Hilfe zur Buchblockformatierung

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hmlmedia

Hilfe zur Buchblockformatierung

von hmlmedia (25.07.2015, 15:28)
Hallo zusammen,

vielleicht kann mir jemand helfen:

Es kommt vor, dass in meinen Buchblocks die Anzahl der Zeilen auf den Seiten unterschiedlich sind. Mitunter fehlt eine, manchmal aber auch drei Zeilen. Die Seiten sollten aber hinsichtlich der Zeilenzahlen unten bündig sein.

Versuche, die Zeilen aus der fiolögenden Seite nach oben zu ziehen, scheitern einfach. Ich bekomme die fehlende Zeile nicht ausgefühlt.

Zum Text selbst: Es handelt sich um unformatierenten Text. Das heißt, die fehlerhaften Zeilen können nicht aus einem "alten" Format durchschlagen. Ich darfv aber davon ausgehend, dass eine BoD-Vorlage von 12x19 cm mit einer gleichen Anzahl von Zeilen formatiert ist

An Überschriften, unterschiedlichen Schriftgrößen oder Schriftarten kann es nicht liegen, da das Manuskript durchgängigdie gleichen Parameter enthält. Es sind auch keinerlei Umbrüche eingefügt.

Der Versuch, an den Kapitelende manuelle Umbrüche einzufügen, bewirkt keine Änderung. Überdies habe ich bemerkt, adss die gespiegelten Seitenzahlen bei nur geringster Bearbeitung nur noch einseitig angezigt werden. Hier hat man nur noch die Alternative, die Seitenzahl mittig zu setzen. Oder gibt es (in OpenPOffice) eione Möglichkeit, die Seitenzahlen zu Spiegeln.

Im Anhang Sreenshoots von den fehlerhaften Seite als JPG. Hier fehklen die Zeilen auf Seite 33 und können einfach nicht von 34 her aufgefüllt werden. Man kann die Seite nicht hochziehen.

Bleibt nur noch die Schlussfrage, ob ich dasmit etwas falsch machen, indem ich den Text als "unformatierten Text" in die BOD-Vorlage einkopiere? Bei den bisher 7 bei BoD produzierten Büchern hat es so geklappt. Da ließen sich Ungleichheiten durch Veränderung der Schriftgröße in der Fußzeile bewirken.

Ich bin sicher, es gibt einen "alten Hasen", der mir helfen kann? Lieben Dank im Vorsaus!

Harald
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BoD_3_HML-MEDIA.jpg
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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (25.07.2015, 17:47)
Leider schreibst du nicht, bei welchem Programm das Problem auftritt (ist es OpenOffice?).

Es gibt da eine typographische Regel, die besagt, daß keine Einzelzeilen am Seitenende bzw. Seitenanfang stehen sollen. Viele Textverarbeitungen berücksichtigen diese Regel.

Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Hurenkind ... usterjunge

Viele Grüße

Torsten
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hmlmedia

Danke

von hmlmedia (25.07.2015, 22:33)
Hallo Torsten,

ich arbeite mit OpenOffice. Es sind tatsächlich diese Regel eingestellt. Nehme ich die Häkchen raus, habe ich Schuasterjungen und Hurenkinder. In einem ordentlichen Buch sollte das aber wohl nicht sein.

Meine Lösung ist: Wenn möglich, einen Absatz, eine Einrückung, vorher rausnehmen. Dann sind die ersten und letzten Zeilen jeweils voll. Die vielleciht fehlende Einrückung fällt optisch nicht so stark ins Gewicht wie fehlende Zeilen auf einer linken Buchseite, denn wenn sich das alle 5, 6 Seiten wiederholt, sieht das Buch optisch Sch... aus.

Oder gibt es eine andere Lösung? Eigentlich wohl nur diese, dass man in den Text eingreift und sie Sätze so gestaltet, dass keine "halben" Sätze hintereinander zustandekommen.

Vielen Dank. Nun weiß ich wenigstens, woran es liegt und kann dem begegenen.

Herzliche Grüße von
Harald

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Siegfried
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Re: Danke

von Siegfried (26.07.2015, 00:19)
hmlmedia hat geschrieben:
Nehme ich die Häkchen raus, habe ich Schuasterjungen und Hurenkinder. In einem ordentlichen Buch sollte das aber wohl nicht sein.


Auch hier hilft der Blick in den heimischen Bücherschrank. Ich habe drei Taschenbücher genommen und verglichen:

Robert Louis Stevenson "Die Schatzinsel", Insel Taschenbuch Verlag
Roald Dahl "... und noch ein Küßchen", rororo
Elizabeth George "Wort für Wort", Goldmann

Alle drei Bücher enthalten jenen "Mangel", wo die erste Zeile eines Absatzes die letzte Zeile auf der Seite ist (allgemein bekannt unter dem Namen "Schusterjunge"). Nochmals: In allen drei Büchern!

Das Gegenstück - die letzte Zeile eines Absatzes ist die erste Zeile auf einer Seite - habe ich in der Schnelle nicht finden können.

Es ist also mitnichten so, dass Profiverlage auf Teufel komm raus Schusterjungen vermeiden.

Als Beleg zwei Seiten aus den Buch von Elizabeth George. AUf beiden Seiten unten jeweils ein Schusterjunge.
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scan.jpg
Schusterjungen im Profibuch (Elizabeth George, Wort für Wort, Goldmann Verlag, 3. Aufl. 2004)
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

hmlmedia

Vielen Dank

von hmlmedia (26.07.2015, 02:37)
Lieber Siegfried,

vielen Dank für die Antwort. Sie beruhigt mich.

Leider ist es ja oft dass, dass man BoD-Autoren besonders scharf auf die Finger guckt, vorzugsweise eben die Verlage. Da ist es gut zu wissen, dass man auch dort nicht fehlerfrei ist.

Schöne Grüße vfon
Harald

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mtg
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Re:

von mtg (26.07.2015, 10:01)
Lieber Harald,

erst einmal ein verspäteter Willkommensgruß!

Fehlerfrei ist wohl niemand. Aber es ist gerade bei BoD-Autoren sehr selten, dass im Vorfeld bereits darauf geachtet wird, mögliche Fehler zu vermeiden. Dass andere auch Fehler machen, sollte dabei kein Maßstab sein.

In diesem Sinne: Viel Erfolg mit Deinem Vorhaben!

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Judith
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Re: Danke

von Judith (26.07.2015, 19:59)
hmlmedia hat geschrieben:
Oder gibt es eine andere Lösung? Eigentlich wohl nur diese, dass man in den Text eingreift und sie Sätze so gestaltet, dass keine "halben" Sätze hintereinander zustandekommen.

Ja, das ist nicht unüblich. Bei zwei Verlagen wurde ich schon anhand der (vorläufigen) Druckfahne um entsprechende Korrekturen gebeten.

Grüßle
Judith
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Pere
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Re:

von Pere (27.07.2015, 12:42)
Hallo Harald,

hast du dir in Openoffice schon einmal die Steuerzeichen anzeigen lassen? Vielleicht erhältst du darüber nähere Informationen, was bei deinem Manuskript nicht stimmt.
Bei einem kurzen Blick auf die jpg-Dateien sind mir drei Dinge aufgefallen. Versteh bitte die folgenden Punkte nur als Anregung:
    Anscheinend verwendest du eine sehr große Schriftart. Ich habe rund 40 Zeichen pro Zeile gezählt. Man versucht eigentlich, eine Zeichenanzahl um die 60 anzusteuern. Der Leser ermüdet dann nicht so schnell.
    Wenn ich es richtig sehe, benutzt du eine serifenlose Schrift. Für die Bearbeitung am Bildschirm ist diese sehr gut geeignet – für das Lesen eines Buches eher weniger. Dort benutzt man eher Garamond oder Palantino (sehr schön ist z.B. das kostenlose TeX Gyre Pagella).
    Du verwendest sehr viele Absätze. Ist dies Absicht oder ein Fehler bei der Formatierung? Auf Seite 35 finde ich z.B. einen Absatz, der nur aus einem Satz besteht.

Falls du noch immer Probleme mit dem Layout hast, kannst du auch einfach einige Seiten des Textes zum Download bereitstellen. Ich helfe gerne weiter.

Gruß Pere
Besucht mich gerne auf meiner Webseite https://peterkoop.de .

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