Lieferzeiten und Covid?

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Miriquidi
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Lieferzeiten und Covid?

von Miriquidi (28.01.2021, 10:06)
Hallo Forum.
Ich bin hier noch neu, habe mein erstes Buch am 11.1. veröffentlicht.

Es wurden direkt einige Exemplare verkauft, aber nun entsteht bei einigen Lesern Unmut, weil ihnen ein Lieferdatum im März oder später angekündigt wird.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Druckereien gerade überlastet sind. Nicht nur, dass die Leute in diesen Zeiten mehr lesen, sie schreiben auch mehr, weil sie umständehalber Zeit dafür haben.

Nur frage ich mich, ob BoD nicht viel früher auf die Schwierigkeiten hätte hinweisen müssen oder eben auch einen Auftragsstopp setzen.

Hätte ich im Vorfeld um die Lieferbedingungen gewusst, hätte ich einen anderen Anbieter gewählt.

Ganz bestimmt wird sich die Warterei auf die Leserbewertungen auswirken, auch wenn es mit dem Inhalt erst einmal nichts zu tun hat.

Die erste Emotion nach dem Kauf ist Enttäuschung. Das bleibt haften.

Auch kann ich momentan nicht wirklich für ein Produkt werben, welches nicht verfügbar ist. 

Ich kann keine Beleg- und Rezensionsexemplare verschicken, bekomme kein Feedback, keine Posts in den sozialen Medien und niemand spricht über ein nicht verfügbares Buch.

Die Pandemie stellt uns alle vor Herausforderungen. BoD scheint aber zu spät und unangemessen reagiert zu haben. Die Leser und Autoren werden vor den Kopf gestoßen und sollen sich mit einem "Naja, Corona eben..." zufrieden geben. 

Wie seht ihr das? Seid ihr da nachsichtiger? Wie reagiert ihr auf frustrierte Käufer?

Viele Grüße, Miri

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Siegfried
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von Siegfried (28.01.2021, 10:15)
Hi!

Frage: Wer hat ein Lieferdatum März angekündigt? BoD? Oder etwa Amazon? Amazon ist bekannt dafür, dass dort auf der Webseite völlig unrealistische Lieferzeiten angegeben werden. Der Automatismus "Ich bestelle bei Amazon" sollte allein schon aus diesem Grund unterbunden werden. Es gibt keinen rationalen Grund, der Krake Amazon weitere Marktanteile zuzuschustern (und die Verlage durch völlig überzogene Forderungen seitens Amazon bluten zu lassen).

Sehr viele Leute weisen ihre Leser darauf hin, nicht bei Amazon zu bestellen, sondern im Buchshop von BoD oder bei anderen Online-Buchhändlern (Hugendubel, Thalia, jpc, usw.), dann klappt das auch mit einer schnellen Lieferung.

Fröhliche Grüße

Siegfried
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Miriquidi
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von Miriquidi (28.01.2021, 10:46)
Dazu gehöre ich und gebe nur den BoD- Link weiter. Die März-Angabe kam aber tatsächlich von Amazon. BoD selbst schrieb nur, dass sie ihr Lieferversprechen nicht einlösen und auch keinen Liefertermin nennen können.

Trotzdem- noch kein einziges Buch kam beim Kunden an. Auch bei mir selbst und den BoD-Käufern nicht.

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noelsch
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von noelsch (28.01.2021, 11:18)
Hallo zusammen,

ich bin auch etwas "enttäuscht" über die langen Lieferzeiten. Aber gut, da sind uns die Hände gebunden.
Häufig wird hier im Forum geschrieben, dass BOD externe Aufträge bevorzugt. Das kann ich nur bestätigen. Meine Bestellung ist seit über drei Wochen in Arbeit, Testbestellungen über Hugendubel & Co. liefen schneller.

Amazon ist und bleibt da ein Kuriosum. Zeitweise war ein Buch auf Lager, dann wurde es verkauft. Daraufhin viele Tage keine Bestellmöglichkeit. Jetzt ist es wieder zurück - mit dem selben Zeitraum, der hier schon genannt wurde: März 2021.
Das ist natürlich wenig attraktiv für einen Buchkäufer, ich kann den Unmut also z.T. verstehen. Andere Anbieter sprechen unabhängig davon jedoch von 1-3 Wochen. Schon besser aber immer noch zu lange für ein simples Buch.

Gruß
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Volker Meyer
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von Volker Meyer (28.01.2021, 18:06)
Habe durch diese Problematik gerade eine Auftragsarbeit in den Sand gesetzt.
Stehe morgen zum anvisierten Termin ohne die von mir versprochenen Bücher da.
Habe natürlich Verständnis für die momentan schwierige Situation.
Hilft mir nur leider nicht aus der peinlichen Situation raus.
Was hilfts? Sind einfach verrückte Zeiten.
Zuletzt geändert von Volker Meyer am 28.01.2021, 18:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Klaus.H
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von Klaus.H (28.01.2021, 18:10)
Also meine Erfahrung: Lieferzeiten von AMAZON sind für die "Tonne" Irgend ein Algorithmus sagt heute dies und morgen das, vielleicht "würfelt" der auch!

Ich bin auch durch längere Beobachtung davon überzeugt, dass auch die Lagerbestände, die AMAZON angibt "virtuell" sind, d.h. z.B. Bestände der Großhändler (Libri etc.) mit einbezieht. Die versenden ja z.T. auch für AMAZON.

An anderer Stelle habe ich ja bereits darauf hin gewiesen, dass AMAZON anscheinend Bücher generell nachrangig behandelt, dazu gab es einen Hinweis des Börsenblattes. ist zwar schon alt, scheint aber noch immer zutreffend zu sein.

Lese grade folgendes im Börsenblatt des deutschen Buchhandels: In der Corona-Krise priorisiert Amazon Haushaltswaren, Sanitätsartikel und weitere Produkte mit hoher Nachfrage. Um die Lager schneller auffüllen und an Kunden liefern zu können, hat der Online-Händler die Bestellung für andere Waren bis Anfang April ausgesetzt. Eine schlechte Nachricht für Verlage – aber vielleicht auch eine Chance für den Buchhandel? -Zitat Ende –


Ob unabhängig davon BoD auch Liefer/Produktionsprobleme hat werde ch bald erfahren, habe vor einer Woche eine Bestellung für Eigenbedarf aufgegeben
Gruß Klaus
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mtg
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von mtg (28.01.2021, 18:14)
Klaus.H hat geschrieben:
Ob unabhängig davon BoD auch Liefer/Produktionsprobleme hat werde ch bald erfahren, habe vor einer Woche eine Bestellung für Eigenbedarf aufgegeben

Habe vorgestern ein Fun-Buch hochgeladen und bestellt. Lieferzeitangabe: 15 - 21 Tage. Heute ist das Buch bereits aus der Bearbeitung raus, d.h. das Mastering hat stattgefunden. Bin jetzt auch mal gespannt … und werde berichten. »Fun« ist ja mit Sicherheit das nachrangigste Produkt …

beiti
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von beiti (28.01.2021, 18:34)
Miriquidi hat geschrieben:
Auch kann ich momentan nicht wirklich für ein Produkt werben, welches nicht verfügbar ist. [...] 

Ich kann keine Beleg- und Rezensionsexemplare verschicken, bekomme kein Feedback, keine Posts in den sozialen Medien und niemand spricht über ein nicht verfügbares Buch.
Wenn man sich die Erfahrungen der richtig erfolgreichen Selfpublisher im Bereich Belletristik anschaut, sind die gedruckten Bücher bei denen nur noch ein Nebenprodukt. Die verkaufen im Schnitt auf 10 E-Books vielleicht noch 1 gedrucktes Buch. Da ist es nicht ganz so schlimm, wenn die Druckerei mal für ein paar Wochen Ladehemmung hat. Das wichtige E-Book ist ja immer verfügbar.

Hängt allerdings auch vom Genre ab. Ich selber habe bei BoD ein Fachbuch mit vielen farbigen Bildern veröffentlicht. Obwohl das E-Book in meinem Fall nur ein Fünftel kostet, kauft immer noch ca. jeder Dritte die gedruckte Version. Insofern finde ich die jetzige Situation bei BoD schon ärgerlich.

Die Frage ist, wie man das in Zukunft vermeiden kann. Ob andere PoD-Anbieter schneller oder krisenfester sind, wäre erst noch zu klären. Am sichersten wäre wohl ein Anbieter, bei dem man eine Kleinauflage bestellt und einlagern lässt, um den Käufern die Wartezeit zu ersparen. Nur muss man diese Kleinauflage dann selber vorfinanzieren und das Risiko tragen.

noelsch hat geschrieben:
Amazon ist und bleibt da ein Kuriosum. Zeitweise war ein Buch auf Lager, dann wurde es verkauft. Daraufhin viele Tage keine Bestellmöglichkeit. Jetzt ist es wieder zurück - mit dem selben Zeitraum, der hier schon genannt wurde: März 2021.
War bei mir ganz genauso. Betrifft also offenbar viele bzw. alle BoD-Titel.

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mtg
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von mtg (29.01.2021, 08:42)
mtg hat geschrieben:
Klaus.H hat geschrieben:
Lieferzeitangabe: 15 - 21 Tage.

Ich sollte hier noch ergänzen, dass es sich um ein Hardcover-Buch handelt, das eh eine längere Produktionszeit erfordert.

beiti
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von beiti (30.01.2021, 13:13)
Noch etwas Kurioses, das mit aufgefallen ist. (Ich muss dazusagen: Mein Buch ist ein Fachbuch mit Nischencharakter, d. h. riesige Verkaufszahlen sind nicht zu erwarten.)
Bisher war es immer so, dass mein Buch auf Amazon als "sofort lieferbar" gelistet war mit dem Zusatz "nur noch x auf Lager", wobei die Zahl zwischen 4 und 7 schwankte. Amazon war bisher der einzige Händler mit Lagerbestand. Bei sämtlichen anderen Shops wurden stets längere Lieferzeiten genannt.
Inzwischen ist es genau umgekehrt. Amazon zeigt jetzt, nach einigen Wirrungen, "Derzeit nicht auf Lager" an. Dagegen gibt es jetzt ein paar andere Shops (Thalia, Osiander, bücher.de, Buch24.de), die "Sofort lieferbar" anzeigen (allerdings ohne konkrete Anzahl, d. h. es könnte auch nur ein einziges Exemplar im Lager eines Großhändlers sein).

Auf jeden Fall schade, dass das System so intransparent ist. Es wäre doch schön, wenn man erfahren würde, an welche Händler bzw. Großhändler wieviele Exemplare ausgeliefert wurden und wieviele ggfs. noch in einem Lager liegen.

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Klaus.H
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von Klaus.H (01.02.2021, 12:47)
Jetzt wird es lustig !!!
Ich habe eine Kleinauflage "Unterwegs Tsum Glück" am 25.1. bestellt, heute Rechnung und Versandavis erhalten. Soweit so gut!

Allerdings meine Bestellung von "Unter Gebetsfahnen" vom 20.1. ist noch in Bearbeitung.... und auch heute kam die Mail: "Wir bitten um Entschuldigung, . . . . wir können unser Seviceversprechen nicht einhalten . . . . kein konkreter Termin . . .

Später bestellt, früher geliefert, technisch gleiches Buch Format, Papier nur unterschiedliche Seitenzahl!
Bei Anruf: Musik in der Warteschleife . . . .
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Schulamith
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von Schulamith (01.02.2021, 12:57)
Mich hat's leider härter getroffen mit der Krise, in der anscheinend BoD gerade steckt.
Nicht nur, dass sie versichern und auch praktisch zeigen, dass Lieferzeiten sich lange jenseits des sonst versprochenen hinziehen. Das würde ich auch, wenn auch frustrierend unter "in dieser Zeit verständlich" abbuchen. Leider wurde auch das im November bestellte Probeexemplar am 17.11. falsch geschickt. Reklamation, Wochen später das richtige. Am 4.12. dann (noch in der Hoffnung auf Lieferung vor Weihnachten) 100 Exemplare bestell. Erst am 12.1. kam die Lieferung (das fällt ja unter "verständliche wenn auch frustrierende Verzögerung"). 100 Bücher mit dicken Streifen auf jeder zweiten Bildseite. Reklamation. Auf Mails wird kaum reagiert, da ist der Verzug groß, wie auch zugegeben wird, das gilt leider auch dann, wenn die Mail sich auf das eben geführte Telefonat bezieht. Per Telefon wird wie selbstverständlich nicht nur betont, dass es grad unmöglich ist, Fristen einzuhalten. Die Reklamation wird per Foto auch gesehen und als nicht ok anerkannt. Am 12.1. wird mir schneller Ersatz zugesichert. Bei erneutem Telefonat am 20.1. wird aber gesagt, bei Smartdruck müsse immer mit weißen Streifen auf den (schwarzweißen!) Bildern gerechnet werden. Um das zu vermeiden müsse ich Brillantdruck bestellen (teurer bei der Selbstbestellung, geringere Marge oder höherer Verkaufspreis). Dies obwohl die Internet-Seite den Brillantdruck ausdrücklich nur vorsieht, wenn bei farbigen Abbildungen wert auf brillante Farben gelegt wird... Auch solle ich alle 100 Bücher auspacken und prüfen, ob sie wirklich alle fehlerhaft sind. Stichproben reichten nicht. Obwohl sich diese Verständigung über Smartdruck oder nicht hinzieht, wird schonmal abgebucht, und zwar 20,- mehr, als der ursprünglich bei der Bestellung angegebene Rechnungsbetrag. Ich rufe an und bestehe auf einer sofortigen Rückerstattung, mache in einem zweiten Telefonat deutlich, dass ich das wirklich heute bearbeitet wissen will und schreibe es auch per Mail am 26.1. Dennoch wird am 27.1. der zu hohe Rechnungsbetrag abgebucht. Auch heute am Telefon findet der Mitarbeiter das alles ganz in Ordnung, ich habe schließlich Ware erhalten, auch wenn sie "mir nicht gefiele". Er bestätigt, dass "die Rechte nicht weiß, was die Linke tut", sprich, die Rechnungsabteilung automatisch nach Lieferung abbucht und nicht über eine Reklamation informiert wird.
Es ist klar, dass diese Matarbeitenden wahrscheinlich persönlich auch am Limit sind, er arbeitete im Homeoffice und hatte mit zusammenbrechendem Internet zu kämpfen. Doch ist auch klar, dass da ein Geschäftsgebaren hinter steht, das mit Kundenservice und Verantwortlichkeit nicht mehr viel zu tun hat. Ob es in der gegeben Situation vermeidbar war, so große Verzögerungen zuzumuten, wie früh das hätte kommuniziert werden können oder müssen, darüber lässt sich vielleicht streiten.
Doch bei Fehlern in die Verantwortung zu gehen und der Kundin möglichst weitere Unannehmlichkeiten zu ersparen, evtl. eher über einen Preisnachlass nachzudenken, da ja wirklich auch wirtschaftlicher Schaden entsteht (wie lange warten InteressentInnen auf so eine Buch? Wieviele Gelegenheiten verstreichen durch die Verzögerung?) ganz sicher aber nicht zu viel abzubuchen, noch bevor in brauchbarer Qualität geliefert wurde, das sollte selbstverständlich sein und es ist erkennbar weder in den Abläufen vorgesehen (z.B. Nachricht an die Buchungsabteilung bei Reklamation).
Bin ich zu anspruchsvoll, wenn ich erwarte, dass die Maschinen so gewartet werden, dass auch bei Smartdruck, der auf der Interneseite ganz klar für einfachen Schwarz-Weiß-Druck, auch mit Abbildungen, vorgesehen ist, keine Streifen auftreten (was übrigens letztes Jahr bei 350 in 5 Bestellungen erhaltenen Büchern gelang)? Wenn ich meine, für eine Reklamation müsste entweder die Stichprobe aus jedem Karton reichen, oder es könnte auch die ganze Sendung auf Kosten von BoD zurückgeschickt und von denen geprüft werden. Übrigens: Der erste Mitarbeiter am Telefon hatte mir vorgeschlagen, stattdessen die Fotos zu schicken, damit es schneller geht! :-/
Wenn ich erwarte, dass die Buchungsabteilung gestoppt wird, bis der Auftrag qualitativ akzeptabel ausgeführt wurde?
Wenn ich im Gespräch erwarte, dass alles, was auf Seiten von BoD schiefgeht, erklärt werden kann und um Verständnis gebeten, nicht aber so dargestellt, als wäre das eigetnlich alles ganz normal und ich müsse etwas anders machen bzw. alles selbstverständlich so hinnehmen?
Habe ich altmodische Service-Vorstellungen?
Bis auf den teilweise abweisenden Tonfall und die Darstellung, als seien meine Anliegen unangemessen, geht meine Kritik nicht in erster Linie an die Mitarbeitenden.
Diese Standarts bei der Bearbeitung von Aufträgen und Reklamationen einzuführen und zu sichern wäre wohl eher eine Aufgabe der Leitung. Doch diese ist wohl schwer zu erreichen, oder weiß hier jemand eine Anschrift oder Telefonnummer der Geschäftsleitung?

Schade, das erste Buch war ganz in Ordnung und die 350 Bücher in 5 Etappen kamen in angemessener Zeit und Qualität. Ob sie das alles dann nach der Pandemie wieder in den Griff bekommen? Inklusive Wartung der Maschinen, um streifenfrei zu drucken??

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Hannelore Goos
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von Hannelore Goos (01.02.2021, 15:27)
Gerade habe ich im Radio gehört, was zur Resilienz gegen Unbeeinflussbares verhilft: Ein Jammerlappen. Das ist ein Waschlappen (eigentlich Waschhandschuh), der an gut sichtbarer Stelle aufgehängt wird. Jeder, der jammert, muss 5 Euro hineinwerfen.

Vielleicht könnte man hier auch so etwas installieren: Ein virtueller Jammerlappen. Und die eingezahlten Beiträge gehen an eine Stiftung für Künstler, die im Moment nicht arbeiten dürfen. Sowas gibt's bestimmt!

Weil - ein Forum ist eine Plattform zum Austauschen, nicht zum Ausk . . .
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Siegfried
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von Siegfried (01.02.2021, 15:46)
Schulamith hat geschrieben:
Habe ich altmodische Service-Vorstellungen?


Ja. Eindeutig.

Schulamith hat geschrieben:
[...] Bearbeitung von Aufträgen und Reklamationen einzuführen und zu sichern wäre wohl eher eine Aufgabe der Leitung. Doch diese ist wohl schwer zu erreichen, oder weiß hier jemand eine Anschrift oder Telefonnummer der Geschäftsleitung?


Steht im Impressum der Webseite www.bod.de. Einfach mal nachschauen.

Schulamith hat geschrieben:
Ob sie das alles dann nach der Pandemie wieder in den Griff bekommen?


Ganz kurz zu Unternehmensleistungen in der Pandemie:
Auch ich arbeite in einem Unternehmen, das durch die Pandemie maximal leidet. Dazu gehört u. a. die vollständige Schließung des Unternehmens über mehrere Monate, d. h. es konnte nichts (in Worten: Null) an Leistung für die Kunden erbracht werden. Nach der Wiedereröffnung wurden sämtliche Arbeitsabläufe umgestellt - auf Anweisung der Landesregierung. Die Folge war, dass die Arbeitslast für die Mitarbeiter/innen drastisch nach oben gegangen ist - bei gleichzeitig zunehmender Unzufriedenheit der Kunden. Inzwischen sind die Auftragseinbrüche so groß (etwa 67 Prozent), dass ernsthaft über Entlassungen diskutiert wird (das Thema HomeOffice ist längst durch). Für die bestehenden Kunden reißen wir uns aktuell "den Arsch auf" und improvisieren nach Leibeskräften, auch weil seitens der politischen Entscheidungsträger (Bundes- und Landespolitiker) keine auch nur mittelfristige Planung möglich ist. Aktuell planen wir gerade den Mitarbeitereinsatz ab Mitte Februar, gehen aber davon aus, dass in der kommenden Woche wieder eine Kurzfristentscheidung für die nächsten drei Wochen getroffen wird, weshalb wir dann alle Planungen in die Tonne kloppen können. Und ich vermute, dass wir nicht das einzige Unternehmen sind, das so am schleudern ist.

Egal welche Erwartungen man an die Servicequalität eines Unternehmen hat - wir leben derzeit in einer Extremsituation. Ich persönlich habe daher ein gewisses Verständnis dafür, dass es in Unternehmen nicht so läuft, wie es laufen könnte. Es knirscht und knackt und kracht nicht nur bei BoD. Allen Unmut zum Trotz: Wenn der Baum brennt, verlange ich nicht, dass man vom Baum ein paar Äste absägt, damit ich etwas zur Zierde habe. Oder anders gesagt: Vielleicht sollte man mit Veröffentlichungen ein paar Wochen warten (Ostern? Sommer?), bis die Unternehmen wieder halbwegs normal arbeiten (ich persönlich würde auch z. B. liebendgerne mal wieder in Urlaub fliegen, geht aber nicht. Schimpfe ich deshalb über den "miesen Service" von Fluggesellschaften oder Hoteliers, weil die ihre Leistung heruntergefahren haben?). Das schont auch das eigene Nervenkostüm.

Fröhliche Grüße

Siegfried
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Siegfried
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Re: Lieferzeiten und Covid?

von Siegfried (01.02.2021, 15:49)
Hannelore Goos hat geschrieben:
Gerade habe ich im Radio gehört, was zur Resilienz gegen Unbeeinflussbares verhilft: Ein Jammerlappen. Das ist ein Waschlappen (eigentlich Waschhandschuh), der an gut sichtbarer Stelle aufgehängt wird. Jeder, der jammert, muss 5 Euro hineinwerfen.

Vielleicht könnte man hier auch so etwas installieren: Ein virtueller Jammerlappen. Und die eingezahlten Beiträge gehen an eine Stiftung für Künstler, die im Moment nicht arbeiten dürfen. Sowas gibt's bestimmt!

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