Die gute Botschaft der Menschenfressser

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Judas Phatre
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Die gute Botschaft der Menschenfressser

von Judas Phatre (12.11.2014, 22:35)
Titel: Die gute Botschaft der Menschenfresser
Autor: Phatre, Judas

Verlag: BoD
ISBN: 9783735791351
Seiten: 244
Preis: 29,90

Der Autor über das Buch:

Dies ist mein erstes Buch im Bereich Religionsgeschichte und das Ergebnis von 4 Jahren intensiver Recherche.
Ich habe großen Wert auf Lesbarkeit gelegt (allgemeinverständliche Sprache, 42 Abbildungen), obwohl es im Grunde eine wissenschaftliche Veröffentlichung darstellt.

Klappentext:

Nicht das Neue Testament, sondern das Thomasevangelium gibt die Äußerungen und Ansichten des Jesus von Nazareth wieder.
Auf dieser einfachen Annahme basierend ergibt sich ein völlig neues, in sich schlüssiges Bild der Person von Jesus und der Entstehung von Christentum und Gnosis.

Sie werden staunen.


Inhalt:

Die ursprüngliche Lehre des Jesus von Nazareth ist gefunden worden!
Bisher hat sie aber keiner als solche erkannt.
Es ist das Thomasevangelium, das im Dezember 1945 mit anderen Texten vermutlich aus einem Grab in Ägypten gestohlen wurde.
Ich weise in meinem Buch nach, dass dieses Werk die Lehre Jesus' zusammenfasst und kurz nach seinem Tod oder sogar zu seinen Lebzeiten geschrieben worden ist. Alle anderen christlichen Texte sind späteren Datums, darunter natürlich auch das Neue Testament.
Ich erkläre die Philosophie des Thomasevangeliums, die man als Befreiungsreligion bezeichnen könnte, und vor allem das Ziel hatte, dem Einzelnen, aber auch ganz Israel den Frieden zu bringen.
Ich zeige, wie Paulus von Tarsus und seine Nachfolger diese Lehre verändert und später unterdrückt haben und wie aus dieser Fälschung das heutige Christentum entstanden ist.
Mein Buch besteht zum großen Teil aus einem Kommentar der 114 Sprüche mit koptischem Text und neuer eigener Übersetzung. Dazu kommen Kapitel über Einzelaspekte und grundsätzliche Fragen.
Auch wenn ich mir viel Mühe gegeben habe, es leserlich zu gestalten, ist es ein anspruchsvolles Buch, nichts für den Strand.
Meine Bearbeitung des Koptischen habe ich mit Stephen Emmel besprochen, dem wohl renommiertesten Koptologen unserer Tage. Sprachlich und inhaltlich orientiert hat das Buch Peter Nagel durchgesehen, ein international anerkannter Fachmann für die Religionsgeschichte der Spätantike.

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guenther h. klein
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Re:

von guenther h. klein (13.11.2014, 21:02)
"Die gute Botschaft der Menschenfresser"

Was für ein Titel?

Eine gute Botschaft mit einem Menschenfreser in Verbindung zu bringen, will keinen Zuspruch erwarten.

Das so genannte "Thomasevangelium" hat griechische Wurzeln, vielleicht auch syrische, wurde jedenfalls später ins Koptische übertragen.

In der Verkündigung spielt das so genannte "Thomasevangelium" keine Rolle.

Nach dem Evangelium nach Johannes, 11,16, hat Thomas einen Zwillingsbruder. Sie waren so zu sagen eineigige Brüder. Die früheste Zeit, nach der das Thomasenvangelium entstanden ist, liegt um das 3.Jhr.

%natürlich heißt es 3.Jahrhundert%
Zuletzt geändert von guenther h. klein am 13.11.2014, 21:43, insgesamt 1-mal geändert.
Es irrt der Mensch, so lang er strebt. Goethe

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Judas Phatre
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Re:

von Judas Phatre (13.11.2014, 21:21)
Lieber Herr Klein,

der Titel ist ein wenig wie der Titel eines Romans, bezieht sich nur auf einen Nebenaspekt und erwartet Widerspruch, natürlich. Ich habe diese Methode dem Protagonisten meines Werks abgeschaut:

Jesus von Nazareth.
Er liebte Provokationen.
Er (ich auch) wendet sich gegen den Glauben und ruft zum Suchen auf.

Ihre Thesen widerlege ich im Buch.

Die Behauptung:
"Die früheste Zeit, nach der das Thomasenvangelium entstanden ist, liegt um das 3.Jhdt."
ist leider blanker Unsinn, denn die älteste Kopie aus Oxyrhynchus wird schon auf 200 n. Chr geschätzt und eine Entstehung des Urtexts in Ägypten ausgeschlossen (Gathercole, The Gospel of Thomas, 2014, 103ff + 112ff).
Justin der Märtyrer und Clemens von Rom beziehen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Thomasevangelium.

Sie sollten Ihren alten und in vielen Aspekten würdigen Glauben nicht auf diese Art in Misskredit bringen.

Judas

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (13.11.2014, 21:32)
Glückwunsch zum neuen Buch!

Den Titel fand ich eigentlich ganz witzig und verstand auch sofort die Anspielung, was aber vielleicht auch daran liegen kann, dass ich Atheistin bin. Ob er jedoch die Zielgruppe deines Buchs (zu der ich nicht gehöre) anspricht und auf das Buch neugierig macht, kann ich nicht beurteilen. Viel Glück!

Gruß,
Monika
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Judas Phatre
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Re:

von Judas Phatre (13.11.2014, 21:48)
Danke, Monika!

Ich habe keine Ahnung vom Vermarkten, werde erst einmal ein paar Freiexemplare an Wissenschaftler verschicken, die halbwegs auf meiner Linie liegen und mich dann mit Rezensionen an die Presse wenden.

Übrigens:
Ich habe mich auch für einen Atheisten gehalten. Doch, ohne dass sich meine Weltanschauung sehr geändert hätte, bin ich nach meinen Forschungen der Ansicht, dass es eigentlich keine Atheisten gibt, denn jeder glaubt an sich selbst...

Judas

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (13.11.2014, 23:23)
Judas Phatre hat geschrieben:
Übrigens:
Ich habe mich auch für einen Atheisten gehalten. Doch, ohne dass sich meine Weltanschauung sehr geändert hätte, bin ich nach meinen Forschungen der Ansicht, dass es eigentlich keine Atheisten gibt, denn jeder glaubt an sich selbst...


Verstehe ich nicht.
Warum soll ein Atheist keinen Glauben haben?

Der Begriff Atheismus sagt doch nur aus, dass jemand davon überzeugt ist, dass es keinen Gott gibt. Deshalb kann es doch trotzdem für einen Atheisten einen Glauben geben - an was auch immer, nur nicht an einen Gott.

Wenn ich mir eine Welt ohne einen Gott (oder eine Göttin) vorstellen kann, bin ich Atheist. Aber nicht zwingend Nicht-Glaubender (im Unterschied zum diskriminierenden Begriff Ungläubiger).
Korrektorat: 1,- Euro zzgl. 19 % USt. pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Judas Phatre
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Re:

von Judas Phatre (14.11.2014, 09:06)
Hallo Siegfried,

das ist wahr. Das Missverständnis beruht einfach auf einer ungenauen Definition der Begriffe "Gott" und "Atheismus".
Ist auch schwer zu definieren!

Gruß
Judas

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (14.11.2014, 10:19)
Wenn ich gewusst hätte, dass ich mit der kleinen Nebenbemerkung eine Diskussion über die Frage "Was ist Atheismus?" lostrete, hätte ich sie mir verkniffen. cheezygrin Also ich glaube, dass nach dem warmen Herbst ein kalter Winter kommt, ohne an eine Kältegottheit zu glauben. Ich glaube an ein paar Personen, die mir nahestehen, ohne sie als Götter zu verehren. An mich selbst glaube ich eher weniger, sondern zweifle viel, aber trotzdem kann man an sich selbst glauben, ohne sich gleich als Gott zu verehren. "Atheismus" könnte man mit "Gottlosigkeit" übersetzen (átheos = ohne Gott), wenn dieses Wort nicht so eine extrem negative Bedeutung hätte. Ein Gott ist etwas, das man bedingungslos verehrt, dessen Wille man widerspruchslos über den eigenen stellt. Das kann ein höheres Wesen sein, aber auch Geld, Auto, Schauspieler, Popstar, Sport, Heilmethoden. (Ich hatte früher mal einen Nachbarn, der jeden Samstag mit Inbrunst seinen Mercedes polierte. Der hatte sich anscheinend einen Ersatzgott geschaffen.) Schlimm wird es, wenn man Lebenspartner oder die eigenen Kinder als Gottheiten betrachtet, denn das führt in der Regel zu Problemen. Als Atheist fühlt man sich frei von irgendwelchen Göttern und folgt seinen eigenen Wertevorstellungen, ohne jedoch sich selbst als gesetzgebenden Gott zu betrachten. Dass man ohne Gott automatisch keine Werte habe, ist nämlich nur ein Vorurteil. Zu meinen Werten gehört z.B., religiösen Menschen mit Toleranz zu begegnen, wenn sie selbst ebenfalls tolerant sind. Ich hoffe, ich trete jetzt mit keinem meiner Satzteile eine neue Diskussion los. thumbbup

Gruß,
Monika
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guenther h. klein
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Aussage von Siegfried

von guenther h. klein (14.11.2014, 10:55)
Lieber Siegfried,

schön, von Deinem Atheismus zu hören.

Die Frage nach Gott ist so alt wie die Welt selbst. Gott ist kein Baggerfahrer. Hebel links = die Welt dreht sich nach links, Hebel nach oben = die Welt hebt sich usw.

Gott ist interaktiv zu verstehen. Ein Beispiel: Im Johannesevangelium 10,9 redet Jesus von einer geöffneten Tür. Man kann mit solchen Aussagen spielen. Haben wir eine geöffnete oder geschlossene Tür? Sind wir selbst geöffnet oder verschlossen? Mauern, meterhoch und dick?

Es gibt sogar Mauern, die mit Stacheldraht und Wachtürmen bewehrt sind. Wer durch solch eine Tür geht, natürlich im übertragen Sinn, wird erschossen. Ein geöffnete Tür sucht man vergebens.
Die ehemalige DDR war ein atheistischer Staat.

Im afrikanischen Busch gibt es Türen, die nicht Schloss und Riegel verschlossen sind. Die „Türen“ sind vielleicht mit einem Vorhang behangen. Dennoch gibt es eine Intimsphäre. Wir aber reden von Türen, die mit Doppelriegel und Kette verschlossen sind. Unser privates Glück! Mein Heim ist meine Burg.

Jesus sagt dagegen schlicht und einfach: Ich bin eine geöffnete Tür.

Beste Grüße
guenther
Es irrt der Mensch, so lang er strebt. Goethe



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mtg
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Re:

von mtg (14.11.2014, 11:16)
Monika K. hat geschrieben:
Wenn ich gewusst hätte, dass ich mit der kleinen Nebenbemerkung eine Diskussion über die Frage "Was ist Atheismus?" lostrete, hätte ich sie mir verkniffen.

Ganz im Gegenteil ... ich finde solche Fragen durchaus spannend. Übrigens – und nicht auf diesen Thread bezogen: In Diskussionen zu diesem Thema stelle ich immer wieder fest, dass es Leute gibt, die »Atheismus« mit »Agnostizismus« (Monika, Du korrigierst mich ja, falls ich einen Fehler in der Schreibweise gemacht habe, gell?) verwechseln.

Ob es ein Thomas-Evangelium gibt oder von wann es ist, ist sicherlich trefflich zu diskutieren – aber: Bereits in der Bibel, spätestens mit Paulus, fängt tatsächlich die Zeit der Interpretation von »Gottes Wort« oder »Jesu Wort« an, und die klassische »Verkündigung« hört auf; ein Umstand, der bis heute anhält.

Insofern befinde ich diejenigen, die sich an die Bibel klammern, als »geführte Wesen« im Sinne von »manipuliert« – und jene, die das »Buch der Bücher« hinterfragen, sich damit auseinandersetzen und es damit auch tatsächlich ernst nehmen, als die wirklichen »Theisten«.

Die Frage ist dabei nur immer: Wie finanzieren die Katholiken ihren aufwändigen Lebensstil, wenn sich ihre »Schäfchen« mehr und mehr von ihnen abwenden ...?

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Klonschaf
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Re:

von Klonschaf (14.11.2014, 12:00)
muhahah kaum ist der Freitag da, schon bietet sich wie auf Bestellung ein Thema an, was man das ganze Wochenende in herrlichen Forenquerelen ausbreiten kann.

Ach jaaaa . . . Siegfried sagte neulich "Gott sei Dank" , ist ihm voll rausgerutscht. Meiner Meinung nach gibt er sich nur als Atheist aus ... wohl zum Angeben? blink3 angle:

nene - nehmt den Beitrag bitte nicht ernst (obwohl tut wahrscheinlich eh niemand) .

cheezygrin

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Judas Phatre
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Re:

von Judas Phatre (14.11.2014, 16:00)
Liebe Monika,
ich bin nicht traurig, wenn über mein Buch diskutiert wird thumbbup
aber ich möchte das Thema auf mein Buch zurückführen, dabei bekommt es auch wieder etwas Substanz:

Die Grundlage meines Modells ist die Dekodierung des Thomasevangeliums (war gar nicht so leicht!).
Ein Ergebnis ist, dass (dieser) Jesus die Welt genau so gesehen hat wie Du:

Er sagt: "Schau dir das an, was vor deiner Nase ist, dann wird dir auch das Verborgene klar (Spruch5)."
Er sagt: "Wenn die Beschneidung wichtig wäre, dann würde der lebendige Vater die Kinder schon beschnitten im Leib ihrer Mutter erschaffen (Spruch 53)."
(freie Übersetzungen)

Er akzeptiert nur logische Zusammenhänge, durchdenkt sie aber viel weiter als die meisten und kommt so auch auf die Frage nach Leben, Sterben und Tod. Er findet eine Lösung, der ich wissenschaftlich nicht widersprechen kann.
Sein "lebendiger Vater" ähnelt sehr dem "Gott" der Stoiker: Er muss sich an die Naturgesetze halten, die er selbst erschaffen hat, er ist sein Gesetz.
Dieser Jesus aber ähnelt Lao Tse, Epiktet oder Seneca viel mehr als der Hauptfigur im Neuen Testament.

Judas

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Siegfried
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Re: Aussage von Siegfried

von Siegfried (14.11.2014, 18:23)
guenther h. klein hat geschrieben:
Jesus sagt dagegen schlicht und einfach: Ich bin eine geöffnete Tür.


Ich gebe offen zu, dass ich es mit diesem Jesus von Nazareth nicht so unbedingt habe. Insbesondere nicht wegen der fast 2000 Jahre andauernden Verklärung.

Jesus und bedingungslos friedfertig? Man lese im NT nach, mit welcher Gewalt Jesus die Geldhändler aus dem Tempel gejagt hat.

Jesus und vergebend? Er polarisiert, und zwar sehr radikal: "Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich". Viele radikaler könnten es die Killer von ISIS auch nicht ausdrücken.

Wie gesagt, ich habe da gewisse Schwierigkeiten. Nicht mit dem Menschen Jesus, sondern mit seiner Verklärung durch Dritte.


@Klonschaf:
Ja, ich haue mitunter die Floskel raus "Gott sei Dank".

Aber ich nehme ernsthaft an, wenn du zu jemandem sagst "Leck mich am Arsch!", dass du trotzdem die Hose an behältst. Oder zeigst du deinen Allerwertesten tatsächlich der Öffentlichkeit, damit jemand daran herumschlabbern kann?
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Klonschaf
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Re: Aussage von Siegfried

von Klonschaf (14.11.2014, 18:44)
Siegfried hat geschrieben:
@Klonschaf:
Ja, ich haue mitunter die Floskel raus "Gott sei Dank".


Haha ... endlich gibst du es zu. angle:

Ne, ich weiß doch ernst: aber warum sprichst du denn in Floskeln????? Das bringts ja wohl nicht.

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Judas Phatre
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Re: Aussage von Siegfried

von Judas Phatre (14.11.2014, 18:46)
Siegfried hat geschrieben:
Ich gebe offen zu, dass ich es mit diesem Jesus von Nazareth nicht so unbedingt habe. Insbesondere nicht wegen der fast 2000 Jahre andauernden Verklärung.


Er ist nicht nur verklärt, sondern vor allem verändert worden. Paulus hat nur Teile seiner Lehre übernommen, sonst aber das Judentum fortgesetzt. Deshalb ist unsere Bibel so dick. Eigtl. passen AT und NT kaum zusammen, oder?

Siegfried hat geschrieben:
Jesus und bedingungslos friedfertig? Man lese im NT nach, mit welcher Gewalt Jesus die Geldhändler aus dem Tempel gejagt hat.


Na ja...
Die Geschichte dürfte wohl erfunden sein. Ich vermute, sie geht auf Spruch 64 des Thomasevangeliums zurück:
"Die Händler und die Aufkäufer (=Heuschrecken) werden nicht in die Orte meines Vaters eingehen."

Siegfried hat geschrieben:
"Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich".


Das Zitat kenne ich nicht, sondern nur die Umkehr:
"Wer nicht gegen uns ist, ist für uns (Mk 9,40)".
Aber die Kirche hat bewiesen, dass sie das ebenso verstanden hat wie du!


Judas

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