Buch über Gesundheitsthema, rechtliches Risiko, Heilaussagen

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (19.03.2015, 21:13)
RoterHase12 hat geschrieben:
Als ich gestern nacht von einem ähnlichen Buch träumte, sah ich in dessen Inhaltsverzeichnis, dass es eine sehr große Bandbreite an medizinischen Mitteln besprach. In diesem Traumbuch stand, dass es ganz bestimmte Antibiotika gäbe, die sehr gefährlich für Hasen seien, aber andere Antibiotika wiederum würden Hasen ganz gut vertragen.


Bestimmt das hier: http://www.amazon.de/Antibiotika-Therap ... ntibiotika


(So schnell werden Träume wahr. cheezygrin )
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (19.03.2015, 22:13)
@RoterHase12

Ich kann's erst nachprüfen, wenn ich die Leseprobe sehe. Entweder stimmt das, was du sagst. Dann hat Torsten recht, und das Buch ist eines unter mehreren. Oder es stimmt eben leider nicht, und das Verhängnis nimmt seinen Lauf, sobald das Teil gratis auf deiner Website erhältlich ist.
Noch was anderes: Du hast dich hier grundlos mit mehreren Bemerkungen eindeutig in die tiefbraune Ecke gestellt. Das macht dich natürlich nicht gerade sympathisch und lässt deine sonstigen Aussagen für mich nicht vertrauenerweckend erscheinen. Absicht oder Dummheit?
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

RoterHase12
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Re:

von RoterHase12 (19.03.2015, 23:51)
@Monika
Mit diesen Äußerungen offenbarst Du Dein mangelndes Verständnis des Hasentums! Denn die meisten von uns Hasen sind nicht tiefbraun, sondern feldhasenbraun...etwas anderes zu behaupten, wäre eine letzthasige Diskriminierung des Durchschnittshasen! Damit hast Du Dich grundlos und recht eindeutig als Hasistin geoutet! Das lässt Deine bisherigen Aussagen in einem dubiosen, antihasigen Licht erscheinen! Bloße Tollhasenpatschigkeit oder absichtlich antihasig? blink3

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (20.03.2015, 09:03)
Tja, das wäre deine Chance gewesen, ein paar Dinge zu relativieren oder zurückzunehmen. Wenn männlich, weiß, heterosexuell und rechtsradikal die einzigen "Qualifikationen" sind, dann muss man tatsächlich Angst vor der Zukunft haben. cheezygrin
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Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (20.03.2015, 16:58)
RoterHase12 hat geschrieben:
@Monika
Mit diesen Äußerungen offenbarst Du Dein mangelndes Verständnis des Hasentums! Denn die meisten von uns Hasen sind nicht tiefbraun, sondern feldhasenbraun...etwas anderes zu behaupten, wäre eine letzthasige Diskriminierung des Durchschnittshasen! Damit hast Du Dich grundlos und recht eindeutig als Hasistin geoutet! Das lässt Deine bisherigen Aussagen in einem dubiosen, antihasigen Licht erscheinen! Bloße Tollhasenpatschigkeit oder absichtlich antihasig? blink3


Wenn du dein Buchprojekt ebenfalls mit einer solchen Ernsthaftigkeit und Seriosität betreibst, musst du dir keine Gedanken oder Sorgen über mögliche rechtliche Konsequenzen von Seiten eines pharmazeutischen Industrie machen. Ein Buch auf diesem Niveau sorgt ggf. für Mitleid, aber nicht mehr.

RoterHase12
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Re:

von RoterHase12 (20.03.2015, 17:18)
@Monika
Aufgrund Deines zwanghaften Beurteilens von uns Hasen aufgrund unserer Farben ("weiß, tiefbraun") habe ich Dir einen Termin mit einem unserer Gleichhasigkeitsbeauftragten vereinbart, Dr. Freudhaas. Er wird Dir helfen, Deine visuelle Vorurteile gegen uns Hasen abzulegen, sodaß Dir die Zukunft wieder in einem hasenfreundlicheren Licht erscheinen wird thumbbup

@Sir Adrian Fisch
Ich hab jetzt sicherheitshalber auch noch einen Termin für Dich ausgemacht. Dr. Freudhaas kann in fast jedem Fall helfen! Durch ihn wirst Du die tiefe Leistungsfähigkeit, die im Wesen des Hasen liegt, erkennen. Allerdings fürchte ich, dass in Deinem Fall wohl nur eine tiefentherahasige Sitzung helfen wird! Du mußt also gut vorbereitet erscheinen.

Ich glaube, dass in Euren beiden Fällen ein mehrstündiges, intensives Fixieren des folgenden Bildnisses eine heilsame Wirkung entfalten könnte:
http://tinyurl.com/k6ptqcw

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (20.03.2015, 17:53)
@RoterHase12

Das ist nett, vielen Dank, wäre aber nicht nötig gewesen. Ich bin ja schon groß und kann meine eigenen Termine abstimmen.

Deiner sachlichen Antwort entnehme ich, dass dein Projekt eigentlich nie zur Realisierung anstand, da für dich um diverse Häschenpfoten zu groß.

Versuche es doch mal mit einem Hasenkalender. Klein anfangen und dann laaaaangsam.... wachsen :wink:.

RoterHase12
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Re:

von RoterHase12 (20.03.2015, 18:12)
Wird das Projekt über den Hasen siegen, oder der Hase über das Projekt? Ich bin gewiß, am Ende steht der Triumph des Hasen! thumbbup

P.S.: Hasenkalender kann ich später immer noch herausgeben :P

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (20.03.2015, 18:13)
Dann wünsche ich dem Hasen, das ihm weder der Jäger noch der Wolf zu nahe kommt.

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Martin Eller
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Re:

von Martin Eller (03.04.2015, 15:47)
Das beschriebene Buch ist wohl ein Ratgeber, der unter privatrechtlichen Bedingungen zu sehen ist; da gilt:

(§ 675 Abs. 2 BGB) "Wer einem anderen einen Rat oder eine Empfehlung erteilt, ist, unbeschadet der sich aus einem Vertragsverhältnis, einer unerlaubten Handlung oder einer sonstigen gesetzlichen Bestimmung ergebenden Verantwortlichkeit, zum Ersatz des aus der Befolgung des Rates oder der Empfehlung entstehenden Schadens nicht verpflichtet."

Wenn also kein Vertragsverhältnis dagegen steht, einen Rat zu erteilen (etwa die Schweigepflicht eines ehemaligen Angestellten eines Pharmakonzerns), wenn die Handlung nicht unerlaubt ist (z. B. jugendgefährdende Inhalte ohne Kennzeichnung) oder die Verfasserin nicht etwa entgegen ihrer Berufserfahrung z. B. als Ärztin einer Klinik wider besseres Wissen falschen Rat erteilt, ist das ganze völlig bedenkenlos.

Rechtsanwälte sind von Abmahnungsversuchen durch gar nichts abzuhalten ("es gibt nichts, was töricht genug wäre, als das es Anwälte nicht behaupten würden"). Eine Abmahnung ist aber noch lange kein Urteil.

Neutrale Formulierung (also den schädlichen Wirkstoff nennen statt eines Handelsnamens) wird das Vorhaben vollständig rechtssicher machen.

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (03.04.2015, 17:19)
Martin Eller hat geschrieben:
Neutrale Formulierung (also den schädlichen Wirkstoff nennen statt eines Handelsnamens) wird das Vorhaben vollständig rechtssicher machen.


Das ist ein absolut blauäugiger Ratschlag, welcher sehr teuer für den Rat befolgenden werden kann. Da würde ich nochmal eine Nacht drüber schlafen.

Auch das vorher beschriebene würde ich eher mit Vorsicht genießen.

Allerdings kann es manchmal auch nicht schaden, einfach mal das Risiko wagen und schauen, was passiert. Wir sind in weitern Teilen ja doch recht verkopft :wink: .

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Martin Eller
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Re:

von Martin Eller (04.04.2015, 11:16)
Das ist ein absolut blauäugiger Ratschlag, welcher sehr teuer für den Rat befolgenden werden kann.


Der Einwand ist Unsinn: aus dem dargelegten geht hervor, das es sich im Wesentlichen um das Zitieren von Quellen (wissenschaftlicher Studien) oder öffentlicher Meinung handelt ("Antibiotika sind schädlich"); ersteres ist unproblematisch, wenn die Quelle genannt wird (§ 51 UrhG), letzteres fällt unter freie Meinungsäußerung (Artikel 5 GG).

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (04.04.2015, 12:08)
Martin Eller hat geschrieben:
Das ist ein absolut blauäugiger Ratschlag, welcher sehr teuer für den Rat befolgenden werden kann.


Der Einwand ist Unsinn: aus dem dargelegten geht hervor, das es sich im Wesentlichen um das Zitieren von Quellen (wissenschaftlicher Studien) oder öffentlicher Meinung handelt ("Antibiotika sind schädlich"); ersteres ist unproblematisch, wenn die Quelle genannt wird (§ 51 UrhG), letzteres fällt unter freie Meinungsäußerung (Artikel 5 GG).


Wenn du dir den Abschnitt im UrhG genau durchliest, wirst du feststellen, dass das alleinige Zitieren von Quellen auch in einem Fachbuch nicht erlaubt ist. Zitate sind nur zulässig, wenn man sich anschließend ausführlich und fachlich mit dem Inhalt des Zitats auseinandersetzt. Ein Mischmasch aus Zitaten und Wiedergabe der "öffentlichen Meinung" ist weder ein Sach- noch ein Fachbuch, sondern Pfusch. Nenne es aber gern Ratgeber, wenn du möchtest. Allerdings gehe ich davon aus, dass der Threadersteller das Buch gar nicht in der von dir hier vermuteten Form gestalten möchte.
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Martin Eller
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Re:

von Martin Eller (04.04.2015, 18:58)
Wenn du dir den Abschnitt im UrhG genau durchliest, wirst du feststellen, dass das alleinige Zitieren von Quellen auch in einem Fachbuch nicht erlaubt ist. Zitate sind nur zulässig, wenn man sich anschließend ausführlich und fachlich mit dem Inhalt des Zitats auseinandersetzt.


Das ist unzutreffend: "Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe eines veröffentlichten Werkes zum Zweck des Zitats, sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist."
Das bezieht sich auf den Umfang des Zitates (z. B. einzelne Sätze oder ganze Abschnitte). Werden mehrere Seiten eines Werkes zitiert, darf nicht der Eindruck beim Leser entstehen, der Zitator sei der Urheber; zitiert werden darf immer (sonst wäre die moderne Wissenschaft am Ende), wenn das Zitat ordentlich Kenntlich gemacht wurde. Man könnte ein dickes Buch allein aus aneinandergefügten Zitaten erstellen. Der besondere Zweck ergibt sich aus der Sache selbst: der Fragesteller will mit seiner Zitation ja nicht die Pharmaindustrie schlecht machen, sondern auf eventuelle Gesundheitsgefahren hinweisen usw.

"Zulässig ist dies insbesondere, wenn

1.einzelne Werke nach der Veröffentlichung in ein selbständiges wissenschaftliches Werk zur Erläuterung des Inhalts aufgenommen werden,
2. Stellen eines Werkes nach der Veröffentlichung in einem selbständigen Sprachwerk angeführt werden,"

also 1. in eine wissenschaftliche Arbeit, im weitesten Sinne auch ein Ratgeber oder 2. eine Erzählung (Dichtung, ein Roman usw). Also praktisch in jede Publikation, die als Buch oder Zeitschrift anzusprechen ist.

Ein Mischmasch aus Zitaten und Wiedergabe der "öffentlichen Meinung" ist weder ein Sach- noch ein Fachbuch, sondern Pfusch. Nenne es aber gern Ratgeber, wenn du möchtest.


Der Einwand ist unverständlich; "... aus dem dargelegten geht hervor, das es sich im Wesentlichen um das Zitieren von Quellen ... oder öffentlicher Meinung handelt" ist doch eindeutig klar. Außerdem liest man z. B. in populärwissenschaftlichen Büchern durchaus beides, Zitate, Bezugnahmen auf wissenschaftliche Arbeiten und öffentliche Meinung (der Erfolg von Giulia Enders z. B. dürfte u. a. auf diese Form zurückzuführen sein).

Allerdings gehe ich davon aus, dass der Threadersteller das Buch gar nicht in der von dir hier vermuteten Form gestalten möchte.


Welche "Vermutung"? Die ganze Fragestellung dreht sich im Wesentlichen um das Recht des Zitierens in eigenen Publikationen, nur das ist beantwortet und mit ausgeklammerten Beispielen zu illustriert. Es geht ausschließlich um Tatsachen, die die Fragestellung berührt (und nicht um die "Deutungshoheit" o. ä. Unsinn).

Sir Adrian Fish
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Re:

von Sir Adrian Fish (04.04.2015, 20:34)
Wenn ich das richtig erinnere, ging es bei der Ausgangsidee des Projektes weniger darum, einzelne Passagen zu zitieren, sondern um die Übersetzung eines ganzen Buches aus einer anderen Sprache.

ich werde demnächst ein weiteres wichtiges Gesundheitsbuch, das ich übersetzt habe (d.h. ich bin der Übersetzer), über einen BOD Verlag veröffentlichen.

In dem Buch werden verschiedene, wahrscheinlich gefährliche Antibiotika genannt und heftig kritisiert, z. Bsp. Ciprofloxacin. Siehe darüber z. Bsp.
http://www.fluorchinolone.org/

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