realistischer Verkaufspreis ?

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AF Verlag

Re:

von AF Verlag (15.02.2008, 09:02)
Natürlich haben auch BoD Autoren die Möglichkeit bei einem "normalen" Verlag unterzukommen. Bestes Beispiel Jobst Schlennstedt, der beim Emons Verlag seinen neuen (dritten) Krimi publiziert.
Es funktioniert also, warum auch nicht? Auch bei mir sind bereits zwei ehemalige BoD Autoren, Rainer J. Hocher und Markus Fifka, die im Übrigen auch am Literatur-Feder Magazin mitwirken.

Jens

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Amos
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Re:

von Amos (15.02.2008, 19:22)
Tja hwg, was haben die Autoren gemacht,vor dem Zeitalter Internet.
Bücher gab es immer, aber sicher nicht die Menge die heute jedes Jahr auf den Markt kommt, weltweit.
Autoren waren und sind heute noch Künstler.
Künstler haben schon immer die Aufgabe gehabt, ihre Liebe zu der von ihnen vertretene Kunst, die sie sich auch zum Lebenserwerb und Lebenszweck ausgesucht haben, selber zu vermarkten.
Das funktionierte ehemals genauso wie heute.
Manche haben das Quentchen Glück abbekommen, andere weniger.
Heute, wie ehedem ist die Anzahl der schreibenden Autoren größer, als die Anzahl der Autoren, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können.
By the way, heute in der Stadtbücherei lag ein Buch auf dem Tisch,
Ehrlich von Mark Medlock von Pendo - Verlag. soweit ich das mal eben lesen konnte , irgendein Fuzzy aus DSDS. man muß wohl nur schräg genug sein und schon greift ein Verlag zu.
Soweit möchte ich es dann persönlich nicht kommen lassen und verdiene meine Brötchen lieber mit noch anderen Sachen.
Bücher schreiben ist für mich eine Werbemaßnahme für meinen eigentlichen Brotberuf: Märchenerzähler und systemischer Organisationsberater.
Da verkaufe ich auch ganz gut.
Also an alle, Kopf hoch, wird schon
Gruß Amos
Das aktuelle Buch: Die bösen Tage sind vorbei Planungshilfen für den beruflichen Erfolg.
ISBN 3-8334-4103-8
www.amos-ruwwe.de

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (15.02.2008, 21:11)
AF Verlag hat geschrieben:
Natürlich haben auch BoD Autoren die Möglichkeit bei einem "normalen" Verlag unterzukommen. Bestes Beispiel Jobst Schlennstedt, der beim Emons Verlag seinen neuen (dritten) Krimi publiziert.
Es funktioniert also, warum auch nicht? Auch bei mir sind bereits zwei ehemalige BoD Autoren, Rainer J. Hocher und Markus Fifka,


Was meinst Du mit "bestes Beispiel"?

Es gibt durchaus BoD-Autoren, die zu großen Verlagen gekommen sind, z.B. Roman Rausch mit seinen Krimis zu Rowohlt oder Gerd Scherm (meinereiner) zu Heyne.

Ok, wir sind beide BoD-AutorenAward-Gewinner, das hilft auch ein bisschen. Aber ich war vorher nicht bei irgendwelchen TV-Sendern oder in der Journalie als Sprungbrett. Alles ist über meine Literatur gelaufen ...

Aber man muss dann nicht automatisch "ehemaliger" BoD-Autor sein. Es gibt immer noch Projekte, die man lieber selbst macht. Oder je nach Kategorie bei kleineren Verlagen.

julia07
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Re:

von julia07 (15.02.2008, 21:21)
Du sprichst mir aus der Seele, Gerd!
Diese Pauschalverallgemeinerungen sind wenig hilfreich. Letztendlich kommt es darauf an, wie weit sich jeder Autor/jede Autorin selbst aus dem Fenster lehnt.
Ohne Fleiß kein Preis! thumbbup

LG,
Julia

robertmey
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geiz ist geil

von robertmey (15.02.2008, 21:29)
also ich würde ja auf leser verzichten, wleche geiz ist geil ihr motto nennen. mein buch "Dummer weis(s)er Deutscher" hat 212 Seiten und kostet 14,95€. Jemand der wirklich Interesse an dem Buch hat der kauft dieses auch.Man muss den Leuten nur das Gefühl geben ein gutes Werk zu kaufen. Bücher für unter 10 Euro sind am Ende nämlich auch nichts wert.Die Masse macht es nicht. Machen wir Kunst oder machen wir Massenmarktware? Ich jedenfalls ersteres und habe dennoch bereits 200 Exemplare umgesetzt.
"Dummer weis(s)er Deutscher"! das Buch von Nachwuchsautor Robert Meyer Jetzt bei allen bekannten Onlinebuchhändlern verfügbar! ISBN:3837011119; 212 Seiten; Paperback; Preis: 14,95€

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Seshmosis
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Re: geiz ist geil

von Seshmosis (15.02.2008, 21:41)
robertmey hat geschrieben:
Jemand der wirklich Interesse an dem Buch hat der kauft dieses auch.Man muss den Leuten nur das Gefühl geben ein gutes Werk zu kaufen. Bücher für unter 10 Euro sind am Ende nämlich auch nichts wert.Die Masse macht es nicht.


Warum immer die Kartoffeln mit dem Presslufthammer ausgraben?
Warum so absolut, so pauschal?
Mein Roman "Der Nomadengott" bei BoD hatte in der ersten Version 308 Seiten und kostete 18,- Euro. Ganz schön happig, dennoch habe ich über 1200 Exemplare verkauft. Jetzt beim Heyne Verlag kostet er bei 300 Seiten nur noch 6,95 Euro und verkauft sich noch mehr (Tausende).
Ist der Roman jetzt keine Kunst mehr, sondern Massenware? Nach Deiner Argumentation ist er jetzt nichts mehr wert. Das bezweifle ich.

Und noch etwas Robert: Hinter einem Punkt kommt immer ein Leerzeichen. Macht Bücher nicht teurer, sieht aber besser aus.

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PvO
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Re:

von PvO (16.02.2008, 09:47)
Habe selten so einen Schwachsinn gelesen, wie Robert ihn gepostet hat.
offtopic:

hwg
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Re:

von hwg (16.02.2008, 10:01)
Ohne Fleiß kein Preis. Stimmt. Aber für mich als Autor bedeutet Fleiß eifrig schreiben. Alles andere überlass ich den Werbe- und Verkaufsprofis im Verlag.

Künstler haben sich (immer?) selber vermarktet. Ja, aber meistens mit
Unterstützung durch Gönner und Galeristen.

Ich bewundere ja die Fähigkeiten mancher Kolleg(inn)en, alles selber machen zu wollen. Etliche können das auch sehr gut, wie ich sehe. Meine Absicht ist es - ganz nach dem Motto 'Schuster bleib bei deinem Leisten' - nicht, dazu fehlt mir die Genialität :lol: .

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (16.02.2008, 10:18)
hwg (Moderator) hat geschrieben:
Aber für mich als Autor bedeutet Fleiß eifrig schreiben. Alles andere überlass ich den Werbe- und Verkaufsprofis im Verlag.


Schön für Dich.
Doch sogar bei meinen Heyne-Büchern bringe ich selbst den A... hoch, weil ohne Mitwirkung des Autors nur für die Toptitel der großen Verlage etwas läuft.

Außerdem:
Schau doch bitte mal auf den Header dieser Seite, wo Du hier bist!
Dies ist ein Forum für Autoren, die schwerpunktmäßig bei Books on Demand Anbietern publizieren (wollen). Die haben weder Verlag, noch Werbe- und Verkaufsprofis.

Tja! Auch Moderatoren verlieren manchmal die Orientierung... :lol:

hwg
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Re:

von hwg (16.02.2008, 10:33)
Bei der Fülle von Beiträgen kommt es manchmal tatsächlich zu einem Orientierungsverlust. :lol:
Dass ich kein BoD-Autor bin, ist dürfte mittlerweile bekannt sein. Trotzdem hat mich Heiner dazu eingeladen, hier als Moderator tätig zu werden.
Das hindert mich jedoch nicht daran, meine Meinung zu äußern.
Einverstanden Shesmosis? :wink:

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (16.02.2008, 11:02)
Das hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun und auch nichts mit meinem Einverständnis, das kein Mensch weder hier noch anderswo braucht.

Es hat mit "Gespür" zu tun, mit wem man es zu tun hat. Wenn ich in einem Forum zu 95 % von BoD-Autoren umgeben bin und dann (sinngemäß) sage, "ich konzentriere mich aufs Schreiben, die Werbung überlasse ich den Profis meines Verlags", so hat das für mich einen leicht überheblichen Zug.
Der normale "BoD-Autor" hat eben nicht Deine Möglichkeiten und muss sich selbst den A... aufreißen, um seine Bücher zu verkaufen, Rezensionen zu bekommen, Lesungen organisieren um bekannter zu werden.


Wie schon andernorts gesagt, publiziere ich auf vielfältige Weise:
phantastische Romane im Heyne Verlag (der dritte ist gerade im Lektorat);
Lyrik im österreichischen bibliophilen Verlag "Freipresse";
ein esoterisches Jugendbuch bei einem esoterischen Verlag;
zwei Bücher (Erzählungen und Satiren) bei BoD, weil ich die am besten selbst vermarkten kann;
Auftragsarbeiten dort, wo der Auftraggeber publiziert.

Ich widerspreche (Achtung: Meine Meinung!) nur heftig, dass ein "Verlags-Autor" sich ausschließlich aufs Schreiben konzentrieren kann und sollte.
Lesungen, Präsentationstermine, Interviews - das alles gehört auch dazu.
Sonst kann es schnell passieren, dass der Verlag wegen Passivität des Autors nicht mehr mitspielt und sich weigert, weitere Werbe- und Produktions-Euronen für ihn auszugeben.

hwg
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Re:

von hwg (16.02.2008, 11:25)
@ Seshmosis: Einverstanden. Ich habe seit Jahrzehnten mit Autoren (auch von BoD-Produktionen), Eigenverlegern und herkömmlichen Verlagen zu tun.

Meine Sympathie gilt den Mutigen, die a l l e s selber machen. Übrigens, Kompliment zu Deiner Homepage!

Mich stört manchmal nur, wenn BoD-Autoren jenen Kollegen, die in einem herkömmlichen Verlag veröffentlichen, mit jener "leichten" Überheblichkeit entgegentreten, die Du mir hier vorwirfst.

Dass ich nicht selber für mich bzw. meine Veröffentlichungen werbe, ist mit dem Verlag abgesprochen. Du brauchst Dir also keine Sorgen um meine Autorentätigkeit zu machen. :lol:

Rauchen wir die Friedenspfeife? (Hoffentlich bist Du nicht auch so ein Tabakraucherhasser :lol: !)

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Seshmosis
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Re:

von Seshmosis (16.02.2008, 11:50)
Rauchen wir die Friedenspfeife?


Einverstanden. Auch wenn es nie Krieg zwischen uns gab. thumbbup
Aber so ein Pfeifchen in Ehren ...

Danke für das Kompliment für meine HP. Da habe ich mir professionelle Hilfe geholt, weil ich es nicht mehr schaffte, mich in diesem Bereich immer auf den aktuellen Stand zu bringen.

Glücklicherweise habe ich als freischaffender Autor sehr viel zu tun.

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (16.02.2008, 11:52)
@ hwg und seshmosis:
Ich denke, die Mischung machts. Hwg ist ein alter Hase cheezygrin, der ohnehin viel schreibt und dadurch stetig im kollektiven Bewustsein der lesenden Gemeinschaft vertreten ist. Er wird sich seine Stammleserschaft bereits erworben haben und kann es demnach etwas ruhiger angehen lassen. Aber er verdient mit dem Schreiben ja seinen Lebensunterhalt und dadurch macht er wahrscheinlich mehr Werbung für sich, als ihm bewusst ist. Okay, ich weiß nicht, bei welchen Verlagen er ist, aber wenn es mit denen so abgesprochen ist, dass er keine Werbung machen braucht, umso besser. Aber wie gesagt, hwg hat bereits einen Namen und da ist der Eigenwerbeaufwand sicherlich etwas niedriger.
Wenn wir von Bod (Norderstedt) reden ist die andere Seite auch klar. Ohne Eigenwerbung geht gar nichts. Eher unbekanntere Autoren müssen viel Werbung machen, auch die, die bei großen Verlagen sind - so wie du, Seshmosis. Wenn du den Nerv und die Coolnes hast, für dich zu werben, umso besser. Viele können das eben nicht. Viele fühlen sich unwohl dabei, ihre eigenen Werke anzupreisen - die Gründe dafür sind sicher mannigfaltig.

Es gibt immer zwei Seiten ... und warum sollte hwg nicht seine Meinung und seine Sichtweise darlegen, auch wenn er kein Bodautor ist. Wie gesagt, ich denke, das Optimum ist eine Mischung aus Werbung seitens des Verlages und seitens des Autoren.
Andererseits: Wenn du könntest und dürftest, lieber hwg - was meinst du, wievile Bücher du mehr verkaufen würdest, wenn du Werbung machen würdest? blink3 cheezygrin

Gruß
Hakket

hwg
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Re:

von hwg (16.02.2008, 18:56)
Hallo Hakket!

Du hast es richtig formuliert. Ich gehöre zu jenen, die für sich selber ungern werben würden. Außerdem bekomme ich für meine gedruckten und gebundenen Veröffentlichungen ein Einmalhonorar, so daß ich mit dem Absatz der Exemplare nichts zu tun habe. Das Risiko (falls es eines sein sollte :lol: ) trägt der Verlag. Und der scheint mit mir und dem Umsatz zufrieden zu sein.

Bei jenen Texten, die unter meinem bürgerlichen Namen erscheinen, handelt es sich (mit einer Ausnahme, damals ist auf Grund zweier erster Preise bei einem Literaturwettbewerb, an dem ich gar nicht teilgenommen habe - aber das ist eine kuriose Angelegenheit gewesen, ein Verlagsvertrag der "Lohn" gewesen) um Veröffentlichungen in Zeitschriften.

Hin und wieder werde ich zu Lesungen eingeladen. In letzter Zeit allerdings etwas seltener, offenbar bin ich den Veranstaltern zu kostspielig. :lol: Ein Berufsautor hat nichts herzuschenken cheezygrin , obwohl ich politisch gesehen zu den Antikapitalisten gehöre. Aber mein tägliches Brot und etwas mehr benötige ich schon... :lol:

Die Teilnahme im Pool geschieht allerdings aus Freude am Kennenlernen von Kolleg(inn)en und am Diskutieren. Außerdem sammelt man hier auch neue Erkenntnisse!

Gruß Hans

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