PDF24 splittet Bilder

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SusanneGottschalk
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PDF24 splittet Bilder

von SusanneGottschalk (24.11.2018, 23:28)
Zunächst hatte ich versucht, mit Calibre aus einem E-Book eine PDF-Datei zu erstellen. Ich habe es nicht geschafft, dass Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen zu versehen. Also habe ich mit Calibre eine DOCX-Datei für Winword erstellt. Mit Winword dann ein Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen erstellt. Danach daraus mit PDF24 eine PDF-Datei erstellt.


Das Erstellen einer PDF-Datei mit PDF24 war schon nicht ganz einfach, weil das Seitenformat des Buchblocks und das Seitenformat beim PDF24-.Drucker haargenau übereinstimmen müssen. Das geht nur, wenn man das Seitenformat benutzerdefiniert einstellt.

Nach dem Hochladen bei BoD erhielt ich in allen Bildern unschöne waagerechte weiße Streifen. Die Hotline von BoD erklärte mir, dass die Bilder aus mehreren Einzelbildern bestehen. Konnte ich mir gar nicht erklären, aber siehe da, mit einem Programm mit dem man PDF-Dateien untersuchen kann, stellte ich fest, dass PDF24 tatsächlich Bilder mit etwas höherer Auflösung in Einzeldateien splittet. Das ist unsichtbar!

Ich habe nach anderen Programmen gesucht, die dieses Splitten nicht durchführen. Aber alle konnten keine benutzerdefinierten Seitengrößen verarbeiten.

Gefundene Lösung:

Winword 2010 kann die Datei auch als PDF abspeichern. Kein Splitten der Bilder und automatisch die korrekte Druckseitengröße in der PDF-Datei.

LibreOffice kann mit dem Exportieren-Dialog zwar auch eine PDF-Datei erstellen, aber LibreOffice kann kein Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen.

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Siegfried
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Siegfried (25.11.2018, 13:10)
SusanneGottschalk hat geschrieben:
Gefundene Lösung:

Winword 2010 kann die Datei auch als PDF abspeichern. Kein Splitten der Bilder und automatisch die korrekte Druckseitengröße in der PDF-Datei.


Gefahr: Word setzt die Grafikqualität auf unter 300 dpi (i. d. R. auf 220 dpi). Dieses Heruntersetzen der Qualität muss vor Einfügen der Grafikdateien in den Optionen von Word ausgeschaltet werden

SusanneGottschalk hat geschrieben:
LibreOffice kann mit dem Exportieren-Dialog zwar auch eine PDF-Datei erstellen, aber LibreOffice kann kein Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen.


Unsinn. Selbstverständlich kann LibreOffice ein Inhaltsverzeichnis mit Seitenzahlen erzeugen wie jede andere vernünftige Textverarbeitung auch.

Vorgehensweise (LibreOffice Version 6.1.2.1 portable von 2018)

Die Überschriften, die im Inhaltsverzeichnis landen sollen, sind als solche zu kennzeichnen.
a) Text markieren
b) unter "Einfügen" auf "Verzeichnis" und dann auf "Verzeichniseintrag..." klicken
c) dort im Feld "Verzeichnis" auf "Inhaltsverzeichnis" umstellen
d) auf "Einfügen" klicken, dann über "Schließen" den Dialog verlassen
e) das mit allen Überschriften so machen.

Jetzt auf die Seite gehen, wo das Inhaltsverzeichnis angelegt werden soll. Dann:

a) unter "Einfügen" auf "Verzeichnis" und dann auf "Verzeichnis..." klicken
b) unter "Typ" ggf. auf "Inhaltsverzeichnis" einstellen (falls gewünscht, den Titel anpassen)
c) Prüfen, ob das Inhaltsverzeichnis aus dem gesamten Dokument oder nur aus dem aktuellen Kapitel erzeugt werden soll
d) auf "Ok" klicken und es wird ein Inhaltsverzeichnis mit Seitennummern erzeugt
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Oldenfelde
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Oldenfelde (12.12.2018, 16:51)
Wenn ich das alles so lese, bestätigt sich mir, dass LaTeX wohl doch zu den besten Textsatzsystemen gehört, wenn es nicht sogar Platz eins einnimmt.
Es entfallen nicht nur jährliche Updatekosten, sondern auch der Ersterwerb ist kostenlos, wenn man eine Internet-Flatrate hat.
Verzeichnisse aller Art und Bilder in hoher Druckqualität sind damit absolut kein Problem. Seit ich LaTeX nutze, ist mein Buchblock immer absolut beanstandungsfrei durch den BoD-Check gelaufen.
https://latex-buch.de/
Als Autor finde ich auch diese Signatur sehr passend:
Aus Zeitgründen sehe ich meistens von der Korrektur von Schreibfehlern ab. Man möge es mir fazein.

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Siegfried
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Siegfried (13.12.2018, 01:03)
Oldenfelde hat geschrieben:
Wenn ich das alles so lese, bestätigt sich mir, dass LaTeX wohl doch zu den besten Textsatzsystemen gehört, wenn es nicht sogar Platz eins einnimmt.
Es entfallen nicht nur jährliche Updatekosten, sondern auch der Ersterwerb ist kostenlos, wenn man eine Internet-Flatrate hat.
Verzeichnisse aller Art und Bilder in hoher Druckqualität sind damit absolut kein Problem. Seit ich LaTeX nutze, ist mein Buchblock immer absolut beanstandungsfrei durch den BoD-Check gelaufen.


Reine Verständnisfrage:
Inwieweit hat dein Beitrag das Problem von Susanne Gottschalk gelöst oder einer Lösung nähergebracht?

Vorschlag:
Eröffne doch einfach hier im Forum ein LaTex-Seminar, damit tatsächlich ein Nutzen für die Leute entsteht (ich habe so etwas vor Ur-Zeiten mal zum Thema Schreibtechnik gemacht). Das wäre m. E. deutlich sinnvoller als diese"Werbeanzeigen pro LaTex". Die haben nämlich null Nährwert und bringen keinen (Mit-)Leser auch nur ein Stückchen weiter.
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Oldenfelde (13.12.2018, 12:24)
Siegfried hat geschrieben:

Reine Verständnisfrage:
Inwieweit hat dein Beitrag das Problem von Susanne Gottschalk gelöst oder einer Lösung nähergebracht?


Anders als Du sehe ich in meinem Beitrag sehr wohl einen Lösungsansatz.
Dieser besteht meiner Meinung nach darin, sich bei Gelegenheit doch einmal Gedanken über eine Alternative zu Word und Co. zu machen. Ein Programm, um Worte aneinanderzureihen ist nun mal kein wirkliches Textsatzsystem, mit dem man Bücher schreibt.
Und da es hier um die Buchgestaltung geht und ständig Fragen nach der PDF-Erstellung, dem Zeigen oder Nichtzeigen von Seitennummern, oder dem Einfügen von Inhaltsverzeichnissen geht, wollte ich lediglich meine Erfahrungen dazu mitteilen.
Da ich nach Word, InDesign und QuarkXPress jetzt LaTeX zum Erstellen des Buchblocks nutze, bin ich gerne bereit, diesbezügliche Fragen zu beantworten, sofern Interesse besteht oder jemand die ausführlichen Informationen dazu im Internet nicht findet. Zeit, Seminare zu veranstalten, habe ich leider nicht.
Jeder soll mit dem Werkzeug glücklich werden, mit dem er klar kommt. Wenn es aber immer wieder Probleme damit gibt, schadet es doch sicher nicht, sich mal nach Alternativen umzusehen. Ich habe den Umstieg trotz meines hohen Alters geschafft. Da sollte es für die Jüngeren unter uns doch eine Leichtigkeit sein.
Warum sollen wir eines der besten Textsatzsysteme nur den Studenten und Wissenschaftlern überlassen, auch wenn wir nur einen Bruchteil der Fähigkeiten davon nutzen wollen?
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Hannelore Goos
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Hannelore Goos (13.12.2018, 15:05)
Und ich biete vergleichsweise Hilfe für Scribus https://de.wikipedia.org/wiki/Scribus an.

Gruß
Hannelore
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Cornelia Dürkhauser
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Cornelia Dürkhauser (13.12.2018, 16:30)
Ich will mich hier überhaupt nicht einmischen und zum Ausgangspost habe ich auch nichts beizutragen, aber fällt tatsächlich auf, dass bei jeder sich nur bietenden Gelegenheit LaTeX gelobhuldelt wird. Ich empfinde das als (mich störende) Werbung ... Es ist schön, dass jemand damit so hoch zufrieden ist, aber ich möchte das nicht aufgeschwatzt bekommen (Entschuldigung, ich empfinde das so).
"Der Himmel ist hier anders blau ..." -
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Oldenfelde
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Oldenfelde (13.12.2018, 18:20)
SusanneGottschalk hat geschrieben:
...

Ich habe nach anderen Programmen gesucht, die dieses Splitten nicht durchführen. Aber alle konnten keine benutzerdefinierten Seitengrößen verarbeiten.

...


Wenn die Antwort darauf als störende Werbung empfunden wird, wird es in Zukunft schwer sein, jemandem zu helfen, der so eine eine Frage und ein Problem hat. Foren leben auch davon, dass man seine eigenen Erfahrungen wiedergibt und Lösungswege empfiehlt. Es ist ja nicht die erste Frage zu Word, wo es zu Problemen mit Bildern und PDF-Dateien kommt.

Im nächsten Jahr werde ich mir Scribus ansehen und es austesten. Meine Erfahrungen damit werde ich aber sicherheitshalber hier nicht mitteilen. Es gibt ja noch jemanden hier, der dazu Auskunft geben kann und es auch anbietet. Das finde ich sehr nett.
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Chris_B
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Chris_B (13.12.2018, 23:00)
Hier auch Scribus (1.5.4) für’s Layout – nicht zum Schreiben – am Werk, macht echt Spaß, wenn man mal nach ein, zwei Tagen drin ist. Vor allem bei vielen Abbildungen. Und PDF klappt prima.
Einziger kleiner Nachteil ist, dass es nach ca. 20 Seiten etwas langsam wird, wenn man im Text etwas korrigiert. Allerdings ist meine Hardware auch aus dem letzten Jahrzehnt und damit nicht die schnellste.
Viele Grüße
Chris B.

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Siegfried
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Siegfried (14.12.2018, 02:06)
Oldenfelde hat geschrieben:
Da ich nach Word, InDesign und QuarkXPress jetzt LaTeX zum Erstellen des Buchblocks nutze, bin ich gerne bereit, diesbezügliche Fragen zu beantworten, sofern Interesse besteht oder jemand die ausführlichen Informationen dazu im Internet nicht findet. Zeit, Seminare zu veranstalten, habe ich leider nicht.


Was mich irritiert, ist die Pauschalaussage, mit LaTex seien alle Probleme gelöst - man muss es nur anwenden. Hilfreich wäre es, den Leuten, die ihre Probleme hier vorstellen, zu zeigen, was sie bei LaTex erwartet. Ich habe mich - vor längerer Zeit allerdings - mal mit LaTex befasst. Ich habe mir ein Einsteigerbuch gekauft und versucht, gewisse Dinge damit zu realisieren. Ich habe im Internet entsprechende Webseiten besucht und mir dort diverse Code-Schnipsel zusammengesucht. Ich bin - peinlicherweise - daran gescheitert (und das, obwohl ich jahrelang in PHP und C++ programmiert habe).

Nun stelle ich mir immer folgende Situation vor:
Ein Autor / eine Autorin schreibt an einem Werk, das irgendwo bestimmte Formatierungen erfordert (Bilder, Überschriften, Tabellen, Sonderzeichen, Fußnoten, Anhänge, Inhaltsverzeichnisse). Viele Autoren und Autorinnen benutzen Textverarbeitungen (Word, Open Office, Libre Office und was es da nicht so alles gibt) und sind aufgrund fehlender Kenntnisse nicht in der Lage, ihr Problem zu lösen. Ich kenne diese Situation aus vielen, vielen Word-Kursen für angehende Kaufleute im Büromanagement, wo Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc. zum Handwerk gehört. Genau die gleiche Situation: Einfaches Problem - keine Idee zur Lösung. Wenn solche Autoren / Autorinnen sich nicht einmal durch die Menüs und Online-Hilfen von Word & Co arbeiten können, um selbst zu einer Problemlösung zu gelangen, wie sollen diese Leute die Komplexität der kruden Syntax von LaTex beherrschen?

Damit LaTex-Fremde mal sehen, was bei einem Umstieg auf dieses Layout-Programm auf sie zukommen würde, habe ich mal einen Codeschnipsel für ein vergleichsweise einfaches Problem herausgesucht:

Code: Alles auswählen

\usepackage {marvosym,xcolor}
\makeatletter
\def\xdotfill{\@ifnextchar[{@xdotfilli}{@xdotfilli[0,5ex]}}
\def\@xdotfilli[#1]#2{%
\@ifnextchar[{\@xdotfillii[#1]{#2}}{\@xdotfillii[#1]{#2}[black]}}
\def\@xdotfillii[#1]#2[#3]{%
\leaders
\hbox{\raisebox{#1}{\color{#3}\rule{1.2pt}{#2}\kern 1.5pt}}\hfill%
\color{black}}
\makeatother

\begin{document}
\Rightscissors\xdotfill{1pt}[red]\Rightscissors
\xdotfill{1pt}[red]\Rightscissors\xdotfill{1pt}[red]\Rightscissors
\end{document}


Dieser Code soll - ich kann das nicht verifizieren - nichts weiter erzeugen als eine Trennlinie mit einem Scherensymbol. Also das, was man so oft auf Teilnahmecoupons sieht.

Abgesehen von gewissen kryptischen Zeichen und Begriffen im LaTex-Code (Backslash, at-Zeichen, hash-Zeichen, eckige und geschweifte Klammern, Schlüsselwörter, Klassen, einzubindende Funktionspakete) frage ich mich immer wieder, wie hoch das Risiko für einen Einsteiger in LaTex ist, sich einen Fehler durch Vertippen einzufangen (siehe z. B. xdotfill, xdotfilli, xdotfillii) und daran zu verzweifeln.

Ein anderes Code-Beispiel:

Code: Alles auswählen

\multicolumn{Anzahl Spalten}{Zeilenposition}{Text}

\begin{tabular}{clcclc}
& \multicolumn{2}{cl}{alte Methode} amp;amp; \\
neue Methode&1 &0 &gesamt \\
1&a &b &a+b \\
0&c &d &c+d \\
geamt&a+c &b+d &n \\
\end{tabular}


Dieser LaTex-Code erzeugt diese Tabelle:

Tabelle.png
Tabelle.png (3.1 KiB)
689 mal betrachtet


So eine Tabelle - inkl. Ausrichtung von Zeilen und Spalten sowie (un-)sichtbare Linien - kann jede bessere Textverarbeitung in wenigen Sekunden erzeugen (wenn man denn weiß, wo und wie es gemacht wird). Und man sieht sofort bei der Erstellung, wo es nicht stimmt. Für unerfahrene Autoren und Autorinnen ist diese Sofortanzeige des Ergebnisses eine unschätzbare Hilfe.

Nochmals ganz deutlich: Ich will LaTex auf gar keinen Fall schlecht reden. Wer mit LaTex arbeiten will (und kann), soll das auch tun. Ich frage mich nur, ob LaTex mit seiner kryptisch anmutenden Codierung das richtige Werkzeug für Autoren und Autorinnen ist, die von Programmierung, Textauszeichnung, Nesting, Start- und End-Tags usw. keine Ahnung haben.

LaTex wurde Anfang der 1980er entwickelt, als die damaligen Textverarbeitungsprogramme noch weit, weit davon entfernt waren, was sie heute leisten. Damals war es tatsächlich so, dass Textverarbeitungen große Probleme mit mathematischen Formeln hatte. Genau das ist der Grund, warum LaTex sich an den Universitäten etabliert hat. Und weshalb LaTex heute so sperrig aussieht (HTML ist in ungefähr der gleichen Zeit entstanden und ähnlich strukturiert - interessanterweise setzen sich hier immer mehr CMS durch, die Webseiten interaktiv erstellen lassen - ohne explizite Codierung).

Ich will auch niemanden ausreden, sich von seiner aktuellen Textverarbeitung zu verabschieden und nach LaTex zu wechseln. Allerdings weiß ich nicht, ob so ein Wechsel der Thread-Starterin bei ihrem Problem tatsächlich in einem überschaubaren Zeitrahmen geholfen hätte. Wenn jemand hier ein Problem meldet, sollte eine praktikable und kurzfristige Lösung angeboten werden.

LaTex ist auch nichts für Leute, die mit Programmierung herzlich wenig anfangen können (Autoren/Autorinnen sollten schreiben und sich nicht endlose Gedanken darüber machen, mit welchem Befehl aus welchem Package man eine Textzeile mit einer Fußnote verbindet).

Mein Ratschlag für jene, die an ihrer Textverarbeitung festhalten wollen:

* Bilder nicht in das Textdokument einfügen, sondern als Link einbinden (das Textdokument bleibt damit klein - eine Word-Datei mit ca. 120 Farbbilder in 300 dpi Auflösung - teilweise seitenfüllend - plus ca. 50 s/w-Bilder ist dadurch z. B. nur 18 MB groß)

* das automatische Herabsetzen der Grafikauflösung dauerhaft ausschalten (300 dpi/ppi müssen 300 dpi/ppi bleiben - Anleitung Klick für Klick steht irgendwo hier im Forum)

* für die Erzeugung der PDF-Datei nicht das "Speichern unter" als PDF nutzen, sondern als Ausdruck mit dem kostenlosen Tool eDocPrintPro (ist deutlich besser und einfacher als der PDFCreator oder PDF24).

Das sind aber nichts weiter als meine 2 Euro-Cents zu der Sache.


Nachtrag: Der Thread ist nicht für diese Diskussion gekapert. Die Thread-Starterin hat sich seit ihrer Fragestellung nicht mehr im Forum eingeloggt. Das Problem scheint offenbar nicht (mehr) so dringend zu sein.
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mtg
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Re: PDF24 splittet Bilder

von mtg (14.12.2018, 09:39)
Ich muss da Siegfried Recht geben … weder LaTEX noch Scribus haben in diesem Thread etwas verloren. Schließlich würde in der Vorstellung eines Kriminalromans niemand ernsthaft etwas über Lyrik posten.

Aber: Es wäre toll, wenn das Wissen zu Textverarbeitung dem ganzen Forum in einem leicht aufzufindenden Thread zugänglich gemacht würde. Wer das Wissen nicht teilen will z.B. weil er/sie z.B. ein Buch darüber geschrieben hat – auch gut. Aber dann bitte im entsprechenden Forum bewerben oder den Mund halten. Immer nur Brocken hinzuwerfen – oder noch schlimmer: kommentarlos Wikipedia zu verlinken – halte ich für eine Missachtung anderer User.

Just my 2cents
Zuletzt geändert von mtg am 14.12.2018, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Hannelore Goos
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Hannelore Goos (14.12.2018, 10:05)
Um zum Topic zurück zukommen: Das Splitten von Bildern ist mir auch schon in Adobe Professional passiert. Es ist ein Problem, das erscheint, wenn man bestimmte Farbprofile mit bestimmten PDF/X-Einstellungen kombiniert. Nach Änderung der entsprechenden Einstellungen ist das Phänomen mit der gleichen Software verschwunden, obwohl ich mir seitdem angewöhnt habe, alle Bilder im Preflight zu kontrollieren.

Siegfried hat geschrieben:
Nun stelle ich mir immer folgende Situation vor:
Ein Autor / eine Autorin schreibt an einem Werk, das irgendwo bestimmte Formatierungen erfordert (Bilder, Überschriften, Tabellen, Sonderzeichen, Fußnoten, Anhänge, Inhaltsverzeichnisse). Viele Autoren und Autorinnen benutzen Textverarbeitungen (Word, Open Office, Libre Office und was es da nicht so alles gibt) und sind aufgrund fehlender Kenntnisse nicht in der Lage, ihr Problem zu lösen. Ich kenne diese Situation aus vielen, vielen Word-Kursen für angehende Kaufleute im Büromanagement, wo Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc. zum Handwerk gehört.


Dein Vergleich hinkt. Die Anforderungen, die angehende Bürokaufleute an ihren Schriftverkehr stellen müssen, sind völlig andere als bei einem typografisch ordentlichen Buch. Ich habe mir verschiedene Male Bücher gekauft, die hier im Forum von BoD-Autoren annonciert wurden, und bis auf ein Werk von Torsten Buchheit war alles so grauenhaft gesetzt, dass das Lesen keinen Spaß machte. Das zu den Ergebnissen, die Textverarbeitungen liefern.

Buchsatz ist Buchsatz. Und wer ein Buch gestalten möchte, sollte sich darauf einlassen. Ich habe mit Schülern der 10. Klasse Realschule mit Scribus Jahrbücher gestaltet - so schwer kann das also nicht sein. Und das Ergebnis ist ein Buch, kein gebundener kaufmännischer Schriftverkehr.

@mtg: IMHO ist es in Foren unhöflich, seitenlange Erläuterungen zu posten, die nur wenige interessieren. Wenn man einen Begriff benutzt, den einzelne User nicht kennen, ist der Link zur Erklärung höflicher, denn er überlässt es dem Leser, ob er ihn nutzen möchte oder nicht.

Gruß
Hannelore Goos
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Oldenfelde
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Oldenfelde (14.12.2018, 15:10)
Siegfried hat geschrieben:
Was mich irritiert, ist die Pauschalaussage, mit LaTex seien alle Probleme gelöst - man muss es nur anwenden.


So eine Aussage kommt sicher nicht von mir. Wir sind hier Buchautoren und da sind die Produkte meist sehr textlastig. Scherenprobleme oder andere Konstrukte werden eher nie oder extrem selten benötigt.
Trotzdem ist das erwähnte Scherenproblem sehr übertrieben. Heute geht es mit einem Einzeiler, wenn man Schleifen scheut.

Reiner Text benötigt nur drei LaTeX Befehle: \documentclass, \begin{document} und \end{document}.
Und zwischen den letzten beiden Befehlen setze ich meinen Text ein. Zwanzig Seiten oder auch vierhundert oder noch mehr.

Ich wiederhole mich, wenn ich schreibe, dass jeder sein eigenes Werkzeug finden muss. Aber wenn man damit nicht zufrieden ist, schadet es nichts, parallel nach etwas Besserem zu schauen. Ich bin gespannt, wie sich Scribus anstellt, wenn ich im nächsten Jahr damit anfange.

Scheren-Trennlinie.pdf
(75.04 KiB) 30-mal heruntergeladen
Zuletzt geändert von Oldenfelde am 15.12.2018, 12:11, insgesamt 1-mal geändert.
https://latex-buch.de/
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Siegfried
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Siegfried (14.12.2018, 19:05)
Hannelore Goos hat geschrieben:
Siegfried hat geschrieben:
Nun stelle ich mir immer folgende Situation vor:
Ein Autor / eine Autorin schreibt an einem Werk, das irgendwo bestimmte Formatierungen erfordert (Bilder, Überschriften, Tabellen, Sonderzeichen, Fußnoten, Anhänge, Inhaltsverzeichnisse). Viele Autoren und Autorinnen benutzen Textverarbeitungen (Word, Open Office, Libre Office und was es da nicht so alles gibt) und sind aufgrund fehlender Kenntnisse nicht in der Lage, ihr Problem zu lösen. Ich kenne diese Situation aus vielen, vielen Word-Kursen für angehende Kaufleute im Büromanagement, wo Textverarbeitung, Tabellenkalkulation etc. zum Handwerk gehört.


Dein Vergleich hinkt. Die Anforderungen, die angehende Bürokaufleute an ihren Schriftverkehr stellen müssen, sind völlig andere als bei einem typografisch ordentlichen Buch.


cheezygrin

Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.

Wenn du meinen Text richtig und in aller Ruhe gelesen hättest, dann hättest du erkannt, dass meine Zeilen zu den Wordkursen mit den Büromanagement-Leuten sich eben nicht auf Typographie bezieht, sondern um die mangelhaften Fähigkeiten, ein bestimmtes Werkzeug adäquat einzusetzen. Um sich im Falle von Problemen selbst helfen zu können, z. B. durch Studium der Online-Hilfe oder des entsprechenden Handbuchs.

Aus diesem Mangel leite ich ab, dass viele Menschen nicht in der Lage oder nicht bereit sind, sich in bestimmte Themen einzuarbeiten. Es wird einfach ein Werkzeug eingesetzt und dann gehofft, dass "es damit gehen gehen muss". Wenn es nicht geht - wegen fehlender Fachkenntnisse -, dann wird das Werkzeug verdammt. Die Diskussionen um die mangelhafte Bildauflösung in Textverarbeitungen (die man ja abstellen kann) beweist mir das.

Aus dieser Erfahrung heraus (sowohl in meinen Kursen als auch hier im Forum) bezweifel ich einfach, dass Autoren/Autorinnen, die bereits eine Textverarbeitung falsch benutzen, in der Lage sind, korrekten LaTex-Code zu erzeugen. Oder anders gesagt: LaTex-Codierung wird die Leute gnadenlos überfordern und ist deshalb keine Lösung.

Ein typographisch sauberes Buchlayout erfordert Einarbeitung, egal mit welchem Werkzeug. Das ist mitunter hartes Brot. Also unangenehm. Wie erwartet wird gerumgepfuscht. Was zu den schlecht gestalteten Büchern führt. Oder zu PDF-Dateien, die vom BOD-Server als fehlerhaft zurückgewiesen werden.
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Re: PDF24 splittet Bilder

von Siegfried (14.12.2018, 19:06)
Oldenfelde hat geschrieben:
Ich bin gespannt, wie sich Scribus anstellt, wenn ich im nächsten Jahr damit anfange.


Ich setze meine Chips auf "Scribus kann LaTex nicht das Wasser reichen" (siehe Bewertung InDesign) cheezygrin
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