First Try - Tiny Tale

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Kaleko
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First Try - Tiny Tale

von Kaleko (02.12.2019, 20:19)
Ich hab' mich mal einen kurzen Nachmittag hingesetzt und versucht zwei Fantasy-Reihen ein wenig zu verknüpfen - auf meine sehr eigene Art. Es ist mein absolut erster Versuch, und ich hoffe, ich bekomme ein wenig Feedback auf die sprachliche Gestaltung usw.. Die Handlung ist eher zweitrangig.

Rückkehr

Nebel kroch über den alten, vertrauten Platz, der mittlerweile von Unkraut und übermäßigem Pflanzenwachstum gezeichnet war. Sogar unbekannte Bäume auf den Gräbern meiner Freunde waren hochgewachsen. Nach dem Kraftakt des Stemmens einer großen Masse von Erde, die über meinem immer noch jung aussehendem Körper lag, beobachtete ich diese Veränderungen innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde.
Nächtliche Geräusche rauschten über den hoch und abgelegenem Platz. Ich fühlte mich zeitgleich geschwächt und zu neuem Leben gerufen, während mir abertausende Gedanken durch den Schädel schwirrten. Ebenso streikte mein Körper und fühlte sich so energisch wie der eines Kindes an. Doch in Wirklichkeit stand ich neben mir und ließ alles über mich ergehen. Nach der leichten Abschwächung meiner blitzartigen Aktionen und Reaktionen fand ich wieder zu mir, offensichtlich nach langer Zeit unter der Erde, denn erinnern konnte ich mich besonders an den Zeitpunkt meines Todes. Eine breite Silhouette erstreckte sich über den vollständigen Sichtbereich meiner Position. Gestärkt von normalerweise giftigen Substanzen und einem Verbundenheitsgefühl - das sich sowohl auf meine beistehenden Freunde bezog, wie auch auf das bevorstehende Übel. Mir fiel auf, dass der Ort meiner tiefsitzenden Erinnerung, der des aktuellen Befindens war. An solch einem abgelegendem Ort, wer solle uns beerdigt haben, und wieso? Und vor allem, warum stand nun ich hier, alleine und in einer mir unbekannten Zeit? Gekleidet war ich in meinem alten, vom Kampf zerfetzten Mantel und in einer schlichten, leicht gepanzerten Hose. Die im Kampf verwendeten Waffen lagen jedoch nicht in meiner unmittelbaren Nähe. Erinnerungsbruchteile kamen mit der Zeit - die in einem mir merkwürdig erscheinendem Tempo verlief. Die Gräber meiner Kameraden erkannte ich an den felsigen Pyramiden, erstaunlicherweise war ein solches Konstrukt nicht auf meinem aufgebaut wurden. Woher ich wusste, dass es meine Freunde waren? - Eine Vermutung. Zu viele Fragen durchlöcherten meinen labilen Verstand. Zeit später bestaunte ich einen alten, morschen Baum, er weckte in mir Erinnerungen vom Kampf: Momente voller Angst, Stolz und Freude. Und dort war er wieder - der Zeitpunkt meines Todes mit erfreulichen Zusatzinformationen. Ich konnte erblicken, wie meine Waffen vom großen Schatten Meter neben den erwähnten Baum geschleudert wurden.
Leicht bestürzt lief ich hin und fand meine lange Klinge, geschmiedet von alten, majestätischen Wesen, die längst vergessen waren. Legenden meines Volkes erzählten von ihnen: Die schönsten Geschöpfe die unsere Erde je hervorbrachte, doch nun sollen sie in ein fernes, uns unbekanntes Land gesegelt sein, um dort ein nicht endendes Leben führen. Schwerter dieser Art gab es nur in alten Reichen, und nicht einmal dort in entfernter Weise häufig. Es war immer noch scharf, obwohl es schon Jahrzehntausende alt sein muss. Bei der Berührung des Schwertes blitzte erneut ein Bruchteil meines Gedächtnis auf, denn der Schatten, der uns unter die Erde brachte, war nun kein reiner Schatten mehr, er war mit Flammen bestückt, und man konnte nun Flügel, sowie Schwanz und riesige Hörner erkennen. Die anderen, mit tieforangenem Feuer versehenen Stellen konnte man mit Augen, Mund und Nase interpretieren. Ich suchte nach weiteren Hinweisen, sowohl bezogen auf den Kampf und auch auf mich. Doch ich sah nur Schlamm über Schlamm und Stein über Stein, bis ich im Boden, in der schwachen Sonne, ein Funkeln sah, es war ein Edelstein, ungeschliffen und von unglaublicher Schönheit. Es zog mich zu ihm hin, und schließlich hob ich den handgroßen Stein auf, ich durchlebte millionen von Gefühlen und Erlebnissen erneut. Endlich. Die Offenbarung. Ich blickte zurück in meine Hand und er war verschwunden. Es war so, als hätte ich mein Gedächtnis in Form eines Steins wiedergefunden.
Meine Aufgabe bestand nun darin den Grund für meine Auferstehung zu finden, den Bestatter ausfindig zu machen und das Balrog aufzuspüren, das all dies zu verantworten hat.

:)
Zuletzt geändert von Kaleko am 03.12.2019, 17:13, insgesamt 2-mal geändert.

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Siegfried
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Re: First Try - Tiny Tale

von Siegfried (03.12.2019, 00:16)
Ja, gut ...

Aber weshalb hast du deinen Text in "Buchvorstellung: Ratgeber, Sach- und Fachliteratur" präsentiert? Hat das einen tieferen Grund?
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