ... dann wärs total okay; aber psychisch kranke Leute diskriminieren und in ne Schublade stecken, wo sie echt nicht hingehören, und ihre Diagnose als Schimpfwort missbrauchen? Sorry, aber ... gehts noch?

smart2

Bardioc
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Re:

von Bardioc (06.11.2014, 20:21)
@ Klonschaf & skipteuse:

Irgendwie kann ich Eurer Argumentation nicht ganz folgen.

Ich muß zugeben, ich habe vorher noch nie etwas von diesem Typen gehört, mir erscheint sein Auftritt arrogant und ignorant. Jeder ''etablierte'' Autor hat mal klein angefangen, und da hätte man ihm/ihr ähnliches vorwerfen können.(*) (Hätten die sich davon abschrecken lassen, ihre Texte an einen Verlag zu senden, wäre die Welt um einiges ärmer. Auch dieser Typ hat in seinem Metier mal klein angefangen ...) Aber wir tun das natürlich nicht, weil wir wissen, wie aufwendig es ist, einen Text soweit zu bringen, daß er veröffentlicht werden kann. Und dann noch das Cover, die Sache mit der ISBN etc. Alles Dinge, an die man sicher nicht gedacht hat, als man zu schreiben anfing, Dinge, die erstmal abschreckend kompliziert sind und die einem klar machen, daß so ein Buch mehr Können erfordert (z. B. das Cover), als man selbst hat.

Ein Hauptgrund, warum ich meine Texte im Selfpublishing veröffentliche, ist, weil ich hoffte, mich damit finanziell über Wasser halten zu können, falls alle Stricke reißen. Nun, da alle Stricke gerissen sind, hat sich gezeigt, daß dies offenbar nicht möglich ist.

Klonschaf hat geschrieben:
Aber was bitte hat denn irgendein Neurotiker, der sich in einer Psychiatrie oder Tagesklinik mit seinem Leiden herumschlägt, mit diesen "vanity publishers" zu tun?

Soll Wylie halt beispielsweise sagen: "Selfpublisher sind eitle Deppen und tragikomische Möchtegern-Autoren" ... dann wärs total okay; aber psychisch kranke Leute diskriminieren und in ne Schublade stecken, wo sie echt nicht hingehören, und ihre Diagnose als Schimpfwort missbrauchen? Sorry, aber ... gehts noch?


Ich denke nicht in Kategorien von Neurosen etc., da kenne ich mich nicht damit aus. Ich habe aus div. Gründen aber eine starke Aversion gegen Psychologie/Psychiatrie, und man kann sich auch auf den Standpunkt stellen (viele tun das, ich auch), daß Psychologie/Psychiatrie Manipulation und Betrug ist. Der Vorwurf, daß jemand ein ''neurotischer Mensch'' sei, zeigt also, auf welcher Seite er steht.

(*) Fairerweise muß man auch berücksichtigen, daß es Selfpublishing erst seit kurzer Zeit gibt, verglichen mit der Zeit, seit der es Bücher gibt. Wenn früher ein Schreiberling -- ab wann ist ein Autor ein Autor? -- mit seinem Werk mangels Alternative zu einem Verlag gehen mußte, so heute der naheliegendste Weg seine Werke erstmal durch Selfpublishing einem größeren Publikum anzubieten. Was ist daran schlimm oder neurotisch?

Mir scheint seine Argumentation die eines Menschen aus einem elitären Zirkel zu sein, der schon so abgehoben ist, daß er die Realität nicht mehr wahrnimmt.

Ware es als Verlag nicht klug, von sich aus Selfpublishing-Plattformen nach neuen Talenten abzusuchen und diesen Leuten einen Vertrag günstigen anzubieten, anstatt Autoren, die diese Weg der Veröffentlichung wählen, arrogant abzukanzeln bzw. zu beleidigen?

Wieviele gute Texte liegen wohl irgendwo in Schubladen herum und werden nie veröffentlicht, obwohl sie gut sind, und werden dann, wenn der Autor verstorben ist, achtlos weggeworfen? Oder werden von den Erben posthum veröffentlicht und es verdienen die falschen daran. Der Künstler lebt in Armut, nach seinem Tod erbringen seine Werke Millionen?
Zuletzt geändert von Bardioc am 07.11.2014, 12:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (06.11.2014, 21:13)
Bardioc hat geschrieben:
Ich denke nicht in Kategorien von Neurosen etc., da kenne ich mich nicht damit aus. Ich habe aus div. Gründen aber eine starke Aversion gegen Psychologie/Psychiatrie, und man kann sich auch auf den Standpunkt stellen (viele tun das, ich auch), daß Psychologie/Psychiatrie Manipulation und Betrug ist. Der Vorwurf, daß jemand ein ''neurotischer Mensch'' sei, zeigt also, auf welcher Seite er steht.

Es gab schon immer eine antipsychiatrische Richtung, und der scheinst du anzuhängen. Aber von einer Krankheit spricht man ja nicht, weil's einem Spaß macht, jemandem sozusagen von oben herab ein Etikett zu verpassen. Eine Krankheit geht immer einher mit Leidensdruck - der Leidensdruck ist das Entscheidende. Und jede Krankheit äußert sich in bestimmten Symptomen, so lassen sich Diagnosen stellen. Da gibt es weder Manipulation noch Betrug. Ich selber hab übrigens eine chronische psych. Erkrankung, ich bin also kein Psychiater/Therapeut, komme sozusagen von der anderen Seite, und daher nerven mich solche üblen Stigmatisierungen wie die von Wylie ganz gewaltig. Ich find das sogar richtig enttäuschend, wenn ein (mutmaßlich) sehr gebildeter Mensch sich derart entblödet. "Selfpublisher sind inkompetente Neurotiker", meint Wylie ... aha.

Lustig.


Bardioc hat geschrieben:
Ware es als Verlag nicht klug, von sich aus Selfpublishing-Plattformen nach neuen Talenten abzusuchen und diesen Leuten einen Vertrag günstigen anzubieten, anstatt Autoren, die diese Weg der Veröffentlichung wählen, arrogant abzukanzeln bzw. zu beleidigen?

Na, die herkömmlichen Verlage haben eben ganz gewaltige Angst um ihre Pfründe, ist doch klar. Tja, das hätte Herr Wylie natürlich gern, dass er und seinesgleichen bis in alle Ewigkeit die Vorauswahl treffen, was der Leser angeboten bekommt. Das ist wohl auch der Hintergrund für Wylie's Tirade und das fast schon verzweifelte Beharren drauf, Selfpublishing-Literatur sei total bedeutungslos und habe mit Kunst nichts zu tun. Der klassische Verlag als Bollwerk gegen literarische Schlechtigkeit ... na klar, was auch sonst! Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch "ernsthafte" Werke aus der Selfpublishing-Ecke ins Bewusstsein der Öffentlichkeit treten. Trotzdem, und da hat Wylie eben andererseits recht: viele selbstpublizierte Bücher machen einen peinlichen Eindruck, und es gibt eben wirklich den "vanity publisher" ... und es ist leider nicht nur einer, ich denke, es sind relativ viele - und da legt Wylie den Finger in die Wunde. Aber die Radikalität, mit der er es tut, spricht für mich dafür, dass er sich seinerseits in seiner Position bedroht fühlt. Getroffene Hunde und so.
:-)
Zuletzt geändert von Klonschaf am 06.11.2014, 23:16, insgesamt 1-mal geändert.

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