Idee für neues Autorenportal mit App

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


Jolle
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Re:

von Jolle (09.12.2015, 00:21)
Habe die Umfrage eben mal beantwortet, aber ich muss sagen, ich sehe das ähnlich kritisch wie Monika und Siegfried. Wer sich wirklich mit Texten auseinandersetzt, aktiv wie passiv, tut das in der Form, in der es ihm am liebsten ist, bereits - entweder offline, oder online (beispielsweise auf den Seiten, die Siegfried angesprochen hat). Eine App oder ein Portal speziell für kurze Texte könnte mich persönlich zumindest nicht hinter dem gewohnten virtuellen Ofen hervorlocken - und das, obwohl ich knackige Verse liebe cheezygrin Aber womöglich bin ich für diesen neumodischen Kram einfach schon zu alt :wink:
Dennoch, viel Erfolg! Jedes Projekt bereichert die Macher zumindest an Erfahrung, und so wie ich es verstehe, haben allein schon die Antworten hier im Forum den einen oder anderen Blickwinkel aufgezeigt, der euch noch nicht bewusst war. Und das ist ja per se etwas Gutes. angle:

Bardioc
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Re:

von Bardioc (09.12.2015, 13:14)
TELL-Portal hat geschrieben:
In der Hoffnung, eine zusammenfassende Antwort geben zu können:

Warum sollten Menschen da Texte kaufen? - Nunja, warum kaufen sie wo anders Texte? Warum kaufen Sie E-Books?

...

Bardioc: Um ehrlich zu sein ist uns das soziodemographische Zeug gar nicht wichtig. Wir produzieren Portal und App im Rahmen eines universitären Projektes und die sieht eben bei allen Arten von Umfragen eben immer soziodemographische Datenabfragen vor. Wenn ihr die nicht beantworten möchtet, könnt ihr die Umfrage auch an der Stelle abbrechen oder etwas Falsches angeben. Im Übrigen wären die Daten nur dann verkaufbar, wenn man sie mit anderen Daten verknüpfen würde. Allein die Frage nach Alter, Geschlecht und Herkunftsland ist doch völlig irrelevant.

Alles Schriftliche ist letztlich ein Text. Was die Leute kaufen, so sie überhaupt etwas kaufen (können), sind Bücher oder E-Books, also Texte in einer bestimmte physischen oder digitalen Form. Ich weiß nicht, ob jemand Geld für einen Text als ASCII-File ausgeben würde.

Wenn das ''soziodemographische Zeug'' gar nicht wichtig ist, warum erfragt man es denn? Nur weil das ''bei allen Arten von Umfragen eben immer soziodemographische Datenabfragen'' vergesehen sind. Dann sind sie sicher wichtig, z. B. um anonyme Personen repersonalisieren und daraus Profit ziehen zu können. Und dadurch, daß diese Daten (Alter, Geschlecht, Herkunftsland) eben zusammen mit den Antworten auf die Umfrage erhoben wurden, sind sie mit ihnen verknüpft.

Normalerweise werden Anfragen nur angenommen, wenn man alle Angaben gemacht hat. Wenn man falsche Eingaben macht, was bringen dann diese Informationen für den Umfragebetreiber?

Die Art und Weise, wie Sie hier reagieren, läßt bei mir alle Alarmglocken läuten.

Die einzige saubere Art und Weise, das Problem zu umgehen, wäre, entweder auf die Abfrage dieser Daten ganz zu verzichten oder sie optional zu machen.

TELL-Portal
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Re:

von TELL-Portal (09.12.2015, 16:06)
Siegfried hat geschrieben:
TELL-Portal hat geschrieben:
Siegfried: Ich würde mich freuen, wenn du nochmal den Fragebogen unter dem oben aufgeführten Link beantworten könntest, der wird alle deine Fragen beantworten.


Gemacht.
Meine Fragen sind nicht oder nur unzureichend beantwortet worden.

Fur die anderen Mitdiskutanten:

TELL klingt laut Fragebogen nach einer Vermarktungs-Webseite für kurze Texte. Nach den Einstiegsfragen (was schreibst/liest du - sehr pauschale Antworten, die in Richtung "lange Texte oder kurze Texte" gehen) sowie Fragen, wo man kurze Texte liest (da erscheint u. a. Twitter, also ein Dienstleister für Texte von max. 140 Zeichen), kommt man zum Punkt:

Eigene Texte auf TELL einstellen, um sie zu verkaufen
oder
fremde Texte kaufen

Als "Funktionen" bietet man derzeit an:
- anderen Nutzern folgen
- von anderen Nutzern kommentiert werden
- mit anderen Nutzern gemeinsam an einem Text schreiben
- andere Nutzer finanziell unterstützen (ohne Gegenleistung?)
- fremde Texte vorgelesen bekommen (kostenpflichtige Leistung?)

Kurz vor Schluss wird noch die grundsätzliche Meinung abgefragt, ob man bereits wäre, fremde Texte über TELL zu kaufen bzw. eigene Texte dort zu verkaufen (vermutlich gegen Gebühr - wird aber nicht erwähnt).

TELL ist - meiner Meinung nach - keine echte Autorenplattform im Sinne von Austausch und gegenseitiger Hilfe unter Autoren, sondern ein Marktplatz für Verfasser von kurzen und ultrakurzen Texten. Ein Bonmot, ein Aphorismus, eine ungewohnte Satzkonstruktion soll (vermutlich) dort verkauft werden. Ebenfalls vermutlich: Je kürzer, desto besser, da dann der Preis niedrig und die Masse an Angeboten hoch ist (die Webseite wird sich durch die Menge finanzieren - ähnlich wie kommerzielle Bilder-Pools, wo Unmengen an Hobby-Fotografen ihre Fotos einstellen)

Ergänzend zu den Funktionen:
Ich hätte gerne dort die Funktion gesehen "Beratung für Deutsch in Wort und Schrift" und diese TELL-Funktion den Umfrage-Erstellern empfohlen. :twisted: Denn in der Umfrage wird gleich zwei Mal der Superlativ "am liebsten" falsch geschrieben (Steigerung von gern --> lieber --> am liebsten; in der Umfrage steht aber "am Liebsten").

Tipp:
Wer wirklich an Texten arbeiten will oder Rückmeldungen zu seinem Text haben möchte, sollte sich mal www.dsfo.de ansehen. Dort kann man kostenlos Texte einstellen und von anderen Autoren Kritiken dazu bekommen. Und die Webseite ist nicht einmal kostenpflichtig.

Wer im Internet veröffentlichen will:

www.fanfiktion.de
www.belletristica.com/de
www.e-stories.de
www.bookrix.de
www.kurzgeschichten.de
www.leselupe.de
www.keinverlag.de
www.xinxii.de
www.hierschreibenwir.de

(und auch hier sucht man Leser)


Siegfried: Danke nochmal für den Hinweis auf die Rechtschreibung, das werde ich korrigieren. Der Fehler ist uns wohl durchgerutscht.

Zu deinen Anmerkungen: Auch wenn für dich beim Lesen der Umfrage vielleicht dieser Eindruck entstanden ist, so geht es uns gar nicht vornehmlich um kurze Texte. Twitter haben wir nur deshalb als Beispiel mit aufgenommen, weil wir wissen, dass es viele Personen gibt, die sich auf Kurzliteratur im 140-Zeichen-Format spezialisieren. Bei TELL soll es keine Zeichenbeschränkung geben. Auch die Antwortmöglichkeiten haben nichts mit der jeweiligen Zeichenlänge zu tun.

Auch den Eindruck einer reinen Verkaufsplattform möchte ich entkräften. Natürlich denken wir beim Aufbau solch einer Plattform inkl. App darüber nach, wie sich ein Projekt dieser Art dauerhaft tragen kann. Unsere Prämisse ist eine völlige Kostenfreiheit für die Nutzer. Ein Projekt wie TELL funktioniert nur kostenfrei. Wir wollen auch nicht große Mengen an Kurztexten einstellen, die dann zu Minipreisen verschleudert werden, das wäre völlig vorbei an unserer Idee für das Portal. Eine Idee war eben z.B. die (manuell freizugebende) Möglichkeit von Verlagen, über durch den Nutzer definierte Lizenzen Texte zur kommerziellen Nutzung zu lizensieren. Daher die Frage nach Verkäufen. Auch wäre der Verkauf von Texten in E-Book-Länge (über 50 Normseiten) denkbar.

Was TELL aber natürlich auch nicht ersetzen soll und kann, sind Foren wie diese. TELL soll keine Website sein, auf der Autoren über die Qualität ihrer Werke streiten. Es geht vielmehr um einen Kontaktpunkt zwischen Schreibenden und Lesern, wobei der Kontakt eben im Speziellen über kurze Texte stattfindet.

Zu den Seiten, die du verlinkt hast: Wie gesagt, wer qualifizierte, ausführliche Rückmeldungen zu seinen geschriebenen Texten mit erfahrungsgeprägten Tipps zur Verbesserung erhalten möchte, ist auf diesen Seiten absolut richtig aufgehoben. Allerdings ist der Weg eines reinen Lesers auf eine solche Seite ein sehr weiter Weg.

TELL-Portal
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Re:

von TELL-Portal (09.12.2015, 16:12)
Jolle: Vielen Dank für deine Worte!


Bardioc hat geschrieben:
TELL-Portal hat geschrieben:
In der Hoffnung, eine zusammenfassende Antwort geben zu können:

Warum sollten Menschen da Texte kaufen? - Nunja, warum kaufen sie wo anders Texte? Warum kaufen Sie E-Books?

...

Bardioc: Um ehrlich zu sein ist uns das soziodemographische Zeug gar nicht wichtig. Wir produzieren Portal und App im Rahmen eines universitären Projektes und die sieht eben bei allen Arten von Umfragen eben immer soziodemographische Datenabfragen vor. Wenn ihr die nicht beantworten möchtet, könnt ihr die Umfrage auch an der Stelle abbrechen oder etwas Falsches angeben. Im Übrigen wären die Daten nur dann verkaufbar, wenn man sie mit anderen Daten verknüpfen würde. Allein die Frage nach Alter, Geschlecht und Herkunftsland ist doch völlig irrelevant.

Alles Schriftliche ist letztlich ein Text. Was die Leute kaufen, so sie überhaupt etwas kaufen (können), sind Bücher oder E-Books, also Texte in einer bestimmte physischen oder digitalen Form. Ich weiß nicht, ob jemand Geld für einen Text als ASCII-File ausgeben würde.

Wenn das ''soziodemographische Zeug'' gar nicht wichtig ist, warum erfragt man es denn? Nur weil das ''bei allen Arten von Umfragen eben immer soziodemographische Datenabfragen'' vergesehen sind. Dann sind sie sicher wichtig, z. B. um anonyme Personen repersonalisieren und daraus Profit ziehen zu können. Und dadurch, daß diese Daten (Alter, Geschlecht, Herkunftsland) eben zusammen mit den Antworten auf die Umfrage erhoben wurden, sind sie mit ihnen verknüpft.

Normalerweise werden Anfragen nur angenommen, wenn man alle Angaben gemacht hat. Wenn man falsche Eingaben macht, was bringen dann diese Informationen für den Umfragebetreiber?

Die Art und Weise, wie Sie hier reagieren, läßt bei mir alle Alarmglocken läuten.

Die einzige saubere Art und Weise, das Problem zu umgehen, wäre, entweder auf die Abfrage dieser Daten ganz zu verzichten oder sie optional zu machen.


Bardioc: Bei der Idee des Verkaufs handelt es sich auch hauptsächlich um lange Texte.

Zu den soziodemographischen Daten: Zu deiner Beruhigung habe ich diese Fragen auf "fakultativ" umgestellt. Wie bereits erwähnt erheben wir die Umfrage im Rahmen eines universitären Projektes. Die Erhebung soziodemographischer Daten ist dabei von der Universität vorgeschrieben. Für unser Projekt benötigen wir diese überhaupt nicht. Zwar ist es interessant zu sehen, wie alt z.B. die Umfrageteilnehmer im Durchschnitt sind, aber wenn du diese Fragen gerne überspringen möchtest, kannst du das nun mit dem Pfeil nach rechts tun. Ich hoffe, das genügt dir als Anzeichen dafür, dass wir diese Daten wirklich nicht brauchen.

Bardioc
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Re:

von Bardioc (09.12.2015, 19:11)
TELL-Portal hat geschrieben:
Bardioc: Bei der Idee des Verkaufs handelt es sich auch hauptsächlich um lange Texte.

Zu den soziodemographischen Daten: Zu deiner Beruhigung habe ich diese Fragen auf "fakultativ" umgestellt. Wie bereits erwähnt erheben wir die Umfrage im Rahmen eines universitären Projektes. Die Erhebung soziodemographischer Daten ist dabei von der Universität vorgeschrieben. Für unser Projekt benötigen wir diese überhaupt nicht. Zwar ist es interessant zu sehen, wie alt z.B. die Umfrageteilnehmer im Durchschnitt sind, aber wenn du diese Fragen gerne überspringen möchtest, kannst du das nun mit dem Pfeil nach rechts tun. Ich hoffe, das genügt dir als Anzeichen dafür, dass wir diese Daten wirklich nicht brauchen.


Nun ja, der letzte Beitrag klingt eher so, als ob es vornehmlich kurze Texte wären. Mir ist auch nicht klar, inwieweit sehr kurze Texte ( z. B. Twitter-Nachrichten) als literarisch angesehen werden können oder warum jemand Geld für derartig kurze Texte überhaupt ausgeben will. Letztlich ist es nicht so schwierig, einen kurzen Text selber zu verfassen.

Wir sind freie Menschen, wir müssen nur den Vorschriften gehorchen, und die werden immer mehr!

Warum schreibt eine Uni die Erhebung ''soziodemographischer'' Daten vor? Diese Daten sind Kerndaten, wenn es darum geht, die weiteren erhobenen Daten auszuwerten, sei es zu Profitzwecken oder zu weiteren, nicht genannten Zwecken, insbesondere auch zum Mißbrauch, wobei auch Profit zum Mißbrauch zählt. Durch solche Daten ist eine Repersonalisierung und Bildung eines Persönlichkeitsprofils möglich, und was dann damit geschieht entzieht sich dem Einfluß der Betroffenen. Daten müssen immer interpretiert werden, solche Datenerhebungen erlauben es daher, den freien Meinungsbildungsprozeß zu umgehen, da die Daten ja zugunsten der vom Auftraggeber gewünschten Interpretation ausgelegt werden können. Insbesondere gefällt mir die Art und Weise nicht, wie Sie diese Datenerhebung anfangs verharmlost haben.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (09.12.2015, 21:12)
Bardioc hat geschrieben:
Warum schreibt eine Uni die Erhebung ''soziodemographischer'' Daten vor? Diese Daten sind Kerndaten, wenn es darum geht, die weiteren erhobenen Daten auszuwerten, sei es zu Profitzwecken oder zu weiteren, nicht genannten Zwecken, insbesondere auch zum Mißbrauch, wobei auch Profit zum Mißbrauch zählt.


Vorschlag zur Güte:

Gib einfach falsche Informationen an. Du lebst in Deutschland? Kreuz Österreich an. Du gehörst zur Altersgruppe 40-49? Kreuz unter 20 an. Du bist männlich? Mach aus dir eine Frau.

Ich mache das bei Telefon-Umfragen auch immer. :twisted: Da bin ich unter 20, gebürtiger Moldawier aus Chisinau, habe keinen Schulabschluss (Hauptschule nach der 7. Klasse abgebrochen), arbeite seit 32 Jahren als Unternehmer, habe 120 Arbeitnehmer, die ich wegen einer Standortverlagerung gerade alle entlasse, und verfüge über ein siebenstelliges Jahreseinkommen nach Steuern. Wer glaubt, dass ich denen meine echten Daten gebe, der macht sich auch den Reißverschluss mit der glühenden Kneifzange zu. :twisted:

Oder anders ausgedrückt: Wer meine echten Daten haben will, der soll mich dafür bezahlen. Wenn Meinungsforscher mit meinen Auskünften Geld machen, will ich einen Teil davon abhaben! Denn ein gutes Geschäft ist ein Geschäft, bei dem beide Seiten einen Vorteil haben. cheezygrin Aber das verstehen diese Frage-Fuzzis oft nicht.
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // zzgl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 16 % USt. (bis Jahresende 2020) // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

Bardioc
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Re:

von Bardioc (10.12.2015, 10:49)
Siegfried hat geschrieben:
Bardioc hat geschrieben:
Warum schreibt eine Uni die Erhebung ''soziodemographischer'' Daten vor? Diese Daten sind Kerndaten, wenn es darum geht, die weiteren erhobenen Daten auszuwerten, sei es zu Profitzwecken oder zu weiteren, nicht genannten Zwecken, insbesondere auch zum Mißbrauch, wobei auch Profit zum Mißbrauch zählt.


Vorschlag zur Güte:

Gib einfach falsche Informationen an. ...

Oder anders ausgedrückt: Wer meine echten Daten haben will, der soll mich dafür bezahlen. Wenn Meinungsforscher mit meinen Auskünften Geld machen, will ich einen Teil davon abhaben! Denn ein gutes Geschäft ist ein Geschäft, bei dem beide Seiten einen Vorteil haben. cheezygrin Aber das verstehen diese Frage-Fuzzis oft nicht.


Wie TELL-Portal geschrieben hat, sind diese Angaben jetzt fakultativ. (Nebenbei: Pseudonyme wie TELL-Portal sind auch nicht gerade einladend, ein Portal ist ja schließlich keine Person.)

Mir ging es darum, auf die verharmlosende Art von TELL-Portal in bezug auf das Abfragen von personenbezogenen Daten hinzuweisen. Wenn jemand so reagiert, dann gehe in prinzipiell davon aus, daß da was nicht stimmt. Die Datenschutzproblematik sollte jedem heutzutage bekannt sein, ebenso die Möglichkeit, anonyme Daten durch Abgleich mit einer Datenbank zu repersonalisieren.

Das mit dem falschen Informationen angeben habe ich auch schon gemacht, bei einer Sache, wo es anders nicht ging. Ich störe mich aber daran, daß gerade der Eindruck erweckt werden soll, daß es anders nicht geht (Universität fordert die Erfassung dieser Daten -- Warum fordert man die Erfassung von Daten, von denen man annehmen muß, daß sie größtenteils sowieso falsch sind?).

Es geht mir auch weniger darum, nicht für meine persönlichen Daten bezahlt zu werden, denn diese sehe ich nicht als Ware an. Ich möchte nicht zielgruppenorientiert beworben werden. Ich empfinde das als hochgradig diskriminierend. Ich möchte überhaupt nicht beworben werden. Ich möchte auch nicht, daß irgendwelche Psychologen/Soziologen etc. in meine Daten etwas hineininterpretieren, anstatt mich nach meiner Meinung zu fragen. (Ich würde diesen Leuten sowieso keine Fragen beantworten, schon allein deshalb, weil ich Psychologie/Psychiatrie für problematisch bzw. verbrecherisch ansehe. Zu dieser Problematik gibt es massenweise Information im Internet.) (Habe letzt irgendwo gelesen, daß die Stadt Amsterdam -- zur besseren Bedienung ihrer Bürger -- früher persönliche Daten von ihren Bewohnern erfaßt hat. Diese Daten wurden dann während der Besetzung durch die Nazis zur Deportation der jüdischen Bevölkerung verwendet.) Früher oder später kann -- und wird -- alles gegen einem verwendet.

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