Welches Programm für umfangreiches Fachbuch

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Josef493
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Welches Programm für umfangreiches Fachbuch

von Josef493 (02.03.2015, 13:16)
Hallo, ich schreibe gerade mein zweites Fachbuch. Das erste Fachbuch hatte 100 Seiten und ich habe es mit Softmaker Office geschrieben. Dann habe ich mit Adobe ins PDF-Format konvertiert.

Das zweite Fachbuch sollte nun 200 Seiten haben, aber mein Programm schafft das nicht. Die 200 Seiten im Speicher (viele OLE-Formelobjekte, Bilder) lassen den PC in die Knie gehen. Anscheinend ist das zuviel für den Speicher. Wie kann ich nun ein umfangreiches PDF erstellen?

Geht das mit Word besser? Ich möchte die Datei nicht splitten, da dies umständlich ist. Und schafft Adobe ein Dokument mit mehreren hundert Seiten?

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skipteuse
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Re:

von skipteuse (02.03.2015, 13:43)
Wie wäre es mit Indesign?
Scrivener weiß ich nicht genau ...

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Lektorat_Heneka
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Re:

von Lektorat_Heneka (02.03.2015, 13:43)
Also ich finde, dass sich gerade Manuskripte mit vielen grafischen Elementen und Tabellen, etc. sehr gut mit InDesign umsetzen lassen. Man legt Masterseiten an, Textfelder etc. Da verrutscht nichts und das Volumen ist nahezu unbegrenzt.
Adobe bietet InDesign aus der CS2 zum kostenlosen Download an. Das reicht auch vollkommen aus.
Es gibt auch zahlreiche Tutorials für den Einstieg, wobei das Programm wirklich sehr intuitiv zu bedienen ist, wenn man sich einmal damit auseinandergesetzt hat. Konvertieren kannst du es am Ende in so ziemlich jedes Format.

http://www.chip.de/downloads/Adobe-InDesign-CS2-Vollversion_59763254.html
Der Stift ist das schwerste Werkzeug der Welt. [Robert Wilson]

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Lektorat_Heneka
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Re:

von Lektorat_Heneka (02.03.2015, 13:44)
Oh, scripteuse - zwei Doofe, ein Gedanke, wa? :lol:
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (02.03.2015, 13:59)
In meinem persönlichen Umfeld schreiben alle ihre Fachbücher in LaTeX und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden.

Gruß,
Monika
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Lektorat_Heneka
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Re:

von Lektorat_Heneka (02.03.2015, 14:02)
LaTex ist auch sehr zuverlässig. Aber ich kenne viele, die damit so ihre Probleme haben, weil es doch etwas mehr Einarbeitung erfordert.
Wenn man es aber mal drauf hat, ist es super! Insbesondere, wenn man viele Formeln im Text hat.
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skipteuse
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Re:

von skipteuse (02.03.2015, 17:09)
Lektorat_Heneka hat geschrieben:
Oh, scripteuse - zwei Doofe, ein Gedanke, wa? :lol:

thumbbup :D

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Lektorat_Heneka
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Re:

von Lektorat_Heneka (02.03.2015, 17:25)
Und ich hab deinen Namen falsch gelesen. Da steht ja gar nicht "scripteuse". Multitasking. Nie gut. dozey: thumbdown:
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Sir Adrian Fish
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Re: Welches Programm für umfangreiches Fachbuch

von Sir Adrian Fish (02.03.2015, 19:10)
Josef493 hat geschrieben:
Das zweite Fachbuch sollte nun 200 Seiten haben, aber mein Programm schafft das nicht. Die 200 Seiten im Speicher (viele OLE-Formelobjekte, Bilder) lassen den PC in die Knie gehen. Anscheinend ist das zuviel für den Speicher. Wie kann ich nun ein umfangreiches PDF erstellen?


Bevor du dich verleiten lässt und viel Geld in Adobe InDesign investierst, solltest du mal in Erwägung ziehen, deinen Rechner oder zumindest den Speicher upzugraden.

InDesign ist ein wundervolles und sehr mächtiges Tool, das man nicht mal eben so nebenbei kennenlernt. Hier investierst du also nicht nur Geld in eine Software-Anwendung, sondern auch viel Zeit in die Beherrschung des Programmen. Im übrigen verlangt InDesign auch gewisse Kapazitäten, sowohl auf die Festplatte, wie auch auf den Hauptspeicher bezogen.

Josef493
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Re: Welches Programm für umfangreiches Fachbuch

von Josef493 (02.03.2015, 23:19)
Sir Adrian Fish hat geschrieben:
Bevor du dich verleiten lässt und viel Geld in Adobe InDesign investierst, solltest du mal in Erwägung ziehen, deinen Rechner oder zumindest den Speicher upzugraden.

InDesign ist ein wundervolles und sehr mächtiges Tool, das man nicht mal eben so nebenbei kennenlernt. Hier investierst du also nicht nur Geld in eine Software-Anwendung, sondern auch viel Zeit in die Beherrschung des Programmen. Im übrigen verlangt InDesign auch gewisse Kapazitäten, sowohl auf die Festplatte, wie auch auf den Hauptspeicher bezogen.


Den Speicher hab ich schon erhöht, und der Rechner ist relativ neu (5 Prozessor-Kerne). Aber so ein Fachbuch besteht fast nur aus Formeln, da kommt was zusammen.

Latex ist nicht WYSIWYG, das ist schwierig, weil man stets etwas verbessert.

Adobe kostet mich erstmal 1 Monat Einarbeitung, und ob Adobe wieder mit dem Formeleditor und Co. problemlos zusammenarbeitet?

Alles eine schwere Entscheidung. Aber danke für die Vorschläge. Vielleicht miete ich mir mal InDesign und probiere es mal aus.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (02.03.2015, 23:24)
Vorschlag:

Zerleg dein Manuskript in mehrere Einzeldateien.
Erzeuge aus jeder Einzeldatei ein eigenes PDF
Füge die einzelnen PDF zu einer PDF-Datei ("Binder") zusammen.
Fertig!
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Monika K.
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Re: Welches Programm für umfangreiches Fachbuch

von Monika K. (03.03.2015, 09:44)
Josef493 hat geschrieben:
Latex ist nicht WYSIWYG, das ist schwierig, weil man stets etwas verbessert.


Das stimmt. Aber ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt und sehe das Ergebnis sozusagen vor meinem geistigen Auge. Beim Programmieren ist es ja auch nicht anders. Was mir bei LaTeX im Vergleich zu Word gefällt: Wenn etwas nicht klappt, kann ich sicher sein, dass ich Mist gebaut habe. Word spinnt manchmal von sich aus herum. "Fehler", deren Ursache man ewig sucht, verschwinden dort manchmal durch Abspeichern. Oder Änderungen sind nur bis zu einer bestimmten Dateigröße möglich. So was kann ich überhaupt nicht leiden. Mit LaTeX kann man problemlos 800-Seiten-Wälzer schreiben, und alles ist und bleibt dort, wo man es platzierte. Aber ich gebe offen zu: Meine 160-Seiten-Belletristik setze ich aus Bequemlichkeit auch in Word. :oops:

Gruß,
Monika
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Bardioc
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Re: Welches Programm für umfangreiches Fachbuch

von Bardioc (03.03.2015, 10:34)
Josef493 hat geschrieben:
Aber so ein Fachbuch besteht fast nur aus Formeln, da kommt was zusammen.

Latex ist nicht WYSIWYG, das ist schwierig, weil man stets etwas verbessert.

Adobe kostet mich erstmal 1 Monat Einarbeitung, und ob Adobe wieder mit dem Formeleditor und Co. problemlos zusammenarbeitet?

Alles eine schwere Entscheidung. Aber danke für die Vorschläge. Vielleicht miete ich mir mal InDesign und probiere es mal aus.


Ich würde auch LaTeX empfehlen, insbesondere wenn viele Formeln im Buch vorkommen. Außerdem ist LaTeX kostenlos. Wie jedes Programmsystem braucht es eine gewisse Einarbeitungszeit, die hier aber sehr gut investiert ist. In MiKTeX (für Windows) ist auch PDFLaTeX enthalten, so daß das Buch leicht nach PDF konvertiert (oder direkt als PDF entwickelt) werden kann.

In LaTeX ist es leicht, seinen Quelltext in mehrere Files aufzuteilen und zu bearbeiten, außerdem kann man Textpassagen ''auskommentieren'' so daß man die Entwicklung einer Passage leicht nachvollziehen kann. Damit kann man zyklische Veränderungen vermeiden.

Josef493 hat geschrieben:
Latex ist nicht WYSIWYG, das ist schwierig, weil man stets etwas verbessert.

LaTeX ist "What you see is what you mean", was das bessere, weitreicherende und vernünftigere Konzept ist. Auch deswegen wird LaTeX häufig im universitären Bereich angewendet. (Ich mußte damals die Ausarbeitung meines Seminarvortrags in LaTeX abgeben, anderenfalls hätte ich nicht am Seminar teilnehmen dürfen. Ich werden diesem Professor ewig dafür dankbar sein! Ich hatte mich erst einem Monat vor Beginn des Seminar für die Teilnahme entschieden, mußte also in einem Monat LaTeX lernen.)

WYSIWYG-Programme machen es dem Anfänger leicht, immer ein Anfänger zu bleiben, egal wie lange er mit dem jeweiligen Programm arbeitet. Man bekommt zwar schnell ein Ergebnis, aber dieses reflektiert nur den (typographischen/gestalterischen) Wissensstand des Anwenders. LaTeX zeigt dem Anwender, wie sein Text typographisch gut gestaltet aussieht, auch wenn sich der Anwender nicht mit diesen Dingen auskennt.

LaTeX bzw. die benutzten Packages enthalten das typographische Wissen, das dem Anfänger noch fehlt. Dieser muß sich also nicht mit Zeilenabstand, Randgröße und Auswahl von Schriftarten etc. herumärgern, er schreibt z. B. einfach nur \section{Titel} und LaTeX kümmert sich darum, in welcher Schriftart, -größe, etc. die Sektionsüberschrift ''Titel'' gesetzt werden muß. Außerdem übernimmt LaTeX die Numerierung der Abschnitte und kann mit \tableofcontents das Inhaltsverzeichnis automatisch generieren und aktuell halten.

LaTeX compiliert so schnell, daß das Ergebnis selbst bei sehr großen Quelltexten (>1MB)
fast sofort im Previewer (oder im PDF-Viewer) angezeigt wird. Die Veränderung im Quelltext ist also fast genauso schnell sichtbar wie in einen WYSIWYG-Programm.

Ich arbeite schon seit weit über 10 Jahren mit LaTeX, und ich verändere und verbessere sehr viel an meinen Texten. Dadurch, daß ich z. B. einen Absatz vor der Veränderung auskommentieren kann, weiß ich immer, was ich schon mal hatte -- und kann wieder darauf zurückgreifen, sollte sich die neue Variante als nicht günstig erweisen.

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timtimgo87
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Re:

von timtimgo87 (03.03.2015, 18:19)
OpenOffice. kostenlos und eine PDF kann einfach erstellt werden. nutze das Programm für mein Fachbuch (520 Seiten) mit vielen Grafiken und Tabellen und bin damit sehr zufrieden

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timtimgo87
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Re:

von timtimgo87 (03.03.2015, 18:21)
OpenOffice. kostenlos und eine PDF kann einfach erstellt werden. nutze das Programm für mein Fachbuch (520 Seiten) mit vielen Grafiken und Tabellen und bin damit sehr zufrieden

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