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Bardioc
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Re:

von Bardioc (06.04.2016, 17:56)
Siegfried hat geschrieben:
Bardioc hat geschrieben:
(Übrigens, auch auf change.org gab es mehrere Petitionen, in denen gefordert wurde, Flüchtlingen zu helfen. Rhethorische Frage: Haben Sie, Siegfried, eine davon unterschrieben?)


Nein.
Weil ich der Auffassung bin, dass Unterschriften bei dem Thema recht wenig helfen.
Ich helfe lieber praktisch und aktiv - indem ich versuche, diesen Menschen unsere Sprache beizubringen.

Meinen Sie nicht auch, Siegfried, daß jeder nach seinem Vermögen helfen sollte?
Es gibt Deutsche, die jammern den ganzen Tag, wie schlecht dieses Land ist und wie asozial (das sind vermutlich die "guten, weil typischen Deutsche")- und es gibt Deutsche, die packen da an, wo es nötig ist (und das sind dann die "bösen Deutschen, weil sie so gar nicht ins vorgefasste Raster passen")

Ich hoffe Sie wissen, was andere den ganzen Tag tun!

Die Menschen in Sankt Augustin sollen eine positive Stellung zu Flüchtlingen beziehen.

Agendagruppe_Soziales_Sankt_Augustin hat geschrieben:
Für uns ist die Grundlage unseres Zusammenlebens mit den neuen Nachbarn die Achtung der Allgemeinen Menschenrechte und die Beachtung der Werteordnung, wie sie in unserem Grundgesetz niedergelegt ist. Wir erwarten deshalb von allen Menschen, die bei uns leben, Achtung vor der unantastbaren Würde eines jeden, gegenseitigen Respekt, die Beachtung der Gleichberechtigung von Frau und Mann, die Tolerierung weltanschaulicher und religiöser Überzeugungen sowie der sexuellen Orientierung. Für ein friedliches Zusammenleben erwarten wir zudem selbstverständlich die Beachtung und Einhaltung unserer Gesetze. Wir betonen in diesem Zusammenhang, dass nach unserer staatlichen Ordnung unsere weltlichen Gesetze über religiösen Regelungen – gleich welcher Religion – stehen.

Wir verkennen nicht die Probleme, die aus den unterschiedlichen sprachlichen, kulturellen und religiösen Befindlichkeiten herrühren. Wir verkennen auch nicht die Ängste, unbeantworteten Fragen und pauschalen Vorurteile. Aber wir können, davon sind wir überzeugt, solchen Problemen nur begegnen, wenn wir sie benennen und sie in praktischen Schritten einer Lösung zuführen. ...

In Sankt Augustin packen tagtäglich viele Bürgerinnen und Bürger in vielerlei Hinsicht helfend an z. B. bei Behördengängen, bei der Wohnungssuche, beim Deutsch-Lernen, beim Erklären des täglichen Lebens oder bei der Bewältigung von traumatischen Erlebnissen.

Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (06.04.2016, 21:04)
mtg, du hüpfst von einem Fettnäpfchen ins nächste. Du bist doch es doch gewesen, der das Thema Schwulsein - und zwar meines! - hier als Erster aufs Tapet gebracht hat. Du hast versucht, es zu instrumentalisieren und mir Angst vor künftigen Gefahren infolge eines möglichen Rechtsrucks einzujagen. Dabei übersiehst du großzügig, wo sich die vielen Übergriffe gegen Schwule in der Stadt konzentrieren: Wedding, Kreuzberg, Neukölln, Schöneberg. Du weißt wohl, wer dort überproportional als Täter vertreten ist - Neonazis sind es jedenfalls nicht.

Dir ist wohl auch bekannt, dass aufgrund der zahlreichen Übergriffe gegen Schwule in den Berliner Flüchtlingsheimen der Verein Schwulenberatung ein eigenes Heim nur für Schwule, Lesben und Transgender eingerichtet hat. Und wo? Abseits jener erwähnten Kieze, im Ostbezirk Treptow (Kiefholzstraße), wo bekanntlich Rechte nicht ganz so selten sind.

Deine Art von Diskussionskultur ist überwiegend manipulativ, allerdings ohne großen Erfolg. Als Autor solltest du dir allmählich Sorgen um dein Image machen.

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Arno Abendschön
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Re:

von Arno Abendschön (06.04.2016, 21:14)
Siegfried, auf deine Fragen und Bemerkungen von heute an mich: Ja, was würde ich in diesem Fall tun? Das, was ich ohnehin tue: an Wahlen teilnehmen, Steuern zahlen und mich öffentlich äußern.

Der Rest deiner Ausführungen liegt deutlich unter deinem üblichen Niveau, und unter meinem auch. Ich habe nicht vor, auf derartige Unterstellungen, Plattitüden und Gefühlsausbrüche zu reagieren.

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Re:

von Arno Abendschön (07.05.2016, 22:08)
Noch ein Lesetipp zum Thema Merkel, ihre Politik und ihre Unterstützer: Wolfgang Streeck am 3.5.16 in faz.net, Analyse mit dem Titel "Merkels neue Kleider".

Nur ein Zitat aus seinem Befund:

Voraussetzung ist eine Öffentlichkeit mit kurzem Gedächtnis, geringen intellektuellen Konsistenzansprüchen und hohem Sentimentalitätspotential, enggeführt durch den institutionellen oder moralischen Ausschluss kritischer Fragen ...

Diese Formulierung charakterisiert trefflich auch das hier im Forum tonangebende zeitgenössische Juste Milieu. Streecks Analyse lässt sich durchgehend mit dem verifizieren, was auf diesen Seiten hier zuletzt abgelaufen ist.

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hugo-wolff
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Re:

von hugo-wolff (07.05.2016, 23:27)
An meine Mitstreiter von der "richtigen Mitte", die gleich mir keine Lateiner sind:
Herr Abendschön bezeichnet uns als "tonangebende zeitgenössische Beibehalter des Mittelmaßes" (Juste Milieu).

Daß er der geistigen Oberschicht angehören möchte, habe ich inzwischen verstanden, allein mir fehlen Beweise. Denn auch diesmal zitiert er auf trefflich überhebliche Weise nur einen Vordenker. In diesem Fall nicht Marx oder Brecht, sondern Wolfgang Streeck.

:(

Hugo

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mtg
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Re:

von mtg (08.05.2016, 07:50)
Hugo,

auf dem Gipfel der Selbstgerechtigkeit lebt es sich halt sehr alleine …

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Re:

von Arno Abendschön (08.05.2016, 20:56)
Beschäftigung mit Streecks umfangreicher Analyse in der FAZ wird nach wie vor dringend empfohlen - ist sicher ergiebiger als persönliche Anwürfe gegen mich. Streeck vertritt eben das, wofür ich seit Monaten hier heftig angegriffen wurde. Insofern ist es heuchlerisch, mich jetzt des bloßen Zitierens zu beschuldigen. Ich habe mir nur nachträglich Unterstützung für meine eigene und selbst erarbeitete Position gesucht.

Daten zu Streeck: Geb. 1946. Soziologe. Zuletzt Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung. Letzte Buchveröffentlichung: Die gekaufte Zeit - Die vertagte Krise des demokratischen Sozialismus (2013). Trat vor Jahren aus der SPD aus, da Sarrazin dort bleiben durfte. Nehmt wenigstens das zur Kenntnis!

mtg sollte sich mit Bewertungen persönlicher Art lieber zurückhalten. Wie steht`s denn um seine eigene Glaubwürdigkeit? Obwohl wir bereits Anfang 2014 schwerste Differenzen in Sachen Wowereit hier austrugen, mimte er in den letzten Wochen den Überraschten - angeblich hätte ich mich zuletzt frappierend geändert. Nee, bin geblieben, was ich war: kritisch und unabhängig. Er ist auch geblieben, was er war ...

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Re:

von Arno Abendschön (11.05.2016, 22:49)
Und noch eine fundierte Abrechnung mit Merkel und ihrem Umfeld: Der Schriftsteller Martin Burckhardt veröffentlichte sie heute auf welt.de unter dem Titel Angela Merkel ist der Krise nicht mehr gewachsen!

Auch Burckhardt spricht, wie ich hier schon seit Monaten wiederholt, vom Fluch der guten Tat.

Nicht schlecht auch das:

Wie hat man den Realitätssinn dem Wunschdenken und der Gesinnungsethik opfern können? Vielleicht, weil auch wir längst nicht mehr in der Realität zu Hause sind, sondern uns in einer Welt der Symbole eingerichtet haben, bei der bereits die gute Absicht für bare Münze genommen wird.

Die weitere Analyse des Verfassers kommt zu den Befunden: infantilisierter Politikbegriff und Katzengold vermeintlicher Modernität.


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mtg
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Re:

von mtg (12.05.2016, 08:20)
Arno Abendschön hat geschrieben:
mtg sollte sich mit Bewertungen persönlicher Art lieber zurückhalten. Wie steht`s denn um seine eigene Glaubwürdigkeit?

Ja, wie steht's denn damit? cheezygrin

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