Wer ist Autor? Und: kostenloses ebook trotz gedrucktem Buch?

Verträge, Rechte und Pflichten: Was man als Autor beachten sollte.


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mtg
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Re:

von mtg (24.03.2017, 10:38)
Monika K. hat geschrieben:
Übernimmt BoD auch bei Fun-Projekten automatisch die Ablieferung der Pflichtexemplare, oder muss man das selbst tun?

Nein, das muss man selbst machen. Der Verlag bzw. eben der Veröffentlichende ist dafür zuständig. So wurde mir das mitgeteilt. Das wird aber keine Projekte betreffen, bei denen nur eine geringe Zahl von Büchern produziert wird … aber es gibt ja nicht wenig Leute, die Bücher als Fun-Projekte drucken lassen und nur über ihre Website verkaufen …

holz
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Re:

von holz (24.03.2017, 12:30)
Monika K. hat geschrieben:
...
Ein wenig paranoid könnte man schon werden, wenn man sich vorstellt, dass man z. B. auf einer Homepage nebenbei erwähnt, das Tagebuch der Großtante ausschließlich als Geschenk für die umfangreiche Verwandschaft drucken lassen zu wollen, und plötzlich will die Nationalbibliothek alle Geheimnisse des damals jungen Herzens mitlesen können. ...


Alles wird ja nicht gesammelt.
Genaue Auflistung hier (PDF):
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101-2012022707

Seite 40
Nicht zu sammeln sind z.B. "Schriften von lediglich familiärem/persönlichem Interesse (Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen usw.)"

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (24.03.2017, 12:55)
holz hat geschrieben:
Alles wird ja nicht gesammelt.
Genaue Auflistung hier (PDF):
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101-2012022707

Seite 40
Nicht zu sammeln sind z.B. "Schriften von lediglich familiärem/persönlichem Interesse (Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen usw.)"


Deshalb wundert es mich, dass die Lebensgeschichte von Matthias' Großvater eingefordert wurde. Wenn ich das richtig verstehe, wurde sie nur erwähnt und nicht über die Seite verkauft. Dass zum Verkauf bestimmte Bücher, die sozusagen im Eigenverlag ohne ISBN über BoD Fun gedruckt werden, wie normale Bücher behandelt werden, leuchtet mir hingegen ein.

Wie schätzt du das bei dem hier erwähnten Kochbuch ein? Ist es von "familiärem Interesse" oder kommt die geplante Veröffentlichung als kostenloses PDF auf der Homepage zum Tragen? Würde eine Ablieferung in elektronischer Form reichen, wenn die Printausgabe nicht verkauft wird?

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

holz
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Re:

von holz (24.03.2017, 14:18)
Monika K. hat geschrieben:

Wie schätzt du das bei dem hier erwähnten Kochbuch ein? Ist es von "familiärem Interesse" oder kommt die geplante Veröffentlichung als kostenloses PDF auf der Homepage zum Tragen? Würde eine Ablieferung in elektronischer Form reichen, wenn die Printausgabe nicht verkauft wird?



Hier überwiegt der Kochbuchcharakter.
Abgabe in elektronischer Form genügt sicherlich.
Zuletzt geändert von holz am 25.03.2017, 16:19, insgesamt 1-mal geändert.

doppelschwarz
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Re:

von doppelschwarz (24.03.2017, 20:55)
Papier ist geduldig(er als elektronische Daten), daher ist es mir das Wert.

Muss bei Eigenvertrieb eigentlich ein Preis auf das Buch gedruckt werden? Ich habe nur gelesen, dass man die Bücher auszeichnen muss, könnte ja aber auch ein Preisaufkleber sein.

Für die elektronische Ausgabe benötige ich dann vermutlich die Erlaubnis meiner Oma für das kostenlose anbieten, oder bestimmt der Herausgeber (in dem Fall ich) den Preis?

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (25.03.2017, 11:26)
doppelschwarz hat geschrieben:
Für die elektronische Ausgabe benötige ich dann vermutlich die Erlaubnis meiner Oma für das kostenlose anbieten, oder bestimmt der Herausgeber (in dem Fall ich) den Preis?


Wenn du dich für die Variante entscheidest, dass du Herausgeber bist, dann bist du auch der Vertragspartner von BoD. BoD lässt sich von dir im Vertrag u.a. bestätigen, dass du keine Rechte verletzt. Wie deine Großmutter dir die Rechte einräumt, ist dabei irrelevant.
Ich durfte bereits an mehreren Anthologien teilnehmen und erlebte dabei die ganze Bandbreite von einem mehrseitigen Vertrag zwischen Autor und Herausgeber, der von beiden unterschrieben wurde, über einer kurze Erklärung, in der ich als Autorin dem Herausgeber schriftlich die Erlaubnis erteilte, meinen Beitrag in die Anthologie aufzunehmen, bis zu einem Thread in einer Facebookgruppe in dem alle Autoren ihre Teilnahme kurz bestätigten.

Die Form der Vereinbarung zwischen deiner Großmutter und dir bleibt euch überlassen. Da ihr euch sehr nahe steht, wäre also auch eine mündliche Absprache per Handschlag möglich. Empfehlen würde ich ein Schriftstück, in dem dein Großmutter in wenigen Sätzen dir die Erlaubnis zur Veröffentlichung erteilt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Gruß,
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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