Crowdfunding

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Bardioc
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Crowdfunding

von Bardioc (10.12.2014, 20:05)
Hat jemand hier Erfahrung in Crowdfunding?

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Bärentante
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Re:

von Bärentante (10.12.2014, 22:16)
Manu hatte ein Crowdfunding-Projekt laufen.
Schau mal:
http://www.bod.de/autorenpool/crowdfund ... nding.html
Liebe Grüße
Christel

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mtg
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Re:

von mtg (10.12.2014, 23:10)
Ja, ich.

Was willste wissen?

Bardioc
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Re:

von Bardioc (11.12.2014, 12:07)
mtg hat geschrieben:
Ja, ich.

Was willste wissen?

Nun ja, ich weiß noch nichtmal, was ich da wissen muß. Hier zuerst mal etwas zum Projekt:

Ein Freund von mir hat bisher drei Lehrbücher für Tigrigna, Tigre und Amharic als E-Book veröffentlicht. Vom Lehrbuch für Tigrigna gibt es auch eine Print-Version. Er selber ist Muttersprachler des Tigrigna. Er will nun für jedes dieser Bücher eine neue und überarbeitete Auflage (unter einem anderen Titel) veröffentlichen, wobei eine dritte Sprache (Deutsch) hinzugefügt wurde.

Die Bücher wenden sich an Personen, die eine oder zwei dieser Sprachen lernen wollen und mindestens eine der anderen bereits beherrschen, insbesondere aber an Kinder von Personen aus den afrikanischen Ländern, in denen Tigrigna, Tigre und Amharisch gesprochen werden, und die -- bedingt durch ihr Aufwachsen im Ausland -- ihre jeweilige Muttersprache und das Schriftsystem, in der sie wiedergegeben wird -- nur unzureichend bzw. gar nicht beherrschen. Schwerpunkt ist das Erlernen der Ge'ez-Schrift und Grundlagen der jeweiligen drei Sprachen. Dabei werden Bilder verwendet, um die Bezeichnungen für die jeweiligen Gegenstände zu visualisieren und das Erlernen zu erleichtern.

Durch die Überarbeitung und eine ev. nötige Übersetzung der überarbeiteten Passagen nach Tigre und Amharic werden Kosten entstehen, die er alleine nicht tragen kann. Außerdem plant er ein Hilfsprojekt für eine Ortschaft in Eritrea.
Zuletzt geändert von Bardioc am 11.12.2014, 12:22, insgesamt 2-mal geändert.

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mtg
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Re:

von mtg (11.12.2014, 12:19)
Verstehe ich das richtig, dass die Überarbeitung durch Crowdfunding finanziert werden soll?

Man braucht für ein Crowdfunding-Projekt zunächst ein Okay des Plattform-Betreibers hinsichtlich der rellen Chance auf erfolgreiche Durchführung (»Totgeburten« werden nicht angenommen). Das dürfte für dieses Projekt aber grundsätzlich wohl kein Problem sein.

Dann benötigt man – abhängig vom erwünschten Betrag – eine Mindestanzahl an Unterstützern (»Fans«), die innerhalb einer gewissen Zeit erreicht werden muss, damit das Crowdfunding überhaupt anlaufen kann.

Und dann benötigt man Spender, die man mit Gegenleistungen aller Art lockt - je nach Höhe der Beteiligung. Das ganze Projekt ist aber zeitlich beschränkt; wenn die gewünschte Summe in diesem Zeitrahmen nicht erreicht wird, ist das Projekt gestorben und die Einzahler kriegen ihr Geld zurück.

Ich sehe durchaus Probleme, genügend Fans und später auch Unterstützer zusammenzukriegen, aber dafür kenne ich die Zielgruppe zu wenig ...

Bardioc
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Re:

von Bardioc (11.12.2014, 12:53)
mtg hat geschrieben:
Verstehe ich das richtig, dass die Überarbeitung durch Crowdfunding finanziert werden soll?


Die Finanzierung durch Crowdfunding war meine Idee. Der Autor ist Pädagoge und hat daher eher wenig Ahnung von den Möglichkeiten des Internets. Ich weiß zwar schon seit einiger Zeit, daß es sowas sie Crowdfunding gibt, habe vor einigen Monaten auch schon einige diesbezügliche Internetseiten recherchiert, aber auch mir fehlt die Zeit, mich tiefer in die Materie einzuarbeiten und z. B. die Anbieter, d. h. die einzelnen Crowdfunding-Seiten zu vergleichen und die geeignetste auszuwählen. Es scheint da einen Unterschied zu machen, ob man die Mittel für ein Projekt oder zugunsten einer Einzelperson einwirbt. Da es hier um Geld geht, wäre auch rechtliches Hintergrundwissen nötig, was weder der Herr Bisrat noch ich haben.

Wir, d. h. Herr Bisrat und ich, sind derzeit mit der Überarbeitung beschäftigt, d. h. Korrekturlesen der Texte in den drei Sprachen (ich kann natürlich nur Deutsch und Englisch) und Umgestaltung/Verbesserung des Layouts. Hinzu käme noch eine notwendige Übersetzung der überarbeiteten Text ins Tigre und ins Amharische. Findet diese Übersetzung nicht statt, so können wir nur die teilweise nicht mehr aktuellen Passagen aus den ersten Versionen der Lehrbücher nehmen, d. h. es entstehen Inkonsistenzen zwischen den einzelnen Sprachversionen, was natürlich nicht sehr sinnvoll ist. Auch muß das Layout aller drei Lehrbücher noch einmal professionell gestaltet/überarbeitet werden, denn meine Kenntnisse sind da auch begrenzt.

mtg hat geschrieben:
Man braucht für ein Crowdfunding-Projekt zunächst ein Okay des Plattform-Betreibers hinsichtlich der rellen Chance auf erfolgreiche Durchführung (»Totgeburten« werden nicht angenommen). Das dürfte für dieses Projekt aber grundsätzlich wohl kein Problem sein.

Dann benötigt man – abhängig vom erwünschten Betrag – eine Mindestanzahl an Unterstützern (»Fans«), die innerhalb einer gewissen Zeit erreicht werden muss, damit das Crowdfunding überhaupt anlaufen kann.

Offenbar -- wenn ich Herrn Bisrat richtig verstanden habe -- gibt es über 200 Leute, die zumindest an dem Hilfsprojekt interessiert sind und mit denen er sich vor kurzem auch getroffen hat. Inwieweit diese Leute auch an den Lehrbüchern interessiert sind und diese unterstützen würden weiß ich nicht.

mtg hat geschrieben:
Und dann benötigt man Spender, die man mit Gegenleistungen aller Art lockt - je nach Höhe der Beteiligung. Das ganze Projekt ist aber zeitlich beschränkt; wenn die gewünschte Summe in diesem Zeitrahmen nicht erreicht wird, ist das Projekt gestorben und die Einzahler kriegen ihr Geld zurück.

Ich sehe durchaus Probleme, genügend Fans und später auch Unterstützer zusammenzukriegen, aber dafür kenne ich die Zielgruppe zu wenig ...

Die Zielgruppe habe ich bereits skizziert, allenfalls noch Deutsche oder englischsprachige Menschen, die die Ge'ez-Schrift und grundlegende Kenntnisse in den drei ostafrikanischen Sprachen erlernen wollen. Die Teile für Deutsch und Englisch wenden sich eher an Leute in Ostafrika, die einen Grundwortschatz in Deutsch oder English erlernen wollen, einschließlich einfacher Kommunikation, z. B. Begrüßung, wo kommt jemand her, etc. Da eine komplexe Schrift vorgestellt wird (mit Übungen) und alles in die drei Sprachen übersetzt ist und die Bücher knapp gehalten werden sollen können sie nicht in die Tiefe gehen. Es geht also mehr um eine Einführung oder eine erste Tuchfühlung mit den jeweils anderen Sprachen bzw. dem jeweils anderen Schriftsystem. Tigrigna ist zwar keine gefährdete Sprache, aber Kinder von Leuten aus Ostafrika, die in Deutschland aufwachsen, werden eher Deutsch oder Englisch denn ihre Muttersprache lernen. Es besteht also die Gefahr, daß sie die Grundlage ihrer Kultur verlieren, wenn sie nicht die Möglichkeit bekommen, z. B. die Ge'ez-Schrift zu erlernen.

Genau da ist das Problem: Ich weiß nicht, welche Gegenleistung wir da anbieten sollen. Weder Herr Bisrat noch ich können da viel bieten, außer vielleicht einen ermäßigten Preis für die Bücher oder ev. eine Ermäßigung für einen möglichen Tigrigna-Kurs, den Herr Bisrat ev. nächstes Jahr anbieten will. Dies wäre dann aber nur von lokalem Interesse.

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