Die Moosburger 2 - Im Schatten des Mondes

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Rigolo
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Die Moosburger 2 - Im Schatten des Mondes

von Rigolo (08.02.2008, 01:11)
Titel: Die Moosburger 2 - Im Schatten des Mondes
Autor: Marco Rota

Verlag: BoD
ISBN: 978-3-8334-8620-3
Seiten: 116 (mit 17 Farbseiten)
Preis: € 15.90

Der Autor über das Buch:

Nach dem ersten Band um die Moosburger, folgt nun der Zweite. Dieser ist deutlich mysteriöser und düsterer als der Erste, aber immer noch gut für Kinder ab 8 Jahren geeignet. Nach kurzer Zeit gab es bereits einige positive Pressestimmen über dieses Buch. Alle Informationen rund um die Moosburger findet ihr auf der offiziellen Website www.die-moosburger.ch

Zurzeit schreibe ich am dritten Band und werde euch natürlich auf dem Laufenden halten. Jetzt wünsche ich euch aber ein grosses Lesevergnügen mit der Kostprobe aus dem zweiten Band.

Klappentext:

Das Abenteuer geht in die zweite Runde!

Die Moosburger sind zurück! Nach dem Sieg über die "zerstörten Zerstörer" haben sie sich für die grosse Q-Ball-Meisterschaft angemeldet. Diese findet an einem geheimen Ort statt, der von einem düsteren Wald umgeben ist. Zuerst geht es den Moosburgern nur um den Sieg. Eines Nachts jedoch tauchen unheimliche Wesen aus dem Wald auf und entführen einige Spieler aus dem Camp. Noch wissen die Moosburger nicht, mit wem sie es zu tun haben. Hinter dem Wald lauert ein dunkles Geheimnis. Und was hat es mit dem Schatten des Mondes auf sich? Sie müssen sich entscheiden: Ist es wichtiger, die Meisterschaft zu gewinnen, oder das dunkle Geheimnis zu lüften? Ein bitterer Kampf bricht aus, der die Moosburger auf eine harte Probe stellt...

Zweiter Band der Serie um die Moosburger!

Inhalt:

Leseprobe - Die Legende des Dorfes

An diesem Abend fühlte ich mich wie bei der Sommerfeier auf der Moosburg. Es fehlten nur noch Riveras Spinatwürste. Doch stattdessen hatten wir wolkenweiche flauschige Marshmallows. Wenn man diese süssen Dinger an einen Ast steckte und übers Feuer hielt, zergingen sie wie Butter auf der Zunge.
„Hey, kennt jemand von euch noch eine Gruselgeschichte?“, wollte Vulkan wissen. „Nein, bitte nicht! Dann kann ich wieder so schlecht schlafen“, konterte Neon. „Oh, kann Neon wegen einer Gruselgeschichte etwa nicht einschlafen?“, neckte Felice ihn. „Du kannst ja ins Bett gehen, wenn du Schiss hast!“, meinte Taifun. „Ja, aber pass auf, vielleicht versteckt sich ein Monster in deinem Schlafsack“, fügte Avisto hinzu und hielt sich vor La-chen den Bauch.
Dann war es still. Nur das Feuer knisterte vor sich hin. In weiter Ferne konnte man noch Gitarren hören. Die meisten Mannschaften lagen jedoch schon in ihren Schlafsäcken. Der Si-cherheitsdienst marschierte mit Taschenlampen auf uns zu und hielt vor unserem Feuer inne. „Ich rate euch, langsam in eure Zelte zu gehen. Es zieht ein Gewitter auf. Nur dass ihr gewarnt seid“, sagte einer der Sicherheitsleute. Mit ihren Taschenlampen marschierten sie weiter und kontrollierten das Gelände.
„Ich hab eine Geschichte!“, meldete sich Chraxli. Wir blick-ten alle gespannt zu ihm. Es gab einfach nichts Besseres, als zu später Stunde noch eine Gruselgeschichte zu hören. „Los, er-zähl!“, drängte Magenta.
„Aber ich muss euch warnen. Diese Geschichte ist eine Le-gende und man sagt, dass sie wahr ist“, fügte Chraxli ernst hinzu. „Ach, Quatsch mit Sosse! Solche Legenden sind doch Kinderkram. Dann glaube ich noch vorher, dass meine Oma die Königin von England ist“, scherzte Vulkan. Doch Chraxli schien es ernst zu sein. Seine Mundwinkel bewegten sich nicht nach oben wie bei allen anderen. Sein Gesicht war wie versteinert. Als sich alle vom Lachen erholt hatten, konnte er weiterfahren.
Chraxli räusperte sich und fing an zu erzählen: „Es gab ein-mal einen Ort, weitab von jeder Stadt, umgeben von einem un-durchdringlichen Wald. Dort siedelte sich ein kleines Dorf an. Von der Aussenwelt waren sie vollkommen isoliert. Sie lebten jedoch miteinander in Harmonie und alles schien in bester Ord-nung zu sein. Eines Nachts kamen jedoch unheimliche Wesen aus dem Wald. Sie suchten das Dorf heim und zerstörten alles, was ihnen in den Weg kam. Sie trugen rote Gewänder und ihre Gesichter waren mit dunklen Kapuzen verhüllt. Niemand wuss-te, wer sie sind und was sie wollten. Sie kehrten in jeder Nacht zurück und holten sich die Tiere der Menschen aus dem Dorf. Die Tiere waren Nahrung für die Siedler. Die Menschen be-schlossen, einige Regeln aufzustellen, um mit den Wesen in Frieden zusammen zu leben. Die Menschen würden die Grenze zum Wald nicht mehr überschreiten und diese Wesen würden sie dafür in Ruhe lassen. Ausserdem stellten die Dorfbewohner Wachtposten am Waldrand auf, damit sie das Dorf warnen konnten, falls die Wesen zurückkehrten. Jeder Wachtturm hatte eine Glocke. Sobald diese erklingt, müssen alle Bewohner in ihre Häuser und die Tür verriegeln. Doch sobald eine Regel gebro-chen wird, kehren die roten Wesen aus dem Wald zurück und holen sich jeden, der nicht im Haus ist. Man sagt, diese Wesen lauern noch heute in den Wäldern.“
„Oh Mann! Was war denn das für eine Geschichte? Wesen, die aus dem Wald kommen und ein Dorf heimsuchen. Das ist doch Kinderkacke! Wo bleibt da die Action?“, beschwerte sich Taifun. „Also mir fehlt bei dieser Geschichte eindeutig der Pümp-Effekt!“, meinte Avisto.
„Wo hast du diese Geschichte her? Von wem ist sie eigent-lich?“, fragte Vulkan neugierig. „Ein gewisser M. Night Shyama-lan hat sie geschrieben. Ich hab diese Geschichte irgendwo mal aufgeschnappt“, antwortete Chraxli.
„Na supi! Du meinst wohl, jede aufgeschnappte Geschichte ist gleich die abgefahrenste Legende! Pah! Dass ich nicht lache! So ‘ne Geschichte würde höchstens ein ideenloser Kinderbuch-autor, der über eine Kinderbande schreibt, als Gruselgeschichte erzählen. Aber zum Glück sind wir ja nicht in einer Geschichte eines ideenlosen Kinderbuchautors. Wir sind schliesslich die Moosburger und haben etwas Besseres verdient. Aber wie auch immer, ich gehe jetzt ins Bett!“, beklagte sich Vulkan.
„Mei-meinst du diesen Schimeli gibt es wirklich?“, stotterte Tarantula vor Angst. „Er heisst Shyamalan und ich habe nicht den Hauch einer Ahnung“, antwortete Chraxli. Nun war es still. Nicht einmal das Zirpen der Grillen war zu hören. War an dieser Legende wirklich etwas dran? Nach und nach ging ein Moosburger nach dem anderen ins Bett.
Rivera und ich sassen jetzt noch alleine vor dem erloschenen Feuer. Alleine in der Finsternis. Ein kühler Schauer jagte mir den Rücken hinunter. „Kommst du mit mir Zähne putzen?“, fragte mich Rivera ängstlich. „Ja, alleine wäre es ziemlich unheimlich“, antwortete ich.
Wir schnappten uns beide eine Taschenlampe und unsere Zahnbürste und streiften über das Gelände zum Waldrand. Der finstere, undurchdringliche Wald sah sehr unheimlich aus. „Denkst du jetzt auch gerade an diese Legende?“, fragte Rivera. „Ja! Was, wenn es diese Wesen wirklich gibt?“, antwortete ich unsicher mit ängstlicher Stimme.
Wir betraten den Wald. Eigentlich war es nicht erlaubt, den Wald zu betreten. Aber um an die Waschanlage zu kommen, musste man ein Stück weit ins Innere des Waldes. Mein Herz pochte wie wild. Jede Sekunde rechnete ich damit, dass ein We-sen hinter einem Baum hervor springen würde. Ein paar Meter vor uns flackerte ein schwaches Licht. Es war die Laterne der Waschanlage.
Sie war ziemlich einfach gebaut. Ein paar Plastikplanen wur-den an Holzlatten befestigt, so dass es ein Dach daraus gab. In der Mitte hatte es eine Trennwand. Auf der einen Seite waren die Mädchen und auf der anderen die Jungs. Ein ausgehöhlter Baumstamm war das Waschbecken. Durch einen Feuerwehr-schlauch kam das Wasser heraus.
„Treffen wir uns hier am Eingang wieder?“, bat mich Rivera. „Ja, ich werde hier warten. Wenn du zuerst fertig bist, wartest du“, entgegnete ich. Ich betrat die Seite der Jungs. Es war nie-mand mehr da.
Ich drehte das Wasser am Schlauch auf und hielt meine mit Zahnpasta beschmierte Zahnbürste drunter. Der Wind blies durch die Planen. Eine Nanosekunde später traute ich meinen Ohren nicht. Kleine Äste knackten, die Blätter am Boden be-wegten sich. Waren das etwa Schritte, die aus dem Wald kamen? Ich legte meine Zahnbürste hin und griff zur Taschenlampe. Ich kniete mich auf den Waldboden. Die gespannten Planen reichten nicht bis ganz auf den Boden. So konnte ich durch eine kleine Öffnung in den Wald blicken.
Ich sah Büsche, Bäume und andere Pflanzen. Da war nichts. Dann leuchtete meine Taschenlampe auf etwas, das weder ein Baum noch ein Busch war. Es hatte Füsse und bewegte sich ge-nau auf die Waschanlage zu. Ich leuchtete mit der Lampe von den Füssen dieses Dings nach oben. Die Gestalt war mit einem roten Umhang verhüllt. Das Gesicht konnte ich nicht erkennen, da es mit einer ebenfalls roten Kapuze verhüllt war.
Die Gestalt begann nun zu rennen. Voller Schrecken stand ich auf und stolperte zur Waschanlage hinaus. Rivera wartete be-reits auf mich. Ohne nur ein Wort zu verlieren, packte ich sie am Arm und zusammen hasteten wir aus dem Wald. Was dann pas-sierte, kann ich nicht genau erklären. Ein ohrenbetäubender Schrei kam aus dem Wald. Ich kannte kein Tier, keinen Men-schen, nichts, das so hätte schreien können.
„Was ist denn los?“, fragte mich Rivera, als wir wieder bei unseren Zelten waren. Ich schnappte nach Luft und versuchte es ihr zu erklären: „Es w-war da! Es g-gibt sie w-wirklich! Ich hab es g-gesehen!“ – „Was gibt es wirklich?“, drängte Rivera. „Diese Wesen aus der Legende. Ich hab eins gesehen!“, erklärte ich nochmals.
„Hör auf! Ich hasse es wenn du so etwas mit mir machst! Das ist wieder eines deiner blöden Spiele, hab ich Recht?“, meinte Rivera wütend. „Nein! Hast du diesen Schrei nicht gehört? Das war das Wesen. Es rannte genau auf die Waschanlage zu!“, erklärte ich verzweifelt.
„Hast du jetzt vollkommen den Verstand verloren? Da war überhaupt kein Schrei! Das hast du dir nur eingebildet. Ich wünsch dir eine gute Nacht“, ärgerte sich Rivera und ging ins Mädchen-Zelt.
Sie hatte diesen Schrei nicht gehört. Aber sie musste ihn ein-fach gehört haben. Er war so laut! Das ganze Zeltdorf müsste ihn wahrgenommen haben. Ich war verzweifelt. Hatte ich mir das alles nur eingebildet?
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