Tot geborgen

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (03.03.2016, 10:09)
Hallo Hugo,

wir waren hier alle mal per Du - auch die, die einander nicht ausstehen konnten. Wir sagten dann eben per Du einander Schimpf und Schand, jeder respektierte den anderen aber immer als Autorenkollegen. Das Siezen brachten die Leute hier herein, die auch auf andere Weise für Unruhe sorgen und den Autorenpool nicht als das benutzen, was er eigentlich sein soll: ein Forum für Autoren, in dem es hauptsächlich ums Schreiben und den Weg zum Buch und nicht um persönliche Befindlichkeiten oder das Verbreiten irgendwelcher Botschaften geht. Inzwischen scheinen einige Mitglieder verunsichert zu sein, ob man hier Du oder Sie sagt. Das ist eigentlich auch eine Merkwürdigkeit in deutschsprachigen Foren, aber ich gehe da mit der hiesigen Tradition, duze alle und möchte von allen gedutzt werden. thumbbup

Ansonsten habe ich momentan wirklich keine Lust auf Diskussionen, denn ich möchte nicht, dass meine Aussagen instrumentalisiert oder absichtlich fehlinterpretiert werden - wie oben bereits geschehen. Das heißt aber nicht, dass ich aus dem Autorenpool aussteige. Nee, so einfach wird man mich nicht los. :wink: Ich habe immer mal Phasen, in denen ich nur kurz Fragen von Kollegen beantworte und ansonsten still mitlese. Ich hoffe, dass sich die Grundstimmung irgendwann so verändern wird, dass ich gern ein bisschen mehr Freizeit hier verbringe und meine Gedanken und Gefühle zu einem Text spontan und unbefangen äußern kann.

Ansonsten möchte ich mich aus den gekaperten Threads gern fernhalten, obwohl es mir gegenüber den Threaderstellern irgendwie leid tut. Don't feed the trolls.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (03.03.2016, 10:15)
Ja, Hugo, es kommen Flüchtlinge in meine Straße. Und es sind, wie ich inzwischen weiß, nicht 800, sondern 900 - 1000. Und dann ist diese lange Straße im Berliner Norden zur Hälfte arabisch. Ich warte immer noch auf inhaltliche Auseinandersetzung mit diesem Faktum. Hält man das für zumutbar, einer Integration förderlich? Würde man selbst ohne Bedenken in einer solchen Straße wohnen? Wie kommt es zu solchen Entwicklungen und Zwängen? Soll es so weitergehen?

Arno Abendschön
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Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (03.03.2016, 10:22)
Monika, seit 2009 bin ich hier im Forum. Man kennt mich insoweit recht gut, auch dir bin ich kein Unbekannter. Dass du mich dennoch jetzt offenbar unter die Trolle einreihst, finde ich ausgesprochen niederträchtig.

Zum Stichwort "gekapert". Von wegen! Da haben zwei sich in politischer Wellenreiterei versuchen wollen und haben die sachlich dazu passenden Antworten bekommen. Nicht mehr, nicht weniger.

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Bardioc
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Re:

von Bardioc (03.03.2016, 10:33)
Monika K. hat geschrieben:
Bardioc hat geschrieben:
Ich kann mir denken, auf was sie abzielen (die sog. Züchtigung) aber das würde ich nicht mit Gewalt gleichsetzen.

Die deutsche Rechtsprechung sieht das nicht so:
"Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig."
Quelle:
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1631.html

Es können natürlich beliebig viele und beliebig absurde Rechte definiert und in einem Gesetz verankert werden, mit den besten Absichten. Wichtig ist aber, inwieweit ein Gesetz sinnvoll und vor allem praktikabel ist. Wenn Sie jedes Elternteil, dem mal ''die Hand ausrutscht'' gleich in den Knast bringen wollen, dann bleibt da kein Platz mehr für die wirklichen Verbrecher.

Ihr Zitat kriminalisiert auch ''seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen'' und spricht allgemein nur von Erziehung. Daraus schließe ich, daß nicht nur die Erziehung im Elternhaus, sondern auch die in der Schule gemeint ist. Wenn ein Schüler gemobbt wird, so bedeutet das wiederholte körperliche und seelische Verletzung, beigebracht durch seine Mitschüler und ev. auch Lehrer. Weiterhin ergeben sich körperliche und seelische Verletzungen, wenn Eltern aufgrund ihres Unverstandes in bezug auf Mobbing das Kind dafür bestrafen oder dafür tadeln, daß es sich ''mal wieder nicht angepaßt'' hat. Gegen Mobbing wurde jedoch jahrzehntelang nichts oder kaum etwas unternommen. Selbst heute tun sich die Gesetzgebung und die Gerichte schwer mit diesem Phänomen, obwohl ganz klar massive und per definitionem wiederholte Rechtsverletzungen vorliegen, die nur dem Zweck dienen, dem Opfer zu schaden. Wie sagen die Juristen immer so schön: recht haben und recht bekommen ...

Und dann ist da noch die massive Kritik an den Jugendämtern, die -- will man den Betroffenen glauben -- unmotiviert Kinder aus den Familien reißen und verschwinden lassen. Es hat Fälle gegeben, da wurden in einer Nacht- und Nebelaktion 40 Kinder durch eine Hundertschaft von Polizisten aus den Familien gerissen, bis hin zum Säugling. Ich frage Sie, Monika, was denken Sie schädigt Kinder wohl mehr, körperlich und seelisch: Die Erfahrung einer ''Züchtigung'' nach einem hinreichend schweren Regelverstoß des Kindes oder eine gewaltsame und für das Kind unmotivierte Entführug und Trennung von den Eltern durch die Polizei.

Selbst wenn jemand die ''Züchtigung'' (was immer er darunter verstehen mag) als Mittel der Erziehung gutheißt, so bedeutet das noch lange nicht, daß er diese auch angewandt hat oder noch anwenden wird. Es ist also immer eine Einzelfallprüfung notwendig. Die Kinder gewaltsam in einer Nacht- und Nebelaktion zu ''entziehen'' nur auf die bloße Möglichkeit hin, daß einige davon ''gezüchtigt'' worden sein könnten ist schlichtweg Machtmißbrauch und stellt selber schon eine seelische Verletzung der jeweiligen Kinder dar. Von der Verletzung anderer Rechte ganz zu schweigen. Irgendwie wird da das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Außerdem stellt sich die Frage: Was passiert mit den ''entzogenen'' Kindern? Geht es ihnen danach wirklich besser? Gibt es da eine öffentlche Kontrolle, was mit ihnen passiert? Das Jugendamt war ursprünglich eine Einrichtung der Nazis. Das sollte zu denken geben.

Langsam aber sicher mutiert dieses Forum zu einer Plattform, auf der Trolle munter Threads kapern, um ihre "Botschaften" in die Welt zu posaunen.

Etwas zu plakativ ausgedrückt für ein paar Links, die man genauso auch hätte übergehen können. Es zwingt Sie ja niemand, sie anzuschauen. Wenn man sie aber nicht anschaut, dann sollte man sich auch kein Urteil darüber erlauben. Letztlich gebe ich mit diesen Links nur Hintergrundinformationen zum Thema. Und das ist nunmal der Tod eines Kindes. Wenn das nichts weiter auslöst als ein Gedicht, das nur nach schöngeistigen Kriterien bewertet wird, dann ist es umsonst gestorben.

verseschmiedin hat geschrieben:
Folgendes Gedicht schrieb ich aus aktuellem Anlass. Wieviele Bilder wie die des toten dreijährigen Jungen an der türkischen Küste brauchen wir noch, um das Flüchtlingselend wirksam zu bekämpfen?

Um etwas bekämpfen zu können muß man die Ursachen kennen. Der Sinn dieser Videos ist es, die Ursachen aufzuzeigen.

Mit Literatur oder in diesem Fall Lyrik hat das alles schon lange nichts mehr zu tun. Man kann sich wirklich nur noch fremdschämen. Oder gehen. :cry:

Ein Forum ist dazu da, Meinungen und Ansichten darzulegen und somit auszutauschen. Lyrik kann -- und sollte -- ein Anlaß dafür sein -- und ist es immer auch, wenn sie gut ist. Wenn Sie in Lyrik nur das schöngeistige Juwel sehen, das ab und zu mal abgestaubt gehört und ansonsten nicht berührt werden darf, dann haben Sie den Antrieb für Lyrik nicht verstanden. Ähnliches gilt für Literatur.

Übrigens, informieren Sie sich mal darüber, was ein Troll (im Internet) ist und was er tut.
Zuletzt geändert von Bardioc am 03.03.2016, 11:57, insgesamt 9-mal geändert.

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (03.03.2016, 10:51)
Arno Abendschön hat geschrieben:
Ja, Hugo, es kommen Flüchtlinge in meine Straße. Und es sind, wie ich inzwischen weiß, nicht 800, sondern 900 - 1000. Und dann ist diese lange Straße im Berliner Norden zur Hälfte arabisch.


Wo ich wohne, leben über 1.600 Flüchtlinge. Na und?

Arno Abendschön hat geschrieben:
Ich warte immer noch auf inhaltliche Auseinandersetzung mit diesem Faktum.


Warum soll irgendjemand mit dir über die Zustände in deiner Straße diskutieren? Diskutierst du über die 1.600 Flüchtlinge, die in meiner Nähe leben?

Arno Abendschön hat geschrieben:
Hält man das für zumutbar, einer Integration förderlich?


Integration hat nichts mit dem Wohnort zu tun, sondern mit dem Denken im Kopf. Wenn deine 1.000 Flüchltinge an 1.000 verschiedene Orte in Deutschland (oder Europa) verteilt werden, wird die Integration nicht verbessert. Entscheidend ist das Denken und die gegenseitige Akzeptanz.

Arno Abendschön hat geschrieben:
Würde man selbst ohne Bedenken in einer solchen Straße wohnen?


Warum denn nicht. Schließlich mache ich auch Urlaub in Gegenden, wo weit mehr als diese 1.000 Menschen aus einer anderen Kultur leben. Und viele Deutsche ziehen sich in ihrem Rentnerdasein in genau diese Länder zurück. Allein im türkischen Alanya leben mehr als 6.000 deutsche Rentner. Würden diese Deutschen Bedenken zu ihren vielen, vielen Nachbarn haben, wären sie nicht in Alanya.

Arno Abendschön hat geschrieben:
Wie kommt es zu solchen Entwicklungen und Zwängen? Soll es so weitergehen?


Es kommt zu solchen Entwicklungen, weil Angst im Spiel ist. Angst und Gewalt. Wenn Flüchtlingsunterkünfte brennen, dann ist Angst im Spiel. Und wenn diese Angst von Dritten zusätzlich manipuliert wird, dann wird daraus sehr schnell Gewalt.

Deshalb die Frage: Wovor hast du Angst?

Der "Untergang des Abendlandes"? Verlust der "deutschen Kultur" (was immer auch das sein mag)? Auslöschung des "deutschen Volkes"?

Wovor hast du so viel Angst, dass du mit 1.000 Flüchtlingen ein Problem hast? Ist deine Angst so groß, dass du als einzig mögliche Lösung brettharte Konsequenzen im Stile von "Grenzen dicht, Mauer hoch, Feuer frei" in Betracht kommen?

Es leben 500 Millionen Menschen in Europa und wir diskutieren über ein Problem von 2 Millionen. Das ist, als wenn ein Biergarten 500 Besucher hat und dann kommen noch 2 hinzu und alles brüllt: "Raus mit euch! Der Laden ist überfüllt!" - Schräg!

Nur mal so am Rande: Deutschland hat über 80 Millionen Einwohner. Davon haben mehr als 20 % - also über 16 Millionen - ausländische Wurzeln. Und wenn man tiefer bohren würde, dann käme man auf viel höhere Zahlen. Namen wie "de Maiziere", "Tillich", "Kaminer", "Podolski", "Özdemir" klingen nicht gerade "urdeutsch". Fühlt sich jemand in der Nähe eines Menschen namens "-ski" oder "-ow" unbehaglich und will ihn unbedingt rauswerfen? Brauchen wir wieder so etwas wie den "Ariernachweis" über mindestens 6 Generationen?

Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg? Kann passieren. Vor allem, wenn der Ausländer in der Schule besser war als die glatzköpfige Dumpfbacke, die ach so stolz darauf ist, Deutscher zu sein. Warum soll ein Unternehmer einen ungebildeten Deutschen einstellen, wenn er einen qualifizierten Ausländer bekommen kann? Dann - und nur dann - nehmen uns die Ausländer die Arbeitsplätze weg. Und das zu recht! Aber die "Wir sind das Volk!" schreienden Volltrottel, die Busse attackieren, Häuser anzünden oder "Fidschis klatschen", kriegen noch nicht einmal das auf die Reihe! Diese Leute sind halt zu blöd, sich dem Wettbewerb zu stellen. Denn wenn sie was könnten, bräuchten sie auch nicht zu befürchten, dass ihnen irgendjemand den Arbeitsplatz wegnimmt. Auch hier: Wovor haben die Leute eigentlich Angst?
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mtg
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Re:

von mtg (03.03.2016, 11:06)
Ach, Siegfried ... das ist wieder so ein Moment, wo mir hiernach ist: thumbbup thumbbup thumbbup

Was muss mit Arno passiert sein, dass er zu einem solch verbitterten und bescheuklappten Menschen mutiert ist. Der sich über Berlin aufregt, aber im Profil immer noch das vergleichsweise kuschlige Bad Bevensen angibI.

Ich wohne in einem Teil von Charlottenburg, der nach Herkunft, Bildung, Arbeit und Sozialverhalten hochdurchmischt ist, und fühle mich genau dort sehr wohl, weil diese Mischung das Berlin repräsentiert, weshalb ich vor 25 Jahren hergezogen bin.

Wer seine Stadt - oder die Politik - als Dienstleistung betrachtet, hat eine Menge nicht verstanden. Und dieses Defizit an anderen auszulassen ... naja, wir wissen ja, wohin so etwas führen kann. Auch wenn ich Gefahr laufe, wieder des letztes Wortes bezichtigt zu werden: Mehr gibt es von meiner Seite aus dazu nicht zu sagen.

Bardioc
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Re:

von Bardioc (03.03.2016, 11:29)
Siegfried hat geschrieben:
Arno Abendschön hat geschrieben:
Hält man das für zumutbar, einer Integration förderlich?


Integration hat nichts mit dem Wohnort zu tun, sondern mit dem Denken im Kopf. Wenn deine 1.000 Flüchltinge an 1.000 verschiedene Orte in Deutschland (oder Europa) verteilt werden, wird die Integration nicht verbessert. Entscheidend ist das Denken und die gegenseitige Akzeptanz.

Die wichtigste Frage wird aber gar nicht gestellt: Wolllen sie sich überhaupt integrieren? Es ist wahrscheinlich, daß man auf Unverständnis stoßen würde, wenn man Flüchtlinge mit dieser Frage konfrontieren würde. Nicht überall auf der Welt versteht man pompösen Soziologenslang. Ein echter Flüchtling hat schlimme Erfahrungen gemacht, hat seine Verwandten, Bekannten, Freunde verloren, sein Haus und seinen Besitz und wird erstmal damit zu kämpfen haben. Von so jemandem zu erwarten, Anstrengungen für eine ''Integration'' zu unternehmen, ist verfehlt. So jemand ist froh, erstmal in Sicherheit zu sein und ein Dach über dem Kopf zu haben.

Siegfried hat geschrieben:
Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg? Kann passieren. Vor allem, wenn der Ausländer in der Schule besser war als die glatzköpfige Dumpfbacke, die ach so stolz darauf ist, Deutscher zu sein. Warum soll ein Unternehmer einen ungebildeten Deutschen einstellen, wenn er einen qualifizierten Ausländer bekommen kann? Dann - und nur dann - nehmen uns die Ausländer die Arbeitsplätze weg. Und das zu recht! Aber die "Wir sind das Volk!" schreienden Volltrottel, die Busse attackieren, Häuser anzünden oder "Fidschis klatschen", kriegen noch nicht einmal das auf die Reihe! Diese Leute sind halt zu blöd, sich dem Wettbewerb zu stellen. Denn wenn sie was könnten, bräuchten sie auch nicht zu befürchten, dass ihnen irgendjemand den Arbeitsplatz wegnimmt. Auch hier: Wovor haben die Leute eigentlich Angst?

Es geht hier um Flüchtlinge. Die sind natürlich auch Ausländer, aber nicht jeder Ausländer ist ein Flüchtling. Ob die Flüchtlinge qualifiziert für den deutschen Arbeitsmarkt sind, ist doch sehr anzuzweifeln.

(Z. B. ist das Problem des fehlenden Pflegepersonals nicht durch Flüchtlinge zu lösen, sondern nur dadurch, daß man die Pflegeberufe für Deutsche attraktiver macht. Wer heute eine Ausbildung in diesem Bereich anstrebt, muß dafür Lehrgeld bezahlen, während auf anderen Berufsfeldern die Lehrlinge eine Ausbildungsvergütung bezahlt bekommen. Dieses Problem ist seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten bekannt. Es wäre einfach, es zu lösen. Warum wird es von der Politik nicht gelöst?)

Auch die ''hohe Politik'' kann sich nicht dauerhaft gegen das Volk wenden. Tut sie das trotzdem, leben wir in einer Diktatur.

Es ist wahrscheinlich, daß eine Bewegung von div. Gruppen instrumentalisiert wird. Deshalb muß man die Spreu vom Weizen trennen. Nicht alle Leute, die sich gegen die aktuelle Politik wenden, begehen die von Ihnen aufgeführten Verbrechen. Statt alle über einen Kamm zu scheren wäre es besser, sich mit den Positionen der Leute auseinanderzusetzen, die an einer Lösung der Probleme interessiert sind.
Zuletzt geändert von Bardioc am 03.03.2016, 11:46, insgesamt 1-mal geändert.

hugo-wolff
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Re:

von hugo-wolff (03.03.2016, 11:37)
Hallo Monika,

das von mir verwendete "Sie" beruhte ein wenig auf Unsicherheit und hatte keinen persönlichen Bezug. Ich werde künftig ohne Ausnahme wieder das "Du" verwenden.
Und mit diesem Posting beende ich auch das Abschweifen vom Thema Lyrik.

Hallo Arno,
wie heißt es doch so schön: "Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd andre an."
Anderseits ist es auch eine sehr gute Gelegenheit, diesen Menschen dabei zu helfen, sich in unserem Kulturkreis zurecht zu finden.

Hallo Matthias,
Pech gehabt - das letzte Wort kam diesmal von mir... :D

Hugo

Franz Hose
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Re:

von Franz Hose (03.03.2016, 14:41)
Bardioc hat geschrieben:
(Z. B. ist das Problem des fehlenden Pflegepersonals nicht durch Flüchtlinge zu lösen, sondern nur dadurch, daß man die Pflegeberufe für Deutsche attraktiver macht.

Warum nur für Deutsche? Soll ein Flüchtling keinen Pflegeberuf erlernen dürfen, wenn er möchte?

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mtg
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Re:

von mtg (03.03.2016, 17:00)
Franz Hose hat geschrieben:
Soll ein Flüchtling keinen Pflegeberuf erlernen dürfen, wenn er möchte?

Doch, natürlich! Besonders für Erika Steinbach! :-)

Aber im Ernst: Mittlerweile gerät der Zungenschlag hier ja sehr deutlich wieder in Richtung: "Deutsche! Kauft deutsche Bananen!" (Tucholsky)

Ein Bardioc z. B macht mir persönlich mehr Angst als 1000 Flüchtlinge ...

Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (03.03.2016, 21:07)
Siegfried, lies doch einfach mal durch, was die "Berliner Zeitung" (bestimmt nicht AfD- oder Pegida-freundlich) analysiert hat (Quelle oben angegeben). Es bedeutet im Klartext: Teilen von Berlin droht großflächige Verslumung. Hier in meiner Straße entstehen Primitivunterkünfte, in denen jahrzehntelang diejenigen aufbewahrt werden, denen kein sozialer Aufstieg möglich ist. Und das dürften, betrachtet man die Ausgangsvoraussetzungen, die meisten der zuletzt aus Asien und Afrika Gekommenen sein. Das Dreieck Kurt-Schumacher-Platz - S-Bahnhof Schönholz - Märkisches Viertel gehört schon jetzt zu den sozial schwächsten der Stadt. Hierher ziehen seit Jahren jene, die von besser Betuchten aus den zentrumsnahen Altbauvierteln verdrängt werden. In diese geschätzt 15 - 20 qkm große Zone noch weitere Massen von langfristigen Sozialhilfeempfängern hineinzupressen (es sind mehr als nur die zwei MUFs hier in der Straße), ist absolut verantwortungslos. Selbstverständlich ziehen die Reste von besser Situierten dann auch weg. Dieser Prozess ist oft genug in vielen westlichen Großstädten (USA, Frankreich, England) genau so abgelaufen, mit verheerenden Folgen.

Dieselbe Problematik haben wir auch ganz im Westen (Spandau von der Heerstraße bis Hakenfelde) und im Nordosten (Buch bis Hellersdorf). Es wird schon so sein, dass der Senat gar keine Alternativen hat. Was folgt dann daraus? Die Schlüsse kann jeder selbst ziehen.

Ich sollte und könnte jetzt auf jeden deiner Punkte näher eingehen. Ich kann es nicht, da meine Zeit und Kraft auch begrenzt sind.

Zu meinem Wohnort: Ich verbrachte seit vier Jahren einen Teil des Jahres in Berlin und wohne seit einem Jahr nur noch hier. Den Datenbestand hier versuche ich jetzt zu korrigieren.

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Bardioc
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Re:

von Bardioc (10.03.2016, 17:13)
Monika, ich finde es nicht sehr kollegial, wie Sie sich / wie Du Dich immer demonstrativ verabschiedest.

Leute, die ich kaum kenne, rede ich mit ''Sie'' an, eine Mitgliedschaft in einem Forum reicht nicht, um sofort per du zu sein. Außerdem macht es die Ablehnung, die mir hier zumeist entgegenschlägt, mir nicht einfach, die Leute zu duzen.

Monika K. hat geschrieben:
Die deutsche Rechtsprechung sieht das nicht so:
"Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig."
Quelle:
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1631.html


Noch einmal etwas zum Recht auf gewaltfreie Erziehung: Keine Fotoromanza

Lies Dir bitte die (sehr umfangreiche) Webseite durch, dann wirst Du vielleicht verstehen, warum mir Dein Zitat hier eher als Heuchelei oder Hohn erscheint. Die auf der Webseite gemachten Aussagen beziehen sich im Prinzip auch auf Deutschland (und andere europäische Länder). Es mag sein, daß mir andere hier wieder sonstwas vorwerfen und meine Kreuzigung fordern, es geht aber letztlich nur darum, die Augen aufzumachen und die Realität sehen zu wollen. Wenn einem das als ''Hetze'' ausgelegt wird, dann ist das nicht meine Verantwortung. Ich möchte hier nur Hintergründe aufzeigen.

Hier ein Gespräch über Flüchtlinge und Jugendamt: Unser Sonntagsgespräch "6"


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Monika K.
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Re:

von Monika K. (18.03.2016, 23:40)
Unzuverlässige Quelle hinter reißerischer Schlagzeile verbergen? Hey, das kann ich auch! thumbbup

Weisheit mit dem ganz großen Löffel gefressen: Monikas haben immer recht!!!!!
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Siegfried
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Re:

von Siegfried (19.03.2016, 01:48)
Ich will auch! cheezygrin

Was die Propaganda-Kompanie Assads in Form des --> SyrianGirls <-- nicht erzählt

Mich wundert immer wieder, dass der hiesige Chef-Agitator des Forums Bardioc so ziemlich alles anzweifelt, was in den deutschen Medien berichtet wird, aber anstandslos alles als wahr betrachtet, was von irgendwelchen Personen im Internet gepostet wird.

Um im passenden Tonfall unserer Zeit zu bleiben:
Lügen-Internet! Lügen-Internet! Lügen-Internet!
Nirgendwo wird so viel gelogen wie im Internet!
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