Verteilung an Bibliotheken

Preisaktionen, Social Media, Blogger-Relations, Pressearbeit: Marketingmaßnahmen für euer Buch.


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Charmant666
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Verteilung an Bibliotheken

von Charmant666 (06.08.2007, 17:13)
Wahrscheinlich viele dusselige Fragen, aber sie kamen mir beim Durchlesen des Threads VG Wort:

Wie habt Ihr eure Bücher in die Bibliotheken bekommen? Wird da vorher - telefonisch, schriftlich oder per Email - Kontakt aufgenommen? Wenn ja, mit wem? Gibt es eine Liste der (wichtigsten) Bibliotheken? Gibt es Aufnahmekriterien? Wenn ja, welche?
Freundliche Grüße
Kathrin Hansen & ihre Viererbande

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julia07
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Re:

von julia07 (06.08.2007, 17:56)
Hallo Kathrin,
das ist eine interessante Frage, zu der ich auch schon rechechiert habe. Irgendwo habe ich dabei gelesen, dass "Schenkungen" an Bibliotheken nicht zählen. Mir ist allerdings nicht klar, wie das ermittelt werden sollte, denn es wird ja wohl nicht so sein, dass diese Institutionen die Kaufbelege vorzeigen müssen :(
Auf der VG-Wort-Homepage konnte ich das genaus Procedere leider bisher auch nicht finden.
Mal sehen, ob hier ein kundiger Forumsleser die entsprechenden Info hat.
LG, Julia

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hawepe
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Re:

von hawepe (06.08.2007, 18:55)
Hallo,

julia07 hat geschrieben:
Irgendwo habe ich dabei gelesen, dass "Schenkungen" an Bibliotheken nicht zählen.


Einerseits werden die Etats fuer Neuanschaffungen immer mehr gekuerzt und sollen die Bibliotheken sich Sponsoren suchen, andererseits duerfen Autoren den Bibliotheken keine Buecher schenken, wenn sie ihre VG-Wort-Tantiemen nicht gefaehrden wollen.

[/quote]Mir ist allerdings nicht klar, wie das ermittelt werden sollte, denn es wird ja wohl nicht so sein, dass diese Institutionen die Kaufbelege vorzeigen müssen :([/quote]

Doch, im Zweifelsfall schon. Ueber die Kriterien, nach denen kontrolliert wird, redet die VG Wort aber natuerlich nicht.

Beste Gruesse,

Heinz.

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Dalma Lee
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Re:

von Dalma Lee (10.11.2007, 17:54)
In dem Fall würde ich eher auf die Tantiemen pfeifen und der Bücherreich ein oder mehrere Bücher zukommen lassen, immerhin könnte man doch auf diese Weise mehr Menschen erreichen (Werbung), oder?

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (10.11.2007, 18:02)
Also, soweit ich weiß, gehört es eigentlich zum guten Ton, wenn der VERLAG zumindest der Bibliothek des Ortes ein Buch "zur Verfügung" stellt. Bisher habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass diese "Zur-Verfügung-Stellung" sehr gerne angenommen wurde.
Im Zweifelsfall einfach "dumm" stellen und fragen - kostet nichts.
Und als Autor könnte man bei seinem Verlag nachfragen, wie die es damit halten.

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Dalma Lee
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Re:

von Dalma Lee (10.11.2007, 19:07)
Hakket hat geschrieben:
Also, soweit ich weiß, gehört es eigentlich zum guten Ton, wenn der VERLAG zumindest der Bibliothek des Ortes ein Buch "zur Verfügung" stellt. Bisher habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass diese "Zur-Verfügung-Stellung" sehr gerne angenommen wurde.
Im Zweifelsfall einfach "dumm" stellen und fragen - kostet nichts.
Und als Autor könnte man bei seinem Verlag nachfragen, wie die es damit halten.



Ist beim BoD Verlag glaube ich leider nicht üblich, oder irre ich mich da :shock::

M-F Hakket
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Re:

von M-F Hakket (10.11.2007, 20:01)
@ Raphaela:
Ich weiß nicht, wie es bei DEM Bod Verlag gehandhabt wird, bei meinem ist es üblich. cheezygrin
Außerdem kann - glaube ich - niemand etwas dagegen haben, wenn der Autor eines seiner Freiexemplare "stiftet". Wobei ich verstehen kann, wenn er leiber etwas anderes damit macht, als einer Bibliothek zur Verfügung zu stellen.

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Judith
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Re:

von Judith (10.11.2007, 20:51)
Kathrin, ich finde deine Frage sehr interessant! Vor allem im Bezug auf weiter entfernt liegende Büchereien.

Bei mir im Umkreis sind zwei relevante Bibliotheken. Die eine hat zumindest eines meiner Bücher gekauft, die andere nimmt sie nur geschenkt (Sparmaßnahmen), dann aber ganz normal ins Programm auf.

Über die Sache mit den Tantiemen habe ich mir bisher keine Gedanken gemacht.

Grüßle,
Judith
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JTE
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Re:

von JTE (09.12.2013, 13:00)
Hallo,

ich weiss, die Eintraege liegen weit zurueck, trotzdem bin ich hier drueber gestolpert, weil ich vor dem selben Problem stehe. Vielleicht gehts ja noch jemandem so...


Wie sichere ich also die "ausreichende Verbreitung", um Anspruch auf die Tatiemen zu haben?

Dazu gibt es einen netten Artikel, den ich hier mal zitieren will:

...Vor allem im Bereich der wissenschaftlichen beziehungsweise akademischen Publikationen ist das eine tolle Möglichkeit für Autoren, sich noch etwas dazu zu verdienen. Zu dem wissenschaftlichen Bereich zählen unter anderem Sach- und Fachbücher, Dissertationen, Fachbeiträge in Büchern und Fachzeitschriften. Zahlungen der VG WORT können sowohl von Autoren, Herausgebern oder Übersetzern beansprucht werden. Auch wissenschaftliche Arbeiten und Dissertationen, die über epubli veröffentlicht wurden, fallen unter den VG WORT Anspruch. Urheber der Arbeiten können Tantieme für die Nutzung des Werkes in wissenschaftlich orientierten Bibliotheken erhalten. Voraussetzung ist eine „angemessene Verbreitung“, welche verlangt, dass das Buch in mindestens 5 Bibliotheken in mindestens 2 regionalen Verbundsystemen platziert ist (ohne den Pflichtstandorten in Leipzig und Frankfurt/Main). Die einzelnen Bibliotheken müssen den Titel käuflich erwerben, Schenkungen werden nicht berücksichtigt.

Für eine Platzierung in einer Bibliothek bietet sich der Kontakt zu Studenten an, die das Buch ihren jeweiligen Universitäts- und Hochschulbibliotheken vorschlagen. So könnt Ihr relativ leicht die richtigen Ansprechpartner erreichen. Sind die Bedingungen erfüllt, steht einer Bezahlung seitens der VG WORT in der Regel nichts mehr im Weg und man kann sich online bewerben. Die Ausschüttungen der Tantieme erfolgt einmal jährlich und liegt pro Buch in Abhängigkeit vom Umfang circa bei 380 €. Da sich besonders wissenschaftliche Nischenthemen oftmals nicht auf dem breiten Massenmarkt absetzen lassen, ist das eine Möglichkeit den eigenen Aufwand und die entstandenen Kosten zu entschädigen.

Die VG WORT kümmert sich aber nicht nur um wissenschaftliche Publikationen, sondern um alle Formen von Literatur – egal ob als Printversion oder digital. Im Bereich der Belletristik erhalten die Autoren zum Beispiel Tantieme je nachdem, wie oft ihr Buch in öffentlichen Bibliotheken ausgeliehen wurde. Allerdings ist dafür zusätzlich ein sogenannter Wahrnehmungsvertrag nötig, den der Autor mit der Verwertungsgesellschaft abschließen muss. Mit diesem Vertrag werdet Ihr automatisch an den Ausschüttungen beteiligt. Dieser Vertrag wird für alle Literaturbereiche außer Wissenschaft und Online-Texte verlangt....

Quelle: http://www.epublizisten.de/2011/06/die- ... publisher/

Also: wissenschaftliche Arbeiten in wissenschafliche Bibliotheken, fuer Belletristik gelten andere Regeln!


ich bin grad dabei, verschiedene Bibos dazu zu bekommen, meine Arbeit zu bestellen, aber das ist doch sehr schwierig. Ein zweiter Weg wäre, verschiedene Studenten anzuhauen, ob die nicht das Buch anfordern. Da hat die Bibo gleich nen Beweis fuer die Nachfrage.

so denn,

veganfriend19
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Re: Verteilung an Bibliotheken

von veganfriend19 (07.03.2019, 12:38)
Ich habe vor 4 Jahren ein Buch veröffentlicht und kannte damals VG Wort noch nicht. Weiß jemand, ob es eine Möglichkeit gibt, dennoch an die Tantieme zu kommen?

Weiterhin gab es mal einen Link, bei dem man die Verteilung in den Bibliotheken überprüfen konnte. Diesen finde ich aber nicht mehr, hat den vielleicht jemand griffbereit?

Vielen Dank!
Ich empfehle das veganfreundliche Restaurantverzeichnis, für das es auch ein Buch gibt: VEGAN essen | reisen | einkaufen. Wir bloggen auf The Vegan Travelers und verkaufsoffene Sonntage

holz
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Re: Verteilung an Bibliotheken

von holz (07.03.2019, 13:59)
veganfriend19 hat geschrieben:
Weiterhin gab es mal einen Link, bei dem man die Verteilung in den Bibliotheken überprüfen konnte. Diesen finde ich aber nicht mehr, hat den vielleicht jemand griffbereit?

Vielen Dank!


https://kvk.bibliothek.kit.edu/?digital ... 0&newTab=0

Margret
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Registriert: 04.03.2019, 13:35

Re: Verteilung an Bibliotheken

von Margret (07.03.2019, 15:02)
Endlich mal etwas, was ich weiß.
BoD schickt der "Deutschen Nationalbibliothek" ein oder zwei Exemplare. Das ist Vorschrift. Die Bibliotheken sind dieser angeschlossen und erhalten regelmäßig eine Übersicht über die neuesten Titel. In Bibliotheken gibt es mindestens eine Person, die diese Liste durchforstet und dann geeignete Titel zur Anschaffung aussucht.

Alternativ kann man in fast jeder Bibliothek Anschaffungsvorschläge machen.

Zum Dritten würde ich mich nicht darum reißen, dass meine Bücher in Bibliotheken stehen. Rein rechnerisch kann man davon ausgehen, dass zwei Ausleihen einen Nichtkauf verursachen.

VG Wort gibt nur eine sogenannte Bibliothekstantieme alle drei Jahre heraus, egal, wie häufig ein Buch ausgeliehen wird, da schlicht nicht erfasst wird, welche Titel ausgeliehen / verlängert wird. Die Behauptung ist, man könne es nicht erfassen. Tatsache ist, dass man das sehr wohl erfassen könnte. Ein Buch wird ausgeliehen, die ISBN erfasst und an VG Wort weitergeleitet.

holz
Beiträge: 374
Registriert: 29.11.2011, 09:20

Re: Verteilung an Bibliotheken

von holz (07.03.2019, 17:14)
Margret hat geschrieben:
VG Wort gibt nur eine sogenannte Bibliothekstantieme alle drei Jahre heraus, egal, wie häufig ein Buch ausgeliehen wird, da schlicht nicht erfasst wird, welche Titel ausgeliehen / verlängert wird. Die Behauptung ist, man könne es nicht erfassen. Tatsache ist, dass man das sehr wohl erfassen könnte. Ein Buch wird ausgeliehen, die ISBN erfasst und an VG Wort weitergeleitet.


Das ist ungenau.

Bibliothekstantieme wird jährlich ausgeschüttet. Dazu werden Ausleiherhebungen in ausgewählten Bibliotheken durchgeführt.
Die Tantieme ergibt sich dann aus (Zahl der Ausleihen mal Punkteschlüssel) + Beteiligtensockel + Reprosockel (Im Jahr 2015 z.B. waren die Sockelbeträge zusammen ca. 104 Euro).

Wie die Bibliotheken für die Zählung ausgewählt werden, steht im Vertrag zwischen Bund und VG Wort.
Die Bibliotheken müssen über elektronische Ausleihverbuchung verfügen. Im Erhebungszeitraum (3 Jahre) werden wechselnd 18 öffentliche Bibliotheken benannt, dazu drei kirchliche Bibliotheken und eine Werksbibliothek.

Zusätzlich dazu gibt es alle drei Jahre die Sonderverteilung Bibliothekstantieme für die Autoren, deren Werke zwar in Bibliotheken stehen, die aber bei den jährlichen Ausleiherhebungen nicht erfasst wurden und keine Bibliothekstantiemen erhielten.
Dafür muss man aber das entsprechende Meldeformular einsenden. Meldeschluss für die aktuelle Sonderverteilung war Ende Januar 2019.

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