1. Kapitel

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Marv
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1. Kapitel

von Marv (03.12.2018, 20:37)
Hallo liebe BoD-Community,

ich versuche mich etwas im Schreiben und habe nun seid längerem Zeitraum an einer Ausarbeitung einer Story gearbeitet und bereits ein paar Kapitel geschrieben. Hier möchte ich um euer Feedback bitten.

Ich habe euch hier die ersten Seiten des ersten Kapitels. Viel Erfahrung im Schreiben habe ich nicht, dennoch möchte ich dies mit euch teilen. Es ist vielleicht auch erstmal etwas viel zu lesen, aber es sei jedem gedankt, der es sich ganz durchliest und seine ehrlichen Gedanken teilt.

Zur Info das Buch trägt den Arbeitstitel: "Shawn erinnert sich" und das hier präsentierte sind die ersten 10 Seiten.








Das Leben birgt Tücken. Die es zu umschiffen, zu überwinden oder durchzuhalten gilt. In meinem Fall war es wohl zuerst eine Kombination aus dem Ersten und Dritten und einige Zeit später, gefolgt vom Zweiten.
Mein Leben war wie ein verwirrtes, unglückliches Glühwürmchen, das vor Licht angezogen, in die Flammen alltäglicher Grausamkeiten fliegt, die sich Realität nennt. Ich könnte mir jetzt einreden, dass alles nicht so passiert ist, doch meine Taten bleiben bestehen.
Das weiß ich zwar schon lange, aber ich wünsche es mir heute mehr denn je wieder zurück. Ich möchte schlafen.
So lange bis ich alles vergessen habe.
Damit ich von neu anfangen kann. So wie schon einmal.
Kaum vorzustellen, doch im Nachhinein ist alles bloß eine traurig vorherbestimmte Wahrheit gewesen, die ich zu erahnen nicht vermag und heute zu glauben nicht verspür.
Ich führte im wahrsten Sinne des Wortes, ein Leben im Schatten meiner selbst.
Dabei gab es eine Zeit für mich in der ich dachte alles würde anders kommen und es sah sogar danach aus, doch heute wurde ich niederschmetternd eines besseren belehrt.
Welch kühner Irrglaube erfasste mich, um tatsächlich zu glauben, dass das Leben für mich noch ein Ass im Ärmel versteckt hält?
Die wohl höchste Form von Ironie begrub mich unter schweren Felsen aus Wut und Hass. Ob Ich das verdient hab kann und will ich nicht beantworten.
Zum einen steht es mir nicht zu und zum anderen ist es mir mittlerweile auch völlig egal, denn ich kann die jetzige Situation sowieso nicht ändern.
Einst sagte man mir: „Nur ein selbst geschätztes Leben, könne zu einem glücklichen Leben führen.“
Nach diesem Gedanken versuchte ich mich zu richten, doch Tatsache ist, dass ich kläglich versagt habe, denn rückblickend hatte ich für mein eigenes Leben nicht wirklich viel übrig.
Jetzt schätze ich mein Leben. Jetzt wo es zu spät ist und es keinen mehr interessiert, nicht wahr?
Eine Hälfte von mir möchte herzhaft darüber lachen, weil es eigentlich viel zu lustig ist und die andere möchte laut weinen, um den Schmerz zu vergessen. Doch ich sitze hier, weder lachend noch weinend. Ich schaffe es gar nicht.
Meine Gefühle sind wie abgeschaltet.
Gleichgültigkeit macht sich in mir breit.
Und durch dieses emotionale Konstrukt, das einem schäbigen Kartenhaus gleicht, erkenne ich erstmals seit langem wer ich bin.


Ich bin Tylor Rayleigh, 45 Jahre alt und hier beginnt meine Geschichte.
Ich wohne in Las Vegas und naja was soll ich sagen, ich kann mich nicht beschweren. Eine nette Suite und eine hübsche Frau, eine Yacht und viel Geld.
Sie müssen wissen, dass ich mein Geld mit Glücksspielen verdiene, wobei man den Begriff Glück hier weit dehnen kann. Mit den richtigen Voraussetzungen ist kein Spiel ein Glücksspiel. Seit Jahren hab ich mich nun auf Texas Hold‘em Poker spezialisiert, ein Spiel das es in wirklich jedem Casino in dieser Stadt gibt.
In den letzten zwei Jahren habe ich über 100 Millionen Dollar gemacht, aber wenn Sie jetzt denken ich wäre einfach nur gut in diesem Spiel muss ich sie leider enttäuschen.
Nur gut in diesem Spiel zu sein reichte mir nie.
Irgendwann stand ich an dem Punkt, an dem ich mir keine neuen Strategien ausdenken wollte. Es war nur ein kurzer Gedanke der mich beruflich zu dem machte was ich heute bin.
Ein Halsabschneider, Betrüger, Manipulierer, Trickser oder hier bitte ein passendes Synonym einfügen.
Ja ich gebe es zu, ich bin höchstwahrscheinlich kein Ehrenmann.
Ich beute Casinos und deren Spieler aus und das ist keine ehrliche Arbeit. Schade eigentlich.
Man könnte mich durch aus als einen Kriminellen abstempeln, doch ich zeige in meiner gesellschaftlichen Rolle auch mehr Güte und Hilfe als andere Bürger. Zum Beispiel spendete ich bereits mehrere Millionen an gemeinnützige Vereine, einfach weil ich es kann. Außerdem bin ich Blutspender und wenn ich mich recht entsinne, habe ich letzte Woche einem frierenden, hungernden Obdachlosen ein Happy Meal gekauft.
Mein einziges Problem mit der Großzügigkeit bestand darin, dass ich meist nie die Ressourcen zur Verfügung hatte ohne mich selbst in den Ruin zu treiben, doch mittlerweile spende ich ab und zu einen kleinen Betrag.
Ich weiß schon gar nicht mehr, wem ich alles etwas gespendet habe, denn meistens suche ich nur kurz nach dem erst besten Verein und spende darauf los was das Zeug hält.
Und es wird ja wohl keine schlimme Sache sein, wenn die Schwindeleien als Nebeneffekt dazu dienen, krebskranken Kindern zu helfen, dritte Welt Länder zu ernähren und Babyrobben vor dem Ertrinken zu retten.
Ich hätte damit eventuell nicht angefangen, wenn es schwieriger wäre, aber hier und da ein Schwindel und eher man sich versieht, schwimmt man bereits im Geld.
Doch diesen Erfolg möchte ich nicht mir alleine zuschreiben, sondern auch meinen Crewmitgliedern Tucker, Dexter und Otis.
Zu viert hatten wir schon einige Casinos erleichtert und wir waren wirklich gut.
Doch wir sind auch gut darin nach mehr zu schreien, was uns zum heutigen Tag führt. Unsern bisher größten Fischzug.
Wir gingen dabei vor wie immer. Nach Schema F.


Otis ist unser man für die örtliche Spionage, denn bevor irgendwas überhaupt losgehen konnte, mussten wir uns ein Bild von den räumlichen Begebenheiten machen und sämtliche Kameras lokalisieren.
Dann begaben wir uns, getarnt als gewöhnliche Spieler, in das Casino, aber nicht etwa alle auf einmal.
Eine essentielle Voraussetzung bei unserem Plan ist es bisher immer gewesen, dass man nicht weiß, dass wir vier uns kennen.
Zuerst ging Dexter hinein. Er spielte ganz normal am Roulettetisch.
Setzte seinen Einsatz, hoffte zu gewinnen, aber geht ansonsten keine Risiken ein. Als nächster betritt Otis das Etablissement und setzt sich für einen Drink an die Bar. Er beobachtete die Leute, die Wachen, einfach alles.
Sein Observationstalent beschränkte sich nicht etwa auf Kameras, denn uns allen kam es so vor als hätte man ihm eine 360 Grad Kamera eingeführt und mit einem Hochleistungschip in seinem Gehirn verbunden, sondern vielmehr, so sagt er auch von sich selbst, liege sein Talent darin unerkannt Leute zu beschatten.
Nachdem die Eule ihr Nest fand, so lautete der Codename für Otis, versuchte meine Wenigkeit sein Glück am Black Jack Tisch und Tucker spielte Poker. Bevor jedem Eintreffen hatten wir ein Zeitfenster abgemacht, um nicht in Verbindung gebracht zu werden.
Wir spielten fröhlich weiter, wechselten hier und da den Tisch, bis einer nach dem anderen den Weg zum Pokertisch Nummer 4, am rechten Rand des Raumes, fand. Der Tisch den wir vorher für das Vorhaben auswählten.
Tucker, Dexter und ich saßen nun mit vier weiteren Spielern am Tisch und spielten Poker.
Jetzt konnte der eigentliche Schachzug beginnen, nachdem das vorherige Spielen nur zu unserer Tarnung beitrug.
Alles hatten wir geplant, wie wir vorgehen, wie viele Spieler außer uns am Tisch sitzen und deren mögliche Spielzüge.
Außerdem hatten wir uns in der Planung verschiedene Fingerzeichen, Gestik und Mimik definiert, um uns ohne absprechen abzusprechen, ob wir gerade bluffen, erhöhen und was wir für Karten haben.
Dadurch sind wir richtige Meister der unterschwelligen Botschaften geworden.
Zu dritt hatten die anderen Einzelkämpfer natürlich keine Chance und es flog einer nach dem anderen raus, während sich unsere Chips weiter stapelten.
Ich bin kein Fan von zu großen Risiken, also war eine weitere Tarnmaßnahme, dass einer von uns dreien auch sein Geld an einen der anderen verliert, sofern nur noch zwei andere Spieler im Spiel sind.
Das machte kein Unterschied, denn das Geld würde sowieso später aufgeteilt werden. Dexter übernahm dies und setzte sein ganzes Geld mit einem Zweierpaar auf der Hand, nachdem er das Zeichen an mich und Tucker gab.
Selbstverständlich verlor er und der Pot ging an mich.
So wie Dexter eben war, spielte er den wütenden Millionär, warf seine Karten weg und ging schon mal hinaus.
Der Big Blind war nun bei 500.000 Dollar und als nur noch ich und Tucker übrig waren, gaben wir uns das Zeichen für ein schnelles Ende, denn Otis sagte uns per Kopfhörer, dass das Personal im Pokerbereich immer mehr wird.
Sie sind wohl schon etwas stutzig geworden.
Wir erhöhten also gegenseitig unsere Einsätze und bescheiden wie ich war, überließ ich Tucker den Vortritt und er wurde der Gewinner der Pokerrunde.
Da es nun wirklich schnell gehen musste, sprangen wir beide auf ohne eine Reaktion zu zeigen und sammelten Tuckers Chips zusammen ein und rannten los.
Kurz vor der Tür kam Otis zu uns mit einem Blick der nichts Gutes verhieß.
Wenn ich raten müsste würde ich seinem Blick nach zu urteilen sagen, dass uns entweder die Wachen auf der Spur sind oder ein drei mal vier hoher Riese mit einem Totschläger.
Spoilerwarnung! Es war das Wachpersonal.
Draußen angekommen sprinteten wir los, doch vor uns hatten es sich bereits mehrere Polizisten bequem gemacht.
Die scheiß Leute aus dem Casino hatten demnach schon die Polizei gerufen.
Uns blieb keine Wahl wir mussten uns stellen.
Es gab nichts mehr was wir tun konnten.
Ich hob meine Hände hinter den Kopf und kniete mich hin, so wie von mir befohlen. Tucker ließ den Sack mit den Chips fallen und die meisten davon verteilten sich auf der Straße vor die Füße der Polizei.
Verdammte Idioten, was mussten die jetzt schon da sein.
Das sollte unser größter Beutezug werden.
Danach hätten wir auch bestimmt aufgehört. Also vermutlich. Für eine längere Zeit. Bis wir wieder Lust drauf hätten.
Sie kamen uns, mit der Pistole gezückt, näher und schrien uns an.
Was soll das eigentlich? Ich würde behaupten, dass ich einen Mann aus viereinhalb Metern Entfernung problemlos verstehen kann, doch deren Vorstellungen nach sind wohl alle Kriminellen taube Dummköpfe, die nicht wissen wann sie verloren haben.
Was sollten wir noch groß machen? Über 10 Polzisten gegen uns drei?
Mir kam der Gedanke, dass wir uns gar nicht so unterschiedlich sind.
Meine Idee war es mit mehreren Leuten an einem Pokertisch die Leute abzuziehen und die Idee der Polizei war es mit mehreren Leuten uns abzuziehen.
Naja egal, aus dieser Situation kamen wir nun sowieso nicht mehr raus. Nur gut das es wenigstens nicht auch noch Dexter traf.
Der war ja schon vorher aus dem Casino gegangen und hoffentlich weit weg von hier.
Der nette Angestellte deines Freund und Helfers, nahm meine Hände, legte mir Handschellen an, drückte mir seine P99 an den Kopf, damit ich ja kein scheiß mache und ging mit mir zügig in Richtung Polizeiauto.
Zwei andere Polizisten übernahmen Tucker und Otis.
„Scheiße gelaufen“, erklärte ich den beiden kurz bevor wir alle abtransportiert wurden.
Im Auto sitzend zog das Leben, wie kurz vorm sterben, an mir vorbei, als ich aus dem Fenster schaute.
Auch meine Zukunft, die nun sehr berechenbar schien, konnte ich sehen.
Doch auch etwas anderes konnte ich sehen. Ich sah Dexter.
Was zum Teufel machte er hier? Wieso ist er nicht schon lange weg?
Verdammt das hatten wir so nicht geplant.
Von einer Ecke aus hatte er uns beobachtet, doch was hatte er vor?
Wir waren noch nicht losgefahren, denn das Diebesgut musste noch aufgesammelt werden.
Vier Polizisten nahmen sich derer an und knieten sich auf den Boden, um die Chips in den Sack zu verstauen.
Dexter der sich das ganze angeschaut hatte lief den Cops, mit gesenktem Kopf, entgegen. Als er nicht mehr weit entfernt war, rannte er mit entschlossenem Blick auf einen Polizisten zu, der sich gerade mit Chips aufsammeln beschäftigt hatte, nahm seine Waffe von hinten und erschoss ihn mit einem Kopfschuss.
Er flog vorwärts auf die Chips und das Blut überströmte den ganzen Boden.
Dexter schien wirklich ein tauber Dummkopf zu sein, dass ihm so etwas abgrundtief gehirnamputiertes einfällt, doch bei ihm war wohl eine Sicherung durchgebrannt.
Er machte kein Halt und erschoss in dem Getümmel noch die anderen drei die dort knieten, bis er zu mir an die Autotür kam.
Er rüttelte am Griff und wollte die Tür öffnen, doch er war so hektisch und ungeschickt, dass er es nicht schaffte.
Viel mehr hat er versucht panisch den Lack an der Tür abzukratzen, als die Tür zu öffnen, glaubte ich.
Die übrigen sechs Polizisten verschanzten sich hinter den Autos, in denen Otis und Tucker saßen. Ist ja auch kein Problem, wenn jemand auf die Polizisten schießt, dann möglicherweise auch auf das Auto, damit noch jemand von uns getroffen wird. Geübte Schützen waren wir nämlich alle nicht.
Die ersten vier hatte der Holzkopf aus nächste Nähe erschossen.
Doch jetzt waren die Polizisten dran und als sie ihn im Visier hatten, machte es nur piep, piep, piep….
Das piepende Geräusch hallte noch etwas in meinem Kopf nach, als Dexter mehrere Male getroffen, an meine Autotürscheibe flog und auf den Boden zusammenklappte. Das Glas war nun tiefrot verschmiert.
Auf den am Boden liegenden Dexter schossen sie erneut ein.
Waren wohl echt angepisst darüber, dass er ihre Kollegen getötet hatte.
Erneut erklang das Piepende Geräusch.
Piep, piep, piep….
Ich kenne das Geräusch. Wo hab ich das schon mal gehört?


Ach ja von meiner Arbeit.
Ich sitze an der Kasse des Supermarktes, indem ich schon seit längerem arbeite.
Ich ziehe Lebensmittel, Drogerieprodukte und Tiernahrung über den Scanner und es macht piep, bei jedem Artikel.
In diesem Tagtraum hatte ich mich wohl komplett verloren.
Ich schaue auf und eine ältere Kundin, die vor mir steht, sagt genervt:
„Wie oft möchten Sie die Gurke noch einscannen?“.
„Verzeihen Sie bitte. Ich werde es stornieren“, erklärte ich ihr.
Als sie bezahlt murmelt sie noch etwas vor sich hin und geht langsam aus dem Laden. Das war zum Glück erstmal der letzte Kunde. Ich hole tief Luft. So realistisch waren meine Tagträume noch nie.
Es ist Nachmittag und ich habe schon mehrere Stunden gearbeitet.
Kein Wunder das mein Gehirn aus dieser miserablen Lage ein Fluchtversuch versucht.
Diese Pein jeden Tag in diese unheiligen Hallen zu schlendern und auf guten, zuvorkommenden Kassierer zu machen, ist kräftezerrend und dabei hab ich schon den ganzen Tag Hunger.
„Herr Rayleigh, was sitzen Sie da noch rum? Machen Sie die Augen auf, es steht doch kein Kunde mehr an der Kasse, gehen Sie ins Lager und räumen es auf. Los!“
„Mit Vergnügen, Herr Smith“, antworte ich meinem Boss und marschiere in Richtung Lager. Dort angekommen sehe ich drei Paletten mit Konserven, Getränkekisten, abgepackten Lebensmitteln und anderem Zeugs.
„Wissen Sie was? Räumen Sie doch besser die Sachen auf den Paletten heute noch in die Regale. Das wäre eine bessere Aufgabe für Sie.“
In einer Stunde hätte ich Feierabend und dann kommt er mir jetzt damit?
„Jawohl Boss.“ Was bleibt mir denn für eine Wahl.
„Ich begrüße Ihr Engagement, aber Überstunden werden nicht bezahlt, dass wissen Sie ja.“
Das musste er mir jetzt noch reindrücken. Seine Mimik, ließ schon aus hundert Metern daraufhin deuten, dass ihm gerade einer abgeht, als er mir sagte was ich zu tun habe.
Als er gerade aus dem Lager in sein Büro verschwand, schaute ich die Konserven durch. Ravioli, Spaghetti Bolognese, Gemüse…
Das könnte man durch aus mal wieder essen.
Schnell einmal um mich herum geguckt, um mich zu vergewissern, dass keiner zuguckt und ich nahm zwei Dosen und versteckte sie hinter den Toilettenpapier Packungen im Lager. Dann machte ich mich an die Arbeit.
Im Getränkeabteil habe ich zwar schnell die Kisten abgestellt, doch alles aufzuräumen würde sicherlich noch länger dauern.
„Schaut ihn euch an, der Herr Rayleigh ist wieder am Kisten schleppen!“,
hörte ich von den vorderen Gängen, gefolgt von Gelächter.
Ich drehte mich um und sah meine Arbeitskollegen.
„Was ist? Hat es dir die Sprache verschlagen? Warum machst du das überhaupt noch? Ist jeden Augenblick Feierabend.“
„Ach Roger, der will sich nur beim Boss einschleimen.“
„Na wenn er meint. Soll er hier doch bis morgen früh arbeiten.“
Ich rede nie viel und doch gebe ich wohl anderen Menschen einen Grund mich irgendwie blöd anzumachen.
Wahrscheinlich aber bin ich gerade deswegen nicht wirklich beliebt bei meinen Kollegen und meinem Boss.
Die beiden sind mir schon immer nicht gut gesinnt gewesen.
Hab den guten Herrn Roger und sein Nachläufer Herr Brasco wohl am Anfang, mit meinem Glasauge, schief angeguckt.
Davon lass ich mich schon lang nicht mehr beirren.
Sollen sie sagen, was sie zu sagen haben.
Ich mach meine Arbeit und damit sollte es gut sein.

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