Marketing mit Pseudonym

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Holly O Rilley
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Re:

von Holly O Rilley (25.04.2016, 17:05)
hugo-wolff hat geschrieben:
Bleiben mir noch ein paar rechtliche Fragen, weil ja zumindest der Verlag die Real-Namen kennen muß. Oder das Finanzamt. Oder die Bank.

Bei BoD ist man doch sowieso mit dem realen Namen gespeichert.
Die Bank juckt es nicht, ob unterm Strich Holly O`Rilley oder Otto Normalo die Zahlung bekommt. Die geht ja durch die Anmeldung bei BoD ja sowieso an Otto Normalo.
Und dem Finanzamt ist es egal, ob Otto Normalo, der das Geld bekommt, unter Otto Normalo oder Holly O`Rilley schreibt.

Will sagen, ich kann mir nicht vorstellen, dass das Finanzamt über die Zahlen von Otto Normalo auf Holly O`Rilley schließt. Wenn ich mich irren sollte, sagt es mir bitte. Aber die wird wohl eher nur das Geld an sich interessieren.
Liebe Grüße, Holly.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (25.04.2016, 17:41)
Mit einem Pseudonym bei BoD habe ich keine Erfahrung, da ich meine Hobby-Bücher unter meinem echten Namen veröffentliche. Aber hin und wieder taucht auf einer anderen Abrechnung versehentlich mein Pseudonym auf. Das Finanzamt hat das noch nie gestört. Solange sie etwas zu kriegen haben, vertrauen sie meinen Angaben. cheezygrin

Gruß,
Monika
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hugo-wolff
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Re:

von hugo-wolff (25.04.2016, 22:15)
Okay, Bank und Finanzamt ist klar.

Wenn ich Dich richtig verstanden habe, Monika, hast Du mal etwas unter Pseudonym veröffentlicht. Wenn Du aus irgend einem Grund die Rechte dafür abgibst (es muß ja nicht gleich zum Finale sein), gibst Du dann die Anonymität auf, oder wie bewahrst Du sie?

Scheint mir nicht einfach zu sein. Ich meine mich zu erinnern, daß es noch heute Werke gibt, bei denen man sich über den Verfasser nicht im Klaren ist. Mir fällt nur momentan kein Beispiel ein.

Hugo

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (26.04.2016, 07:45)
Hugo, so ganz verstehe ich deine Frage nicht. Geht es darum, was passiert, wenn ich beim Überqueren der Straße eine Dampfwalze übersehe? Danach dauert es vielleicht maximal zwei Wochen, und keiner interessiert sich mehr für das, was ich vorher unter Pseudonym verbrochen hatte. Bei der Frage kann ich dir also leider nicht weiterhelfen. :wink:

Gruß,
Monika

edit: Die größte Gefahr bei einem Pseudonym sind meiner Ansicht nach Dienstleister und das eigene Plappermaul. Spätestens wenn man den Lektor oder den Coverdesigner bezahlt, kennt er den echten Namen. Und die Eltern können noch so verschwiegen sein. Irgendwann kommt der Tag X, an dem sie, weil alle mit den Erfolgen ihrer Brut herumprotzen, ebenfalls (unter dem Siegel der Verschwiegenheit, versteht sich) erzählen, was der Bub Tolles macht. Mit ein bisschen Recherche kann man aber auch aus Andeutungen auf Fakten schließen. Dass die Welt ein Dorf ist, kommt erschwerend hinzu.
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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (26.04.2016, 10:45)
Irgendwann kommt jedes Pseudonym ans Licht. cheezygrin

Auch mein Pseudonym war nie dazu gedacht, mich unerkannt durch die Welt tappsen zu lassen. Deswegen war und ist es mir herzhaft gleichgültig, ob man meine wahre Identität kennt oder nicht. cool5
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
http://www.romanzeit.de
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hugo-wolff
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Re:

von hugo-wolff (26.04.2016, 11:53)
Guten Morgen & danke Euch Beiden.

Ich hatte gerade etwas mehr Zeit und habe ein wenig recherchiert, weil mich das Thema gerade von der rechtlichen Seite interessiert. Dabei bin ich auf folgende, m.E. sehr interessante Seite gestoßen:

http://www.literaturjournal.de/2012/09/13/pseudonyme/

Was schon einmal neu für mich war: Im Impressum einer HP muß nicht zwangsläufig die eigenen Personalien stehen, das kann auch (wohl unter bestimmten Voraussetzungen) ein(e) Stellvertreter(in) oder z.B. der Agent sein.

Zum zweiten unterscheidet man zwischen offenen und geschlossenen Pseudonymen. Darüber informiert:

http://www.dsfo.de/dsfopedia/index.php/Pseudonym

Hugo

Uli Maniwill
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Re:

von Uli Maniwill (26.04.2016, 12:35)
Will noch mal zum Auslöser meiner Frage zurück kommen:

Pseudonym und Leseveranstaltung, wie soll das gehen?

Da mache ich mir die Mühe, ein Pseudonym mit Leben zu füllen und dann trete ich auf die Bühne ?

Wie machen das andere ?

Wie sehen das Verlage ?

Lohnen sich Lesungen verkaufstechnisch ?

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Holly O Rilley
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Re:

von Holly O Rilley (26.04.2016, 12:36)
Monika K. hat geschrieben:
edit: Die größte Gefahr bei einem Pseudonym sind meiner Ansicht nach Dienstleister und das eigene Plappermaul. Spätestens wenn man den Lektor oder den Coverdesigner bezahlt, kennt er den echten Namen. Und die Eltern können noch so verschwiegen sein.

Nicolas Fayé hat geschrieben:
Irgendwann kommt jedes Pseudonym ans Licht. cheezygrin


Da habt ihr sicherlich Recht thumbbup
Wenn es bei mir zumindest noch ein paar Jährchen hält, bin ich schon zufrieden. Bis dahin ist es mir entweder wurscht, ob Hinz und Kunz weiß, dass ich Holly bin - oder bin so *Achtung, Spaß!* reich und berühmt, dass es mir egal ist cheezygrin
Soweit es geht, versuche ich dem natürlich entgegen zu wirken.

Aber um nochmal zum Ausgangsthema zu kommen:
Werbung ist machbar, nur halt nicht ganz so einfach :wink:
Ich habe dazu hier den "Wer nicht wirbt, der stirbt"-Thread durchwühlt, da sind so super viele Tips drin, die man auch umsetzen kann, wenn man mit Pseudonym arbeitet.
Also, Uli Maniwill, leg los!
Liebe Grüße, Holly.



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Holly O Rilley
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Re:

von Holly O Rilley (26.04.2016, 12:42)
Uli Maniwill hat geschrieben:
Will noch mal zum Auslöser meiner Frage zurück kommen:

Pseudonym und Leseveranstaltung, wie soll das gehen?

Da mache ich mir die Mühe, ein Pseudonym mit Leben zu füllen und dann trete ich auf die Bühne ?

Dazu hatte ich weiter oben schon mal was gesagt :wink:
Den Umkreis, wo dir die meisten Bekannten begegnen könnten, vermeiden.
Ein (für dich) ungewöhnliches Outfit, Frisur etc.
Wo dich keiner kennt, wird die Gefahr, dass dein Pseudonym gelüftet wird, gegen Null tendieren.

Oder alternativ einfach KEINE Lesungen anbieten. dozey:

Soweit ich weiß, hat z.B. Evelyn Sanders sich trotz Lesungen sehr lange ihr Pseudonym bewahren können. (Lesetip: "Das hätt ich vorher wissen müssen" :wink: )
Und ein Verlag sollte dir hierzu sicher auch noch den ein oder anderen Tipp geben können, wenn die keine Erfahrung damit haben, wer dann?
Liebe Grüße, Holly.



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Siegfried
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Re:

von Siegfried (27.04.2016, 21:14)
Uli Maniwill hat geschrieben:
Pseudonym und Leseveranstaltung, wie soll das gehen?

Da mache ich mir die Mühe, ein Pseudonym mit Leben zu füllen und dann trete ich auf die Bühne ?


In anderen Branchen geht das doch auch. Es gibt eine Unmenge an Künstlern, die in der Öffentlichkeit stehen, auf der Bühne, im Fernsehen.

Da gibt es einen Paul Hartmut Würdig. In der Öffentlichkeit heißt der Typ Sido und ist lange Jahr mit einer Totenkopfmaske im Gesicht aufgetreten.

Der Schlagersänger Michael Wendler heißt bürgerlich Michael Skowronek.

Der Schauspieler Hans Clarin hieß in Wahrheit Hans-Joachim Schmid.

Schriftsteller Hans Fallada hieß in Wahrheit Rudolf Ditzen. Frederik Hetmann hieß bürgerlich Hans-Christian Kirsch. Stefan Heym wurde als Helmut Flieg geboren. Der bekannte deutsche Drehbuch-Autor Leo P. Ard (was für ein Pseudonym! cheezygrin ) heißt bürgerlich Jürgen Pomorin.

Warum diese Liste? Ganz einfach: Wenn die genannten Personen in der Öffentlichkeit aufgetreten sind, dann rutsch(t)en sie in die Rolle ihres Pseudonyms. Gegenüber ihrer Familie, ihren Freunden, ihrem Kneipenwirt blieben sie aber die jeweilige Privatperson. Also genau unterscheiden, als was (oder wer) man unterwegs ist.
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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