Buch ins Englische übersetzen

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ohjefisch
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Re:

von ohjefisch (31.05.2016, 12:25)
Hallo Matthias,

ich habe mir mal kurz Deine Seite über 'Beyond the Virus' angeguckt. Das ist eine Biografie verknüpft mit einem Thema, das international relevant ist, richtig? Und Du machst auch Marketing. Die Übersetzung zusammen mit Menschen, die man kennt, und die sprachlich kompetent sind, ist ja eine Ideallösung. (War der Übersetzer in Prag für ein anderes Buch engagiert?)

Wie interessant nun die eigene Geschichte überhaupt für andere ist, wird aber wahrscheinlich oft überschätzt. (Ich selbst schreibe einen Roman, in dem ich eigene Erfahrungen verarbeiten möchte, vermute aber mal, dass das keinen außer mir groß interessiert. Eine Autorin, für die ich lektoriert habe, war auch ganz begeistert von ihrer Biografie, und ja, ihre Bekannten wollten das unbedingt lesen. Aber sonst jemand? Sie wollte auch ins Englische übersetzen lassen, eine Freundin, die mal Anglistik studiert hat, wollte das übernehmen. Davon habe ich ihr abgeraten, sollte schon ein Muttersprachler machen. Es ist aber bisher sowieso nicht dazu gekommen, weil sie bisher bei der deutschen Ausgabe schon draufgezahlt hat.)

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Grüße,

Monika (eine andere als die, die hier so viel geschrieben hat im Forum)

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mtg
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Re:

von mtg (31.05.2016, 13:04)
Hallo, (andere) Monika,

den offiziellen Übersetzer hatte ich – wie ich schon schrieb – für eine Unternehmenshistorie engagiert. Das ist eine völlig andere Baustelle.

Was »meine« Geschichte betrifft: Es handelt sich bei meinem Buch – weder in der deutschen noch der englischen Version – um eine Biographie, sondern um einen Erfahrungsbericht im Umgang mit einer in der Gesellschaft nach wie vor stigmatierten Erkrankung, die mittlerweile sehr gut, bis zur Nichtinfektiosität, behandelbar ist. Ich bin in Deutschland einer der wenigen, die ganz offen auch öffentlich mit dem Thema umgehen, wurde für meine Arbeit mit einem Preis ausgezeichnet und halte regelmäßig Lesungen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen oder Jugendstrafanstalten (mittlerweile über 250) im Rahmen der Prävention und Aufklärung bzw. Vorträge bei diesbezüglichen Veranstaltungen.

In den USA sieht die Sachlage allerdings anders aus, dort gibt es mehr im weitesten Sinne vergleichbare Literatur. Aber es gibt auch Ecken auf der Welt, in denen das Thema ein noch zu beackerndes Feld ist.

StefanGrüsling
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Überstzung

von StefanGrüsling (23.06.2016, 18:30)
Hallo,

ich habe mir mal einen Produkttext von https://www.lass-andere-schreiben.de übersetzen lassen. Ich hatte meinen Übersetzungsauftrag kostenfrei inseriert und konnte mich für eines der vielen unverbindlichen Angebote von freien Autoren entscheiden. Das Ergebnis war wie erwartet. Bei Agenturen weiß man gar nicht, wer seinen Text bearbeitet, von daher präferiere ich dieses Portal, auf denen man sich seinen Autor selber anhand von Referenztexten und/oder Bewertungen aussuchen kann.

Gruß thumbbup

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Gabriel
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Re: Buch ins Englische übersetzen

von Gabriel (07.06.2017, 16:29)
Hallo,
ich habe auch ab und zu ein Dokument, das ich übersetzen muss. Das mache ich immer im Internet auf dieser Seite https://www.typetime.de/juristische-uebersetzung/ weil es dort einfach billiger ist. Neulich habe ich ein juristisches Dokument übersetzen müssen. Die Übersetzungen sind immer sehr gut und professionell gemacht. Was mir auch gefällt, ist dass ich nicht ganz so viel bezahlen muss. Wie viel jetzt die Übersetzung eines Buchs kosten würde, weiß ich leider nicht :)
LG

Yvi
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Re: Buch ins Englische übersetzen

von Yvi (14.11.2019, 08:52)
Hat schon jemand versucht bei einem Dolmetscher/Übersetzer anzufragen, ob die auch bereits übersetzte Texte korrekturlesen?

Ich hab mir ein paar Kostenvoranschläge angesehen, die bei meinem Buch alle um 20.000 € liegen :shock:: :shock:: :shock::
Das ist für mich im Leben nicht bezahlbar. Bin froh, dass ich das Lektorat irgendwie abstottern kann.

Leider hab ich schon hier und da gehört, dass Dolmetscher ziemlich schlecht auf die automatischen Übersetzer zu sprechen sind und da mag ich irgendwie nicht anfragen, ob ein Dolmetscher mir das DeepL-übersetzte Buch korrekturlesen will - schließlich wollen die ja auch Geld verdienen.

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mtg
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Re: Buch ins Englische übersetzen

von mtg (14.11.2019, 09:58)
Yvi hat geschrieben:
da mag ich irgendwie nicht anfragen, ob ein Dolmetscher mir das DeepL-übersetzte Buch korrekturlesen will - schließlich wollen die ja auch Geld verdienen.

Es geht nicht nur ums Geld. Es ist für einen Profi etwa drei Mal so aufwändig, ein schlecht übersetztes Manuskript in gutes Englisch zu übertragen als es eine direkte Übersetzung aus dem Deutschen wäre. Für einen guten Übersetzer musst Du mindestens 1 €/Zeile (55 Zeichen) einrechnen.

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Siegfried
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Re: Buch ins Englische übersetzen

von Siegfried (14.11.2019, 14:32)
Yvi hat geschrieben:
Leider hab ich schon hier und da gehört, dass Dolmetscher ziemlich schlecht auf die automatischen Übersetzer zu sprechen sind


Ist ja auch kein Wunder. Feststehende Ausdrücke im Deutschen werden ausgesprochen eigenartig ins Englische übersetzt (und vice versa).

Beispiel:
"Ich habe mich krumm und buckelig gelacht."

Google Übersetzer:
"I laughed crooked and hunchbacked." (Ehrlich - das liefert der Google-Übersetzer!)

Korrekte Überstzungen wären:
"I was bent double with laughter."
oder
"I was writhing in/with laughter."
oder
"I doubled over with laughter."
oder
"I laughed so hard I pissed my pants."

Auch nett: komplizierte Satzstrukturen.

Beispiel:
"Derjenige, der denjenigen, der das Schild, das an der Straße, die nach Kleinheim führt, steht, zerstörte, anzeigt, wird belohnt." (stilistisch absolut grottig, grammatisch aber korrekt)

Google Übersetzer:
"The one who rewards the one who showed the sign on the road leading to Kleinheim is rewarded." (Aaarrggghhh!)

Automatische Übersetzer? Nur bei simpelster Sprache!
Korrektorat: 1,- Euro pro angefangene 1.000 Zeichen // Layout Buchblock: 1,- Euro pro Seite zzgl. 19 % USt. // Buchcover 20,- oder 30,- Euro inkl. 19 % USt. // Sonderpreise auf Anfrage per E-Mail oder PN


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