Die Flötenspielerin

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (03.12.2016, 02:09)
Danke für den Hexenmeister, Haifischdame! :D

Hilgas Schreibe fand ich gut. Schade, dass sie sich nicht mehr meldet.
Vielleicht gibt es ja Leser, denen das alles egal ist?

Vielleicht gibt es sie. Aber was ist mit den Lesern, die glauben möchten, was sie da lesen. Man trägt als Autor(in) eine große Verantwortung.

Eris Ado
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Re:

von Eris Ado (03.12.2016, 10:13)
Thomas Becks hat geschrieben:
Hallo Hilga,
mich irritiert die Anklage wegen Hexerei. Die ersten Anklagen der sogenannten Hexen fanden Anfang des 15. Jahrhunderts in der Schweiz statt, kamen aber in Europa, speziell in Deutschland erst am Ende desselben Jahrhunderts/Anfang 16. Jahrhundert richtig in Fahrt.
Im 13. Jahrhundert versuchte die Kirche noch, durch Predigten, diesen Volksaberglauben zu unterbinden. Obwohl der Dominikaner Thomas von Aquin (Mitte/Ende 13. Jahrhundert) an Hexerei, durch Einfluss des Teufels, glaubte, gab es zu jener Zeit weder weltliche noch kirchliche Anklagen gegen Hexen oder Zauberer.

Ich hoffe, ich habe nicht zu dick aufgetragen. Aber Leser, mit historischem Background, lauern nur auf solche Fallen. Da kann ich Dir ein Lied von singen. dozey:
Gruß
Thomas


Aus Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hexenverfolgung
Erste Verurteilungen von Hexen gab es im 13. Jahrhundert mit dem Aufkommen der Inquisition, wobei jedoch die Zielsetzung der Inquisition zu beachten ist: Zielten die in der Frühen Neuzeit dominierenden Hexenprozesse weltlicher Gerichte auf die Bestrafung vermeintlich Schuldiger ab, strebte die Inquisition die Umkehr und Rekonziliation der Beschuldigten an, was sich in der weniger häufigen Anwendung der Todesstrafe ausdrückte. Darüber hinaus war das Hauptaugenmerk der Inquisition nicht auf Hexen, sondern auf Häretiker gerichtet. Diese Priorität wird deutlich in der Anweisung Papst Alexanders IV. vom 20. Januar 1260 an die Inquisitoren, Hexen seien nicht aktiv zu verfolgen, sondern auf Anzeigen hin festzunehmen.


Wenn stimmt, was hier steht, dann wäre eine Anköage im 13 JHD wegen Hexerei möglich.

Eris Ado
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Re:

von Eris Ado (03.12.2016, 10:29)
Auch in diesem Link wird der Beginn der Hexenverfolgung ins 13 JHD datiert:
http://www.mittelalter-server.de/Mittel ... nr_49.html
# - 1258 der erste Hexenprozess
# - 1258 die erste Hexenverbrennung
# - 1272 gestand eine Frau in Südfrankreich ohne Einfluss die Buhlschaft mit dem Teufel.
# - 1275 die erste beglaubigte Hexenverbrennung in Toulouse
# - 1275 die erste Verurteilung zum Scheiterhaufen durch Hugo de Banyol

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (03.12.2016, 16:19)
@Eris, was willst Du mit Deinen albernen Links beweisen oder erreichen? Hast Du sonst nichts zu sagen? Willst Du Dich wichtig machen? Ich bitte um Antwort.
In dem Buch werden Menschen verbrannt. Kannst Du uns sagen, warum man diese Menschen verbrannt hat? Welcher tiefsinnige Grund dahinter steht? Bitte, erzähle doch mal selbst, ohne zu googeln.
Mannomann!

Eris Ado
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Re:

von Eris Ado (03.12.2016, 16:53)
Thomas Becks hat geschrieben:
@Eris, was willst Du mit Deinen albernen Links beweisen oder erreichen? Hast Du sonst nichts zu sagen? Willst Du Dich wichtig machen? Ich bitte um Antwort.
In dem Buch werden Menschen verbrannt. Kannst Du uns sagen, warum man diese Menschen verbrannt hat? Welcher tiefsinnige Grund dahinter steht? Bitte, erzähle doch mal selbst, ohne zu googeln.
Mannomann!


Wichtig machen wollen sich hier offenbar ganz andere Leute.

Es ging um die Frage wann Hexenverfolgungen begonnen haben. Und wenn einen eine Frage interessiert, dann ist googeln ein Mittel der Wahl um Klarheit zu schaffen.

Zu dem Buch beantworte ich keine Fragen. Ich habe es nicht gelesen.

Und wieso sind die Links albern? Hast Du bessere Informationen? Dann her damit.

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (03.12.2016, 20:21)
Ich meinte nicht den tiefsinnigen Sinn des Buches, sondern den Grund des Brennens. Das Feuer diente der Reinigung der Seele und war nie als Strafe gedacht. Deshalb hat man die Opfer später vorher getötet, ehe sie verbrannt wurden. Das Buch habe ich ebenfalls nicht gelesen, die Buchvorschau hat gereicht, um mir ein Urteil zu bilden. Hier finden schon auf der ersten Seite drei Hexenverbrennungen statt.
Zu den Weblinks: Versuche es mal mit Büchern. Wenn Ihr alle Eure Recherchen bei Wiki und Konsorten zusammenstellt, dann gute Nacht. Ich konnte übrigens Dein Zitat bei Wikipedia nicht finden.

Vielleicht kann Hilga die Sache noch retten. Sie müsste ihre Geschichte nur ins 16. Jahrhundert verfrachten. Was hatte sie sich nur dabei gedacht; nur schön weit ins Mittelalter verschieben, dann brauch ich nicht viel recherchieren?
Es gibt Fans, die suchen nach Büchern aus diesem Jahrhundert.
Was ist mit Lesungen? Da werden Fragen gestellt. Als ich damals mit Carsten Koch die Lesung für Hexenänneken gemacht habe, haben mir die Leute Fragen über Fragen gestellt. Ich war vorbereitet und konnte sie alle Beantworten.
Klar, wer historische Bücher schreiben will, muss einiges dafür tun. Und damit meine ich nicht nur googeln.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (03.12.2016, 20:50)
Thomas Becks hat geschrieben:
Ich konnte übrigens Dein Zitat bei Wikipedia nicht finden.


Ich schon. Schau mal unter dem Punkt "2.1 Inquisition".
Falls du es noch nicht mitbekommen hast: BoD moderiert hier seit Anfang des Jahres wieder.

Gruß,
Monika

edit: Einigen wir uns doch einfach darauf: Im 13. Jahrhundert waren Hexenprozesse noch sehr selten und untypisch für die Zeit, jedoch nicht völlig ausgeschlossen.
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (04.12.2016, 01:58)
Monika K. hat geschrieben:
Falls du es noch nicht mitbekommen hast: BoD moderiert hier seit Anfang des Jahres wieder.
Den Wink mit dem Zaunpfahl habe ich verstanden, sorry, wenn ich irgendjemandem auf den Schlips getreten bin.
Vielleicht sind mit mir die Pferde durchgegangen, als ich die mangelhafte Recherche bemerkte. Aber es ist leider so, dass ich 30 Bücher, die sich historisch nennen, kaufte, von denen vielleicht 2 gut recherchiert waren. Das merkt man als Hobby-Historiker, für mehr halte ich mich nicht, sehr schnell.

Das 13. Jahrhundert ist momentan mein Steckenpferd, für das ich mich interessiere. Man muss dieses besondere Jahrhundert so betrachten: Die Kaiser Heinrich der IV., Barbarossa und speziell Friedrich der II. haben den Päpsten das Leben nicht leicht gemacht. Ich will es kurz machen. Das Papsttum hatte im 13. Jahrhundert alles richtig gemacht und stand im Zenit seiner Macht. Die Kaiser hatten ihre Macht verloren.
Jetzt muss man sich das Papsttum als Monarchie vorstellen. Das alte römische Reich wurde nun von dem aktuellen Papst beherrscht. Dieser Papst braucht natürlich eine Art von Polizei. Das war die Gründung der Inquisition. Diese Inquisition stellte alles, was dem Papst schädigen könnte, als ketzerisch dar. Der Papst fürchtete nur die Konkurrenz, Hexen gehörten seinerzeit nicht dazu, siehe dazu das oben genannte Zitat von Wikipedia.
edit: Einigen wir uns doch einfach darauf: Im 13. Jahrhundert waren Hexenprozesse noch sehr selten und untypisch für die Zeit, jedoch nicht völlig ausgeschlossen.
Sorry, aber die erste Seite der Autorin beschreibt eine Prozesswelle, die es erst in der Neuzeit gab.

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (04.12.2016, 10:15)
Thomas Becks hat geschrieben:
edit: Einigen wir uns doch einfach darauf: Im 13. Jahrhundert waren Hexenprozesse noch sehr selten und untypisch für die Zeit, jedoch nicht völlig ausgeschlossen.
Sorry, aber die erste Seite der Autorin beschreibt eine Prozesswelle, die es erst in der Neuzeit gab.

Eben. So schätze ich das auch ein. thumbbup Damit wollte ich keinesfalls das Buch verteidigen, sondern einen Konsens für eure Diskussion über Hexenverfolgung vorschlagen. Als interessierte Beobachterin habe ich nämlich den Eindruck, dass ihr einander gar nicht wirklich widersprecht, sondern lediglich die Fakten aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und daher unterschiedlich gewichtet.
Da Hilga sich nicht daran beteiligt, könnten wir den Thread meiner Meinung nach auch fallen lassen. Es kann sich anhand der zusammengetragenen Informationen ja nun jeder sein Teil denken. :wink:

Viele Grüße,
Monika
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Eris Ado
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Re:

von Eris Ado (04.12.2016, 12:14)
Dass in dem Buch eine Prozesswelle vorkommt, wurde erst später erwähnt. Es ging um die Frage ob Hexenprozesse im 13 JHD möglich waren. Und diese Frage ist mit "Ja" zu beantworten.


Monika K. hat geschrieben:
Da Hilga sich nicht daran beteiligt, könnten wir den Thread meiner Meinung nach auch fallen lassen. Es kann sich anhand der zusammengetragenen Informationen ja nun jeder sein Teil denken. :wink:



Gutes Schlusswort.

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Vivi
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Re:

von Vivi (04.12.2016, 12:20)
Hilga freut sich bestimmt, dass jetzt schon so viel über ihr Buch gesprochen wird :lol:
Auch ich habe die Diskussion mit Interesse verfolgt, da mich von je her die Hexenverfolgung fasziniert hat, aber ich nie so im Thema drinnen war, dass ich wirklich mitreden hätte können.
Dank Euch bin ich um so einiges schlauer

Vivi
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Hilga
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Re:

von Hilga (04.12.2016, 19:50)
Sorry, war einige Tage nicht online, daher meine verspätete Reaktion.

Prima, das jemand nun doch über das erste Wort hinaus gekommen ist. Es scheint der Eine oder Andere die Buchvorschau gelesen zu haben. Vielen Dank dafür.

Nun habt ihr euch auf ein Eingangs erwähntes, in der Gesamtheit des Buches aber nebensächliches Detail eingeschossen. (OK, wenn das Thema ein persönliches Steckenpferd ist, kann man da schon allergisch reagieren. Verstehe.)
Es geht im Buch NICHT, nicht mal ein Bisschen, um Hexenverfolgung. Der Prolog dient lediglich der Erklärung, warum Leah als Flüchtling im Dorf auftaucht und wie die Verleumdung des "Bösen Blicks" ihr Leben, ihr Selbstbild und ihr Verhalten lange Zeit bestimmt, ehe sie sich schließlich davon lösen kann.
Nunja, ich höre schon "Kein Detail ist nebensächlich." Stimmt. Es scheint, als hätte ich hier vielleicht etwas unüberlegt eine verfrühte Hexenverbrennung eingefügt. Die Schuld nehme ich auf mich und dank Eurer Aufdeckung sehe ich entsprechenden Amazon-Rezensionnen schon mit Schrecken entgegen.
Der aufmerksame Leser wird allerdings bemerken, das es sich hier keineswegs um eine Prozesswelle handelt. Es wurden drei Frauen gemeinsam und an einem Tag hingerichtet. Eine Veranstaltung. Eine Woche später verliert die Frau des Nachbarn ihr ungeborenes Kind. Der Nachbar sucht sich daraufhin ein paar Saufkumpane zusammen und verwüstet das Haus. Die Beschuldigte flieht mit ihren Zieheltern. Ende der Hexenverfolgung.

Nun, wer will kann natürlich gleich deswegen das ganze Buch verdammen. Wer nicht will, mag vielleicht auch zu den weiteren Absätzen etwas Konstruktives beitragen.

Für mein nächstes Buch (das mit exakter Zeitangabe und tatsächlichem historischem Hintergrund noch wesentlich aufwändiger in der Recherche ist) hab ich auf jeden Fall schon mal gehörig Muffensausen vor einem ähnlichen Faux Pas. Puh.

Jedenfalls zunächst danke für die Kritik.

Hilga

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Torsten Buchheit
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Re:

von Torsten Buchheit (04.12.2016, 21:41)
Ich sehe das Ganze anders: Wenn ich ein Buch lese, will ich unterhalten werden. Ob ein Hinweis auf Hexenverfolgung 50 oder 100 Jahre zu früh erscheint, ist mir egal, da ich kein profunder Kenner des Mittelalters bin.

Hauptsache, ich werde gut unterhalten. :wink:
Heiteres Gartenlexikon - Heiteres Heimwerkerlexikon - Irgendwas mit Wuppertal - Im Dutzend witziger

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Thomas Becks
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Re:

von Thomas Becks (05.12.2016, 00:51)
Torsten Buchheit hat geschrieben:
Ich sehe das Ganze anders: Wenn ich ein Buch lese, will ich unterhalten werden. Ob ein Hinweis auf Hexenverfolgung 50 oder 100 Jahre zu früh erscheint, ist mir egal, da ich kein profunder Kenner des Mittelalters bin.

Hauptsache, ich werde gut unterhalten. :wink:

Toll, Torsten,
deshalb sind und bleiben BoD-Bücher eben BoD-Bücher.

Es wurden drei Frauen gemeinsam und an einem Tag hingerichtet. Eine Veranstaltung.

Eine wundervolle Veranstaltung. Alle Achtung! Soll ich Dir, Hilga, mal erzählen, was einem Menschen widerfährt, wenn er lebendig verbrannt wird? Das Blut kocht, es wird so viel Eiweiß produziert, dass als erstes die Nieren versagen. Schließlich explodieren die Venen ...
ich will das hier nicht weiter ausführen, es könnten Kinder mitlesen.
Zuletzt geändert von Thomas Becks am 05.12.2016, 01:06, insgesamt 1-mal geändert.

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Hilga
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Re:

von Hilga (05.12.2016, 00:56)
Eine wundervolle Veranstaltung. Alle Achtung!


Ja, nicht wahr? Aber eben keine Prozesswelle. Drehst du dir jetzt schon selbst das Wort im Mund rum?
:lol:

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