Dialoge mit Power setzten

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Federtänzerin
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Dialoge mit Power setzten

von Federtänzerin (24.05.2019, 18:01)
Dialoge sind wichtig! Dialoge hauchen der Geschichte leben ein. Um so wichtiger ist es, dass man die wörtliche Rede richtig setzt. Deshalb möchte ich von euch wissen, wie ihr sie häufig nutzt bzw. schreibt. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten Dialoge schreiben.

Beispiel 1:
Tinas Mutter rannte zur Treppe und rief: »Bist du fertig? Wir müssen los.«

Beispiel 2:
»Also?«, fragte Paul genervt. »Was nimmst du? … Cola oder Orangenlimonade?«

Beispiel 3:
»Mmh… Das riecht lecker!«, gab Karl als Kompliment zurück.

Dies waren so gut wie alle Methoden, die ich so kenne. Klar! Man könnte jetzt das Komma vorschieben. Aber das wäre sinnlos erneut hinzuschreiben, da es viel verwirren würde. Also… Wie schreibt ihr eure Dialoge so?! Packt ihr die Aktivität der Figur am Rand oder in der Mitte? Schmückt ihr ihn noch aus? Lasst es mich wissen.

Eure Federtänzerin
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Siegfried
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Siegfried (24.05.2019, 18:24)
Federtänzerin hat geschrieben:
Wie schreibt ihr eure Dialoge so?! Packt ihr die Aktivität der Figur am Rand oder in der Mitte? Schmückt ihr ihn noch aus? Lasst es mich wissen.


Etwa so:

Federtänzerin hat geschrieben:
Beispiel 1:
Tinas Mutter rannte zur Treppe und rief: »Bist du fertig? Wir müssen los.«


Tinas Mutter rannte zur Treppe. »Bist du fertig? Wir müssen los!«

Federtänzerin hat geschrieben:
Beispiel 2:
»Also?«, fragte Paul genervt. »Was nimmst du? … Cola oder Orangenlimonade?«


»Also?« Paul wedelte mit den Händen wild in der Luft herum. »Was nimmst du? … Cola oder Orangenlimonade?«

Federtänzerin hat geschrieben:
Beispiel 3:
»Mmh… Das riecht lecker!«, gab Karl als Kompliment zurück.


»Mmh… Das riecht lecker!« Für einen Moment huschte Karls Zunge über seine Lippen.

Ich versuche, Sprecherverben zu meiden, wo es nur geht. Aktion bzw. Handlung unterstützt den Dialog viel besser als »sagte er ... rief sie ... meinte er ... antwortete sie«.

Das »sagte er« ist ohnehin das schwächste Sprecherverb, was es gibt. Es gibt wunderbare Ausdrücke für unterschiedliche Lautstärken:

»schrie er ... brüllte sie ... kreischte er ... hauchte sie ... flüsterte er ... schnappte sie ... brummte er ... murmelte sie«

Eine der schönsten Schreibüungen: Einen Dialog zwischen drei Leuten schreiben - ohne Sprecherverb. cheezygrin
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Federtänzerin
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Federtänzerin (24.05.2019, 18:58)
Mmh... Sieht so aus als hätten wir hier einen Liebhaber der Show don't Tell-Regel, nicht wahr? Meins ist ein wenig schwamming und gehört verbessert. Aber immer wenn ich schreibe, erzähle ich bloß.
Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
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Monika K.
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Monika K. (24.05.2019, 19:29)
Ich gehe ähnlich wie Siegfried vor. Das funktioniert aber nur, wenn man ausschließlich beim Sprecherwechsel eine neue Zeile beginnt. Wenn ein Autor vor jede wörtliche Rede einen Zeilenumbruch setzt, verliert man bei dieser Vorgehensweise den Überblick, wer gerade spricht. Deshalb mache ich das nicht.
Außerdem muss man nicht jeder wörtlichen Rede einen Sprecher zuordnen. Wenn sich zwei Leute unterhalten, reicht es, wenn man alle paar Sätze eine Person etwas tun lässt, damit der Leser weiß, wer diesen Satz gerade spricht.
Sprecherverben verwende ich hauptsächlich dann, wenn ich sie unbedingt brauche, um z.B. die Lautstärke des Gesagten zu vermitteln, oder wenn ein Gespräch zwischen mehreren Leuten stattfindet, die ruhig herumsitzen. Da kann man nicht jedem gesprochenen Satz eine Tätigkeit des Sprechers zuordnen, weil sonst zu viel Unruhe in die Szene kommt.

Viele Grüße
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Siegfried
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Siegfried (25.05.2019, 00:38)
Federtänzerin hat geschrieben:
Mmh... Sieht so aus als hätten wir hier einen Liebhaber der Show don't Tell-Regel, nicht wahr? Meins ist ein wenig schwamming und gehört verbessert. Aber immer wenn ich schreibe, erzähle ich bloß.


Ich erzähle auch bloß. cheezygrin

Ich habe mal ein Beispiel herausgesucht. Nichts Besonderes, aber mit mehreren Personen im Dialog und mit so wenig Sprecherverben wie möglich.

Ort und Zeit der Handlung: eine Seemannskneipe am Ufer der Themse, London, im Jahre 1702.

Handelnde Personen:
Able Owens, ein altgedienter Seemann, der sich durch wilde Erzählungen seinen Rum zusammenschnorrt;
Matthew Hilger aus Kingston upon Hull und der Holländer Jan ten Brock, zwei Jungmatrosen von 15, 16 Jahren auf der Suche nach einer neuen Heuer;
Mary, die Schankmagd der Kneipe;
ein paar Kneipenbesucher.

Handlung:
Die zwei Jungmatrosen Hilger und ten Brock sitzen in der Kneipe und diskutieren darüber, wie sie eine neue Heuer an Bord eines Schiffes finden könnten. Als Alternative wäre sie auch bereit, auf einem Kriegsschiff der Royal Navy anzumustern. England steht im Krieg gegen Frankreich (spanischer Erbfolgekrieg) und sucht Matrosen für die Flotte.

    »Ich würde mir so etwas gut überlegen.« Able Owens trat so dicht an den Tisch heran, dass er ihn fast berührte. »Die Kapitäne der Navy sind Halsabschneider und Tyrannen, schlimmer als die übelsten Piraten der Südsee. Und ich kenne einige dieser wilden Burschen.«
    Die beiden am Tisch sahen erschrocken auf, als hätte man sie gerade bei der Planung einer Verschwörung überrascht.
    Owens verzog das Gesicht zu seinem freundlichsten Grinsen. »Ich muss es wissen, denn ich habe über die Jahre, die ich zur See gefahren bin, es immer wieder mit diesen Offizieren unserer ach so glorreichen Königlichen Marine zu tun gehabt. Zum Teufel mit diesem Dreckspack!« Er spie aus und traf einen Hund, der in der Ecke döste. Der Hund zuckte zusammen, jaulte auf und legte dann seinen Kopf wieder auf die Vorderpfoten.
    »Ihr seid auf einem Kriegsschiff gewesen?« Der Junge aus Kingston riss die Augen auf.
    Owens grinste noch breiter. Die beiden waren ein gefundenes Fressen.
    »Nun …« Er zog umständlich einen Stuhl heran und setzte sich. »Gedient habe ich nicht auf einem Kriegsschiff unserer allergnädigsten Majestät. Aber zu tun bekommen habe ich es bereits mehrfach mit Kapitänen von Fregatten. Und mit allerhöchsten Admirälen unserer Navy.«
    »Admiräle?« Der Holländer beugte sich vor. »Richtige Admiräle?«
    »Oh ja, das kann ich euch sagen. Piekfeine Herrschaften sind das. Gekleidet in feinsten Uniformen. Und mit Stiefeln angetan, die blitzen und blinken wie ein Spiegel im Freudenhaus.« Able Owens griff tief in seine Geschichtenkiste.
    Die beiden Jungseeleute glucksten. Vermutlich hatte ihnen gegenüber noch nie jemand Admiräle und Bordelle in direkten Zusammenhang gebracht.
    Owens fand, dass es Zeit war, Nägel mit Köpfen zu machen. »Ich kann euch eine ganze Menge erzählen von der Marine. Von der Seefahrt insgesamt. Denn ich bin in meinem verdammten Leben kreuz und quer über die Meere gesegelt. Und ich habe mehr als einmal miterlebt, wie der Teufel sich die Seele von einem guten Seemann geholt hat.«
    Seine beiden Zuhörer starrten ihn mit weit aufgerissenen Augen und Mündern an.
    Able Owens griff sich theatralisch an den Hals. »Wenn ich euch erzählen soll, wie es mir ergangen ist auf See, dann brauche ich etwas, womit ich meine Kehle anfeuchten kann. Sonst wird mir irgendwann die Stimme heiser.«
    Der Holländer nickte und winkte die Schankmagd heran, eine alte, unförmige Frau mit nur noch drei Zähnen im Mund. »Was wollt Ihr trinken? Ein Bier?« Wieder klang die Stimme des Holländers so eigenartig kehlig.
    »Bier?« Jetzt war es an Able Owens, die Augen weit aufzureißen. »Ein Seemann trinkt einen ordentlichen Becher Rum aus der Karibik!« Er klatschte der Schankmagd mit der flachen Hand auf das weit ausladende Hinterteil, die darauf in kreischendes Gelächter ausbrach. »Mary, einen ordentlichen Becher Rum für mich – auf Rechnung meiner beiden Freunde hier.«
    Mary zwinkerte Able Owens zu und machte sich auf den Weg zum Tresen.
    Der Junge aus Kingston streckte Owens die Hand entgegen. »Ich bin Matthew Hilger. Komme aus dem Norden. Bin bisher immer nur auf dem Humber und ein Stück die norwegische Küste rauf und runter gefahren.«
    »Able Owens mein Name.« Owens schlug ein. »Kannst Abe zu mir sagen. Und wer ist dein Freund?«
    »Jan ten Brock«, antwortete der Holländer, bevor Hilger etwas sagen konnte. »Aus Hoorn. Das ist ...«
    »So, so. Jan also«, unterbrach ihn Owens. »Na, ist ja auch egal. Ob Ian oder Jan, was soll’s.«
    Die Schankmagd kehrte an den Tisch zurück und stellte Owens einen gut gefüllten Becher vor die Nase. Dann grinste sie reihum jeden am Tisch mit ihrem nahezu zahnlosen Mund an, als hätte sie noch etwas Unanständiges mit den Dreien vor.
    »Mary, glaub nicht, dass ich noch einmal deinen Hintern anfasse.« Owens lachte. »So hübsch ist dein Arsch nun auch nicht.«
    Marys Grinsen verschwand so schnell wie ein Blitz in der Nacht. Dann verließ etwas ihren Mund, was wohl ein Fluch sein sollte, sich aber in Krächzen und Gesabber verlor. Sie streckte ihre schmutzige, fleischige Hand in Richtung Matthew Hilger aus. Es dauerte eine ganze Weile, bis der verstand, was die Schankmagd von ihm wollte. Umständlich kramte er ein paar Münzen aus seinem Geldbeutel hervor und ließ sie in die Hand vor seinem Gesicht fallen. Mary warf einen misstrauischen Blick auf das Geld, steckte es aber schließlich ein, nicht ohne ein deutlich hörbares Knurren von sich zu geben.
    Kaum war Mary fort, meldete sich ein Mann von einem Nebentisch. »Jungs, lasst euch nicht von Able ausnehmen. Der tischt euch Lügen auf, dass es selbst dem dicksten Tisch hier im Parrot die Planken aus der Fassung haut!«
    »Scher dich um deine eigenen Angelegenheiten, Billy Drovers! Was ich zu erzählen habe, ist wahr. So wahr, wie Gott, der Herr, mein Zeuge ist!«
    »Läster nicht Gott!« Das kam aus der entgegengesetzten Richtung. »Bei deinem Sündenregister wird dich sonst noch der Teufel aus der Hölle werfen.«
    Der halbe Schankraum brach in helles Gelächter aus.
    »Kümmert euch nicht drum.« Owens nahm einen Schluck. »Was ich euch jetzt erzählen werde, das ist wahr. Beim Leben meiner Mutter und meiner Großmutter. Es ist – Hölle und Verdammnis! – so wahr, wie ich jetzt hier vor euch auf diesem Stuhl sitze.«
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Federtänzerin
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Federtänzerin (25.05.2019, 11:00)
Stimmt! Jedoch ist es bei mir immer so, dass ich –, egal welcher Text –, immer so Kommentare wie "Du beschreibst nur." oder "Schreib doch endlich!" bekomme. Sie sehen nicht, dass ich geschrieben habe :( Ich bin eben ein Anfänger, was das Bücherschreiben angeht.
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Siegfried
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Siegfried (25.05.2019, 20:59)
Federtänzerin hat geschrieben:
Stimmt! Jedoch ist es bei mir immer so, dass ich –, egal welcher Text –, immer so Kommentare wie "Du beschreibst nur." oder "Schreib doch endlich!" bekomme. Sie sehen nicht, dass ich geschrieben habe :( Ich bin eben ein Anfänger, was das Bücherschreiben angeht.


Warum machst du den Wert deiner Texte von der Meinung einiger Leute abhängig, die vom Schreiben keine Ahnung haben?

Hätten sie Ahnung, würden sie dir helfen und nicht solchen unqualifizierten Mist von sich geben.

Vorschlag: Gib diesen Leuten keine Texte mehr von dir.
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Federtänzerin (25.05.2019, 21:00)
Mmh... Naja. Ich brauch Kritik, um mich zu verbessern. Und der 08/15-Leser hat auch keine Kenntnisse vom Schreiben, oder nicht?
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Siegfried (25.05.2019, 21:45)
Federtänzerin hat geschrieben:
Mmh... Naja. Ich brauch Kritik, um mich zu verbessern. Und der 08/15-Leser hat auch keine Kenntnisse vom Schreiben, oder nicht?


Sätze wie "du beschreibst nur" oder "schreib doch endlich" sind keine Kritik. Auch 08/15-Leser mit Kritiken wie "war Müll" oder "tolles Buch" sind keine Kritiker. Eine Kritik liefert eine Begründung, warum jemand etwas als gelungen oder misslungen empfindet.

Wenn jemand sagt, ihm würde der Text nicht gefallen, weil zu viele Adjektive oder Substantive benutzt werden, dann ist das eine brauchbare Kritik. Wenn jemand sagt, die Hauptfigur verhalte sich völlig unglaubwürdig, weil sie in Gefahr ist, sich aber keine professionelle Hilfe holt, was eigentlich logisch wäre (siehe das Verhalten von Katharina Blum im bekannten Böll-Roman), dann ist das eine brauchbare Kritik. Wenn jemand sagt, der Film "Der Name der Rose" sei enttäuschend, weil das Entkommen von Sean Connery aus dem lichterloh brennenden Bücherturm nicht geklärt ist, dann ist das eine braucbare Kritik. Weil diese Kritiken zu einer Verbesserung führen. Aber "du beschreibst nur"? Was, wo, wann, wie? Begründung? Fehlanzeige!

Eine Geschichte zu schreiben ist das Eine. Eine Geschichte gut zu schreiben etwas ganz anderes. Ein erfahrener Schriftsteller hat mal gesagt, dass man alle 100.000 Wörter einen Qualitätssprung macht. Es sind viele Qualitätssprünge notwendig. Deshalb: Autoren/Autorinnen schreiben - alle Anderen suchen nach Entschuldigungen!
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Federtänzerin (26.05.2019, 12:33)
Ok. Ich bin immer noch bei der Plotplannung. Einfach nur, weil ich eine Klische-Quote von ca. 25% haben möchte. Sprich: So wenige wie es nur geht! Denn manche Klischees sind einfach nur nervig. Auch wenn sie sich verkaufen: Manche müssen einfach nicht sein; das ist nicht wirklich kreativ –, innovativ.
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Siegfried (26.05.2019, 13:52)
Federtänzerin hat geschrieben:
Ok. Ich bin immer noch bei der Plotplannung. Einfach nur, weil ich eine Klische-Quote von ca. 25% haben möchte. Sprich: So wenige wie es nur geht! Denn manche Klischees sind einfach nur nervig. Auch wenn sie sich verkaufen: Manche müssen einfach nicht sein; das ist nicht wirklich kreativ –, innovativ.


Frage: Was hat das jetzt mit der Frage nach "Dialogen mit Power" zu tun? Du machst jetzt gerade ein ganz anderes Fass auf.
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Federtänzerin (26.05.2019, 17:45)
Naja. Mit Power meine ich, dass ich nicht immer:

»Oh!«, sagte Mia. »Es hat geschneit.«
»Wirklich?«, sagte Max mit großem Interesse.
»Ja.«, sagte Mia beharrt. »Schau doch aus dem Fenster!«


Verstehst du, was ich meine? Ein Dialog mit Power wäre:
»Oh!« Mia machte große Augen als sie aus dem Fenster sah. »Es hat geschneit.«
Max lief gerade zur ihr. »Wirklich?«
»Ja!«, beharrte Mia. »Schau doch aus dem Fenster!«
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Monika K. (26.05.2019, 19:02)
Federtänzerin hat geschrieben:
Naja. Mit Power meine ich, dass ich nicht immer:

»Oh!«, sagte Mia. »Es hat geschneit.«
»Wirklich?«, sagte Max mit großem Interesse.
»Ja.«, sagte Mia beharrt. »Schau doch aus dem Fenster!«


Verstehst du, was ich meine? Ein Dialog mit Power wäre:
»Oh!« Mia machte große Augen als sie aus dem Fenster sah. »Es hat geschneit.«
Max lief gerade zur ihr. »Wirklich?«
»Ja!«, beharrte Mia. »Schau doch aus dem Fenster!«


Mia blickte aus dem Fenster. "Oh! Es hat geschneit!"
"Wirklich?"
"Ja! Schau doch selbst!"

Das geht natürlich nur, wenn an der Stelle klar ist, dass sich nur diese beiden Personen im Raum befinden.
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Siegfried (26.05.2019, 20:30)
Federtänzerin hat geschrieben:
Verstehst du, was ich meine? Ein Dialog mit Power wäre:
»Oh!« Mia machte große Augen als sie aus dem Fenster sah. »Es hat geschneit.«
Max lief gerade zur ihr. »Wirklich?«
»Ja!«, beharrte Mia. »Schau doch aus dem Fenster!«


Geht doch.

Kleine Korrekturen:

»Oh!« [Ausdruck des Erstaunens] Mia machte große Augen [noch ein Zeichen des Erstaunens, redundant, also raus damit], als sie aus dem Fenster sah. »Es hat geschneit.«
Max lief gerade [gerade im Sinne von krumm? Oder im Sinne von jetzt? Wenn Letzteres, dann streichen, weil Füllwort] zur ihr. »Wirklich?«
»Ja!«, beharrte Mia. [Es gibt nur zwei Sprecher; Sprecherwechsel ist erkennbar, daher Sprecher streichen - siehe auch das Beispiel von Monika K.] »Schau doch aus dem Fenster!«


Das ist aber alles Sache der Überarbeitung. Also etwas, das am Ende des kreativen Prozesses stattfindet (übrigens ebenso das Entfernen von Klischees. Auch das ist Aufgabe der Überarbeitung, wenn der Text den ersten Draft abgeschlossen hat).

Daher:

»Oh!« Mia sah aus dem Fenster. »Es hat geschneit.«
Max lief zur ihr. »Wirklich?«
»Ja! Schau doch aus dem Fenster!«
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Re: Dialoge mit Power setzten

von Federtänzerin (29.05.2019, 20:38)
Danke für die Korrektur! Oft weiß ich nie, wann genug, genug ist. thanks: bash:
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