Insolvenz eines Verlages

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


MarenK.
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Re:

von MarenK. (06.07.2015, 14:01)
Du wurdest vom Wagner Verlag informiert? Ich habe eben erst einen Schrieb vom Insolvenzverwalter erhalten (dank Poststreik ein paar Wochen zu spät).
Darin steht, daß man die Urheberrechte wieder zurückbekommen würde, da der Verlag den Vertrag nicht erfüllen kann.

Und der Wagner Verlag wurde schon von der verlagoo mws GmbH übernommen, Vorsitzende ist aber - man höre und staune - noch immer dieselbe.

Es steht drin, daß, wer möchte, man auch vom verlagoo übernommen werden kann, daß man über die weitermacht. Ich habe ihnen geschrieben, daß ich nicht von dem "Verlag" übernommen werden möchte. Mal sehen, was ich als Antwort bekomme. Wenn ich denn eine Antwort bekomme, das ist da ja immer so eine Sache.

Man kann, wenn man möchte, auch als Autor Geldforderungen an den Verlag stellen, sofern noch Summen oder ähnliches ausstehen. Da ist extra ein Vordruck dabei.

Da bin ich ja mal gespannt, wie das weitergeht.
Viele Grüße
Maren

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MarenK.
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Re:

von MarenK. (07.07.2015, 13:27)
Die Antwort kam recht fix.
Die Rechte habe ich bereits alle wieder zurück, die Bücher werden vom Markt genommen (ich möchte ja nicht übernommen werden).
Wenn ich möchte, könnte ich auch noch Exemplare kaufen, 4 € pro Stück.
Das hätte ich mir nie träumen lassen, daß ich da jemals wieder rauskomme!
Viele Grüße

Maren



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Mo
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Re:

von Mo (07.07.2015, 23:15)
Du hast die Bücher doch bereits bezahlt! Jetzt noch mal 4 Euro?
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (08.07.2015, 08:38)
Mo hat geschrieben:
Du hast die Bücher doch bereits bezahlt! Jetzt noch mal 4 Euro?


Das ist das Grundprinzip von DKZ-Verlagen:
a) Autor/in zahlt die Druckkosten,
b) das Buch wird (in welcher Auflagenhöhe auch immer) hergestellt,
c) überraschenderweise verkauft sich das Buch nicht wie erwartet,
d) das Buch soll verrramscht oder geschreddert werden,
e) Autor/in bekommt die "kostengünstige" Möglichkeit, das Buch vor dem Schredder zu retten,
f) Autor/in zahlt für das Buch ein zweites Mal.

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Bellavista
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Re:

von Bellavista (08.07.2015, 14:56)
Hallo, ich habe Wagner auch mitgeteilt, dass ich die Rechte an meinem Buch zurückhaben will. Antwort: Selbstverständlich! In vollem Umfang. Die Rest Auflage von 36 Exemplaren kann ich für 2 Eoronen pro Stück kaufen:)
Da ich niChr sicher bin, welche Forderungen man noch geltend machen kann, werde ich wohl einen Anwalt konsultieren. Vielleicht kann man sich ja zusammentun?

MarenK.
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Re:

von MarenK. (08.07.2015, 15:06)
Ich habe leider keinen Rechtschutz. Ansonsten würde ich versuchen, den Differenzbetrag zurückzubekommen. Sprich: Bezahlt habe ich für 2000 Exemplare, gedruckt wurde aber nur ein Teil (ich glaube, 250 Stück). Daß ich also das Geld für die restliche Auflage, die nicht gedruckt wurde, zurückbekomme. Aber leider habe ich keinen Rechtschutz und ohne ist mir das zu heikel.
Viele Grüße

Maren



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Cornelia
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Re:

von Cornelia (08.07.2015, 16:16)
Hallo,

da werden sich manche Autoren des Wagner Verlages sicherlich freuen so endlich aus Ihren Vertrag herauszukommen und die Chance zu haben, das eigene Buch über eine eventuelle Neuveröffentlichung doch noch an potentielle Leser zu bringen.

Geld aus dem alten Vertrag zurückzubekommen von einem Verlag der insolvent ist, halte ich für aussichtslos.
Wird der Verlag unter "neuer Regie" tatsächlich weiter geführt, haben die Autoren die auf den Druck ihrer 2000 oder 5000 Exemplare bestehen, schließlich die Möglichkeit in den Fängen des DKZV zu bleiben und nach Abverkauf der ersten gedruckten Exemplare werden dann eben die anderen noch ausstehenden Exemplare von den weiterführenden Verlag gedruckt werden.
Wird der Verlag nicht weitergeführt, werden wohl für die Forderungen einzelner Autoren keinerlei Gelder zur Verfügung stehen.

Viele Grüße
Cornelia

Bellavista
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Re:

von Bellavista (08.07.2015, 21:44)
Ja, dieser "Verlag" wird weiter bestehen, mit neuem Eigentümer. Nun kommen die Schreiben des Insolvenzverwalters, der eine Aufstellung der Forderungen haben möchte und das genau ist ja die Frage: Jeder, der einen Vertrag mit dem Wagner-Verlag geschlossen hat, dürfte eine Menge Geld für eine nicht erbrachte Leistung bezahlt haben. Wie sieht das rechtlich aus? Diese Frage müsste sich doch mit einem auf Verlagsrecht spezialisierten Anwalt klären lassen und ein Beratungsgespräch kostet nicht die Welt, aber alle hätten auf diese Frage eine Antwort

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (08.07.2015, 21:50)
Wozu brauchst du einen Anwalt? Teile dem Insolvenzverwalter mit, was man dir deiner Meinung nach noch schuldet, und warte ab. Er wird prüfen, ob deine Ansprüche berechtigt sind. Wenn ja, siehst du eventuell ein bisschen Geld, wenn überhaupt noch etwas zu holen ist. Wenn nein, kannst du dich auf seine Einschätzung verlassen.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

MarenK.
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Re:

von MarenK. (10.07.2015, 15:37)
Ich bin jedenfalls froh, raus zu sein!
Viele Grüße

Maren



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