Nicole Lungeanu - Gay Romance und Fantasy Autorin | SERVUS!

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Nicole Lungeanu
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Nicole Lungeanu - Gay Romance und Fantasy Autorin | SERVUS!

von Nicole Lungeanu (28.10.2016, 23:48)
Hallo liebe Schriftsteller!

Ich heiße Nicole Lungeanu und bin 35 Jahre alt. Ich arbeite als Tiermedizinische Fachangestellte in einer Kleintierpraxis in Braunschweig und ganz nebenbei schreibe ich meinen viel zu vollen Kopf leer.

Meine Kurzgeschichte "Ein Brief an den Weihnachtsmann" ist im Oktober in einer Weihnachts-Anthologie im Papierfresserchen Verlag erschienen.
Darüber hinaus überarbeite ich gerade meinen Historical Fantasy Roman "Sonnenstaub".
Gay Romance ist ebenfalls eine große Leidenschaft von mir. Ich lese es selber sehr gerne, aber finde das wir hierzulande einfach zu wenig Bücher mit diesem Genre haben. Immerhin habe ich im Braunschweiger Thalia 2 Bücher gefunden, lach! Also nehme ich die Sache selber in die Hand und beglücke die Leserschaft mit meiner Novelle "Blizzard Boy".

Weitere Projekte sind in Planung. Bis dahin heißt es erst mal Marketing, Marketing, Marketing...

Herzliche Grüße,
Nicole
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mtg
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Re: Nicole Lungeanu - Gay Romance und Fantasy Autorin | SERV

von mtg (29.10.2016, 09:36)
Hallo Nicole,

herzlich willkommen.

Nicole Lungeanu hat geschrieben:
Gay Romance ist ebenfalls eine große Leidenschaft von mir. Ich lese es selber sehr gerne …


Darf ich fragen, was Dich an diesem Genre so fasziniert? Und worin es sich von »Hetero Romance« unterscheidet?

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Nicole Lungeanu
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Re:

von Nicole Lungeanu (29.10.2016, 12:55)
Hallo Matthias,

Danke für Dein herzliches Willkommen!

An Gay Romance faszinieren mich die Alltagsprobleme der Protagonisten und wie sie damit umgehen. Der innere Prozess, der stattfindet, wenn sie plötzlich merken, dass sie sich für das andere Geschlecht interessieren. Sie müssen oft lernen sich und ihre Sexualität zu akzeptieren. Ist den Protagonisten das gelungen, stehen sie oft vor dem nächsten Hindernis. Nämlich selber akzeptiert zu werden. Wie denken die Eltern darüber? Die Freunde? Der Arbeitgeber? Das Sportteam? Und je nachdem wo sie leben kommt die Frage auf: Darf ich in der Öffentlichkeit Händchen halten?

Diese Dinge sind in Hetero Romance oft selbstverständlich (es sei denn, die Protagonisten kommen aus unterschiedlich gesellschaftlichen Schichten). Ja, ich denke, es ist der Entwicklungsprozess, der mich am meisten an Gay Romance fasziniert. Möglicherweise auch, weil ich seit 10 Jahren mit einer Frau verheiratet bin und mich daher gut mit den Charakteren identifizieren kann.

Und ich will ehrlich sein: Der sinnliche Aspekt darf nicht vergessen werden. Ich würde lügen, wenn ich schreiben würde, dass eine gute Liebesszene zwischen Männern mich vollkommen kalt lässt...

Vielen Dank für Dein Interesse, Matthias. Ich hoffe, ich konnte Deine Fragen zur vollen Zufriedenheit beantworten.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

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mtg
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Re:

von mtg (29.10.2016, 14:18)
Danke für die Erläuterung. Die Protagonisten interessieren sich übrigens nicht für das andere Geschlecht, sondern für das eigene. Das nur am Rande.

Aber – ohne eine homopolitische Debatte starten zu wollen: Manifestiert Du mit Deiner Begeisterung und der Pflege dieses Genres nicht gerade die gesellschaftliche Ablehnung, die mangelnde Akzeptanz, die Diskriminierung der Nicht-Heterosexuellen, indem Du ihr »Anderssein« zum Ausgangspunkt von etwas Schönem stilisierst? Und worin unterscheidest Du Dich von Männern, die ein lesbisches Liebesspiel anregend finden? Letztere werden immer wieder gerne als »sexistisch« bezeichnet. Das will ich Dir natürlich nicht unterstellen, aber der Vergleich drängt sich auf.

Wir kämpfen nicht umsonst um »Gleichstellung« – was bedeutet, dass wir keine Extrawürste haben wollen, sondern uns am ganz normalen Buffet des Grundgesetzes bedienen wollen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Just my 2cents

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (29.10.2016, 16:25)
Willkommen im Autorenpool, Nicole!

Ich weiß nicht, ob das auch zu "Gay Romance" zählt, aber zu den Büchern, die ich immer mal wieder lese, gehört "Maurice" von E. M. Forster, einem meiner Lieblingsautoren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_(Roman)
Als ich es das erste Mal in die Finger bekam, war ich noch sehr jung. Zurückblickend habe ich das Gefühl, dass mir das Buch damals half, sämtliche Vorurteile, die mich in meiner Jugend in den 80ern massiv umschwirrten, locker abzuschütteln. Denn die Gefühlswelten, die im Buch geschildert werden, unterscheiden sich nicht von denen, die ich kenne. Seither habe ich kein Verständnis für die Denkweise, heterosexuelle Liebe sei OK und homosexuelle nicht. Es gibt nur echte und unechte Gefühle - und das in allen Bereichen der Liebe.
Allerdings hatte ich nie das Bedürfnis, gezielt nach ähnlicher Literatur zu suchen, und wäre nicht in der Lage, so ein Werk zu verfassen.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Nicole Lungeanu
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Re:

von Nicole Lungeanu (29.10.2016, 22:39)
@mtg

Hallöchen Matthias!
Die Protagonisten interessieren sich übrigens nicht für das andere Geschlecht, sondern für das eigene. Das nur am Rande.


Da musste ich erst mal herzlich lachen. Du hast natürlich recht! :lol:

Ich gestehe, dass ich Deine Antwort mehrere Male durchgelesen hatte, und irgendwie nicht ganz verstand, was Du von mir wolltest. Ich rätselte: Fühlt sich der Matthias von mir angegriffen, dass ich als Frau Gay Romance schreibe? Oder sollte ich mich angegriffen fühlen, weil ich als sexistisch gelten könnte, weil ich gerne Gay Romance lese und schreibe? Und dann diese Sache mit der Gleichstellung. Sorry, aber ich habe nicht verstanden worauf Du hinaus wolltest. blink3

Weißt Du, Matthias, wenn die Gesellschaft denkt, dass es für einen Mann sexistisch ist das Liebesspiel zweier Frauen zu verfolgen, dann ist das das Problem der Gesellschaft, aber nicht des Mannes. Wenn er Spaß dabei hat. Who cares? Wenn ein Mann einen Lesbian Romance Novel schreiben würde, dann BRAVO! Go for it. thumbbup Wenn eine Frau Gay Romance schreibt, warum nicht? Es gibt so etwas wie Toleranz. Interessen sind unterschiedlich. Geschmäcker sind unterschiedlich. Bücher sind unterschiedlich. Leben und leben lassen, das ist meine Devise. :wink:

Und die Sache mit der Gleichstellung? Ich weiß nicht, ob Du es überlesen hast, aber ich bin seit 10 Jahren mit einer Frau verheiratet. Glaube mir, ich weiß was Diskriminierung bedeutet...

In diesem Sinne, fröhliches Schreiben. Ich lese jetzt erst mal meinen neuen Gay Romance Novel zu Ende. :wink: book:

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Nicole Lungeanu
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Re:

von Nicole Lungeanu (29.10.2016, 22:49)
@Monika K.

Hallo Monika!

Vielen Dank für Deine lieben Worte! Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich von E. M. Forster nichts gelesen habe. Aber ich habe natürlich sofort gegoogelt und auf Wikipedia nachgeschaut. "Maurice" hört sich SEHR interessant an und ist auf meine "Noch lesen"-Liste gewandert. Ich würde sagen, dass es zu Gay Romance gehört. Zumindest wird es auf anderen Foren als Gay Romance Novel gelistet.

Es hat mich sehr gefreut, dass Du mir dieses Buch vorgestellt und Deine Erfahrung mit mir geteilt hast. Ich weiß das sehr zu schätzen!

Herzliche Grüße,
Nicole

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Peter-Pitsch
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Re:

von Peter-Pitsch (30.10.2016, 00:36)
Hallo Nicole.
Zu später Stunde nur ganz kurz:
Willkommen im Forum!
thumbbup
Danke für die aufrichtigen Zeilen.

Beste Grüße,
Peter

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Nicole Lungeanu
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Re:

von Nicole Lungeanu (30.10.2016, 09:29)
@Peter

Guten Morgen, Peter!

Vielen Dank für die lieben Worte und das warme Willkommen. Es ist schön neue Bekanntschaften zu knüpfen.

Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag...

Herzliche Grüße,
Nicole

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mtg
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Re:

von mtg (30.10.2016, 10:22)
Hallo Nicole,

natürlich habe ich nichts überlesen. Allerdings bist Du nicht verheiratet, sondern verpartnert. Deine Verbindung steht nicht unter dem Schutz des Grundgesetzes und kann per Gesetz von jetzt auf gleich für nicht existent erklärt werden. Sieh Dir nur mal zum Spaß die Forderungen der »Demo für Alle« an. Das nur am Rande. Auch wenn Du Dich offensichtlich für unpolitisch erklärst (was ich zwischen Deinen Zeilen lese) wirst Du im Zweifelsfall genau so darunter leiden wie die, die heute aktiv gegenzusteuern versuchen.

Natürlich sind die Geschmäcker verschieden. Aber das immer noch schief angesehene »Anderssein« – man muss sich nur die aktuellen Äußerungen in Politik und Klerus zu Gemüte führen – ist nichts, das man verharmlosen sollte. Und das tut – heute – Gay Romance. Zumindest, solange es unter diesem Titel, der die Unterscheidung, die Diskriminierung befördert, bezeichnet wird. Denn niemand würde auf der anderen Seite von »Hetero Romance« sprechen.

»Maurice« ist ein tolles Buch und ein toller Film. Aber es (das Buch) ist von 1971, und diese Zeit ist lange vorbei. Bücher sind immer Produkte ihrer Zeit. Auch wenn sie später noch faszinieren, wurden sie doch in einem gesellschaftlichen Kontext geschrieben, den man nicht außer Acht lassen darf.

Aber wie gesagt: Jedem Tierchen sein Plaisierchen. Ich will keine homopolitische Diskussion entfachen. Viel Erfolg bei Deinem Tun.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (30.10.2016, 14:38)
mtg hat geschrieben:
»Maurice« ist ein tolles Buch und ein toller Film. Aber es (das Buch) ist von 1971, und diese Zeit ist lange vorbei. Bücher sind immer Produkte ihrer Zeit. Auch wenn sie später noch faszinieren, wurden sie doch in einem gesellschaftlichen Kontext geschrieben, den man nicht außer Acht lassen darf.

Die Urfassung entstand sogar bereits 1913/1914, was für mich übrigens bei der Wahl des Buchs ausschlaggebend war, weil ich mich in erster Linie für den "gesellschaftlichen Kontext" interessierte. Die 1971 postum veröffentlichte Fassung wurde von ihm 1960 grundlegend überarbeitet.
Den Film fand ich sehr gelungen, da er viele Details exakt wiedergibt, aber natürlich ist eine Literaturverfilmung immer auch eine große Herausforderung und stellt nie alle Leser zufrieden.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Mayk
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Re:

von Mayk (09.11.2016, 22:26)
Moin,

ich muss jetzt leider auch noch meine 2 Cent beisteuern. Ich schreibe auch tendenziell liebeslastige Erzählungen, käme aber nie auf die Idee, diese als gay romance zu bewerben, obwohl es darin immer um die Liebe zu einem Mann geht. Zum einen, weil das Marktsegment winzig ist, wie du selbst festgestellt hast, zum anderen aber auch, weil ich bewusst nicht in diese Nische gestopft werden möchte. Es gibt auch Leute, die mir deswegen Feigheit oder gar Verrat an der Community unterstellen, aber sei's drum: Ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Die Leute kommen zu den Lesungen, und wenn sie dann kapieren, um welche Liebe es geht, schlucken sie vielleicht kurz, aber dann sind sie drin im Stoff und merken vor allem eines: Liebe ist Liebe. Und genauso wünsche ich mir das auch. Darum hänge ich auch meine eigene Orientierung nicht unaufgefordert an die Glocke: Ich möchte, dass die Leute mich als Autor ernst nehmen und nicht vorrangig als Schwulen, der nebenher Bücher schreibt. (Ich verstecke mich allerdings auch nicht bewusst).
Aber wenn du dich in dem Genre wohl fühlst und mit der Art des Marketings, ist das natürlich wunderbar für dich. Ich teile allerdings Matthias' Bedenken, ob damit nicht zu sehr das "wir" vs. "die anderen" betont wird.

Mit deinen Büchern wünsche ich viel Erfolg.

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