Buchhändler ein Völkchen für sich!

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Judith
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Re:

von Judith (09.12.2007, 16:13)
Bärentante hat geschrieben:
Judith hat geschrieben:
Und Kritik erträgt sie gar nicht (weil ich ihr aufs Butterbrot geschmiert habe, dass die anderen im gleichen Zeitraum so viel mehr verkauft haben), ...


Nicht sehr diplomatisch. Öhm ... wenn mir einer mit solchen Vorwürfen käme, würden meine Gesichtszüge auch außer Kontrolle geraten.


Nun ja, ich hatte es nicht als Kritik serviert, sondern war nur "verwundert", dass der Unterschied so groß ist. Und teilte ihr mit, dass ich die Mitarbeiterin gebeten habe, ein Buch auszupacken. Es waren nämlich zu dem Zeitpunkt noch alle eingeschweißt. :? Und wenn die Leute nicht 'reinsehen können, kaufen sie auch nicht. Es traut sich ja nicht jeder zu fragen, ob er die Verpackung öffnen darf. Daraus habe ich auch gelernt: Darauf achten, dass ein Buch ausgepackt ist.

Grüßle,
Judith
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freeman1200
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Re:

von freeman1200 (07.02.2008, 13:08)
Hallo
Ich war heute auch mal bei mir in Offenbach auf Tour und habe mal drei Buchhandlungen aufgesucht. Bei der einen soll ich in zwei Wochen noch mal vorbei schauen, weil die Frau die für das Genre meines Buches zuständig ist sich im Urlaub befindet. Da besteht ja noch eine kleine Hoffung. Bei der zweiten Buchhandlung, war die Chefin nicht abgeneigt, gab aber zu verstehen das es wenig Leser ihres Kundenkreises geben wird die sich für Alternative Weltgeschichten interessieren. Ich gab ihr mal zwei Exemplare und meine Karte dazu. Sie meinte, das sie die Bücher ausstellt und ich soll mich so nach Ostern noch mal melden ob die Bücher verkauft wurden oder nicht. Mal schaun. Die dritte Buchhandlung hat gleich gesagt , so was machen wir net, wir haben unser eigenes Sortiment.
Ich werde aber noch weitere aufsuchen.
Ach ja, der Stadtbücherei von Offenbach habe ich auch eins zu verfügung gestellt, mal sehen wie sich das auswirkt.

LG
Jason
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PvO
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Re:

von PvO (07.02.2008, 15:57)
Man muss sich das mal reinziehen, wir leben in der Marktwirtschaft, da bestimmen die Nachfragen das Angebot. Nach erscheinen in der Tagespresse laufen plötzlich Leute in den Buchladen und wollen meine Bücher kaufen. Auskunft: haben wir nicht, kriegen wir auch vorerst nicht rein - wie zu DDR Zeiten.
Die Inhaberin weigert sich meine Bücher zu übernehmen, weil Aussage: das Preis Leistungsverhältnis nicht stimmt - ohne die Bücher je gelesen zu haben. Vielleicht die übliche Voreingenommenheit über BOD. Das Leser die Bücher bei ihr kaufen wollten, interessiert sie nicht die Bohne und das bei 30% Marge.
Was soll man dazu sagen bzw. wie ein anderer Threat hier lautet: was läuft da falsch?

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SandraR
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Re:

von SandraR (07.02.2008, 16:22)
Peter es gibt tatsaechlich Buchhaendler die erwarten 40 Prozent Marge und keine 30 Prozent.
Vergiss nicht, die arrivierten Verlage bieten ja nicht nur Buecher, sondern auch Reklame und grosse Rezensionen bei Spiegel und Co. Uebrigens ein Buch von uns befindet sich ohne unser zutun tatsaechlich in einer deutschen Grossstadt in einer Innenstadtbuchhandlung. Also manchmal passieren auch Wunder, einfach so, wichtig nicht aufgeben und nicht nervoes werden thumbbup
http://russland-buecher.ru und http://twitter.com/russlandbuecher und bei Facebook, XING und Brainguide Sandra Ravioli

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (07.02.2008, 17:15)
Meine Buchhändlererfahrungen habe ich ja bereits geschildert in einem anderen Thread.... leider durchweg abgelehnt ;-)

Ich versuch es jetzt aber noch einmal mit dem neuen Buch ...

Lasst ihr bei jedem Händler ein Buch kostenfrei da, bevor sie sich überhaupt entscheiden, ob sie es anbieten? Soweit bin ich immer gar nicht gekommen... :cry:
Drück euch jedenfalls weiterhin die Daumen :D

LG, babs

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Judith
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Re:

von Judith (07.02.2008, 17:19)
Hallo Babs,

ich habe den Buchhändlern keines kostenfrei gegeben und alle Bücher auf Kommission dortgelassen. Hat bei allen nahegelegenen Buchhandlungen geklappt. Besser natürlich bei denen, die mich persönlich schon kannten bzw. in der Zeitung von meinen Büchern gelesen hatten.

Grüßle,
Judith
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Claire
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Re:

von Claire (07.02.2008, 17:26)
Hallo Jason,

ich konnte mir auch schon Kommentare anhören, wie "Unser Publikum kauft nur, was sie aus Funk und Fernseh kennt. Andere Bücher nehmen wir gar nicht erst ins Sortiment".
Auf der anderen Seite haben Buchhandlungen plötzlich mein Buch genommen, nachdem ein Artikel in der Zeitung war.
Ich sehe das von der Warte: Nicht ärgern, nur wundern ...

LG Claudia
LG Claudia
Jede Katze ist ein kleiner Druide! Sie leben im Hier und Jetzt. Wir sollten uns ein Beispiel daran nehmen! Wir müssen ja nicht unbedingt schnurren.

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (07.02.2008, 18:23)
Vor einiger Zeit hatte ich mal auf einem Flohmarkt ein Taschenbuch aus den 80ern erstanden. In dem Buch lag ein ähnlich altes Lesezeichen. Darauf stand:

"Und wenn Ihr Buchhändler noch so lange suchen muss, das Buch, das Sie haben wollen, wird er finden. Und wenn er es einmal wirklich nicht hat, dann besorgt er es Ihnen schnellstens!"

No comment!

Gruß
Hakket

Boscheln
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Re:

von Boscheln (07.02.2008, 18:36)
Ich habe bei meinem Zeitzeugenbuch Buchhandlungen angerufen und bei Bereitschaft meistens Bücher auf Kommission dorthin geschickt, zirka 5 Exemplare. Bei jeder Buchhandlung wurden Bücher verkauft, meistens alle. Ich habe knapp 40 % Spanne eingeräumt (VK 21, EK 13), bei Versandhandel noch höher.
Es ist aber mühsam Händler "draußen" zu finden. Es liegt daran "Wie du kommst geredet, so passt mir Deine Nase - oder nicht" oder der Ansprechpartner hat einen guten Tag oder nicht.
Ich habe aber damit aufgehört, weil ich dieses Klinkenputzen nicht so gut vertrage. Ich würde es aber wieder tun, wenn ich im Monat eine gewisse Verkaufsmenge unterschreite.
Da ich Selbstverleger bin, kann ich meine Handelsspanne selbst gestalten, d.h. wenn ich über 30 % gehe.
Frage: Vielleicht möchte jemand mein Buch auf Kommission in sein Sortiment aufnehmen? (ein Spaß mit ernstem Hintergrund). Meine Web-Site: www.familienreporter.de.
Nur wer alles im Herzen hat, hat alles verstanden.

Klärus

Re:

von Klärus (09.02.2008, 12:19)
Meine erste Erfahrung mit einer Buchhandlung war folgende:

(Aus meinen Erfahrungen mit Buchhandlungen kann ich sagen, dass kleine viel eher bereit sind als große (Filialen einer Kette), Bücher direkt von Autoren ins Sortiment zu nehmen.)
Freunde rieten mir, mein Buch in eine bekannte, kleine Buchhandlung zu geben, das die Buchhändlerin dort bestimmt sehr aufgeschlossen sei für lokale Neuautoren. Bei einem Anruf riet mir ein Mitarbeiter (Die Inhaberin war nicht da), doch einfach ein Buch zu schicken, das wäre das Einfachste.
Ich packte also und küsste mein Päckchen noch vor dem Einwurf in den Kasten. Zwei Wochen später rief ich an, da ich dachte, das Buch wäre jetzt gelesen und die Buchhändlerin in freudiger Erwartung auf mich. Ich bekam jäh einen Dämpfer, denn sie behandelte mich wie den besagten Staubsaugervertreter. War recht genervt von wegen: So viele schreiben Bücher, alle wollen sie hier auslegen und diese ewige Kommissionsware, da müsse sie sich drum kümmern und sie will das alles nicht mehr.
Ich wollte noch ein paar Takte reden aber sie legte dann auf.
Ich nehme das einfach zur Kenntnis und schließe mich den ähnlich gemeinten Beiträgen an. Das ist ja nicht mein Problem sondern vielleicht auch, abgesehen von den privaten Dingen, geschäftsüblich und ich weiß das nur noch nicht. In die nächste Buchhandlung gehe ich aber nun nicht mehr, sondern warte so darauf, dass mein Buch ein Bestseller wird.
Liebe Grüße und ein sonniges Wochenende. Bei mir hier scheint sooooo schön die Sonne. Lasst sie in unseren Herzen scheinen.
Klärus

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (09.02.2008, 14:02)
Hallo Judith!
Danke für die Info, allen eines dagzulassen ginge nämlich echt ins Geld, wiederum weiß ich gut ;-), dass in Werbung/ Info investiert werden muss.
Hm, Zeitungsartikel sind eher rar, aber es kommt noch etwas, dennoch haben die Damen und Herren selten genau diesen Artikel gelesen... Erwähnst du das dann geschickt oder wissen sie bei dir einfach schon Bescheid, dass dein Buch in der Presse war ...? dozey:
LG

mtg

Re:

von mtg (09.02.2008, 14:27)
skipteuse hat geschrieben:
Zeitungsartikel sind eher rar, aber es kommt noch etwas, dennoch haben die Damen und Herren selten genau diesen Artikel gelesen... Erwähnst du das dann geschickt oder wissen sie bei dir einfach schon Bescheid, dass dein Buch in der Presse war ...?

Mach' Dir doch einfach eine kleine Mappe, in der Du die Kopien der Artikel mitnimmst und vorlegen - oder sogar dalassen - kannst. Damit wissen die Damen und Herren, dass es schon mal Leute gegeben hat, die sich mit dem Buch auseinandergesetzt haben.

Beste Grüße
Matthias

kagul
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Re:

von kagul (13.02.2008, 19:30)
In den örtlichen Buchhandel direkt als BoD-Autor zu gelangen halte ich wegen der Kettensituation für recht aussichtslos, außer vielleicht bei 2-3 persönlich bekannten Einzelhändlern in der eigenen Nachbarschaft. Wir haben bei einem Titel hierzu eine Kampagne in der Richtung gestartet ohne jede Resonanz.

Nun ist mittlerweile unser erstes Buch - obwohl BoD - plötzlich in wildfremden Buchhandlungen verfügbar. Wir haben belegte Emails von uns persönlich vorher nicht bekannten Käufern, die nicht bestellen mussten.

Was ist passiert? Wir haben über den Online-Handel von diesem Titel so viel abgesetzt, dass er aus den üblichen BoD-Verkaufszahlen heraus stach. Plötzlich nahmen die Grossisten das Werk auf Lager, es war überall täglich lieferbar und seitdem ist es auch in der einen oder anderen Buchhandlung vor Ort erhältlich. Wir mussten dafür nicht mal in die BoD-Charts kommen, nur so an die 100 Stück Absatz pro Monat.

Ich denke, als neuer Autor sollte man außerhalb seines Bekanntenkreises den traditionellen Buchhandel weitgehend links liegen lassen und all seine Energie in einen guten Onlineverkauf stecken. Durch die Hintertür kommt man dann denke ich ins "normale" Buchgeschäft noch am besten rein. Der klassische Buchhandel ist nicht der Ort für innovative Neuerungen im großen Stil. Übrigens: Verkaufssteigernd wirken auch gut Beiträge in fachverwandten Onlinemagazinen. Das sind Partner, die man brauchen kann - so jedenfalls unsere Erfahrung im Russlandbereich. Alles, was un-online funktioniert, rümpft erstmal die Nase, bis es nicht mehr anders geht - sei es Journalie oder Handel.
NachRussland-Reihe - etwas andere Russlandbücher
www.russland-buecher.ru

Meine Autorenseite für Belletristik (Fantasy-Märchen):
www.geschichten.ru

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (13.02.2008, 20:16)
Lieber Matthias!

Superidee mit der "Pressemappe"! Klar, einfach und effektiv ...
Danke für den Tipp :lol:

LG, Barbara smart2

mtg

Re:

von mtg (13.02.2008, 22:26)
skipteuse hat geschrieben:
Danke für den Tipp

Da nich für ... und, um gehabte Verständnisprobleme auszuschalten: gern geschehen!

Matthias

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