Erfahrungen mit BoD

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Siegfried
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Erfahrungen mit BoD

von Siegfried (27.05.2016, 20:22)
Seit vielen Jahren lasse ich Bücher bei BOD herstellen, teilweise für den Handel über BoD Classic, teilweise für private Zwecke als BoD Fun. Im Laufe der Jahre haben sich einige Werke angesammelt.

Dazu gehören u. a. drei Bildbände (für private Zwecke), von denen zwei für Geburtstage gedacht waren (einmal einen 60sten, einmal einen 80sten). In beiden Fällen gab es ein großes "Hallo? Was ist denn das Tolles?", sowohl vom jeweiligen Jubilar wie auch von dessen Familienangehörigen, Verwandten und Freunden, die mit diesen Büchern beschenkt wurden. In beiden Fällen war die Produktion sowie die Herstellung und Lieferung absolut zufriedenstellend.

Ein besonderes Buch war ein Bildband über den Kriegseinsatz eines inzwischen längst verstorbenen Großvaters einer Familie, die auf dem Dachboden ganze Schuhkartons mit alten Fotos entdeckt hatten. Diese Fotos sollten nur im Gedenken an den Verstorbenen in einem großformatigen Bildband (Hardcover, A4, Fotopapier 120 g, 122 Seiten) festgehalten werden. Trotz vieler Bedenken zu Beginn war die von BoD gelieferte Qualität absolute Spitze. Es mussten zwar einige ganze Menge Fotos bearbeitet werden, aber PhotoShop sei Dank ging das recht problemlos ab. Selbst der Upload dieser extrem großen Datei funktionierte absolut problemfrei.

Mehrere andere Bücher auf BoD-Fun-Basis fanden ihren Weg in verschiedene Arbeitsgruppen. Heißt: Mit diesen Büchern wird/wurde intensiv gearbeitet. So gab es ein Buch (Softcover, 17 x 22 cm), das für eine sehr aktive Literatengruppe als Arbeitsgrundlage benutzt wurde. Diese Bücher wurden gebogen, durchblättert, mit Notizen versehen, es wurde darin angestrichen und radiert. Diese Bücher hileten weit länger, als es erwartet wurde. Auch hier gab es keinen Grund, etwas zu reklamieren.

Ein Historiker, der sich mittlerweile zur Ruhe gesetzt hat, lieferte eine ganze Reihe von Erinnerungen Dritter über die Tage des Luftkriegs in Deutschland. Viel Text und daher dicke Bücher (über 500 Seiten). Auch hier erhielt ich von meinem Auftraggeber ausschließlich positive Rückmeldungen zu seinem Buch.

Ein Nachbar von mir wollte unbedingt den Briefverkehr seines Urgroßvaters und seiner Urgroßmutter aus der Zeit vom August 1914 bis zum Dezember 1918 als Buch für seine Familie haben. Das Problem hier waren nicht die Texte, sondern die Grafiken der eingescannten Feldpostbriefe und -postkarten. Auch hier muss angemerkt werden, dass die Qualität, die BoD geliefert hat, mehr als zufriednestellend ist - gerade auch wegen des recht schlechten Ursprungsmaterials.

Mittlerweile besitze ich persönlich eine ganze Reihe von Handbüchern zu diversen Programmen. Diese Handbücher wurden bei BoD hergestellt, weil heutzutage Anleitungen und Hilfetexte größtenteils als PDF-Dateien ausgeliefert werden. In diesen Fällen kann man so gut wie nichts an der Qualität der PDF-Dateien ausrichten. Erstaunlicherweise sind die Handbücher, sowohl vom Textbild als auch von den eingebundenen Grafiken, so gut, dass man damit wirklich gut arbeiten kann. Die gedruckte Adobe Audition Hilfe (Softcover, A4, 284 Seiten) ist ein vollwertiges Handbuch. Gleiches gilt auch für andere Handbücher, die ich habe drucken lassen.

Ebenfalls absolut hochwertig sind die Lehrhefte für Berufsumschüler, z. B. der erste von mehreren Bänden zur Ausbildung als Immobilienkaufmann (Nebenbemerkung: In der Berufsausbildung wird Geld gespart, indem man das Lehrmaterial nicht mehr als Buch, sondern nur noch als PDF-Datei an die Umschüler ausgibt. Lernen ohne Computer ist nicht mehr möglich). Ich habe dieses Lehrheft bei BoD drucken und von mehreren Umschülern testen und begutachten lassen. Keiner der Umschüler hat auch nur im Ansatz daran gezweifelt, dass dieses Arbeitsheft nicht professionell hergestelt worden ist.

Das bislang letzte Buch, das als Manuskript über meinen Tisch Richtung BoD gegangen ist, waren die Lebenserinnerungen einer Frau über die Jahre 1924 bis 1949 (Hardcover, 17 x 22 cm, 260 Seiten, mit zahlreichen Farbabbildungen). Der Auftraggeber war völlig erstaunt, welche Qualität das Buch aufweist. Die Familienangehörigen, die über ganz Norddeutschland verstreut leben, sind ebenfalls von der geliefertern Qualität begeistert.

Bei einem Buch gab es Schwierigkeiten - das soll hier nicht verschwiegen werden. Bei einem Buch mit reichlich Bildmaterial waren einige Bilder mit merkwürdigen Streifen verziert. Die Mangel habe ich bei BoD genau beschrieben und moniert. Innerhalb weniger Tage (ich rede hier von weniger als zwei Wochen) wurde das Buch anstandslos ersetzt - und zwar ohne, dass BoD das fehlerhafte Exemplar sehen wollte.

Dies ist mein Erfahrungsbericht zu Büchern von BoD.

Warum ich das hier einstelle? Ganz einfach: Wenn etwas, und sei es auch noch so gering, nicht so ist wie erwartet, dann wird sofort reklamiert und in aller Öffentlichkeit geschimpft. Wenn etwas hingegen so abläuft, wie es gewünscht wird, sagt kein Mensch etwas. Das wird als normal hingenommen. Ich bin der Meinung, dass auch eine positive Leistung erwähnt gehört. Und meine Erfahrungen mit BoD sind seit Jahren positiv. Und wenn mal tatsächlich etwas nicht klappt, dann lässt sich das regeln. Denn so, wie man gegenüber BoD in den Wald hineinruft, so kommt es als vielstimmige Echo zurück.
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hugo-wolff
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Re:

von hugo-wolff (28.05.2016, 01:03)
Siegfried schrieb:

"Ich bin der Meinung, dass auch eine positive Leistung erwähnt gehört. Und meine Erfahrungen mit BoD sind seit Jahren positiv."

Dem stimme ich zu und ich habe bisher immer die gleichen Erfahrungen mit BoD gemacht.

Sehr interessant finde ich Deine Erfahrungen mit Fotobüchern bei BoD. Ich habe die bisher bei fotobuch.de machen lassen. Die Qualität dort war für mich immer zufriedenstellend, nur die Einbindung von Text geht sehr schlecht.

Darum würde mich interessieren, ob die Gestaltung der Fotobücher bei BoD mit Word 2003 (und als Fließtext um die Abbildungen) möglich ist und welche Qualität die Bilder haben sollten.

Und weil der Umfang der von mir zu gestaltenden Fotobücher ungefähr dem Deines im 3. Absatz genannten (Hardcover, A4, Fotopapier 120 g, 122 Seiten) entspricht: Magst Du den Preis nennen, den Du dafür gezahlt hast?

Gruß
Hugo

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (28.05.2016, 10:07)
hugo-wolff hat geschrieben:
Darum würde mich interessieren, ob die Gestaltung der Fotobücher bei BoD mit Word 2003 (und als Fließtext um die Abbildungen) möglich ist und welche Qualität die Bilder haben sollten.


Die Gestaltung von Fotobüchern mit Programmen wie Word (in den verschiedenen Versionen) lässt sich problemlos bewältigen. In dem genannten Buch gibt es Bilder, die vergleichsweise klein sind (ca. 7,5 x 5.6 cm), aber auch sehr große Bilder (seitenfüllend, ca. 16 x 23 cm).

Voraussetzung ist immer ein entsprechend guter Scan der Vorlage. Alle Bilder müssen - wie Bod es auch fordert - mindestens 300 dpi aufweisen. Da es sich bei den alten Fotos durchgehend um relativ kleine s/w-Bilder handelte, waren die Scans auf 450 dpi ausgerichtet, um sie ohne Qualitätsverlust zu vergrößern und immer noch mit 300 dpi ins Buch zu bekommen.

Macht man das Seitenlayout mit Word, muss auf den Zeilenumbruch des Bildes geachtet werden. Fügt man eine Grafik in das Buch auf, wird das Bild immer mit einem Zeilenumbruch "Mit Text in Zeile" beginnen, d h. Bild und Text teilen sich eine Zeile (bedeutet: Neben dem Bild steht immer nur exakt 1 Zeile Text). Diesen Zeilenumbruch muss man beim Bild ändern, am besten auf "Rechteck" oder "Passend". Damit lässt sich das Bild auf der Seite problemlos verschieben und positionieren. Der Text fließt automatisch um das Bild herum (abhängig von der Position des Bildes auf der Seite).

Durch den Zeilenumbruch "Rechteck" (im neuen Word heißt es "Quadrat") bzw. "Passend" lassen sich Bilder auch in den Anschnitt verlegen, so dass die Bilder tatsächlich bis an den Seitenrand reichen (dann aber bei der Seitengröße den Anschnitt hinzurechnen). Bilder im Anschnitt habe ich mal bei einem Buch über Pilzsammler gehabt - von daher weiß ich, dass es funktioniert.

Bei einem komplizierten Seitenlayout - Bilder und Text stellen sich nicht so, wie man es haben will - hilft das Textfeld. Die Bilder positionieren, ein Textfeld aufrufen, Textfeld füllen, Textfeld positionieren, Rahmen des Textfeldes unsichtbar machen.

hugo-wolff hat geschrieben:
Und weil der Umfang der von mir zu gestaltenden Fotobücher ungefähr dem Deines im 3. Absatz genannten (Hardcover, A4, Fotopapier 120 g, 122 Seiten) entspricht: Magst Du den Preis nennen, den Du dafür gezahlt hast?


Ich habe mal nachgeschlagen: Das Buch wurde im Jahre 2011 erstellt und hat damals in der genannten Ausstattung (Hardcover, 122 Seiten Inhalt = 124 Seiten Druck, auf 120 g Fotobrilliant-Papier, 233 s/w-Abbildungen) ca. 45 Euro gekostet (Preis Einzelexemplar bzw. Bestellung von weniger als 25 Stück) Inzwischen haben sich bei BoD die Preise halbiert. Das Buch würde heute knapp 20 Euro kosten. Der damalige Preis entspricht einem heutigen Buch mit 110 Seiten in Farbe. cheezygrin
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hugo-wolff
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Re:

von hugo-wolff (28.05.2016, 10:35)
Danke für die ausführliche Darstellung.
Ich habe sie mir für das nächste Projekt ausgedruckt.

Und: Die Preise scheinen nun annehmbarer zu sein/werden - da bin ich ganz andere Kaliber gewöhnt.

Schönes Wochenende
Hugo

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mtg
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Re:

von mtg (28.05.2016, 10:57)
Hallo Siegfried,

seit wann bietet BoD denn 120 g Fotobrillant an? Nach meiner Kenntnis ist es Fotomatt – gab es 120 g-Material denn schon 2011?

Ich habe einige Bücher bei einer anderen Druckerei produzieren lassen – die Auflage stand fest, daher war es kein Problem – weil mir die Papierauswahl bei BoD nicht genügt hat. Für meinen Bildband über die Kirche meiner Heimatstadt (erschienen 2011, 96 Seiten A4, 60 Seiten s/w, 36 Seiten 4c) wollte ich unbedingt 170 g Bilderdruck haben; bei 500 Ex. habe ich pro Stück keine € 11,00 bezahlt.

Für andere Bücher legte ich Wert auf 135 g Bilderdruck. Das Material finde ich haptisch wesentlich angenehmer als das Fotopapier, das BoD verwendet. Ich hatte mir mal ein Muster kommen lassen, das mich nicht überzeugt hat. Die Farbbrillanz und Farbtreue des Bilderdruckmaterials steht dem BoD-Fotopapier in nichts nach.

Ansonsten – um auf Dein Eingangsposting zurückzukommen – habe ich mit BoD ebenfalls ausgezeichnete Erfahrungen gemacht. Es gab zwar hin und wieder mal kleinere Probleme, die aber qua direkter Kommunikation schnell und geräuschlos ausgeräumt werden konnten. Dazu gehörte z.B. eine falsche Coverfarbe (kostenfreier Ersatz von 100 Ex. innerhalb einer Woche).

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (28.05.2016, 11:46)
mtg hat geschrieben:
seit wann bietet BoD denn 120 g Fotobrillant an? Nach meiner Kenntnis ist es Fotomatt – gab es 120 g-Material denn schon 2011?


Beschwören kann ich die Gewichtsklasse des Papiers nicht - dazu müsste ich die alten Rechnungen aus dem Archiv holen und das ist derzeit ausgelagert. Ich meine, es läge bei 120g - das muss aber nicht definitiv stimmen. Aber auf jeden Fall sind es Hochglanzseiten (Fotomatt gab es damals noch nicht). Von daher kann das Papiergewicht tatsächlich höher liegen (135g? 170g? - Ist das nicht schon fast Karton?). Auf jeden Fall war das Ergebnis allererste Sahne - weit besser als erwartet.
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Monika K.
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Re:

von Monika K. (28.05.2016, 12:19)
Im Preiskalkulator kann man u.a. "fotomatt 120g" und "fotobrillant 200g" wählen. Aber vor einer Weile wies BoD im Newsletter auf eine neue Papierart hin. Welche das war, weiß ich nicht mehr. Vielleicht hat man beim Upload eine größere Auswahl.

In dieser Rubrik gibt es übrigens hin und wieder sehr positive Erfahrungsberichte. Vielleicht werden die lediglich übersehen wie Buchvorstellungen, an denen es nichts zu beanstanden gibt?

Gruß,
Monika
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Petra Wolff
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Prima!

von Petra Wolff (28.05.2016, 17:01)
Ich finde diesen Beitrag richtig gut, danke Siegfried. Sonst liest man hier nur Gemeckere, von wegen: Dies geht nicht, jenes geht nicht, früher war alles besser...
Ich habe bisher auch nur durchweg positive Erfahrungen mit BoD gesammelt.
Meine Bücher sind zwar ohne Farbseiten. Aber der Beitrag hier ermutigt mich, das nächste Mal ruhig die eine oder andere Farbseite zu verwenden.
Mein Blog: petrawolff.blog

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