Facebook bzw. Social Networking

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Kassandra Klomberg
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Facebook bzw. Social Networking

von Kassandra Klomberg (29.07.2015, 13:26)
Ihr Lieben,

wie schaut es eigentlich mit Facebook aus? Ich habe gesehen, dass Ihr ja alle doch mehr oder weniger dort vertreten seid. Ich selber hatte dort vor einigen Jahren nur einen sehr kurzen Auftritt und habe mich auch nicht wirklich wohl dort gefühlt. Bin ohnehin nicht unbedingt begabt im "Social Networking" und wohl eher etwas "old-fashioned" veranlagt, was diese neuen Medien und Kommunikationswege und -mittel betrifft.

Meine Frage ist nun die: werde ich da überhaupt die Chance haben, dass mein Buch mehr als hundert Leute lesen werden wenn ich diese herkömmlichen Plattformen nicht nutze? Ist es eher illusorisch bis kindlich naiv zu denken, das "könne auch irgendwie schon so gehen"?

Ist die Facebook-Vermeidung als angehender Autor möglich und kann man dennoch den ein oder anderen Leser erreichen?

Für eine realistische Einschätzung und jedwedes Feedback wäre ich Euch sehr dankbar!

Ganz lieben Gruß vorab,

Kassandra
Zu schade, ich habe heute abend Cheerleader-Training. Hätte ich bloß gewusst, dass Ihr auf dem Friedhof Leichen ausbuddeln wollt, dann hätte ich das selbstverständlich abgesagt (Cordelia Chase)

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (29.07.2015, 14:48)
Ich nutze FB in erster Linie, um mich mit anderen Autoren zu vernetzen. Das bringt freundschaftliche Kontakte, aus denen neue Projekte entstehen. Oder man bekommt gute Tipps zur Vermarktung. Hinweise auf wichtige Links etc.
Es gibt Schreibgruppen, denen man beitreten kann, die Anthologieprojekte starten oder wo man sich gegenseitig hilft, was Lektorat oder Covergestaltung anbelangt.
Auch Kontakte zu Bloggern, die Rezensionen zum Buch schreiben, habe ich dadurch etliche gewonnen.

Als Werbungsmöglichkeit sehe ich FB eher weniger. Ich habe dort zwar auch eine Fanpage, aber FB sieht schon zu, dass die Reichweite, solange man nicht dafür bezahlt, in (*Ironiemodus an*) überschaubaren Grenzen bleibt. (*Ironiemodus aus*)

Fazit: Einerseits ist FB ein Zeitfresser, weil ich mich regelmäßig dort länger aufhalte als geplant - man schaut mal hier und mal da, kommentiert dieses und jenes - und schwupps, ist schon eine halbe Stunde rum.
Andererseits habe ich viele wertvolle und teils auch wirklich freundschaftliche Kontakte geknüpft.
Es ist also etwas zwiespältig - hat in meinen Augen ebensoviele Pros wie Contras. Ich für mich möchte es trotzdem nicht mehr missen.

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Kassandra Klomberg
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Re:

von Kassandra Klomberg (30.07.2015, 11:40)
Hallo Anke,

ja, in erster Linie sehe ich diese Plattformen eben wirklich als Zeitfresser. Zeit, die neben Beruf und Kindererziehung ohnehin schon rar und kostbar ist und die ich dann eben tatsächlich am liebsten für das Schreiben selber nutze. Oder Lesen. Ein wirklicher Reiz ist Facebook für mich daher tatsächlich wirklich nicht, es wäre eher wie "Pflichterfüllung".

Die einzige Frage, die sich halt mir dabei stellt, ist: wird überhaupt irgend jemand ein Buch kaufen, von dem er den Namen des Autors "noch nicht einmal" bei Facebook findet? Andererseits, wie gesagt, Facebook und dergleichen sind für mich die heutigen Zeitverdaddler schlechthin und ich tue mich wirklich schwer damit.

Woher nimmst DU Deine Zeit zum Schreiben wenn ich mal frech fragen darf. Wie und wo zweigst Du Dir die ab? Würde mich wirklich mal interessieren. Du hast ja schon das ein oder andere Projekt verwirklicht.

Hab herzlichen Dank dafür!

LG

Kassandra
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SonjaBausB
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Re:

von SonjaBausB (30.07.2015, 14:04)
Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass sich jemand nicht dein Buch kauft, nur weil du nicht bei Facebook zu finden bist. Das glaube ich nicht. Das einzige ist halt, dass du deinen Facebook-Freunde dein Buch vorstellen kannst, aber da du ja nicht bei Facebook bist, hast du eh keine Facebook-Freunde. Somit verlierst du ja auch nichts.

Wichtiger ist bestimmt eine Homepage.

yggdrasil
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Re:

von yggdrasil (30.07.2015, 14:17)
Die Werbung bei FB wird m. E. maßlos überschätzt. Nette Kommentare, Daumen hoch, das war´s denn schon. Man muss wohl schon extrem vernetzt und omnipräsent sein, um einen Verkaufserfolg zu erzielen. Ich mache es nicht (mehr).

http://wikingerabenteuer.blog.de/

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (30.07.2015, 14:18)
Kassandra Klomberg hat geschrieben:
Die einzige Frage, die sich halt mir dabei stellt, ist: wird überhaupt irgend jemand ein Buch kaufen, von dem er den Namen des Autors "noch nicht einmal" bei Facebook findet? Andererseits, wie gesagt, Facebook und dergleichen sind für mich die heutigen Zeitverdaddler schlechthin und ich tue mich wirklich schwer damit.

Ob du Bücher verkaufst, hat meines Erachtens nichts damit zu tun, ob du auf FB präsent bist oder nicht. Wie Sonja richtig sagt: Eine Homepage ist da sicherlich für potenzielle Käufer viel wichtiger. Ich bin erst seit 2011 auf FB und meine ersten Projekte stammen aus 2009 - in den zwei Jahren habe ich auch ohne FB ganz ordentlich verkauft.

Kassandra Klomberg hat geschrieben:
Woher nimmst DU Deine Zeit zum Schreiben wenn ich mal frech fragen darf. Wie und wo zweigst Du Dir die ab? Würde mich wirklich mal interessieren. Du hast ja schon das ein oder andere Projekt verwirklicht.

Ja, das darfst du gern fragen. :wink: Als ich angefangen habe, waren meine Kinder noch relativ jung, 11 und 8.
Damals habe ich nachts geschrieben, wenn es ruhig im Haus war und ich mich konzentrieren konnte. Im Anfang hatte ich, weil das Schreiben die Erfüllung eines Kindheitstraums war, eine schier unerschöpfliche Energie. Da bin ich auch mit vier Stunden Schlaf ausgekommen!

Heute könnte ich das nicht mehr! Dass ich es damals geschafft habe, ist für mich inzwischen fast unvorstellbar. Aber die Kinder sind nun auch groß, und die Notwendigkeit besteht nicht mehr.
Da ich selbstständig bin und von zuhause aus arbeite (als Lektorin und Korrektorin), kann ich meine Zeit frei einteilen. Da ist zwischendurch immer Zeit für ein paar Seiten meiner eigenen Projekte. Ich betrachte das als Luxus und genieße es entsprechend. :D

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Haifischfrau
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Re:

von Haifischfrau (30.07.2015, 22:36)
Über Facebook habe ich zahlreiche Kontakte gefunden: Leser, Käufer, Kollegen, Angebote für Lesungen, Schreibkurse und mehr ...

Hier kann man auch zielgruppenspezifisch werben und mit Disziplin wird das kein Zeitfresserchen.

Gruß
NEU: Die Baumwollfarmerin. Roman

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (31.07.2015, 11:49)
Es ist doch so, dass jeder ein anderes Facebook hat. Zeige mir Dein Facebook, dann sage ich Dir, wer Du bist. Wenn jemand ein Buch zu einem bestimmten Thema plant, kann er sich im Vorfeld die passenden Freunde aussuchen und hoffen, dass unter ihnen gut besuchte sind, die Deine Idee teilen. Mit meiner Vestsaga komme ich an Seiten wie I love RE nicht vorbei.

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Anke Höhl-Kayser
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Re:

von Anke Höhl-Kayser (31.07.2015, 13:06)
Haifischfrau hat geschrieben:
mit Disziplin wird das kein Zeitfresserchen.

... das ist bei mir genau wie mit Schokolade ... cheezygrin

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mtg
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Re:

von mtg (31.07.2015, 13:23)
Thomas Becks hat geschrieben:
Zeige mir Dein Facebook, dann sage ich Dir, wer Du bist.

Schön gesagt. Und stimmt. Im »wahren Leben« hat ja auch jeder andere Freunde ... und wir befacebookfreunden uns ja auch nicht mit Leuten, die wir doof finden ...

Ob Facebook eine erfolgreiche Werbeplattform ist, vermag ich nicht zu sagen. Es solte auf jeden Fall nicht die einzige Werbeform sein. Ich habe dort für einige Bücher eigene Pages angelegt und schreibe gelegentlich Updates und Infos zu den jeweiligen Themen ...

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Kassandra Klomberg
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Re:

von Kassandra Klomberg (04.08.2015, 13:35)
@ Anke

Vier Stunden Schlaf!? Alle Achtung! Bei mir käme da auf Dauer nur noch Kappes bei rum, ich brauche echt meine Nachtruhe, um Produktives leisten zu können :wink:

@Haifischfrau

Mit der Disziplin da sagst Du wohl etwas Wahres. Ist wohl einfach das Gleiche wie beim Schreiben auch.

@ All

Habt lieben Dank! Fazit: nicht Facebook verteufeln also, sondern angemessene Form der Nutzung finden. Ich muss noch einmal drüber schlafen.

Dennoch Danke! thumbbup
Zu schade, ich habe heute abend Cheerleader-Training. Hätte ich bloß gewusst, dass Ihr auf dem Friedhof Leichen ausbuddeln wollt, dann hätte ich das selbstverständlich abgesagt (Cordelia Chase)

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Thorsten Schmidt
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Re: Facebook bzw. Social Networking

von Thorsten Schmidt (08.06.2017, 13:01)
Ich denke, dass die Frage sich maßgeblich darum dreht, wie man bei Facebook vernetzt ist. Dabei spiele ich nicht auf die Anzahl der Kontakte an, sondern darauf, ob de Kontakte zur Zielgruppe des Buchs gehören. Ich habe eine Homepage erstellt und eine Facebook-Autorenpage im selben Design (wegen des Wiedererkennungswerts). Diese Seite habe ich dann öffentlich von meinem privaten Account geteilt, sodass alle Abonnenten das angezeigt bekommen. Ich habe dann ein paar Tage gewartet und anschließend mit Blog-Einträgen gestartet, die den Fortschritt der Manuskriptentwicklung dokumentierten. Wieder ein paar Wochen später eine Leseprobe rausgehauen und anschließend ein Gewinnspiel veranstaltet, bei dem unter den "Likern" und "Teilern" ein Gratis-Exemplar verlost wird. Die angestrebte Like-Zahl habe ich noch nicht erreicht, aber bereits über 20 Vorbestellungen (bezahlt) für mein Buch, das noch gar nicht veröffentlicht ist.
Nun handelt es sich bei meinem Buch allerdings auch um ein Sachbuch, das für viele Leute in meinem Umfeld wegen der ähnlichen Interessen (hier: Thema Selbstverteidigung) interessant ist. Interessanterweise sind die meisten Bestellungen aber von Leuten, die ich gar nicht kenne und mit denen ich auf Facebook auch nicht direkt in Kontakt stehe.

Wer sich das Ganze mal anschauen möchte: http://www.facebook.com/thorstenschmidt.autor

Insofern lautet mein Fazit:
Nur wegen einer Autorentätigkeit ein Facebookprofil anlegen bringt sicher nur etwas, wenn man schon bekannt ist. Wenn man aber ohnehin dort aktiv ist, kann man die kostenlose Werbung durch seine Kontakte durchaus nutzen und damit Leute erreichen, die man sonst nicht erreicht hätte.

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