Anfragen zum Themenfeld VG Wort

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Poet78
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Anfragen zum Themenfeld VG Wort

von Poet78 (12.10.2016, 19:42)
Ihr Lieben,

vielleicht ist jemand von euch den beiden folgenden Fragen bereits einmal nachgegangen, da es ihn oder sie selbst betroffen hat:

1) Man findet von BoD ein kleines Info-PDF zum Thema "VG Wort", in dem steht für Fachbuchautoren:
"Autoren melden ihre Titel einmalig und am besten unmittelbar nach Freigabe bei der VG Wort". Außerdem steht dort, dass die VG Wort prüft, ob das Buch tatsächlich in mind. fünf wiss. Bibliotheken aus zwei Verbünden erhältlich ist. Meine Frage: WANN prüft die VG Wort das? Bis die Bibliotheken das Buch gekauft und in ihr System eingepflegt haben, vergeht ja ne Weile. Muss das Buch bereits zum Zeitpunkt der MELDUNG bei der VG Wort ausreichend in den Bibliotheken verbreitet sein oder erst rechtzeitig zum Stichtag 31.1. des Folgejahres?

2) Manchmal ist es ja so, dass man nach der BoD-Freigabe noch einige ärgerliche Fehler findet. Da das BoD-Classic inzwischen nur noch 19 Euro kostet, kann man diese ja kostengünstig korrigieren. Nun kann es aber sein, dass einige Bibliotheken die erste "Auflage" gekauft haben und andere dann die im Prinzip identische, nur um ein paar Tippfehler erleichtete zweite Auflage.
Wäre ein solcher Zustand für die VG Wort ein Problem? Sprich: Zählen die dann die Bibs, die Auflage 1 besitzen, und die, die Auflage 2 angeschafft haben, getrennt voneinander und überweisen mir kein Geld, wenn ich bspw. für beide Auflagen auf vier Exemplare komme?

Ich hoffe, die Fragen sind so einigermaßen nachvollziehbar und verständlich formuliert ...

Ich wünsche euch einen angenehmen Restabend!

Poet

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Udo Ehrich
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Re:

von Udo Ehrich (13.10.2016, 09:42)
Hallo Poet,

die Meldung bei der VG Wort erfolgt bis spätestens 31. Januar. Die VG Wort prüft die Verbreitung nach der Meldung und teilt dann entsprechend mit, wenn der Titel nicht ausreichend in den wissenschaftlichen Bibliotheken verteilt ist. Werden nach dieser Mitteilung noch Bücher von Bibliotheken angeschafft, hat man die Möglichkeit, noch einmal mit der VG Wort Verbindung aufzunehmen und darauf hinzuweisen. Hierzu empfiehlt es sich, die Mail im VG-Wort-System, mit der die Mitteliung kam, nicht sofort zu beantworten, sondern erst, wenn man entsprechend nachmelden kann, weil die Antwortmöglichkeit ansonsten nur über E-Mail besteht.

Zweite Variante nach einer solchen Benachrichtigung: Man kann die Meldung über einen Button am Ende der Benachrichtung löschen und dann später ggf. noch einmal neu melden, wenn dann die Verbreitung entsprechend erreicht ist.

Zu 2.: da bin ich auch gespannt. Denn ich habe bei meinem Wahlen?-Buch nach der zweiten Auflage ein paar Fehler korrigiert und sie erneut veröffentlicht, so daß die zweite und dritte Auflage praktisch identisch ist. Beide Auflage erreichen gemeinsam die geforderte Anzahl der Verteilung in den Bibliotheken und bislang habe ich keine Rückmeldung bekommen. Es besteht die Vermutung, daß sich das ggf. an der ISBN festmacht. Wenn das so ist, dürfte hier kein Problem bestehen.

Ansonsten gilt bei der VG-Wort: Um meldefähig zu sein, muß bei einer Neuauflage 10% des Textes neu sein gegenüber der alten Auflage.

holz
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Re:

von holz (13.10.2016, 10:11)
VG Wort schreibt:
"Überprüft wird die geforderte Verbreitung über den Karlsruher virtuellen Katalog (KVK), über den der Bestand nahezu aller wissenschaftlicher Bibliotheken der Bundesrepublik zugänglich ist. Der KVK ist im Internet unter http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html zu erreichen und wird fortlaufend aktualisiert."

Bücher, Fachbücher und Sachbücher für Erwachsene sind bis zu drei Jahre nach Erscheinen, das Erscheinungsjahr eingeschlossen, meldbar.
Deshalb muss nicht gleich nach Erscheinen gemeldet werden. Lieber etwas warten, bis im KVK vertreten bzw. die Mindestmenge verkauft wurde.

2. Auflage, kleine Korrekturen, gleiche ISBN - sollte als 1 Werk zählen. Aber besser direkt bei der VG Wort anfragen.

Bei Neuauflage (mindestens 10% Änderungen) sollte der zeitliche Abstand größer sein, um wieder zu kassieren:
"Pro Jahr kann, unabhängig vom Grad der Neubearbeitung, nur eine Auflage gemeldet werden."
siehe
http://www.perun.net/2011/08/31/vg-wort ... en-jahres/

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MichaelHA
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Re:

von MichaelHA (23.02.2017, 14:41)
Was auch Geldbeträge von der VG Wort einbringt, ist der Nachweis bei wissenschaftlichen Publikationen, dass innerhalb von 3 Jahren mindestens 100 Exemplare verkauft wurden. Der Nachweis wird mittels einer Bestätigung des Verlags, in unserem Falle also BoD, geführt, der dafür extra angefragt werden muß. Die Bücher müssen natürlich vorher bereits als wissenschaftliche Publikationen bei der VG Wort gemeldet worden sein. Dafür - also für wissenschaftliche Veröffentlichungen - gibt es ein Online-Meldeverfahren bei der VG Wort.

Beste Grüße

MichaelHA

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IRM
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Re:

von IRM (24.02.2017, 07:45)
Weißt Du wieviel Geld man dann für 100 verkaufte Fachbücher von der VG-WORT bekommt? Reichen da wirklich die verkauften Exemplare oder muss man auch eine gewisse Verbreitung in wissenschaftlichen Bibliotheken nachweisen?
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holz
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Re:

von holz (24.02.2017, 08:36)
IRM hat geschrieben:
Reichen da wirklich die verkauften Exemplare oder muss man auch eine gewisse Verbreitung in wissenschaftlichen Bibliotheken nachweisen?


Ja, siehe hier § 45, Pkt. 2
http://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/vert ... 6.2016.pdf


IRM hat geschrieben:
Weißt Du wieviel Geld man dann für 100 verkaufte Fachbücher von der VG-WORT bekommt?


Ändert sich jährlich. 2016 für 2015 waren es 900 Euro (bzw. anteilig 50% = 450 Euro bei > 100 verkauften Werkexemplaren). Unter 100 Seiten weniger, über 300 Seiten mehr (siehe obiger Link, § 45, Pkt. 6)

http://www.vgwort.de/publikationen-doku ... sicht.html

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