selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

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Nicolas Fayé
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Re:

von Nicolas Fayé (03.05.2017, 09:30)
Monika K. hat geschrieben:
B ... jedoch eloquent vorgetragen wird ...

Gruß,
Monika


Ich liebe solche satirischen, besser ironischen, Spitzen. cheezygrin cheezygrin cheezygrin
Viele Grüße von Nicolas

Geduld ist eine Tugend
http://www.romanzeit.de
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Eloquenia
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Eloquenia (05.05.2017, 12:07)
Hier wird das Self-Publishing mit dem Novum Verlag verglichen und aufgeführt was enthalten ist und was es kostet: http://www.buchautor-werden.de/verlag/

Selbst wenn jetzt Kritik kommt, die Preise seien beim Self-Publishing überzogen und man würde dennoch günstiger wegkommen, zahlt man ja letztendlich doch auch etwas dafür. Wer nicht gerade einen Lektor in der Familie oder im Freundeskreis hat der muss den auch bezahlen, auf Dauer wird man niemanden finden der es für alle um sonst macht. Von irgendwas muss der Lektor ja auch leben.

Ein Argument was für mich gegen Selbstveröffentlichung spricht ist, dass man beim DKZV Dienstleistungen erhält.
Nur weil es Druckkostenzuschuss heißt, heißt das ja nicht, dass man da nur den Druck bezahlt, das könnte ja auch jede Druckerei. Die Dienstleistungen die man erhält werden außen vor gelassen. Die bekommt man aber auch nicht gratis dazu nur weil man den Druck bezahlt, vielmehr zahlt man doch für die Hilfestellung die man bekommt und weniger für den Druck selbst. Niemand bietet die Dienstleistung gratis an und wenn man eben Hilfestellungen benötigt dann muss man dafür zahlen. Das ist beim Self-Publishing genauso, wenn ich etwas brauche muss ich mich darum kümmern. Bei einem DKZV oder zumindest über den hier geredet wird, hat man alles unter einem Dach und man muss sich nicht darum kümmern.

Wenn ich mir einen Tisch selbst baue dann brauche ich Holz, das kann ich entweder selbst aus dem Wald holen oder ich kaufe es mir. Danach mache ich einen Tisch daraus mit meinen eigenen Händen.
Ich kann aber auch einen Tischler dafür bezahlen, kostet aber mehr. Nicht weil das Holz nicht genau das gleiche wäre sondern weil ich für die Dienstleistung, also seine Arbeit bzw. Zeit, etwas bezahlen muss.
Baue ich den Tisch selbst rechnet ja keiner seine Arbeit und Zeit mit ein, der Tischler macht das aber schon.

Hoffe das Beispiel hilft jetzt beim Verständnis worauf ich hinaus will und ist nicht zu eloquent ausgedrückt.

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Monika K.
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Monika K. (05.05.2017, 13:50)
Ich kann mir vorstellen, dass die automatische "Literaturpreis-Nominierung" ein wichtiges Argument für einen DKZV ist.

Auf Facebook findet man viele gute Dienstleister, die für relativ wenig Geld gute Arbeit machen. Deshalb bin ich tatsächlich der Ansicht, dass die Preise in der Selfpublisher-Spalte eher die Obergrenze darstellen.

Er war dann aber ehrlich gesagt mit der Betreuung sehr zufrieden und sein Buch hat sich auch einigermaßen gut verkauft, mir hat er zumindest berichtet er hat die Kosten wieder herinnen.

Da würde mich dann doch interessieren, wie er es schaffte, diese horrenden Kosten "wieder herinnen" zu haben. "Einigermaßen gut verkauft" reicht da eigentlich nicht, aber das ist natürlich eine Frage der Definition. Aber vielleicht meldet sich dieser Gartennachbar ja auch noch hier im Forum an, um sich an dieser Diskussion zu beteiligen.

Gruß,
Monika
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sommerwind
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von sommerwind (05.05.2017, 20:51)
Die Beratung aus der Ferne ist etwas, das ein Internet-Forum von Natur aus mit sich bringt. Wer sich daran stört, sollte Foren vielleicht besser meiden und stattdessen die Nachbarn beraten.

Und beides hat etwas für sich, oder? Und Beratung durch Freunde und Verwandte und das Einholen von Informationen im Internet schließen sich ja glücklicherweise nicht gegenseitig aus :)

Wer nicht gerade einen Lektor in der Familie oder im Freundeskreis hat der muss den auch bezahlen

Das haben solche Menschen besonders gern, wenn die Liebsten da irgendein Anliegen haben. Mein Freund schraubt hobbymäßig an Autos. An seinen Autos. Wenn da jeder aus der Familie oder dem Freundeskreis käme, könnte er seinen eigentlichen Job gleich kündigen :D Auch Dienstleistungen haben ihren Wert und sollten auch anständig vergütet werden. Egal, ob es nun um's Lektorieren, Übersetzungen oder was auch immer geht.

Das ist beim Self-Publishing genauso, wenn ich etwas brauche muss ich mich darum kümmern. Bei einem DKZV oder zumindest über den hier geredet wird, hat man alles unter einem Dach und man muss sich nicht darum kümmern.

Wenn man sich schon damit abgefunden hat ein bisschen was in die Veröffentlichung vom eigenen Buch zu investieren, ist das sicher so. In dem Fall würde ich auch vergleichen, womit ich was die Kosten und den Aufwand angeht, am besten wegkomme.

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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Eloquenia (09.05.2017, 11:02)
Nein der Nachbar kann sich nicht mehr melden, der ist leider schon vor zwei Jahren im stolzen Alter von 92 Jahren verstorben. Internet kannte er auch nur vom Hörensagen.
Zumindest mir hat er gesagt er hat die Kosten schon wieder hereingeholt. Er war Mitglied in zig Vereinen und Verbänden, auch in unserer Gartensiedlung war er noch recht aktiv. Überall dort hat er das Buch angeboten. Glaube auch seine Enkeln haben in ein wenig geholfen, einer von denen hat glaube ich irgendwas mit Marketing zu tun.
Solange er damit zufrieden ist und es ihm das Wert war, wenn er sich freut hat es meiner Meinung nach seinen Zweck erfüllt.

Ja sehe ich ganz so wie du, das sind sicher Preise über die man diskutieren kann. Ich wollte aber darauf hinaus, dass man sieht, auch beim Self-Publishing kommen Kosten auf einen zu. Wenn man sich selbst dahinterklemmt findet man sicher für mehrere Punkt günstigere Angebote, bedarf aber dann wieder Arbeit und Zeit von der Person.

Wenn man ein Buch halbwegs professionell veröffentlichen will dann kommen Kosten auf einen zu, wenn man natürlich von einen klassischen Verlag genommen wird dann hat man viel Glück gehabt und der Idealfall ist eingetreten.
Sicher kann ich meine Geschichte auch ohne Lektor oder gar Korrektur als PDF ins Internet stellen, ich will aber keine Geschichte lesen in der auf jeder Seite mehrere Fehler sind oder Fragen nicht aufgeklärt werden, so geht es sicher vielen Menschen.

Fragen würde ich meinen Bekannten auch wenn es etwas ist was ich brauche, man revanchiert sich ja eigentlich immer, sei es mit etwas was er dann braucht oder von mir aus mit einem Essen. Solche Vorteile kann man ja nutzen, in dem speziellen Fall wird es aber wenige geben die gerade einen Lektor kennen. Gibt einfach mehr Mechaniker als Lektoraten;)

Bei der Beratung über das Internet meine ich, dass man nicht die ganze Situation kennt. Finde es ja nicht schlecht Infos einzuholen aber entscheiden sollte dann derjenige der die Frage gestellt hat auf Basis der Informationen die er eingeholt hat. Ich kann zwar versuchen auf alles einzugehen und objektive Hilfestellungen zu geben, irgendwo wird dann aber doch ein Punkt auftauchen den ich nicht bedacht habe, schlicht aus dem Grund weil ich ihn nicht kannte.

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Monika K.
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Monika K. (09.05.2017, 16:28)
Und nicht zu vergessen die Literaturpreisnominierung! Die ist sicherlich unbezahlbar.

Was ich bei der Gegenüberstellung vermisse, ist ein Autorenforum. Gibt es dort ebenfalls einen Ort, an dem man sich mit oder ohne Veröffentlichung unter einem Pseudonym anmelden, ganz offen Fragen zu schlechten Erfahrungen stellen und für die Konkurrenz Werbung machen kann?

Gruß,
Monika
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Siegfried
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Siegfried (09.05.2017, 18:49)
eloquenia hat geschrieben:
Hier wird das Self-Publishing mit dem Novum Verlag verglichen und aufgeführt was enthalten ist und was es kostet: http://www.buchautor-werden.de/verlag/

Selbst wenn jetzt Kritik kommt, die Preise seien beim Self-Publishing überzogen und man würde dennoch günstiger wegkommen, zahlt man ja letztendlich doch auch etwas dafür.


Die Preistabelle von Novum ist hochinteressant. Mich würde vor allem interessieren, woher die Preise stammen, die unter "Self Publishing" zu finden sind. Was sind z. B. die 249,- Euro für einen "persönlichen Ansprechpartner"? Da kann ich mir gar nichts vorstellen.

Ein Korrektorat von 200 Seiten für 1.053 Euro halte ich für gnadenlos übertrieben. Bei mir bekommen die Leute das Korrektorat für weniger als die Hälfte.

Ein Buchcover für 299,- Euro? Himmel, es gibt massenhaft Design-Studenten, die das für deutlich weniger machen, dafür aber froh sind, wenn sie mit ersten Produkten am Markt sind und ein persönliches Portfolio aufweisen können.

Beim Lektorat stelle ich die Frage nach der Qualität - ohne dabei den Preis heranzuziehen. Was ist beim Self Publishing der Inhalt des Lektorates und was beim Novum Verlag? Ich habe bei mir im Bücherschrank die Entstehungsgeschichte eines Romans stehen, geschrieben aus der Sicht eines Lektors. Der Autor stellt einen ersten Entwurf in Form eines Treatments vor, der Lektor gibt dazu seitenweise Kommentare, was an dem Treatment gut, was schlecht ist. Die Figuren und ihre Handlungsmotivation werden hinterfragt, ebenso das Beziehungsgeflecht zwischen den Figuren. Es gibt ein zweites, umfangreicheres Treatment und wieder die Kritik des Lektors. Dann kommt der ersten Romanentwurf und auch der wird vom Lektor auseinandergenommen. Diese Abstimmung, dieses Kritisieren läuft zwischen Autor und Lektor wie ein Ping-Pong-Spiel ab. Das nenne ich ein Lektorat. Leistet das der Novum Verlag? Oder ist das nur das übliche "hier ein wenig umformulieren, und da ein paar andere Ausdrücke wählen"? Es gibt elendig viele schlechte Lektorate, weil die sich nur auf Formulierungen fixieren, nicht auf die Gestaltung der Handlung (ein guter Lektor/eine gute Lektorin für Belletristik muss ziemlich viel Ahnung von Dramaturgie haben - ist das beim Novum Verlag gegeben?).

Was mich an der Preisaufstellung ebenfalls irritiert, sind die Einzelpositionen und der daraus resultierende Endbetrag. Der Novum Verlag muss doch auch ein Korrektorat, ein Lektorat, eine Covererstellung, den Auftritt auf Buchmessen, die Pressetexterstellung bezahlen. Warum sind diese Kosten beim Novum Verlag so viel günstiger, damit der Endpreis ca. 23 Prozent niedriger liegt als beim Self Publishing?

Der Witz in der Kostenaufstellung des Novum-Verlages ist allerdings die Position "Literaturpreis-Nominierung". Um was für einen Literaturpreis handelt es sich denn da? Der Europäische Preis für Literatur? Der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main? Der Georg Büchner Preis? Der Ingeborg Bachmann Preis? Vielleicht geht es um die automatische Einreichung des Werkes für den Literaturnobelpreis? Oder doch der hausinterne LIteraturpreis des Novum Verlags? Was nutzt mir eine Aussage in einer Liste "Literaturpreis-Nominierung", wenn nicht gesagt wird, um welchen Literaturpreis es geht?

Der letzte Punkt der Liste sind "weitere 30 inkludierte Verlagsleistungen". Was für Leistungen sind das? Welchen Nutzen habe ich als Autor von diesen 30 Verlagsleistungen?

Kurz: Diese Preisvergleichsliste ist schlicht Schmarrn! Das werden zwei Zahlen gegenübergestellt, ohne sie mit Sachinhalten zu füttern. Ich könnte auch sagen: "Self Publishing" als eigenständiger Verlag über BoD zu einem festen Preis pro Buch und Jahr (ein Großteil der angelisteten Aufgaben und Kosten wäre damit bereits abgedeckt), und was dann als Arbeit noch übrig bleibt, kostet deutlich weniger als angelistet. Statt 4.380,- Euro sind es dann vielleicht mal gerade knappe 1.000,- Euro.

Eine schöne Liste - aber cui bono?
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite // alle Preise zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN

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Monika K.
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Re:

von Monika K. (09.05.2017, 19:37)
Weißt du, Eloquenia, du investierst sehr viel Zeit in genau diesen einen Thread und empfiehlst sehr ausführlich und in immer wieder neuen Varianten einen Verlag, mit dem du selbst offensichtlich keinerlei Erfahrung gemacht hast. Findest du das nicht selbst ein wenig merkwürdig?

Meine Nachbarn geben mir auch ab und an einen Tipp. Aber den gebe ich nur weiter, wenn ich die Sache selbst ausprobiert habe und für empfehlenswert halte. Du sprichst ganz allgemein von "Dienstleistungen", bleibst aber den Beweis schuldig, dass die Qualität dieser Dienstleistungen den hohen Preis rechtfertigt. Denn du stellst ja kein konkretes Buch vor, das man sich ansehen kann, um sich selbst eine Meinung zu bilden. Was also soll man von deinem Loblied auf einen DKZV eigentlich halten? Ich kann das nicht ernst nehmen.

Was ich als ernsthaften Beitrag akzeptieren würde, wäre der eines Autors, der seinen Namen und den Titel seines Werks nennt: "Schaut her! Das ist mein Buch, das hat mich beim XY-DKZV soundsoviel Euro gekostet, in der Leseprobe könnt ihr euch von der Qualität des Lektorats überzeugen, und am grandiosen Amazon-Rang könnt ihr erkennen, dass ich keinen Verlust gemacht habe." Das wäre eine solide Grundlage für eine ernsthafte Diskussion. Alles andere nicht.

Aber hier höre ich nur ein vages Argument in immer wieder neuer Version, und auf die handfesten Argumente der Kollegen am Anfang des Threads gehst du in deinen inzwischen erstaunlich langen und erstaunlich zahlreichen Beiträgen noch immer mit keinem Wort ein. Warum? Was ist mit Judiths Artikel? Fällt dir dazu nichts ein? Ist es dir gar nicht peinlich, was damals dein ach so toller DKZV sich da geleistet hat? Und zwar in etwa zu der Zeit, als dein begeisterter Gartennachbar angeblich sein eigenes Machwerk dort veröffentlichte.

Für mich ist der Artikel ein eindeutiges Argument gegen DKZV. Denn er zeigt ganz deutlich die grottenschlechte Qualität der von dir gepriesenen Dienstleistungen. DAS bekommt jeder x-beliebige selbsternannte Lektor besser und vor allem billiger hin.

Hier noch einmal Judiths Beitrag:
Judith hat geschrieben:
Worauf ich immer wieder gern hinweise - zwar älter, aber immer noch aktuell - der Spiegel-Artikel zu DKZV.


Monika
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Siegfried
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Siegfried (10.05.2017, 10:26)
Monika K. hat geschrieben:
Was ich als ernsthaften Beitrag akzeptieren würde, wäre der eines Autors, der seinen Namen und den Titel seines Werks nennt: "Schaut her! Das ist mein Buch, das hat mich beim XY-DKZV soundsoviel Euro gekostet, in der Leseprobe könnt ihr euch von der Qualität des Lektorats überzeugen, und am grandiosen Amazon-Rang könnt ihr erkennen, dass ich keinen Verlust gemacht habe." Das wäre eine solide Grundlage für eine ernsthafte Diskussion. Alles andere nicht.


Das unterstütze ich voll und ganz.

Ein erster Schritt in diese Richtung wäre die Nennung des Buches des 92jährigen Nachbarn: Titel und ISBN.

Wie wär's?
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Eris Ado
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Eris Ado (10.05.2017, 18:21)
Siegfried hat geschrieben:

Die Preistabelle von Novum ist hochinteressant. Mich würde vor allem interessieren, woher die Preise stammen, die unter "Self Publishing" zu finden sind. Was sind z. B. die 249,- Euro für einen "persönlichen Ansprechpartner"? Da kann ich mir gar nichts vorstellen.



Das bezieht sich offensichtlich auf BoD comfort.

(Ansonsten schließe ich mich dem Wunsch an, dass das erfolgreiche Buch benannt wird.)

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Monika K.
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Monika K. (10.05.2017, 20:50)
@Siegfried thumbbup

Eris Ado hat geschrieben:
Das bezieht sich offensichtlich auf BoD comfort.

Man kann herumraten. Man kann es auch sein lassen. Zahlen und Aussagen ohne Quellenangabe sind nichts wert. Man erwartet hier offenbar, dass der Besucher der Seite diesen Vergleich schluckt, ohne die Zahlen und Fakten überprüfen zu wollen. Die Dat-isso-weil-ick-dat-sage-Attitüde ist typisch für das Marketing in dieser speziellen Branche. Frag mal in einer Autorengruppe auf Facebook nach, woran man beim Thema "Self Publishing" denkt. Da werden dir nicht nur BoD, sondern auch KDP, CreateSpace und andere Veröffentlichungsmöglichkeiten genannt. Was haben die mit den Zahlen in der Aufstellung zu tun? Woher soll der Besucher dieser Seite wissen, wer mit "Marktführer" gemeint ist? Ohne Quellenangabe ist das ein munteres Ratespielchen mit automatischem Augenwischer und kein seriöser Vergleich.

Aber ich weiß jetzt, was sich hinter den "30 inkludierten Verlagsleistungen" verbergen könnte. Der Schwippschwager der Großcousine meines angeheirateten Onkels, der dort ebenfalls veröffentlichte, hat mir beim Rasenmähen erzählt, dass damit acht Kostbarkeiten aus dem Chinarestaurant, zwanzig Gummipunkte, ein Los für die verlagsinterne Plüschhasen-Tombola und ein Hauch Goldstaub + Lupe gemeint sind. Er ist sehr zufrieden, denn die Lupe hat ihm bei der Suche nach seinen Verkaufszahlen schon gute Dienste geleistet. Allerdings war der Rasenmäher sehr laut. Möglicherweise habe ich nicht alles richtig verstanden. Ich frage morgen zur Sicherheit die Schwiegermutter des Kegelfreunds meiner Fußpflegerin und werde berichten.

Gruß,
Monika
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Eris Ado
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Eris Ado (10.05.2017, 23:54)
Monika K. hat geschrieben:
@Siegfried thumbbup

Eris Ado hat geschrieben:
Das bezieht sich offensichtlich auf BoD comfort.

Man kann herumraten. Man kann es auch sein lassen. Zahlen und Aussagen ohne Quellenangabe sind nichts wert. Man erwartet hier offenbar, dass der Besucher der Seite diesen Vergleich schluckt, ohne die Zahlen und Fakten überprüfen zu wollen.

Quellenangaben wären natürlich vorteilhaft.
Die Zahlen kann man schon überprüfen. Es besteht kein Zweifel, dass die BoD-Preise als Vergleichswert herangezogen werden.
Z.B. Cover bezieht sich auf Coversdesign Premium:
https://www.bod.de/autoren/autorenservi ... esign.html

Für Korrektorat und Lektorat muss man die Buchseiten in Normseiten umrechnen.

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Monika K.
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Monika K. (11.05.2017, 13:32)
Eris Ado hat geschrieben:
Quellenangaben wären natürlich vorteilhaft.
Die Zahlen kann man schon überprüfen. Es besteht kein Zweifel, dass die BoD-Preise als Vergleichswert herangezogen werden.

Quellenangaben sind nicht nur "vorteilhaft", sondern zwingend erforderlich, wenn man seriös arbeiten möchte. Und besteht wirklich kein Zweifel, wer mit "Marktführer unter den Self-publishern" gemeint ist? Weltweit? Europaweit? Oder nur in Österreich? Da geht das Ratespielchen doch schon los, da die Ortsangabe absichtlich oder unabsichtlich weggelassen wurde. Nein, die Besucher der Seite sollen die Zahlen gar nicht überprüfen, denn dabei würden sie ja feststellen, dass man bei anderen Anbietern die einzelnen Komponenten beliebig zusammenstellen kann. Sie würden womöglich anfangen darüber nachzudenken, ob sie wirklich ein Lektorat, ein Messepaket und einen Pressetext benötigen, wenn sie Opa Egons Memoiren oder ein ganz spezielles Fachbuch veröffentlichen wollen.

DKZV haben den Anschluss verpasst. Seit fast jeder im Internet unterwegs ist und der Austausch mit Gleichgesinnten für viele zum Alltag gehört, wird die Zielgruppe rasant kleiner und ist wahrscheinlich spätestens in 10 Jahren ausgestorben. Das Problem gibt es in vielen Branchen. Aber um da erfolgreich gegenzusteuern, muss man sich etwas Besseres einfallen lassen als solche fadenscheinigen Aktionen. Nicht BoD ist das Problem, sondern Facebook. Dort werden die entscheidenden Tipps und echte Erfahrungen ausgetauscht. Dort findet man Coverdesigner und Lektoren für jeden Geldbeutel.

Gruß,
Monika
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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Eloquenia (12.05.2017, 12:00)
Ich habe ja wohl nicht mit dem Novum Verlag angefangen, der Threadstarter fragt ja danach.
Wenn es nur erlaubt ist über den Verlag einigermaßen positiv zu sprechen wenn man selbst dort positive Erfahrungen gemacht hat, wieso ist es dann möglich den Verlag oder zumindest DKZV zu kritisieren wenn man keine negativen persönlichen Erfahrungen damit gemacht hat?
Das kommt ja dann auch nur vom Hörensagen.

Ich bin einzig und allein in diesen Thread eingestiegen weil hier nach Druckkostenzuschuss gefragt wurde und ich schon wusste, dass hier sofort jeder dagegen sein wird. Mir geht es nicht um den Verlag selbst mir geht es dabei einzig darum, dass es, auch wenn es für einige hier unvorstellbar erscheint, Menschen gibt für die es Gründe gibt zu einen DKZV zu gehen. Auch wenn ich selbst und viele andere hier diese Gründe nicht habe muss ich doch verstehen, dass es Menschen gibt auf die es zutrifft und die nicht getäuscht wurden sondern sich bewusst für diese Variante entschieden haben. Aus diesem Zweck habe ich auch ein Beispiel aus meinen Bekanntenkreis gebracht. Er hat nun mal positive Erfahrungen damit gemacht, was soll ich jetzt machen. Es ist eben nicht alles so negativ wie es hier dargestellt wird.

Ich kenne den Artikel vom Spiegel, ist ja auch schon 8 Jahre alt da ist man schon mal darüber gestolpert. Der Artikel muss ja immer herhalten wenn es um Kritik an DKZV geht. Ich kann auch einige Punkte dieser Kritik nachvollziehen, bin aber trotzdem der persönlichen Meinung, dass es Situationen gibt in dem DKZV eine Variante zur Veröffentlichung sind. Ich bin nicht in der Situation und auch die meisten andern Poster hier sind nicht in der Situation, dennoch wird es solche Menschen sicher geben. Vielleicht haben diese Menschen keine Lust es selbst zu machen, vielleicht kennen sie sich nicht aus, vielleicht trauen sie es sich auch nicht zu, etc.

Man sollte Menschen hier informieren, beim dem Punkt muss man aufpassen, hier geht es günstiger, so sollte man es machen,... anstatt ihnen gleich davon abzuraten. Wenn wir hier die Informationen bereitstellen dann wird sich der Mensch selbst für eine Lösung entscheiden können. Das ist der einzige Grund wieso ich an dieser Diskussion teilnehme.

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Re: selbstverlegen durch Druckkostenzuschuss?

von Monika K. (12.05.2017, 13:48)
Willkommen im postfaktischen Zeitalter, wo Stories über wildfremde Nachbarn mehr zählen als ein Artikel eines seriösen Nachrichtenmagazins. Auf den Link zu dem wunderbar lektorierten Buch mit den sagenhaften Verkaufszahlen warten wir noch immer.
Eloquenia hat geschrieben:
Ich kenne den Artikel vom Spiegel, ist ja auch schon 8 Jahre alt da ist man schon mal darüber gestolpert. Der Artikel muss ja immer herhalten wenn es um Kritik an DKZV geht. Ich kann auch einige Punkte dieser Kritik nachvollziehen, bin aber trotzdem der persönlichen Meinung, dass es Situationen gibt in dem DKZV eine Variante zur Veröffentlichung sind.

Nein, ich kenne niemanden, der sich in der Situation befindet, für ein Lektorat bezahlen zu wollen, das gar nicht durchgeführt wird. Der Spiegelartikel ist 8 Jahre alt und stammt aus demselben Jahr, in dem dein Gartennachbar angeblich sein Buch veröffentlichte. Denn der war nach deinen Angaben bei der Veröffentlichung 86 und starb vor zwei Jahren mit 92. cheezygrin

Ich steige aus dem Thread aus, weil mir meine Zeit zu schade ist. Wer aufgrund dieses Threads tatsächlich zu diesem Verlag geht, hat es nicht besser verdient.

Gruß,
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