Im Testprogramm des Schicksals

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Kleffi
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Im Testprogramm des Schicksals

von Kleffi (11.05.2015, 15:41)
Titel: Im Testprogramm des Schicksals
Autor: Dieter Kleffner

Verlag: Books on Demand Norderstedt
ISBN: 978-3-8482-0283-6
Seiten: 312
Preis: 19,90 / eBook 3,99

Inhalt:

„Im Testprogramm des Schicksals“
Eine Autobiografie von Dieter Kleffner

Ich wurde 1957 mit einem „Grünen Star“ geboren und noch im Säuglingsalter an beiden Augen operiert. Mit einem Visus von knapp 50% auf dem besseren Auge und Glasbausteinen in der Brille traf ich im Kindergarten auf die ersten dummen Sprüche meiner Altersgenossen. Die Benutzung eines Opernglases zum Lesen der Schultafel schob mich auf der Spottliste auf den Platz 1. Ich kompensierte den gesellschaftlichen Druck als Klassenclown und erntete bald die Anerkennung meiner normalsehenden Mitschüler und ärgerliche Klassenbucheinträge bei den Lehrern.
Das Sehen wurde noch schlechter und ich machte an der Rehabilitationsstätte für Sehbehinderte und Blinde in Mainz eine Ausbildung zum Masseur und med. Bademeister. Dort fühlte ich mich unter ähnlich Betroffenen zum ersten Mal richtig anerkannt und absolvierte mit Freude mein Examen. Ich bekam eine Anstellung in einer Klinik, heiratete und gründete eine Familie. Die Glückseligkeit wäre perfekt gewesen, doch dann wurde der „Grüne Star“ wieder aktiv. Mit 12 weiteren drucksenkenden Augenoperationen flüchtete ich jahrelang vor dem weißen Stock. Trotz größter Bemühungen der Ärzte mündete mein Sehen in die völlige Erblindung. Alle Gegenstände begannen mit mir zu sprechen. Das waren die Uhr, die Waage, der Taschenrechner, das Vorlesesystem, die Hörbücher usw. Selbst mit dem weißen Stock hatte ich endlich Freundschaft geschlossen und inneren Frieden gefunden. Meiner Meinung nach hatte ich mein Testprogramm des Lebens bestanden. Das war ein großer Irrtum, denn das Programm war noch gar nicht zu Ende. Knochenmarkkrebs und Lymphdrüsenkrebs katapultierten mich nach 34 Jahren Klinikarbeit aus meinem Beruf und ich landete mitten in einem existenziellen Vakuum. Zwischen den Chemotherapiezyklen nutzte ich die freie Zeit, mich autodidaktisch in die Anwendung eines Screenreader-Programms einzuarbeiten, um blind einen PC bedienen zu können. Durch diesen neuen Schicksalsweg fand ich die Liebe zum Schreiben und erarbeitete ein autobiografisches Manuskript. Angehörige und Freunde hatten dieses mit Begeisterung gelesen und mich gedrängt, den Schritt zur Publikation zu wagen. Im Herbst 2012 konnte ich dank fachlicher Helferlein diese Autobiografie mit dem Titel „Im Testprogramm des Schicksals“ als Taschenbuch und EBook auf den Buchmarkt bringen. Es folgten umfangreiche, positive Berichte in der Presse der Sehbehindertenverbände, der VdK-Zeitung und Lokalpresse. 2013 Produzierte die Westdeutsche Blindenhörbücherei das Buch als Hörbuch und kann dort von den Mitgliedern aller deutschen Blindenhörbüchereien ausgeliehen werden.
Dieses Buch soll durch seine klare Offenheit Entfremdungen abbauen und Menschen verbinden. Es soll zeigen, dass eine Behinderung den Betroffenen zu einem Strategen machen kann, der plötzlich bei sich ganz verborgene Talente entdeckt. Der mit seiner aus der Behinderung gewonnenen Erfahrung und einem Schuss Humor eine gesunde Distanz zur Bewältigung riesiger Schicksalsschläge entwickelt, die manchem Nichtbehinderten unüberwindbar erscheinen.

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (11.05.2015, 16:09)
Auch hier wünsche ich dir viel beziehungsweise weiteren Erfolg.

Haifischfrau
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (13.05.2015, 13:43)
Was für eine Lebensgeschichte. Der Verdacht auf ein "Testprogramm" liegt nahe, wie gut, dass du dir deinen Humor bewahrt hast.
Deinen Roman "Ein Tag für Blinde, Lahme und Verrückte" habe ich mir eben als E-Book gekauft, dieses Buch hier habe ich mir vorgemerkt.
Ich wünsche dir von Herzen viel Erfolg, und dass das Lesen deiner Geschichte für viele Betroffene hilfreich sein, ihnen Mut spenden und Wege aufzeigen möge.

Kleffi
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Warum schreibt man eine Autobiografie

von Kleffi (13.05.2015, 18:04)
„Warum schreibt man eine Autobiografie?“
Diese Frage wurde mir nach der Veröffentlichung des Titels „Im Testprogramm des Schicksals mehrfach von sehr interessierten Menschen gestellt.
Dieselbe Frage kam auch von weniger interessierten Leuten mit dem ironischen Nachsatz: „Mittlerweile schreibt wohl jeder!“
Die Antwort fiel mir nicht leicht, da ich diese nicht mit wenigen Sätzen treffend erklären konnte.

Die Autobiografie ist wörtlich übersetzt eine "Selbst-Lebensaufzeichnung".
Der Grund für eine Selbstdarstellung kann die Eitelkeit sein oder das Bedürfnis, seinen Nachkommen bestimmte Erinnerungen zu erhalten. Stars, Sternchen und Politiker mögen noch ganz andere Gründe nennen.
Ich hatte gar keinen Grund gesucht…
Vor der Autobiografie mündete mein Leben nach vierzehn Augenoperationen in eine völlige Erblindung. In der klinischen Physiotherapie hätte ich damit noch zufrieden bis zur Rente weiter arbeiten können. Knochenmarkkrebs und Lymphdrüsenkrebs zogen durch diese Option einen Strich.
Einer von vielen Ratschlägen an meinem Krankenbett lautete: „Schreibe über diese vielen Horrortrips doch ein Buch!“, wie man das in solchen Fällen aufmunternd sagt.
Ich hatte in meiner langjährigen Arbeit als Masseur und med. Bademeister in einer psychiatrischen Klinik gelernt, dass man sich viele unverarbeitete Erlebnisse von der Seele reden und schreiben kann.
Das ist jedoch leichter gesagt, als getan! Als spät Erblindeter hatte ich keine Blindenschrift erlernt. Wie sollte ich also ein Buch verfassen?
Im 21. Jahrhundert gibt es zwar noch nicht für alle Augenerkrankungen die optimalen Heilerfolge, doch unser Computerzeitalter bietet auch sehbehinderten und blinden Menschen faszinierende Möglichkeiten.
Zwischen den Chemotherapiezyklen nutzte ich die freie Zeit, mich autodidaktisch in die Anwendung eines Screenreader-Programms einzuarbeiten, um blind einen PC bedienen zu können.
Mit neu erlerntem Zehn-Finger-Schreibsystem tippte ich meine gesamten Krankheitserlebnisse zusammen und hörte mir das Ergebnis an. Ich erschauerte. Es war eine Krankenakte mit grausamsten Erinnerungen entstanden, in der ich mich absolut nicht wiedererkannte.
Solche Horrorgeschichten führen bekanntlich dazu, dass vielen Gesunden beim Anblick eines Schwerbehinderten vor Entsetzen die Kinnlade auf die Brust fällt. Das meinen die Gesunden auch oft nicht böse, sondern sie reflektieren nur in diesem Augenblick die scheinbar hilflose Lebenslage des Behinderten auf sich selbst.
Wüsste der Gesunde, dass die Behinderten heutzutage Dank hochqualifizierter Ausbildungen und technischer Hilfen ein überwiegend selbstständiges Leben führen können, dass viele Behinderte aus ihren Erkenntnissen heraus das Leben oft in tiefen Zügen genießen, so würde das Entsetzten weichen. Da aber immer noch eine große Menge an Aufklärungsbedarf besteht und Behinderte auf den ersten Blick nur als Behinderte angesehen werden, haben diese normalerweise kein Interesse daran, sich ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu stellen. Sie treten erst dann hinein, wenn sie den Sinn darin erkennen, dass anderen Behinderten und deren Angehörigen damit geholfen wird. Wenn sie den Eindruck bekommen, dass die Gesellschaft durch Aufklärung mehr zusammenwächst und die Schranken der Entfremdung endlich alle fallen.
Mit diesem Ziel vor Augen erarbeitete ich statt einer abstoßenden Krankenakte ein sorgfältig gegliedertes, autobiografisches Manuskript. Unter den Infusionsflaschen der Chemotherapie erinnerte ich die vielen fröhlichen Anekdoten meines Lebens, die ich jeweils zwischen den Therapiezyklen schriftlich aneinanderreihte. Doch auch die aktuellen Gefühle und Gedanken eines Menschen, der gerade aus der Hölle zurückkehrte, flossen direkt in mein Manuskript ein.
Freunde und fremde Testleser hatten dieses Manuskript mit Begeisterung gelesen und drängten mich, den Schritt zur Publikation zu wagen.
Dieser Schritt weckte in mir erneut mulmige Gefühle, Denn Meine Autobiografie ist die Stimme eines behinderten Menschen, den das Schicksal zum Schreiben geführt hat und nicht der Beruf. Blinde Menschen wie ich haben höchst selten eine Ausbildung als Journalist oder Schriftsteller. Gerade deshalb muss der behinderte Autor nicht nur die Hemmschwelle der öffentlichen Selbstdarstellung überwinden, sondern er setzt sich zusätzlich literarischer Kritik aus.
Als nach dem Buchdebüt besonders aus den Kreisen der SehbehindertenVerbände und –Presse hauptsächlich positive Rückmeldungen kamen, fiel mir ein Stein vom Herzen.
Gleichzeitig hatte die Arbeit an der Biografie den Autor in mir geweckt und es wuchsen sehr viele Ideen, die ich künftig zu Romanstoffen verarbeiten wollte.
Das, was mein Schicksal mir an optischen Fähigkeiten genommen hatte, gab es mir nun in der Welt der Fantasie zurück.
Und das Schicksal schenkte mir einige versöhnende Erkenntnisse: Wir können nicht unendlich lange leben, aber unendlich tief. Das menschliche Wissen wird immer begrenzt bleiben, die menschliche Fantasie bleibt unbegrenzt. Auch unsere Welt wird immer begrenzt bleiben, unsere Träume sind grenzenlos.
LG, Dieter
PS: Hallo Anke, danke für deine herzlichen Wünsche

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Judith
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Re:

von Judith (14.05.2015, 10:51)
Hallo Dieter,

die Leseprobe hat mir so gut gefallen, dass ich mir das E-Book bestellen werde.

Viel Erfolg wünscht dir
Judith
Du willst mehr wissen? Bitte hier - meine Website.

Kleffi
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rückmeldungen

von Kleffi (14.05.2015, 12:23)
:D Habe ich den Happy-Smiley jetzt getroffen?
Auf jeden Fall vielen Dank für eure herzlichen Rückmeldungen.
Jetzt ist Vatertag. Da wird mit der Familie und dem Freundeskreis ein bisschen gewandert. Ich lasse mir von dem Vogelgezwitscher, den Düften der Blüten, dem Hauch des Waldbodens und dem Plätschern des Baches den Weg bebildern. Wenn es dann lecker nach Grillköstlichkeiten riecht,
sind wir angekommen. Mit den Gaumenfreuden sind dann fast alle Sinne zufriedengestellt.
Ich wünsche allen einen himmlischen Himmelfahrtstag.
LG Dieter

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