Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

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Siegfried
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Re: Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

von Siegfried (09.03.2019, 13:00)
Bevor ich meinen Beitrag schreibe, eine kurze Antwort an den TE:

Mögliche Antwort zur Bildqualität in Libre Office hier
https://www.libreoffice-forum.de/viewtopic.php?t=17034

Nun zur Diskussion:

mtg hat geschrieben:
Ich kann aus eigener Erfahrung nur Folgendes beisteuern:


Zu allem, was du schreibst, kann ich nur "ja, ja, ja und nochmals ja" sagen. cheezygrin

mtg hat geschrieben:
Bei Word gibt es Blocksatz, der ohne Rücksicht auf Verluste den Wortabstand verändert (Beispiel 4, 2. Absatz) … dazu gibt es Autoren, die Blocksatz völlig ignorieren (was darauf schließen lässt, dass sie noch nie ein Buch in Händen gehalten haben), wilde Zeilenabstände produzieren, von Zeileneinzügen nie etwas gehört haben usw usf.

Ich kann dazu u.a. ein Werk des Kollegen Heinen-Anders (Beispiel 1) oder das vor einiger Zeit in diesem Forum besprochene Berlin-Buch der Anette R. (Beispiel 2) anführen, deren handwerkliche Qualität auf »Hobby-Autoren«-Ebene liegen. Ich beziehe mich hier ausschließlich auf die handwerkliche Qualität und nicht auf den Inhalt (das ist ein ganz anderes Thema und gehört nicht in diese Diskussion) – aber: Auch die Präsentation entscheidet über die Glaubwürdigkeit des Inhalts. Zum Vergleich: Mein »Frischfleisch war ich auch mal« (Beispiel 3 – aus einer Leseprobe, daher ohne Paginierung)


Bei den genannten Beispielen 1 und 2 liegt die Fehlerursache bei den Anwendern - nicht in der benutzten Software. Entweder fehlen entsprechende Kenntnisse über ein vernünftiges Layout oder aber sie wurden ignoriert. Wäre das Ergebnis ein anderes gewesen, wenn die Autoren/Layouter Profi-Software eingesetzt hätten? Der Verzicht z. B. auf den Blocksatz ist ja kein Versagen der eingesetzten Software. Genau darum aber geht es mir: um die Software.

Setze ich Software A ein, ist das Layout per se gut, setze ich Software B ein, ist das Layout immer Murks. Deshalb habe ich bei verschiedenen Aussagen hier ein ungutes Gefühl: Und selbst wenn das Ergebnis noch so gut ist - weil es z. B. mit Word, Open Office, Libre Office erstellt worden ist, muss es schlecht sein. Auf jeden Fall schlechter als ein noch so schlechtes Layout, das mit InDesign, QuarkXpress oder LaTex erstellt wurde.

Die Aussage zum Blocksatz und den Verlusten bei den Wortabständen, das ist eine Antwort, die m. E. in die richtige Richtung geht. Hier scheint sich eine Schwäche einer bestimmten Software abzuzeichnen. Darüber wäre tatsächlich zu diskutieren.

In Beispiel 4 treten die unregelmäßigen Wortabstände auf, weil keine Silbentrennung existiert. Bedienerfehler.

Nachträgliche Änderung:
Anhang eines "schlechten" Buchlayouts (weil falsche Software) eingefügt
Dateianhänge
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mtg
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Re: Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

von mtg (09.03.2019, 14:08)
Ich möchte in diesem Zusammenhang – und vor allem nach dem gestrigen Gedankenaustausch – meine Meinung zu dem Thema aktualisieren. Ich habe wohl mal irgendwo/irgendwann geschrieben, man könne einem Buch ansehen, dass es mit Word gesetzt wurde. Das ist faktisch so natürlich nicht haltbar.

Aber: Man kann bei manchen Büchern wirklich auf Word schließen, wenn Autoren es bei einem »Satz durch Textverarbeitung« belassen. Das zeugt von Lieblosigkeit, Desinteresse am Produkt und am Leser sowie von Unprofessionalität. Sehr oft sind es aber genau diese Autoren, die am häufigsten klagen, sich beschweren und vor allem: sich überschätzen.

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Hannelore Goos
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Re: Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

von Hannelore Goos (09.03.2019, 14:34)
Hallo,
wegen eines 24stündigen Internetausfalls bei uns konnte ich mich gestern nicht an der Diskussion beteiligen. Aber zu den Beiträgen hier ist doch Einiges zu ergänzen.
Siegfried hat geschrieben:
Ich behaupte ja auch nicht, ein Fiat 500 ist kein Auto, weil er keine 200 Stundenkilometer schafft.
Da zeigt sich genau dein falsches Verständnis: WORD ist kein Setzprogramm, vor allem keins mit geringerer Leistung (wie der Fiat als Auto), sondern Setzprogramme und Schreibprogramme sind vom Denkansatz her unterschiedlich, so etwas wie "Fließtext" gibt es da z.B. gar nicht.

mtg hat geschrieben:
Ich möchte in diesem Zusammenhang – und vor allem nach dem gestrigen Gedankenaustausch – meine Meinung zu dem Thema aktualisieren. Ich habe wohl mal irgendwo/irgendwann geschrieben, man könne einem Buch ansehen, dass es mit Word gesetzt wurde. Das ist faktisch so natürlich nicht haltbar.

Halte eine beidseitig mit Text bedruckte Seite gegen das Licht. Da siehst du immer den Unterschied.

Es wird hier so getan, als lägen typografisch minderwertige Gestaltungen immer und aussschließlich an der Unfähigkeit der Benutzer von WORD. Dem möchte ich widersprechen. Nach entsprechender Schulung durch Microsoft habe ich im Auftrag von MS Office-Kurse für Erwachsene gehalten. Meine ersten Bücher hier bei BoD habe ich mit WORD gestaltet, eins davon ist sogar noch im Programm. Auch die Feinheiten wie Arbeit mit Formatvorlagen, Schriftschnitten, automatisches Inhaltsverzeichnis, Indexerstellung usw. sind mir bekannt. Trotzdem schätze ich die Möglichkeiten der beiden Setzprogramme, die ich inzwischen anwenden gelernt habe (Scribus und InDesign) und die Qualität des Satzes, der bei der Verwendung solcher Software herauskommt.

Und wenn jemand sowieso daran geht, sich in die Gestaltung eines Buchs mit Hilfe eines Computerprogramms einzuarbeiten, dann lohnt es sich nach meiner Erfahrung, die Mühe gleich für die richtige Software aufzuwenden. Wie Oldenfelde hier schon mehrfach schrieb: Bevor man alle Tricks und Schleichwege lernt, um mit WORD so etwas Ähnliches wie einen Buchsatz zu erstellen, kann man die Zeit gleich auf ein Programm verwenden, das für so etwas programmiert wurde.

Gruß
Hannelore
Es gibt Menschen, die denken gern, und Menschen, die schreiben gern. Leider sind das nicht immer dieselben. book:
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Monika K.
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Re: Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

von Monika K. (09.03.2019, 16:16)
Hannelore Goos hat geschrieben:
Halte eine beidseitig mit Text bedruckte Seite gegen das Licht. Da siehst du immer den Unterschied.


Lass mich raten: Mit dieser vagen Andeutung geht es um die Registerhaltigkeit. Richtig? Oder denkst du wieder an Lichtnahrung?

Dein Experiment habe ich eben mit mehreren Taschenbüchern durchgeführt.

Vier von verschiedenen Autoren in Word gesetzte BoD-Bücher lieferten unterschiedliche Ergebnisse.
Bei einem Werk war bei Seiten mit Überschrift nicht auf die Registerhaltigkeit geachtet worden. Ganz übel.
Bei zwei Werken lagen die Zeilen auf gleicher Höhe.
Bei einem Werk lagen die Zeilen nicht auf gleicher Höhe mit einer Abweichung von höchstens einem Millimeter.

Bei einem mit LaTeX gesetzten BoD-Buch lagen die Zeilen nicht auf gleicher Höhe mit einer Abweichung von höchstens einem Millimeter.

Vier Bücher aus verschiedenen namhaften Verlagen lieferten unterschiedliche Ergebnisse.
Bei zwei Werken lagen die Zeilen auf gleicher Höhe.
Bei einem Werk lagen die Zeilen nicht auf gleicher Höhe mit einer Abweichung von höchstens einem Millimeter.
Bei einem lagen die Zeilen auf gleicher Höhe. Die Seitenränder wichen jedoch um zwei Millimeter voneinander ab.

Selbstverständlich ist diese Untersuchung nicht repräsentativ. Dennoch frage ich mich, was ich daraus lernen soll. Sind damit Word, LaTeX und Autorenverträge mit namhaften Verlagen nicht für seriöse Autoren geeignet?

Ich suche bei jedem Problem den Fehler zuerst bei mir, dann bei der von mir verwendeten Software, und erst zum Schluss bei BoD. Dennoch frage ich mich, wie exakt der beidseitige Druck beim Print-on-Demand-Verfahren funktioniert. Kann man Registerhaltigkeit überhaupt auf diesem Weg prüfen? Vom heimischen Drucker kenne ich das Problem, dass es bei beidseitig bedruckten Seiten zu winzigen Abweichungen kommen kann. Druckt man beide Seiten nebeneinander aus und legt ein Lineal unter die Zeilen, stimmt die Registerhaltigkeit jedoch wieder.

Gruß
Monika
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Siegfried
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Re: Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

von Siegfried (09.03.2019, 16:32)
Hannelore Goos hat geschrieben:
Da zeigt sich genau dein falsches Verständnis: WORD ist kein Setzprogramm, vor allem keins mit geringerer Leistung (wie der Fiat als Auto), sondern Setzprogramme und Schreibprogramme sind vom Denkansatz her unterschiedlich, so etwas wie "Fließtext" gibt es da z.B. gar nicht.


Ich verstehe.

Damit sind dann aber auch meine Diskussionsbeiträge - und insbesondere die Aufforderung, das Augenmerk ausschließlich auf das Endergebnis und die nachweislichen Unterschiede, zu richten - obsolet.

Da mein Verständnis über das Endprodukt nicht stimmt, ziehe ich mich aus der Diskussion zurück.
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Hannelore Goos
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Re: Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

von Hannelore Goos (09.03.2019, 17:01)
Monika K. hat geschrieben:
Hannelore Goos hat geschrieben:
Halte eine beidseitig mit Text bedruckte Seite gegen das Licht. Da siehst du immer den Unterschied.

Lass mich raten: Mit dieser vagen Andeutung geht es um die Registerhaltigkeit. Richtig?

Teilweise. Es gibt zwei Möglichkeiten, einen Satz harmonisch zu gestalten. Das eine ist die Registerhaltigkeit. Das andere ist vertikales Austreiben. Beides kann WORD nicht.

Monika K. hat geschrieben:
Ich suche bei jedem Problem den Fehler zuerst bei mir, dann bei der von mir verwendeten Software, und erst zum Schluss bei BoD.

"Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!" - deine Klassiker hast du zumindest verinnerlicht.

Gruß
Hannelore
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Monika K.
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Re: Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

von Monika K. (09.03.2019, 17:25)
Da sich die Diskussion immer weiter von Siegfrieds Frage entfernt, treibe ich mich aus diesem Thread vertikal aus. Ich bedanke mich noch einmal für die weiter oben geposteten ausführlichen Erklärungen und vor allem für die praktischen Beispiele, anhand derer man die Argumente gut nachvollziehen konnte. Nun werden einem die Kritikpunkte als Brocken an den Kopf geworfen - ohne Erklärung oder Beispiele. Das mag in Astrologenkreisen vielleicht so üblich sein. Meine Anforderungen an eine sachliche Diskussion erfüllt es jedoch nicht. Gerade für jemanden, der sich so toll mit Word auskennt, müsste es ein Leichtes sein, einen kurzen Texte einmal mit der Lieblingssoftware und einmal in Word zu setzen und die Unterschiede aufzuzeigen.

Auch die beste Verpackung hilft nicht, wenn der Inhalt eines "Sachbuchs" keine wissenschaftlichen Standards erfüllt. Mein Schlusssatz lautet daher: You can't polish a turd.
Zuletzt geändert von Monika K. am 09.03.2019, 17:54, insgesamt 1-mal geändert.
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mtg
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Re: Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

von mtg (09.03.2019, 17:51)
Monika K. hat geschrieben:
You can't polish a turd.

:roll: :D :lol:

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Hannelore Goos
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Re: Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

von Hannelore Goos (09.03.2019, 19:28)
Es lebe die sachliche Diskussion unter Nicht-Lichtessern und Nicht-Astrologen!
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Re: Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

von mtg (09.03.2019, 19:37)
Hannelore Goos hat geschrieben:
Es lebe die sachliche Diskussion unter Nicht-Lichtessern und Nicht-Astrologen!

Unter »sachlicher Diskussion« verstehe ich normalerweise, dass andere Auffassungen nicht gnadenlos abgebügelt werden. Aber auch da scheint es ja Stil-Unterschiede zu geben. Die Diskussion war jedenfalls sachlich, bis Du dazukamst …

Und damit ist auch für mich hier Schluss.

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Re: Wie vermeide ich Verluste bei Bildauflösung mit LibreOffice?

von BoD Books on Demand (11.03.2019, 11:55)
Bitte beim Thema bleiben. Eine Diskussion mit schnippische Kommentaren zu erweitern, ist wenig hilfreich und auch nicht gerade freundlich.

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