BOD-Autoren - Alles Nichtskönner?

Euer Forum für Diskussionen zum Thema Self-Publishing und Buchveröffentlichung.


Angelina II

Re:

von Angelina II (14.07.2011, 00:02)
Nicolas Fayé hat geschrieben:
@Sandra

Mir gefiel Prioräten viel besser. angle:


Edit: Um weiteren Diskussionen vorzubeugen: Mir ist bekannt, dass dieses Post nicht viel zum Thread beiträgt. Aber es machte trotzdem Spaß. cool5


Stimmt, es gibt auch denen eine Chance hier etwas beizutragen die eigentlich inhaltlich nichts zu sagen haben.

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mtg
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Re:

von mtg (14.07.2011, 09:16)
Moe Teratos hat geschrieben:
Dass ich mit der Wahl meiner Buchthemen nicht jeden Geschmack treffen kann, ist normal, aber was die Grammatik und die Rechtschreibung, sowie die Erzählperspektiven angeht, dafür gibt es gute Hilfen, die sich jeder besorgen kann.

Hi Katrin,
danke für diesen Satz. Den sollte man eigentlich über dieses Forum stellen ... thumbbup thumbbup thumbbup

Erlkönigin
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Re:

von Erlkönigin (14.07.2011, 09:49)
"BoD-Autoren alles Nichtskönner?" -So lautete doch meines Erachtens eingangs das Thema.
Vielen scheint hier ganz einfach das persönliche Selbstvertrauen abhanden geraten zu sein. Oder glaubt Ihr allen Ernstes, ein Buch wird gut bzw. ein schlechtes wird besser, indem es beim "richtigen" Verlag erscheint?
Bedarf es eines teuren, für viele Autoren unbezahlbaren Lektors?
Wenn Ihr bei BoD veröffentlicht, dann tut Euch selber einen großen Gefallen: Steht dazu und vor allem hinter Eurem Buch!

Ihr wollt wissen, wie es um Eure Ausdrucksfähigkeit bestellt ist, ob Ihr die Interpunktion beherrscht und die deutsche Rechtschreibung? Um dies in Erfahrung zu bringen und um sich - sollte Bedarf bestehen- weiter zu entwickeln, braucht es keinen hoch dotierten Lektor:
Auch ich war von meiner Mittelmäßigkeit beinahe überzeugt, als ich zufällig im WWW auf Textbroker.de stieß. Hier gibt man bei seiner Anmeldung einen Probetext (Thema wird vorgegeben) ab. Dieser wird von erfahrenen Lektoren geprüft und bewertet. Über meine gute Bewertung selber erstaunt, begann ich nun damit, anhand der Themenliste einige Beiträge zu verfassen. Einer meiner Kunden war schon nach meinem ersten Auftrag derart begeistert von meiner Arbeit, dass er mir eine sog. Directorder anbot. Das bedeutet, er schreibt seine Aufträge nun nicht mehr öffentlich bei Textbroker aus sondern gibt alles direkt und exklusiv an mich.
6 Aufträge habe ich so mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Bei keinem dieser Aufträge kam ein Änderungswunsch seitens des Kunden bzw. seitens des hauseigenen Lektorats von Textbroker.
Textbroker bewertet jeden Auftrag und mit der Zeit wird man höher eingestuft und die einem dann zur Verfügung stehenden Offerten sind höher dotiert aber sicherlich auch umfangreicher in der Bearbeitung.
Darüber hinaus bietet sich jedem Autor hier die Möglichkeit, KOSTENFREIE Lektorats-Unterstützung zu erhalten, was meines Erachtens der Weiterentwicklung des eigenen Schreibstils nur dienlich sein kann.
Ich weiß mittlerweile, dass ich schreiben kann und das nicht einmal schlecht cool1
Resultierend aus diesem Wissen ziehe ich für mich folgende Erkenntnis: Verkauft sich mein Buch bei BoD nicht, dann wird es auch woanders zum Ladenhüter!

Grüßle
Die Erlkönigin

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Siegfried
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Re:

von Siegfried (14.07.2011, 16:58)
Erlkönigin hat geschrieben:
Darüber hinaus bietet sich jedem Autor hier die Möglichkeit, KOSTENFREIE Lektorats-Unterstützung zu erhalten, was meines Erachtens der Weiterentwicklung des eigenen Schreibstils nur dienlich sein kann.


In diesem Satz verstecken sich gleich zwei Tretminen.

Erstens:
Ein Lektor BEWERTET. Sagt, was falsch ist. Oder zumindest verbesserungswürdig. Das WILL der durchschnittliche BoD-Autor nicht - die BoD-Autorin ebenfalls nicht. Der durchschnittliche BoD-Autor will Anerkennung allein dafür, dass er es gewagt hat, einen Text zu schreiben und diesen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der durchschnittliche BoD-Autor will Lob und Anerkennung für seinen Mut - nicht für seinen Text. Schon gar nicht will er Kritik hören.

Zweitens:
Der durchschnittliche BoD-Autor hat NICHT den Drang, sich irgendwie zu verbessern. Er hat den Drank, der Welt zu erklären, dass er ein Buch geschrieben hat. Dass er sich zu einer anerkannten Minderheit zählt, die sich "Schriftsteller" oder "Buch-Autor" nennt. Die Abwesenheit von Respekt vor bzw. Liebe zur Sprache verhindert jede Form von Verbesserung. Sprache, insbesondere die Schriftsprache, ist ein notwendiges Übel, um ein Buch zu veröffentlichen. Der durchschnittliche BoD-Autor würde am liebsten sein Buch diktieren und es dann von anderen abtippen lassen. Einen Hang zur Weiterentwicklung oder Verbesserung hat der durchschnittliche BoD-Autor nicht.

Jene, die tatsächlich Anerkennung wie Kritik für ihren Text haben wollen und damit an ihrer eigenen Weiterentwicklung arbeiten, sind eine verschwindend kleine Gruppe. Somit Ausnahmen - und nicht der durchschnittliche BoD-Autor.
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MichaelHA
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...

von MichaelHA (14.07.2011, 17:09)
Siegfried hat geschrieben:
Jene, die tatsächlich Anerkennung wie Kritik für ihren Text haben wollen und damit an ihrer eigenen Weiterentwicklung arbeiten, sind eine verschwindend kleine Gruppe. Somit Ausnahmen - und nicht der durchschnittliche BoD-Autor.


Ich finde das etwas pauschalierend. Es gibt m.E. nicht den durchschnittlichen BOD-Autor. Ich bspw. freue mich über jede konstruktive Kritik und äußere mich - wenn auch selten - auch entsprechend zu Veröffentlichungen anderer.

Beste Grüße

MichaelHA

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Siegfried
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Re: ...

von Siegfried (14.07.2011, 18:03)
MichaelHA hat geschrieben:
Ich finde das etwas pauschalierend. Es gibt m.E. nicht den durchschnittlichen BOD-Autor.


Laut STERN-Artikel aus dem Jahre 2008 erscheinen bei BoD Norderstedt pro Monat (!) 500 neue Titel. Vielleicht mag es den einen oder anderen Autor geben, der pro Monat 1 Buch neu veröffentlicht. Für die Masse der 500 trifft das aber nicht zu.

Vielleicht mag es auch einen bestimmten Prozentsatz geben, der mehr als 1 Buch pro Jahr veröffentlicht. Für die Masse der 6.000 Buchautoren im Jahr trifft das aber nicht zu.

Selbst wenn von den 6.000 Neuerscheinungen im Jahr bei BoD nur zwei Drittel Neuautoren sind, rechtfertigt das durchaus den Ansatz von Herrn Gauss, dass sich die Mehrheit von ihnen innerhalb des Bereiches des "durchschnittlichen BoD-Autors" bewegt.

Ich weiß nicht, wie groß der Kundenstamm bei BoD tatsächlich ist, gehe aber von einer mittelprächtigen fünfstelligen Zahl aus - irgendwo zwischen 15.000 und 20.000 wird sich das bewegen, vermutlich mehr. Wie hoch schätzt du die Zahl derer, die sich intensiv mit dem sprachlichen Ausdruck, den Formvorschriften der deutschen Sprache, der sprachlichen Qualität (neben der fachlichen) ihres Buches kritisch auseinandersetzen? Wie viele von denen sind hier in diesem oder einem adäquaten anderen Forum aktiv unterwegs? Nun? Den großen Rest, der da übrig bleibt, erlaube ich mir als "durchschnittlichen BoD-Autor" zu bezeichnen, der weder Kritik noch Verbesserung will. Wäre das nicht so, würden deutsche Verlage und Literaturagenten nicht ständig darüber klagen, dass deutsche Autorenneulinge ihr Handwerkszeug nicht beherrschen - das schließt die Rechtschreibung z. B. mit ein.
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purple
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Re:

von purple (30.07.2011, 21:08)
@Erlkönigin: Super Beitrag, genau meine Meinung!!! Wenn ich Zeit habe, werde ich mir mal das beschriebene Portal anschauen thumbbup

Siegfried hat geschrieben:
Zweitens:
Der durchschnittliche BoD-Autor hat NICHT den Drang, sich irgendwie zu verbessern. Er hat den Drank, der Welt zu erklären, dass er ein Buch geschrieben hat. Dass er sich zu einer anerkannten Minderheit zählt, die sich "Schriftsteller" oder "Buch-Autor" nennt. Die Abwesenheit von Respekt vor bzw. Liebe zur Sprache verhindert jede Form von Verbesserung. Sprache, insbesondere die Schriftsprache, ist ein notwendiges Übel, um ein Buch zu veröffentlichen. Der durchschnittliche BoD-Autor würde am liebsten sein Buch diktieren und es dann von anderen abtippen lassen. Einen Hang zur Weiterentwicklung oder Verbesserung hat der durchschnittliche BoD-Autor nicht.

Jene, die tatsächlich Anerkennung wie Kritik für ihren Text haben wollen und damit an ihrer eigenen Weiterentwicklung arbeiten, sind eine verschwindend kleine Gruppe. Somit Ausnahmen - und nicht der durchschnittliche BoD-Autor.


Wenn man mal mit einbezieht, dass man jeden Autoren kennen und einschätzen müsste, um einen ansatzweise durchschnittlich realistischen Wert ermitteln zu können, finde ich es immer wieder amüsant, wie man hier von wenigen Aussagen auf so gut wie alle schließt. Ich bin persönlich eher der Meinung, dass es eben nicht den typischen BoD-Autor gibt, denn allein die Intuitionen hier zu veröffentlichen, sind völlig unterschiedlich. Der eine will nur seine Freunde beschenken, der nächste wurde bei Verlagen abgelehnt und veröffentlicht weil er es eben einfach so will, auch ohne Verlag, wieder ein anderer hat sich gezielt für BoD entschieden, aufgrund der größeren Freiheit in vielen Belangen rund um das Publizieren, und wieder ein anderer will einfach nur schnell Geld machen.

Nicht jeder, der hier publiziert, treibt sich aktiv in diesem Forum um, warum auch? Ist das ein Muss? Es gibt so viele Foren und Austauschmöglichkeiten, der BoD-Pool ist nicht das Nonplusultra, manche neigen auch eher dazu, sich mit Büchern und Co. zu behelfen, als in Foren zu stöbern. Natürlich gibt es auch die, die sich für allmächtig halten und glauben sie wären Götter zwischen den Buchdeckeln und jedes Wort ist wie auf Papier gleitende Seide und wenn was falsch ist, wird es als künstlerische Freiheit abgetan, aber die gibt es doch in jedem Berufszweig. Ich bin übrigens eine, die von ihrem schriftstellerischen Talent überzeugt ist, nur, dass ich ein rundum perfektes Buch erwarte, so weit es eben im Alleingang möglich ist und wenn ich Fragen habe, frage ich. Bisher brauchte ich auch keinen Lektor und einen nach Erfolg riechenden Verlagsnamen vermisse ich auch nicht auf meinem Cover... cool1 Wenn ich erzähle, ich arbeite an einem Buch, sage ich auch, ich veröffentliche es selbst ohne Verlag, das beeindruckt sogar mehr als dass es abschreckt, man muss es nur überzeugend sagen :wink: Es ist keine Schande über BoD zu veröffentlichen. Es geht nicht darum, wie die allgemeine Gesellschaft über BoD denkt, sondern wie man es selbst sieht und was man bereit ist, für seinen Erfolg zu tun. So wie überall, passt das BoD-System nicht zu jedem und mancher muss eben erst etwas veröffentlichen um das herauszufinden...

Es gibt überall Nichtskönner, aber ich habe allein hier im Forum schon so viele Perlen und fähige Autoren entdeckt, dass ich diese These einfach nicht bestätigen kann. Ich habe mich bewusst für BoD entschieden und ich stehe auch dazu. Ich sehe es da wie Erlkönigin und schon so viele andere vor ihr... wer hier nicht Erfolg hat, hat ihn nirgendwo und die, die ihn hier haben, für die ist BoD oft Sprungbrett in die Verlage! Und Nichtskönner kommen ja wohl nicht in die Verlage... :wink:

LG, purple

kreativling
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Re:

von kreativling (02.08.2011, 13:06)
Hallo!

Ich lese hier schon länger mit, allerdings habe mich gerade frisch angemeldet - ich hoffe, keiner beißt mir den Kopf ab, weil ich hier kurz mitschreibe.

Ich habe ein kleines Sachbuch in Planung, es geht ums Nähen. Ich habe zwei Verlage (der Eine ist groß, der andere etwas kleiner) gefunden, die mein Buch verlegen würden - es würde mich so kein Cent kosten!

Aber:
- Ich würde nach jedem verkauften Buch eine wirklich lächerliche Summe bekommen. Es wäre ein Buch mit Fotos, also nicht nur Text schreiben, sondern auch Bilder bearbeiten - es kostet sehr viel Zeit, mit diesem "Lachlohn" wäre es weit nicht bezahlt.

- Ich müsste praktisch jede Rechte abtreten, so kann der Verlag später mit meinen Ideen machen was er will. Das finde ich nicht so gut!

- Da ich Produkte mit dem gleichen Schnitt im eigenen Webshop verkaufe, würde mich so ein Vertrag wahnsinnig einschränken. Ich dürfte z.B. die gleiche Farbkombinationen, wie im Buch, nicht mehr anbieten und auch die veröffentlichten Motive sollten weit genug vom Original abweichen usw. Was weit genug ist, entscheidet wieder der Verlag. Die genähten Musterstücke dürfte ich irgendwann mal verkaufen, bis dahin stehen mir mehrere Hundert Euros und Unmenge an Arbeitsstunden in der Ecke und ob die Sachen später noch modisch und verkaufbar sind, kann mir auch keiner garantieren.

Für mich sind das die Gründe, warum ich es mir überlege, mein Büchlein selber auf die Beine zu stellen. Es ist für mich nicht das Wichtigste im Leben, wenn es nichts wird, ist auch OK. Es geht mir nur um das Wissen, was ich mir angeeignet habe und evtl. weitergeben würde um den anderen zu zeigen: Auch EINFACH kann man schöne Sachen nähen, man muss keine Schneiderin sein.
Liebe Grüße

Kreativling

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DuaneHanson
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Re:

von DuaneHanson (18.04.2020, 13:11)
Alexandermerow hat geschrieben:
Wer schon illegale Sachen schreiben will, der kann (theoretisch) seine Schriften ja auch anders veröffentlichen. Dazu muss man ja nicht zu BOD gehen - wäre jedenfalls "taktisch" unklug.


Verstehe ich nicht, denn in der Regel liest ja keiner, was bei BoD veröffentlicht wird. Es gibt dort zwar gute Bücher und es gibt Ausnahmen, die ihre Leser finden. Aber die Masse der Bücher bekommt so viele Leser wie der Autor Freunde hat. Ob man was Illegales hier veröffentlicht oder sonstwo (wo ginge es theoretisch denn noch?) ist also ziemlich egal.
Meine Geschichten sind besser befriedigend als gut.

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DuaneHanson
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BoD-Autoren – Fast alles Nichtskönner

von DuaneHanson (19.04.2020, 18:28)
Ich habe mir die Mühe gemacht und das gesammelte Traktat durchgelesen. Neun Zehntel der Beiträge drehen sich um Rechtschreibung und andere grundlegende Dinge des Bücherschreibens. Interesting. Ich hatte immer gedacht, wenn man ein Buch verlegen will, dann kümmert man sich selbst vorher um das Handwerkszeug.
Es geht hier also darum, dass BOD-Autoren und deren Bücher einen schlechten Ruf haben, weil sie das und dass verwechseln und keine Kommas setzen können? Das ist doch die erste Stufe!? Drunter würde ich mich schämen, etwas zu schreiben. So ungefähr oder wenigstens, es zu veröffentlichen. Um die eigentlich wichtigen Dinge, was ein tolles Buch ausmacht, geht es höchstens am Rande.

Vielleicht, aber wirklich nur ganz, ganz vielleicht gibt es den begnadeten Geschichtenerzähler, der wirklich keine Ahnung von Rechtschreibung hat. Ist aber unwahrscheinlich, denn dass man das kann, weiß man ja nicht spontan an seinem 45. Geburtstag und fängt dann an. Dass man erzählen kann und will, weiß man ab der Schule. Diese Leute schreiben dann auch entsprechend, weil es wichtig ist und weil es ihnen wichtig ist. Und von denen gibt es hier sicher auch ein Gros(sic!). 144 von 10.000, von 15.000? Mehr sicher nicht. Ich lese doch kein Buch von jemandem, der auf seinem Cover schon ein Deppenleerzeichen und satt zweier Bindestriche, zwei Gedankenstriche mit Leerzeichen verwendet. Kleinlich? Meine Lesezeit ist zu kostbar, um sie mit Schrott zu verschwenden. Bei Harry Potter und 50 Shades of Grey habe ich jeweils keine Seite geschafft, so schlecht sind die. Deswegen wäre ich kaum traurig, wenn ich die absolute Nische bleibe. Lieber gut und arm, als Scheiße und reich.

Besonders Fehler, die man leicht googeln kann und sie trotzdem macht, sind heute eigentlich überflüssig. Aber man muss eben erst einmal auf die Idee kommen, dass es Fehler sein könnten. Die allermeisten Leute, die hier schreiben und veröffentlichen, haben in ihrem Leben zu wenig gelesen und ihnen fällt deswegen nichts auf. Aber so jemandes Geschichte will ich nicht haben, nicht lesen müssen, denn er hat das Rad neu erfunden. Glaubt er. Hat er aber nicht, er hat nur keine Ahnung, dass alles, was er schreibt, schon hundertfach da war.
Deswegen gilt für mich, Fehler auf dem Titel oder dem Klappentext sind ein Killerkriterium; Deppenleerzeichen und Deppenapostrophe auch; Kommas mit der Schrotflinte natürlich; Adjektive und Personenbeschreibungen selbstredend. Themen wie Serienmörder; originelle Kommissare; Fantasywelten sind alles Mee-too-Bücher, können in der Regel weg. Ich warte noch auf das erste BoD-Buch, welches man lesen kann, ohne sich fremdschämen zu müssen.
Meine Geschichten sind besser befriedigend als gut.

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Scharfrichter
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Re: BoD-Autoren – Fast alles Nichtskönner

von Scharfrichter (21.04.2020, 17:24)
DuaneHanson hat geschrieben:
Es geht hier also darum, dass BOD-Autoren und deren Bücher einen schlechten Ruf haben, weil sie das und dass verwechseln und keine Kommas setzen können? Das ist doch die erste Stufe!? Drunter würde ich mich schämen, etwas zu schreiben. So ungefähr oder wenigstens, es zu veröffentlichen.

Pfeilgrad. Es ist wirklich zum Fremdschämen, was denen, die dergleichen lesen und auch noch dafür bezahlen sollen, in vielen Fällen zugemutet wird.

DuaneHanson hat geschrieben:
Vielleicht, aber wirklich nur ganz, ganz vielleicht gibt es den begnadeten Geschichtenerzähler, der wirklich keine Ahnung von Rechtschreibung hat.

Mir ist in meinem Leben nur einmal ein solcher Mensch begegnet, vor 20 Jahren im Forum des Literaturcafés, ein begnadeter Fabulierer mit einem täglichen Spontanausstoß von über 1000 Wörtern, der sich aber nicht um Rechtschreibung & Co. gekümmert und alles unkorrigiert und -redigiert sofort ins Forum gestellt. Bei seinen Geschichten hat mich das nicht gestört, er ist aber dann als Spam gesperrt worden.

DuaneHanson hat geschrieben:
Deswegen wäre ich kaum traurig, wenn ich die absolute Nische bleibe. Lieber gut und arm, als Scheiße und reich.

Wer auf sich hält, denkt so und nicht andersrum.

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Siegfried
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Re: BoD-Autoren – Fast alles Nichtskönner

von Siegfried (21.04.2020, 18:23)
Scharfrichter hat geschrieben:
DuaneHanson hat geschrieben:
Es geht hier also darum, dass BOD-Autoren und deren Bücher einen schlechten Ruf haben, weil sie das und dass verwechseln und keine Kommas setzen können? Das ist doch die erste Stufe!? Drunter würde ich mich schämen, etwas zu schreiben. So ungefähr oder wenigstens, es zu veröffentlichen.

Pfeilgrad. Es ist wirklich zum Fremdschämen, was denen, die dergleichen lesen und auch noch dafür bezahlen sollen, in vielen Fällen zugemutet wird.


Diese Diskussion ist obsolet, weil sie bereits vor Jahren (10?) erfolglos geführt wurde. Ich kann mich bestens an Texte erinnern, die mit den Zeilen endeten "Wer Fehler findet, darf sie behalten". Gerade Kritik an notwendigem Basiswissen wie Rchtschreibung oder Grammatik führte zu extremen Anfeindungen wie etwas "was nimmst du dir eigentlich heraus" oder "jeder darf schreiben, wie und was er will".

Jegliche Form von Kritik an Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung war Gotteslästerung - weil hier viele (zu viele) der Genialität des ersten Entwurfes folgten. Das Überarbeiten eines Textes wurde häufig mit einem "ich lass mich doch nicht verbiegen" quittiert.

Nein, diese Diskussion um die Qualität von Texten ist wirklich überflüssig. Weil: Sich zu verbessern, heißt Textarbeit zu leisten. Wo fand hier im Forum in den letzten Jahren (sic!) konkrete Textarbeit statt?
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Re: BoD-Autoren – Fast alles Nichtskönner

von Monika K. (21.04.2020, 18:50)
Siegfried hat geschrieben:
Nein, diese Diskussion um die Qualität von Texten ist wirklich überflüssig. Weil: Sich zu verbessern, heißt Textarbeit zu leisten. Wo fand hier im Forum in den letzten Jahren (sic!) konkrete Textarbeit statt?


Ich hatte dir damals angeboten, mir einen weiteren der von dir hochgeladenen Texte näher anzusehen. Zu einem habe ich sogar schon ein ausführliches Feedback irgendwo auf meinem Rechner liegen. Wir waren jedoch so verblieben, dass du dich meldest, wenn ich weitermachen soll, aber bis jetzt habe ich nichts mehr gehört, oder habe ich da etwas übersehen? Soll ich nach meiner Datei suchen, damit wir die Arbeit an deinen Texten weiterführen können?

Gruß
Monika
»Better a witty fool, than a foolish wit.« (Shakespeare’s »Twelfth Night«)

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Re: BoD-Autoren – Fast alles Nichtskönner

von DuaneHanson (21.04.2020, 21:16)
Siegfried hat geschrieben:
Wo fand hier im Forum in den letzten Jahren (sic!) konkrete Textarbeit statt?


Das mit dem Ablehnen der Textarbeit kann ich bis zu einem gewissen Grad auch verstehen. Denn ab einer bestimmten Stufe, die man erreicht hat, sich noch verbessern zu lassen oder gar vorschreiben, was guter und schlechter Stil ist, kann schwierig sein, Was für den einen Stil ist, sieht der andere als Fehler an. Aber wie gesagt, ein gewisses Niveau vorausgesetzt.

Nur weil man alle Adjektive richtig schreibt, ist es noch lange kein Grund, sie zu benutzen. cheezygrin
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Siegfried
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Re: BoD-Autoren – Fast alles Nichtskönner

von Siegfried (21.04.2020, 22:12)
DuaneHanson hat geschrieben:
Das mit dem Ablehnen der Textarbeit kann ich bis zu einem gewissen Grad auch verstehen. Denn ab einer bestimmten Stufe, die man erreicht hat, sich noch verbessern zu lassen oder gar vorschreiben, was guter und schlechter Stil ist, kann schwierig sein, Was für den einen Stil ist, sieht der andere als Fehler an. Aber wie gesagt, ein gewisses Niveau vorausgesetzt.


Es ging nicht um Stil. Stil kann man nicht diskutieren. Es ging um Grundlagen wie Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung.
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